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Busfreaks - Wohnmobil / Reisemobil / Selbstausbau

Hallo Busfreaks und Freunde!

Wer sind wir eigentlich:

Die Busfreaks sind eine europaweite, kontinuierlich wachsende Gemeinschaft von Wohnmobilisten, Schraubern und Selbstausbauern. Bei uns sind viele Selbstausbauten zu finden, doch gern gesehen sind alle Wohnmobile und Reisemobile! Das Fahrzeugfabrikat ist egal. Jeder ist bei uns herzlich willkommen.

Die Busfreaks gibt es seit 2001 und wir sind mittlerweile fast überall zu finden: Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Frankreich, Skandinavien etc. pp.

Unser Hauptmotto ist schlicht und prägnant: Wohl fühlen, Spaß haben, helfen.

Wir wünschen Euch viel, viel Spaß auf den Busfreaks-Seiten :-)

Tipps zum Frühjahr

Der Frühling ist da, es wird Zeit, die Wohnmobile zu lüften und reisefertig zu machen!

© 2012 Gert Leddin

Egal ob Ihr den Bus im Winter durchfahrt oder erst langsam wieder ans Rollen gewöhnt, er verdient jetzt eine Frühjahrskur! Einige Tipps zum Frühjahrsputz ohne Chemie gibts schon mal hier:

Wasser

Die Wasserversorgung ist ein wichtiges Thema, da es um unser wichtigstes Gut, das Trinkwasser geht. Schaut Euch die Tanks, Kanister, Schläuche, Pumpen und Hähne an! Ist noch alles dicht? Wie sehen die Leitungen/Tanks von innen aus?

Die umweltschonendste und gesündeste Reinigung ist die mechanische. Die Tanks also von innen schrubben. Die Schläuche bekommt Ihr sauber, indem kleine Schwammstückchen durchgeblasen werden (Bitte den Boiler vorher abklemmen!).

Nach dem Geschrubbe und Durchgeblase wird alles mit viel Wasser gespült. Auch das Reinigen mit Corega Tabs soll toll gehen, gebt im Forum als Suchbegriff einfach "Corega" ein. Das Thema Wasserzusätze lassen wir hier außen vor, da es dazu zu unterschiedliche Meinungen gibt.

Feuchtigkeit

Schaut in jeden Schrank, in jede Staukiste und in jede Ecke, ob sich dunkle oder feuchte Stellen gebildet haben. Feuchte Stellen bedeuten nicht zwingend, dass irgendwo Wassereintritt vorhanden ist, sie bilden sich auch an Stellen mit großen Temperaturgegensätzen, die schlecht belüftet sind (Kondenswasser).

Bei klarem Hochdruckwetter, wenn also die Luftfeuchte sehr gering ist, den Bussi ordentlich lüften, alle Klappen und Türen aufmachen. Und nicht nur ein paar Minuten, sondern am besten mehrere Stunden!

Dichtungen

Gummidichtungen bedürfen auch einer besonderen Pflege. Also Tür- und Scheibengummis mit klarem Wasser und Spülmittel reinigen und nach dem Trocknen mit Hirschhornfett oder Talkum einreiben. Die Dichtungen bleiben dadurch schön geschmeidig.

Technik

Alle Flüssigkeiten kontrollieren, Bremsflüssigkeit, Kühlwasser, Motoröl, Getriebeöl und Achsöl. Motoröl nicht länger als ein Jahr drin lassen.

Bremsflüssigkeit unterliegt ebenfalls einer Alterung. Wenn Ihr nicht genau wisst, wie alt sie ist: raus damit, aber bitte in einer Fachwerkstatt! Getriebeöl und Achsöl kontrolliert Ihr, indem Ihr die Einlassschraube rausdreht. Der Ölstand muß bis Unterkante Einfüllstutzen reichen. Die Öleinlasschraube befindet sich in der Regel an der unteren Hälfte des Getriebekörpers, bei dem Hinterachsdifferential auf der Rückseite, ebenfalls in der unteren Hälfte des Differentials.

Alle beweglichen Teile fetten oder ölen!

Achsschenkelbolzen, Kreuzgelenke und Schiebestück der Antriebswelle (Kardanwelle) fetten, Türscharniere fetten, Schlösser mit WD40 ölen. Gehen die Fensterheber schwer, dann einmal die Türverkleidung runter und die Mechanik fetten.

Die Scheibenwischerlager kontrollieren, sie rosten gerne fest oder schlagen aus.

Denkt auch an die Kraftstofffilter, sie müssen regelmäßig gewechselt werden!

Schaut euch die Reifen genaustens an: Sind sie porös, stimmt der Reifendruck, ist das Profil noch ausreichend?

Macht erst einmal eine Probefahrt. Geht die Lenkung schwer? Bremst das Wohnmobil gleichmäßig? Wenn die Lenkung schwer geht, fettet die Achsschenkelbolzen. Die Bremsen müssen nach einer Winterpause erst einmal einlaufen, also nicht gleich in Panik ausbrechen, wenn das Wohnmobil nicht so bremst, wie Ihr es gewohnt seid. Es wird sich in aller Regel nach ein paar Kilometern wieder normalisieren.

Rost

Rost ist unser liebstes Thema. Eine anständige Reinigung Eures Wohnmobils in einer Bussibadeanstalt solltet Ihr schon machen. Schaut Euch die Wohnmobilunterseite genau an und bekämpft sofort jede Roststelle und - das ist wichtig - nicht nur mit Rostschutz einkleistern, sondern auch ordentlich mit gutem Lack lackieren. Am besten mehrmals, damit von Außen keine Feuchtigkeit an den Rost kommen kann.

Wenn Ihr ganz gewissenhaft seid dann sprüht die Hohlräume mit einer Hohlraumpistole aus. Tips, wie Ihr das machen müsst und welche Roststopper Ihr am besten nehmt, findet Ihr auf der Seite: Korrosionsschutzdepot. An dieser Stelle auf Rostbekämpfung weiter einzugehen würde den Rahmen sprengen.

Gasanlage

"Sich um die Gasanlage zu kümmern brauch ich nicht, die wird ja regelmäßig geprüft."

Trotzdem: Ihr seid verantwortlich für Euer Wohnmobil. Sich auf einen Prüfer zu verlassen, reicht nicht. Eine eingehende Sichtprüfung der Gasleitungen und der gesamten Gasanlage sind Pflicht.

Gasleitungen werden mit Ermetoverschraubungen verbunden. Zieht die Verschraubungen nach, aber immer mit zwei Maulschlüsseln, damit ihr das Gasrohr nicht verdreht. Dran denken: Die Ermetoverschraubungen haben Rechtsgewinde, Gasschlauchverindungen und der Druckminderer an der Gasflasche haben Linksgewinde!

Ganz wichtig ist der Zustand des Gasschlauches vom Druckminderer an der Gasflasche zur Gasanlage. Ist er porös oder hat er irgendeine Beschädigung, muß er sofort gewechselt werden! Die Dichtheit der Gasanlage könnt ihr auch selber prüfen: Alle Gasgeräte ausschalten, den Gasabsperrhahn an der Gasflasche aufdrehen, jetzt zeigt das Manometer (Druckmesser) an dem Gasdruckminderer etwa 5bar an (temperaturabhängig). Daraufhin schließt ihr das Ventil wieder und geht eine Tasse Kaffee trinken. Der Druck in der Gasanlage darf nicht abfallen!

Danach überprüft Ihr die Gasgeräte. Egal ob Gaskochmulde, Gaskühlschrank, Gasheizung oder Gasboiler: Alle Gasgeräte haben eine Zündsicherung. Die Zündsicherung soll ein Ausströmen des Gases verhindern, wenn keine Flamme vorhanden ist. Ein geschlossenes Hydraulikröhrchen ist mit einem Fühler an der Flamme und dem Schaltknopf verbunden. Brennt die Flamme, dehnt sich die Flüssigkeit in dem Rohr aus und verriegelt den Schalter. Deswegen muß man beim Einschalten den Reglerknopf eine Zeit lang festhalten. Geht die Flamme jetzt zum Beispiel durch Wind aus, so gibt das sich wieder zusammenziehende Röhrchen die Verriegelung des Gasreglers wieder frei und Gas kann nicht mehr ausströmen.

An der Gasheizung, an dem Gasboiler und an einigen Absorberkühlschränken ist außerdem eine Zündautomatik vorhanden. Beim Einschalten der Gasgeräte wird eine piezoelektronische Zündung gestartet, die das Gas entzündet. Zusätzlich zu der Zündsicherung versucht dieser Zündautomat die Flamme nach dem unkontrolliem Erlöschen wieder zu zünden. Die Zündautomaten haben in der Regel zwei Mignonbatterien, die im Frühjahr ausgewechselt werden sollten. Moderne Gasgeräte, wie elektonische Gasheizungen haben diese Funktionen intern integriert.

Elektrik

Schaut mal die Batterien an, vielleicht brauchen sie etwas (destilliertes) Wasser. Die Säuredichte einmal ausspindeln, nur so bekommt ihr Aufschluss über den Zustand des Akkus. Gegebenenfalls nachladen.

Kontaktstellen, Massebänder: Anschlüsse an der Lichtmaschine, dem Anlasser und eventuell dem Batterietrennrelais auf festen Sitz, Ablagerungen und Schmutz überprüfen.

Die Sicherungen auf festen Sitz und guten Kontakt prüfen.

Die gesamte Beleuchtungseinrichtung sowie Hupe und Scheibenwischer kontrollieren.

Noch nicht genug davon?

Dann schau mal wieder ins Board Umbau/Ausbau/Technik allgemein.