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1

Freitag, 2. Oktober 2015, 16:29

Beratung, Hilfe = Entwirrung

Hallo Leute!
Ich lese hier im Forum schon eine ganze Weile mit und bin ziemlich beeindruckt, was ihr alles aus euren Bussen macht und welche Kenntnisse viele hier haben. Meine Kenntnisse über KFZ aller Art sind sehr begrenzt, da ich, wenn überhaupt, eher mit Fahrzeugen von Arbeitgebern unterwegs war.

Nunja ich will hier ungern noch einen "möchte gern einen Bus haben, habe aber keine Ahnung" Thread eröffnen, habs aber ja schon angefangen...

Zu meinem Anliegen:
Ich spiele schon seit einigen Jahren mit dem Gedanken, mir ein mobiles Heim bzw. zumindest einen geeigneten Bus für Reisen zuzulegen, in welchem ich es auch eine Weile aushalten könnte.
Dazu habe ich schon mit vielen Menschen geredet und entsprechend sehr unterschiedliche Ratschläge bekommen. Hier im Forum habe ich schon ein wenig erfahren über einige Baureihen von Mercedes, allerdings bin ich nun zunehmend verwirrt und angesichts der umfangreichen Reparaturen die hier zum Teil beschrieben werden auch etwas abgeschreckt. (liegt vermutlich aber daran, dass ich überhaupt keine Ahnung davon habe)
Die Rahmenbedingungen meines potentiellen Kaufs sind vorerst also diese:
  • Führerschein bis 3,5 Tonnen
  • kaum Kenntnisse über KFZ und Elektronik
  • Bus zunächst nicht unbedingt zum Leben vorgesehen (aber wer weiß)
  • Preisvorstellung so um die 10k
Bus: alt oder neu(er)
Optisch am ansprechendsten finde ich die alten Mercedes, die ja scheinbar außerdem viele Vorteile in Punkto Platz und langlebigkeit haben.
Allerdings erreiche ich mit meinem kleinen Führerschein da natürlich schnell die Grenzen. Außerdem befürchte ich, mir mit nem Kauf eine ewige Baustelle nach Hause zu holen und dann noch mögliche Probleme zwecks Plakette und so.
Jetzt weiß ich nicht wie eure Erfahrungen mit neueren Bussen sind. "Moderne" Transporter wie Sprinter und (Vario?) etc. scheinen teilweise auch sehr viel Raum bieten zu können. Diese sind weiterhin von sich aus wesentlich leichter und flotter unterwegs und verbrauchen weniger, oder?

Natürlich sind die neueren Busse mitunter sehr sehr teuer, obwohl sie teilweise schon viele Km drauf haben. Die Preisspanne gerade bei neueren Bussen erscheint mir sehr groß, trotz ähnlichem Zustand.

Groß oder "klein"
Natürlich hätte ich am liebsten natürlich soviel Platz wie möglich im Bus. Darum hadere ich auch mit dem Gedanken, einen größeren Füherschein zu machen. Andererseits ist ein größerer Bus im Unterhalt und auf Tour natürlich immer mit größeren Kosten verbunden, oder? Und da ich im Moment noch gar nicht weiß, ob ich irgendwann komplett darin leben möchte oder den Bus nur für Touren nutzen will, kann ich mich da nicht festlegen.

Soweit erstmal zu einigen der wichtigsten Überlegungen, mit denen ich mich beschäftige. Vielleicht könnt ihr mir helfen das ganze etwas zu zerlegen, dafür wäre ich sehr dankbar.

Das ganze hat erstmal noch Zeit. Wie gesagt, vielleicht rüste ich ja noch meinen Führerschein auf.


Danke euch für Ratschläge!

Wohnort: Oldenburg

Fahrzeug: MB 307D (83), MB W124 300TD (91), VW Bus T4 (95)

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2

Freitag, 2. Oktober 2015, 17:11

Moin.

Und herzlich willkommen hier. #winke3

Für 10.000 € (oder schon für 7000 €) bekommst du ziemlich wahrscheinlich einen über 30 Jahre alten gepflegten Bremer (der "kleine" Mercedes Transporter, z.B. 207D, 307D, 309D, 310D o.ä.) mit H-Kennzeichen (also freie Fahrt in Umweltzonen und ermäßigte Steuer von 193 €/Jahr), die mit der "3" vorne haben 3200 oder 3500 kg zulässiges Gesamtgewicht, die Zahl dahinter sind die gerundeten PS/10. "D" steht für Diesel und die sind beim Bremer fast unverwüstlich, und sonst reparierbar oder es kommt eben ggf. ein "neuer" Motor rein.

Bremer mit James-Cook-Ausbau sind sehr wertstabil.

Die Technik ist einfach, robust, reparaturfreundlich konzipiert und überschaubar und kann auch von freien Werkstätten und Hinterhofschraubern und Landmaschinenschlossern überall auf der Welt repariert werden, die Ersatzteilversorgung ist bestens, sowohl mit originalen bezahlbaren Mercedes-Originalteilen, als auch Teilen im Nachbau.

Achte auf eine möglichst rostfreie Karosserie, insbesondere die Längsträger und die darauf liegenden Querträger. Alles andere ist ein Baukastensystem und austauschbar, so ähnlich wie Lego.

Ma-Ke 8-)
(der den Kauf seines Bremers nie bereut hat)
Signatur von »Ma-Ke« ...unterwegs durch Raum und Zeit.

3

Samstag, 3. Oktober 2015, 00:33

Hey Make!
Danke für deine Antwort!

Hatte hier gerade mal wieder einen Roman geschrieben, aber irgendwie hat mich das Forum zwischendurch ausgeloggt und alles war weg 8( daher mach ichs bisschen kürzer.

Also die Bremer finde ich an sich super, weiß nur nicht ob sie zu klein werden könnten und ob die genug Power haben? Und wie ist die Stehhöhe in einem mit Hochdach etwa? Es gibt die ja auch in verschiedenen Längen, wirkt sich das stark auf das Gewicht aus? Und wie groß ist der Unterschied im Laderaum zu einem größeren (406,508...)?

Ich bin mir nicht sicher ob ich ein feritg ausgebautes WoMo kaufen möchte. Am liebsten hätte ich eine zusätzliche, leicht ausbaubare Sitzreihe, dann einfach ein Bett, Heizung evtl. Herd/Spüle. Wobei ich denke, dass man Spülen und kochen auch außerhalb des Busses improvisieren kann, also sicher nicht überall. Aber das ist zumindest in meiner jetztigen Vorstellung kein Muss.

Wie sieht es denn mit Bussen anderer Hersteller aus? (z.B. die LT's oder Ford etc.) Hast du da erfahrungen? Wobei schon echt gern so nen Düdo/Bremer hätte.

Wie verhält es sich denn bei den Bremern so im Fahrkomfort, also Motorlaustärke z.B.?

Hatte eigentlich noch mehr Fragen, aber ich glaube das reicht erstmal.

Danke dir!

4

Samstag, 3. Oktober 2015, 08:52

ob die genug Power haben?
also H und Power schließt sich schonmal aus, finde ich. Ich bin mit meinen 88PS echt zufrieden, diejenigen die mich am Berg anblinken offenbar nicht ;-) Natürlich denkt da jeder anders drüber, daher wäre deine Vorstellung was du unter Power verstehst wichtig. Geschwindigkeit? Durchzug am Berg? ...

Ich denke, geh mal zu einem Autoverkäufer der was ähnliches stehen hat und frag mal nach einer Probelfahrt. Dann lichtet sich der Nebel.

5

Samstag, 3. Oktober 2015, 09:55

Ich geb dir nen Tip: Mach den großen Führerschein!
Dann hast du viel mehr Möglichkeiten (in PS, Gewicht, Größe, etc...) und fährst nicht ständig mit einer überladenen 3,5t Karre durch die Gegend. Dein Budget ist schon gut, da kriegt man was gescheites. Nimm dir zum Anschauen jemand mit der ne Ahnung hat und weiss worauf zu achten ist. Es gibt Wägen im Netz die selbst für 8000Euro Schrott sind.

Und lass dir Zeit! Nicht das Erstbeste "Angebot" nehmen. Geht oft daneben!

Gruß
Alex

Wohnort: Bergkamen

Fahrzeug: L508D Bus L409 DoKa

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6

Samstag, 3. Oktober 2015, 14:47

Moin ? (hast Du einen richtigen Namen?)

also wenn ich gar keine Ahnung vom Schrauben und Basteln hätte, dann würde ich nach einem etwas neueren top gepflegtem Wohnmobil von Senioren suchen. Der Urlaubsspass ist schnell vorbei, wenn Du wegen einer Kleinigkeit nicht weiter kommst.

Ich hatte hin und wieder schon mal kleinere Defekte, die man durch Improvisieren wieder regeln konnte.

Feder am Gasgestänge hat sich atomisiert, somit gab es nur Vollgas. Passierte natürlich am Berg mit 17 % Steigung auf einer engen Straße. Für einen "Schrauber" kein Problem. Verkleidung abbbauen, Motorhaube auf und eine andere Feder aus dem Beifahrersitz eingebaut. Dann zu MB gefahren und eine neue für 1,40 Eur bestellt, nächsten Tag abgeholt.

Was hättest Du gemacht, wenn Deinem "alten" Bus das passiert wäre?

Wir fuhren zu Bekannten, auf der Fahrt ist der Umlenkhebel des Kupplungsgestänges gebrochen. Also Kinderfahrrad vom Heckträger abgeschnallt und in den Bus gestellt. Dann mit dem Spanngurt den Umlenkhebel wieder in Position gebracht, "eingestellt" und weitergefahren.
Hättest Du den Fehler überhaupt gefunden? Wärst du auf diese Reparatur gekommen? Wahrscheinlich wäre abschleppen und ein Werkstattbesuch mit viel Hektik dabei herausgekommen.

Eine Werkstatt kann vermutlich alles reparieren, aber sie werden es ordentlich machen wollen, dass kann dauern. Mit einer Notreparatur fährst Du nicht vom Hof.
Ich bin nur ein Laie, wenn es ums Schrauben geht, aber das hat uns schon einige Urlaube gerettet.

Vielleicht solltest du mal meine Bedenken in Deine Planung einbeziehen. #winke3
Signatur von »Halunke« Halunkengrüße

Jörg

So sieht er z.Zt. aus.

Wohnort: Oldenburg

Fahrzeug: MB 307D (83), MB W124 300TD (91), VW Bus T4 (95)

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7

Samstag, 3. Oktober 2015, 20:54

Moin.

Altes Fahrzeug und ADAC-Karte geht bei wenig technischen Kenntnissen m.E. auch. ;-)

Und so nebenbei - wir waren mit unserem 32 Jahre altem Bremer mit 210.000 km auf'm Tacho diesen Sommer 4.000 km in Norwegen ohne technische Probleme unterwegs, und soweit ich mich erinnere hatten wir in den letzten 3,5 Jahren bzw. 23.000 km auch keine bzw. kaum technische Defekte, außer ein paar Reifenpannen und einmal in Amsterdam einer Kupplung die nur bei warmgelaufenem Motor trennte.
Ein alter Diesel-Mercedes ist erstens sehr robust, und andereseits hat der auch wenig überflüssige Technik die kaputt gehen kann.

Und außerdem, wenn man Preise in Werkstätten ab 50 €/Stunde bezahlen soll, und keinen günstigeren Hinterhofschrauber kennt, und etwas Interesse an der Funktionsweise und der Technik des Fahrzeugs hat, fängt man schon an selber einfache Defekte zu verstehen und zu reparieren.

Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben... #winke3

Ma-Ke 8-)
Signatur von »Ma-Ke« ...unterwegs durch Raum und Zeit.