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  • »derigl« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Dachsbach

Beruf: Musiker

Fahrzeug: L 613 D Bj 86 E 300T Turbodiesel Bj.98 Rover 75 V6

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1

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 11:03

Probleme mit Verkäufer - was tun??

Hi liebe Kollegen,

ich hab ein kleines Problem: Ich wollte den sehr hübschen und günstigen 613 aus diesem Trööt kaufen.

Habe den Verkäufer kontaktiert und mit ihm einen Besichtigungstermin ausgemacht, das war vor vier Wochen. Er fährt Motocrossrennen, wir haben uns am Rande eines solchen im Hunsrück getroffen, das sind einfach ca. 280 km Fahrt von mir daheim aus. Er meinte, er habe noch Rennen bis zum letzten Wochenende (1./2.10.) und wir könnten danach eine Übergabe machen.

Er bestätigte mir die Reservierung per Handschlag, wollte aber keine Anzahlung, da er nicht mit einem Fahrzeug herumfahren wolle, das ihm nicht (mehr) gehört.

Jetzt kam eine Mail von ihm, er habe es sich anders überlegt, wolle weiter Rennen fahren und das Fahrzeug sei nicht mehr zu verkaufen. 8-( Der Handschlag sein nur eine Bestätigung gewesen, dass er den Bus keinem anderen als mir verkaufe (immerhin hat er so per Mail den Handschlag bestätigt...)

Ich habe mich natürlich drauf eingestellt, andererseits ist eine Verkaufsanzeige bei Ebay Kleinanzeigen ja wohl ein verbindliches Verkaufsangebot, schliesslich wäre ich sonst nicht einen Tag lang und 560 km weit zum Besichtigen gefahren. Man könnte sich also auf den Standpunkt stellen, dass ein Kaufvertrag zustandegekommen ist, den er erfüllen muss -- oder?? Könnte ich das einklagen?

Und selbst wenn man das nicht einklagt muss er mir Schadensersatz für meine Zeit und Fahrtkosten erstatten, denn auf eine Aussage wie "Ich verkaufe vielleicht oder auch nicht aber Du kannst ja spasseshalber mal mein tolles Auto angucken" hätte ich diese Reise sicher nicht angetreten.

Ich will niemandem was Böses, aber das Auto ist schon super und so geht`s ja wohl auch nicht...

Wie seht Ihr das? Was würdet Ihr tun? Bin hin- und hergerissen und freu mich auf Einschätzungen - menschlicher und rechtlicher Art.

Danke!! |-)

Wohnort: Ratingen

Beruf: Industriefotograf

Fahrzeug: MB LP 813 RMB Arnold 540 paar Mopeds Ford Focus

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2

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 11:16

Eine Frage die mich aktuell auch beschäftigt.
Ich habe fernmündlich dem Kauf von 5 Solarpanels abgemacht.
Genannt wurde die Summe und der Abholtermin und der Ort
Kurz bevor ich das Ziel,erreichte bekam ich einen Anruf mit der Aussage" der Chef habe es sich anders überlegt und die Panels wären nicht mehr vakant"
Solche Praktiken nehmen drastisch zu wie ich finde.Bin gespannt auf die Experten Meinungen.

VG Andreas

Wohnort: Grafenau

Fahrzeug: MB 711

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3

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 11:23

Abhaken und einen neuen suchen.
Ein Anwalt kostet nur Geld und bringt zusätzlichen Ärger.
Und du willst sicher nicht von so einem Trottel ein Fahrzeug kaufen.

Nix für Ungut!

Rainer
Signatur von »macbus« „Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand.
Nur werden Ämter nicht von Gott vergeben.“
- Gerhard Uhlenbruck -

Wohnort: Villach

Fahrzeug: Mercedes 508D

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4

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 11:33

Ist mir auch schon passiert, zwar nur telefonisch ausgemacht. Auf halber strecke kam dann der anruf vom verkäufer, wagen ist weg. Könnt euch vorstellen wie sauer ich war.
Aber mal ehrlich, sowas einzuklagen würd mir im traum nicht einfallen.
Erstens würd ich mir das mit anwalt und gericht und so weiter nicht antun wollen und zweitens halt ich absolut nix von solchen privatklagen. Ich glaub wenn jeder gleich wegen jedem ... klagen würde, würd die welt nicht besser werden, eher das gegenteil wär der fall.
Und ausserdem bin ich kein freund dieser amerikanischen unart.

Mach einen haken drunter, blöd gelaufen. Und wer weiss was kommt. Auch wenn du eine verhandlung gewinnst für deine fahrtkosten, wird er dir das auto trotzdem, oder grad deswegen nicht verkaufen.

Meine unqualifizierte meinung dazu, nix für ungut.

Lg,
Andy

Wohnort: Kalbe/Milde

Fahrzeug: Simson SR50, 406 Düdo

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5

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 11:41

Noch schlimmeres ist mir bei ebay vor ein paar Wochen auch passiert, allerdings mit einer Kreissäge.
Großes Auto ausleihen, über 250km fahren, Knöllchen kassieren und dann feststellen, dass etwas völlig anderes (40cm statt 60cm Sägeblatt, Wechsel- statt Drehstrom) verkauft werden soll als in der Anzeige beschrieben ("Die hat meine Freundin geschrieben,weil ich nicht zuhause war"). Ärgern, abhaken und bei ebay sehr, sehr vorsichtig sein. Das wird leider immer mehr ein Tummelplatz für potentielle Betrüger.
Signatur von »Schwabe« Don't panic

(The hitchhiker's guide to the galaxy)


Wohnort: Eriskirch

Beruf: System Administrator

Fahrzeug: MB 613D Bj.1979

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6

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 11:48

Man könnte sich also auf den Standpunkt stellen, dass ein Kaufvertrag zustandegekommen ist, den er erfüllen muss -- oder??
Soweit ich mich an die Berufsschule erinnere, habt ihr keinen Kaufvertrag. Siehe hier https://dejure.org/gesetze/BGB/929.html

Vertrag kommt durch Einigung und Übergabe zustande, dabei ist es egal ob ihr einen Vertrag schreibt oder nicht. Wenn er den Wagen jetzt nicht mehr hergeben will, hast Du nichts.

Kannst Du echt nur unter "shit Happens" buchen und vergessen.

Grüße
Jan
Signatur von »Lila613er« www.belz-bc.de

No income tax, no VAT

No money back, no guarantee

Wohnort: Bremen

Fahrzeug: Niesmann-Bischoff Flair 59

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7

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 12:41

Hallo,

ein Kaufvertrag ist ein Kaufvertrag, auch mündlich, selbst ohne Handschlag, mit Handschlag aber schon so gut wie schriftlich.
Wenn Du ihn gerne haben willst, kannst Du Klage erheben. Warscheinlich reicht aber der freundliche Brief eines Rechtsanwalts.

Der LINK vom Vorposter behandelt den Eigentumsübergang und hat nichts mit Kaufverträgen zu tun.

Nur Mut und ran!!
Signatur von »spezii« Drei Bier gelten als Mahlzeit, da hat man aber noch keinen Schluck getrunken!

Wohnort: LG

Fahrzeug: O309D H, 207D, XT350

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8

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 12:43

moin..

da hineingefühlt würde ich dir vom 'rechtlichen' weg abraten..
es bringt in jedem falle viel nerverei, schafft aber nicht zwangsläufig den
von dir angestrebten finanziellen ausgleich.
du bist nicht der erste, dem das widerfährt, wirst auch nicht der letzte sein.


ähnliches ist mir auch hier auch mit einem forumsangebot passiert..nach fester
absprache und zusicherung (auch schriftwechsel) habe ich kurzzeitkennzeichen
besorgt um den 508 nähe berlin abzuholen..musste dazu zum 70km entfernten bahnhof
meines wohndorfes...durch eine halbstündige fahrtverzögerung (strassensperrung) habe ich den zug um
ein paar sekunden verpasst..dann denn verkäufer angerufen und einen neuen termin
für den nächsten tag gemacht..morgens nochmal mein ankommen telefonisch bestätigt...
dabei erfahre ich, das er den bus gerade einem einen anderen bf verkauft hat..
(dieser bot, nachdem er mir zugesagt hatte, ein paar euros mehr #motz1 )

ist fies, aber nicht forumstypisch !!!!!
die kleinen schweinchen laufen überall rum, rein menschlich ists volk hier sehr gemischt,
das machts aber auch interessant.

ich stehe nach wie vor auf dem standpunkt, das ich immer wieder neu entscheide, mit
wem ich welchen deal wie mache..
ALLE meine fahrzeuge habe ich ungesehen gekauft, mich auf intuition verlassen,
ca. 90% waren wie erwartet.

wenn wir ein paar regeln beachten, dann schmälern wir die sorgen um solche
vergeigten geschäfte.. diese regeln sind hier nicht anders als "in der freien (markt)natur" :-O

so halte ich es.. :-)

lg vom ärpii
Signatur von »ärpee« alles wird gut

Wohnort: Irrhausen

Beruf: Bürohengst, früher Schlosser

Fahrzeug: "Oimel" Bremer 208d, Bj. 89

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9

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 12:43

Da kann ich Andyx nur zustimmen. Zugegeben, das Verhalten vom potentiellen Verkäufer ist nicht korrekt,
aber wohl nicht strafbar.
Wegen 560km und ein paar Stunden Lebenszeit würde ich sicher keinen Anwalt konsultieren und schon gar nicht klagen.
Das erhöht den Verlust an Zeit und Geld nur noch drastisch, selbst wenn du am Ende zu 100% Recht bekommen würdest (was ich nicht glaube…).

Schreib dem Herrn eine Mail, in der Du ihm die Meinung geigst (ohne Beleidigungen und Fäkalsprache etc.),
So hadhabe ich das wenn ich das nicht persönlich tun kann.

Und dann Schwamm drüber, anderen Düdö kaufen und freuen.

Gruß Tom

10

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 14:53

Das regelt sich im Grunde nach 433 BGB:

§ 433 Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag

(1) Durch den Kaufvertrag wird der Verkäufer einer Sache verpflichtet, dem Käufer die Sache zu übergeben und das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Der Verkäufer hat dem Käufer die Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen.
(2) Der Käufer ist verpflichtet, dem Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen und die gekaufte Sache abzunehmen.

Du kannst auf Erfüllung des Vertrages bestehen, anmahnen, klagen, wie auch immer.

Mit Rechtschutzversicherung würde ich mich auf jeden Fall mal beraten lassen. Ob s lohnt, ist eine andere Frage.

  • »derigl« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Dachsbach

Beruf: Musiker

Fahrzeug: L 613 D Bj 86 E 300T Turbodiesel Bj.98 Rover 75 V6

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11

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 16:43

Danke für Eure Einschätzungen - sie decken sich mit quasi allem, was mir für und wider durch den Kopf geht... %-/

Rechtlich schätze ich, dass spezii und reddi Recht haben. @ Schrauber Tom:

Zitat

Da kann ich Andyx nur zustimmen. Zugegeben, das Verhalten vom potentiellen Verkäufer ist nicht korrekt,
aber wohl nicht strafbar.


Ich will ihn ja nicht anzeigen und für eine Straftat wie Betrug oder so belangen, sondern nur auf eine Vertragserfüllung bestehen.

@Andyx
ich versteh Dich sehr gut - andererseits ist das manchmal der einzige Weg gegen solchen Unsinn - schliesslich kann sich jeder genau überlegen, ob er ein Fahrzeug verkaufen möchte oder nicht, bevor er ein Inserat aufgibt...

Und manche kalkulieren regelrecht ein, dass man den Klageweg nicht geht, weil es zuviel Arbeit ist.
Ich hatte da mal Stress mit Debitel - sobald ein Anwaltsbrief kam haben die sofort klein beigegeben. OK, ist ein anderer Fall (Großunternehmen), aber trotzdem.

Weitere Meinungen willkommen! #winke3

Wohnort: steinfeld

Beruf: selbst&ständig

Fahrzeug: 0 309 D 41 - Bj. 1975 - Bluthydraulik

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12

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 19:27

es gibt ar...löcher die das recht haben geklagt zu werden ..
es gibt noch größere ar...löcher die das recht darauf verwirkt haben ..

... ich entscheide mich gerne für das 2.ere

und handschlagqualität hat eben nicht jede und jeder :=(
Signatur von »loja1« ... Welche Weiterentwicklung kann die Automobilindustrie nach einem solchen Triumpfzug noch nehmen ? ...
allgemeine Automobilzeitung 1902

Wohnort: Neunkirchen-Seelscheid

Beruf: Habe einen

Fahrzeug: 210er Gasbrenner

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13

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 20:25

Schreib ihn doch mal an, ob er, da ihr ja eigentlich einen rechtskräftigen Vertrag geschlossen habt, Dir die Spritkosten ersetzt.

Dann kannst Du Dich mit ihm ja auf 50/50 einigen. Geld zum Anwalt würde ich deshalb nicht tragen.

Gruß, Michael
Signatur von »lindenbaum« Some people are like slinkies, not really good for much, but they bring a smile to your face when pushed down the stairs.

14

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 22:12

Nal andersrum gedacht:

Stell dir vor, du würdest vor Gericht gewinnen.
Vermutlich wird der jetzige Besitzer verärgert über das Urteil und dich sein.
Danach findet dann irgendwann die Übergabe des Fahrzeuges statt.
Hm, ich hätte da kein gutes Gefühl.
Es gibt bestimmt einige Knallköpfe, die aus Rache gewisse "Manipulationen" am Fahrzeug vornehmen könnten.
Vielleicht ist das auch meine Paranoia. Der Gedanke daß er den Bus nicht freiwillig hergibt gefällt mir nicht.

...oder:
So ein Bus wächst einem unter Umständen ans Herz, und die Verkaufsentscheidung ist dann evtl. sehr emotional. Da kann es dann schon mal nen aprupten Rückzieher seitens des Verkäufers geben. Hab ich auch schon erlebt. Loslassen ist nicht immer leicht.

Ich würde versuchen, auf freundliche Art und Weise Spritgeld/Aufwandsentschädigung von ihm zu erhalten. Und vielleicht eine Art Abmachung, daß er an dich denkt, wenn er dann wirklich verkauft.

Ansonsten halt abhaken.
Schade drum.

Viel Glück!

  • »derigl« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Dachsbach

Beruf: Musiker

Fahrzeug: L 613 D Bj 86 E 300T Turbodiesel Bj.98 Rover 75 V6

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15

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 22:46

Zimbo, genau das habe ich mir auch schon gedacht, und das Gefühl (mit dem Nicht-loslassen) hatte ich mit dem Typen schon die ganze Zeit, ehrlich gesagt.

Rechtlich bin ich im Recht, menschlich kann ich ihn verstehen, aber er hat mich trotzdem vera.... und das mag ich nicht.

Ausserdem is die Kiste echt der Hammer 8o)

Bin hin- und hergerissen. Werde am WE noch ein paar Meinungen einholen und dann entscheiden, was ich mache...

Auch die angesprochene Paranoia hatte ich schon, andererseits setzt er sich damit mit einem Bein ins Gefängnis. Aber auch das haben Leute im Affekt schon getan 8_)

16

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 22:53

Hallo,

Du kannst auch alles wie betoniert vor Gericht nachweisen?

Ich mein ja auch: Es ist ggf. zum ärgern, falls es Dir guttut, und Du entsprechend Zeit hast, mal freundlich und verbindlich auf Deinen Aufwand hinweisen...

Hat der Inserent denn auch was zu sagen zum Interessent?

Liebe Grüße Diesel

  • »derigl« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Dachsbach

Beruf: Musiker

Fahrzeug: L 613 D Bj 86 E 300T Turbodiesel Bj.98 Rover 75 V6

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17

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 23:56

Der Inserent ist hier nicht aktiv. Und ich will nicht wirklich vor Gericht, fürchte ich. Das dient hier nur der Entscheidungsfindung. Aber letztlich ließe dich das wohl schon alles nachweisen - nicht zuletzt anhand der Absagemail des Kollegen...

Wohnort: Eltville

Fahrzeug: L407D

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18

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 00:06

Bin hin- und hergerissen. Werde am WE noch ein paar Meinungen einholen
Auch wenn noch kein WE ist, meine Meinung:

Wie schon von anderen geschrieben - um teilweise Kostenerstattung bitten.
Ansonsten: (möglichst) kurz darüber ärgern und abhaken.

Rechtlich bin ich im Recht
aber beweise das einmal. Zumal Du selbst schreibst, daß der Handschlag "nur" für eine Reservierung galt.

Dazu noch ein Zitat von Schreyhals (wenn auch verkürzt und aus dem ursprünglichen Zusammenhang gerissen):

(Eigene) "Anwälte sind dabei übrigens nach meiner
Erfahrung eher als zusätzlicher Gegner anzusehen ,(...), dann muss man eben an 2 Fronten kämpfen."

Nutze lieber Zeit und Geld um einen anderen - Deinen- Bus zu finden.

Gruß Pakebu.

Wohnort: Jettingen

Beruf: Rentner

Fahrzeug: Düdo 613 Breitmaul mit "H"

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19

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 00:22

Hallo zusammen,

ich bezweifle sehr, dass ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Schaut auch das mal an:

http://www.kaufvertrag-auto.eu/wichtiges…den-kaufvertrag

Für die ganz eiligen zwei Ausschnitts daraus:

Zitat

Keinen Vertrauensverhältnis oder einen Bekanntenbonus gibt es, wenn man
einen Kaufvertrag mit einer fremden Person abschließt. Ein Handschlag
genügt bei Geschäften mit Fremden in keinem Fall.

Zitat

Ein Kaufvertrag für ein Fahrzeug kommt rechtlich gesehen dann zustande,
wenn zwei übereinstimmende Willenserklärungen vorliegen. Ein einfacher
Handschlag genügt dann üblicherweise nicht, sondern man sollte
tatsächlich auf den schriftlichen Vertrag bestehen. Die
Willenserklärungen werden dann durch die beiderseitigen Unterschriften
bestätigt. Auch werden durch diese beiden Unterschriften die Richtigkeit
der Daten von Verkäufer und Käufer bestätigt. Der Käufer verpflichtet
sich zudem mit der Unterschrift, dass er den Kaufpreis zahlen will und
den Kaufgegenstand entgegennimmt. Der Verkäufer verpflichtet sich
andersherum dafür, dass er den Kaufgegenstand übereignet und den
Kaufbetrag annimmt.
Schadensersatz für die Fahrt zum Verkäufer sehe ich allerdings als durchaus möglich an. Nur ...... wie durchsetzen wenn der nicht zahlen will????

Grüßle
Herbert
Signatur von »Herbert« Und auf vorgeschriebenen Bahnen
zieht die Menge durch die Flur;
den entrollten Lügenfahnen
folgen alle! - Schafsnatur!


Johann Wolfgang Goethe
Faust 2, IV. Auf dem Vorgebirg. (Zweiter Kundschafter)

Wohnort: Lilienthal bei Bremen

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20

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 08:06

Hallo derigl!

Also, meiner Meinung nach hat der Herbert aus dem vorangegangenen Beitrag soweit Recht mit seiner Einschätzung. Diese teile ich auch seit Beginn des Eröffnungstread von dir.
Die seinerzeitige mündliche Kaufabsichtserklärung, noch dazu mit Handschlag bekräftigt, zählt heutzutage nicht mehr. So etwas war früher üblich und gängige Praxis.
Und hanseatische Kaufleute seit ihr ja wohl beide nicht. Da geht sowas heutzutage noch. Wird aber in der komplexen Wirtschaft heutzutage auch kaum noch angewendet.
Besser wäre für beide Seiten damals der schriftliche Kaufvertrag. Ist nun aber nicht so.

Aufwandsentschädigung für Kosten der Besichtigung kann man versuchen, durchzusetzen. Dazu Brief per Einschreiben/ Rückschein an den Verkäufer, Summe festlegen und eine taggenaue, mit Datum versehen, Fristsetzung. Wenn nicht gezahlt, eine 1., eine 2. und dann eine 3. Mahnung, jeweils mit Datumsfestlegung, auch mit jeweils am besten mit Einschreiben/Rückschein. Wenn dann noch keine Zahlung erfolgte, zum Amtsgericht und einen Mahnbescheid bzw. Zahlungsbefehl beantragen. Alle bisherigen Kosten trägst du dann erstmal selber.
Vermutlich wird der Verkäufer Widerspruch einlegen, dann kommst zur Verhandlung und "häufig" schlägt ein Richter einen Vergleich vor.
Willst du solch ein Prozedere tatsächlich dir antun?
Das ist aber deine Entscheidung.

Die bisherigen Ratschläge sind ja schon recht eindeutig.
Ärgere dich nicht mehr darüber, versuche es "abzuhaken", genieße dein Leben, such dir einen anderen Bus. So täte ich damit umgehen.

In diesem Sinne
Busfreakgrüsse von
Joachim, rumtreiber #winke3
Signatur von »rumtreiber« Bisherige Womos: Hanomag F20, VW T3, Opel Bedford Hymer, Ford Transit Diesel Hymercamp, Hymer 620 auf MB 207 Basis, MB 206 D Eigenbau mit SoliferWohnwagen, Mercedes 609 D Ex-Krankenwagen Grenzland L 900 auf Mercedes 711 D Zur Zeit mit einem Tabbert Wohnwagen Comtesse 545 unterwegs und auf der Suche nach einem neuen passenden Gefährt.

und noch etwas........
es ist später als Mann / Frau denkt.......drum tut es, macht es einfach.......