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Matthias

unregistriert

1

Mittwoch, 24. November 2004, 00:48

Hallo.
Hab mir überlegt, meinen Bus vor dem Ausstopfen mit Dämmmaterial mit sogenanntem Korrosionsschutzfluid zu behandeln. Das ist recht dünnflüssig, härtet nicht aus, fließt in alle Ritzen und Falze und versiegelt schon vorhandenen oberflächigen Rost.
Was sagt ihr dazu?
Gruß
Matthias

2

Mittwoch, 24. November 2004, 01:05

Servus, Matthias.

Ich werde mich hüten, etwas zu sagen, aber hier ein Link zu den Experten:

http://f23.parsimony.net/forum46030/index.htm

Und weil du \"Ausstopfen\" gesagt hast, doch wohl nicht mit Dämmwolle?
Wenn doch, benutz\' ddie \"Suchen\" Funktion nach \"Isolation\"...

Matthias

unregistriert

3

Mittwoch, 24. November 2004, 02:10

Wieso sollte ich keine Dämmwolle nehmen?
Trocellen(?) müsste ich doch wie auch Styrodurplatten auf irgendeine Art und Weise festkleben. Und das geht auf öligem/wachsigem Blech dann nicht mehr. Von daher dachte ich, die Hohlräume schön aussprühen und die Anlagefläche des Dämmmaterials auch noch ein wenig. Da meine Verkleidung zur IsoSchicht auch nicht ganz dicht sein wird (von wegen Dampfsperre und so) kann eventuell aufgenommene Feuchtigkeit auch wieder verdampfen.

4

Mittwoch, 24. November 2004, 02:56

Servus, Matthias.

[cite]Wieso sollte ich keine Dämmwolle nehmen?
[/cite]
Also zuerst mal die Frage, welche Dämmwolle nicht?
Die Glasfaser würde ich grundsätzlich ausschliessen, die juckt nicht nur beim Verlegen, die bröselt auch später und das gibt mikroskopisch feinen Staub, der sich auch in deiner Lunge absetzt, wobei die Glasspießchen sich in dein Gewebe einbohren. Wenn du sie zu locker stopfst, rüttelt es sie zusammen, wenn du sie schön fest stopfst setzt sich alles Kondenswasser (und das ist eine ganze Menge in jeder Nacht, in der du im Auto schläfst) zwischen die Fasern und bleibt im Wesentlichen auch da bis zur Sättigung des Materials.

Steinwolle ist _etwas_ besser, aber auch da habe ich schon vollgesoffene Platten erlebt. Geht auch nicht anders, diese Dämmstoffe sind immer hinter der Dampfsperre zu legen. Du könntest natürlich stopfen, dann innen nochmal Dampfsperre und den gestopften Hohlraum zwangsbelüften.

Selbst wenn dein Öl das aushält, der Staub der Jahre setzt sich sicher auf dem feuchten Zeugs ab und bildet dann mit den Milben und Sporen herrlich modrig duftende Schimmel-Kolonien.

[cite]
Trocellen(?) müsste ich doch wie auch Styrodurplatten auf irgendeine Art und Weise festkleben. Und das geht auf öligem/wachsigem Blech dann nicht mehr. [/cite]

Im Prinzip richtig, aber sind die Wände schon so vergammelt, dass du sie ölen musst? Ich würde eher entrosten, Rostgrund und Lackierung vorschlagen. Wenn aber noch gar kein Rost da ist, kannst du ddir auch das Öl sparen. Wände gründlich entfetten, zart anschleifen und dann einfach nochmal ordentlich lackieren (mit der Rolle, sieht ja keiner). Darauf ein geschlossenporiges Material flächig verkleben.

[cite]
Von daher dachte ich, die Hohlräume schön aussprühen...[/cite]

Wenn du wegen der Erreichbarkeit in unzugängliche Hohlräume Öl sprühen willst, hat das sicher einen positiven Effekt. Ich würde das aber nur dort machen, wo ich nicht kleben kann, und auch erst nach dem Kleben, dann gibt es kein Problem mit dem Haften.

Wobei ich mich frage, welches Fahrzeug du da ausbaust, denn so viele Hohlräume sind in einem Kastenwagen üblicherweise nicht. Wenn du die Spriegel meinst, auf denen das Blech sitzt - die kannst du wohl ohnehin nicht ausstopfen. Um die zu isolieren, empfiehlt sich eine zweite Lage, die erste füllt die Zwischenräume, die zweite verringert die Wirkung der Kältebrücken der Spriegel und dort wird sich auch das Kondenswasser bevorzugt niederschlagen, also macht das Ölen dieser unzugänglichen Hohlräume durchaus Sinn.

Wenn du dann unten, wo das Wasser runterkommen wird, einen freien Fluß nach aussen hinter der Isolierung konstruierst und für etwas Belüftung sorgst, sollte das kein wirkliches Problem mehr darstellen.
Anders beim gestopften, fasrigen Material: Wenn das Fahrzeug intensiv genutzt wird und die relative Luftfeuchte aussen auch recht hoch ist, fehlt ganz einfach das Gefälle, das tocknen würde, was du und deine Begleitung in der Nacht ausatmet. Ich habe das hier in meinem Dachstudio mit Steinwolle erlebt - der Raum hatte keine dichte Dampfsperre hinter dem Gipskarton und auf der kalten Aussenseite war schon alles angeschimmelt, die Platten patznass. Ich hab\'s dann ein paar Tage ablüften lassen und dabei überprüft, ob eventuell eine Dachundichtigkeit wäre, weil das Zeug so nass war. Aber es war tatsächlich \"nur\" Kondenswasser der letzten Jahre, und das, obwohl der Raum nur ab und an als Werkstatt genutzt war. Was bei intensiver Nutzung in einem kleineren Raum, in dem auch geschlafen wird, an Feuchtigkeit anfällt und nie wirklich entweichen kann, ist deutlich mehr, als man vermuten würde. Vor allem, wenn dann tagsüber noch (zumindest Kaffee) gekocht wird...

\"Auf Teufel komm raus\" ölen, wo man mit einer Drahtbürste und dem Pinsel hinkommt, ist meiner Meinung nach eher zu viel des Guten. Dünn geölt wird da, wo man anders nicht hinkommt, und zäh gewachst da, wo man eine hohe mechanische Belastung erwartet, z.B. beim Unterboden.

Wie immer, meine Meinung, andere sind jederzeit zugelassen und willkommen.

5

Mittwoch, 24. November 2004, 11:48

@ norbert: Also was hast du nur gegen Glaswolle?? Ich hab meinen J5 (franzose) gerade komplett demontiert damit Schweller geschweisst werden können !! nach 17 Jahren!!. Gut da kann natürlich auch Stück weit Kondenswasser dran schuld sein, aber Fakt ist:

-das Auto ist komplett mit Glaswolle OHNE kaschierung lose gestopft worden
- keine einzige Bahn ist je feucht gewesen -ist zusammengesackt und warm ist es in meinem Bus den ganzen Winter auch bei minus 27 am Gletscher. Ich könnte mir vorstellen, dass heutige Produkte wie Steinwolle oder ne gescheite Kaschierung die Isolation noch steigert aber sie ist jetzt schon so gut wie Isomatten Klebeversionen alle Male, günstig und schneller sowieso.
-Fliegende Glaswollteilchen??? durch die Verkleidung? Hälst du die Luft an wenn die Heizung läuft im Auto und wohin packst du die millionen Schadstoffe die durch die Lüftung reinkommen?? und das Schwermetall im Salat???
-was ist mit dem Ruß den unsere satten Dieselbrenner alle verteilen???

Schöne Grüsse Andrea

6

Mittwoch, 24. November 2004, 12:10

Warum aber sollte man sich noch mehr belasten, als es sowieso schon unvermeidbar ist?
[cite]Zitat:
( wir habn doch nur einen an der Birne aber kein anner Klatsche )[/cite]

7

Mittwoch, 24. November 2004, 12:51

Servus, Andrea.

Was ich gegen Baumaterial am Fahrzeug habe, ist schnell gesagt: Diese Materialien wurden für ganz andere Einsatzzwecke erfunden und die Extreme, die im Fahrzeug auftreten, sind im Haus ganz einfach nicht zu finden.

Was deine Erfahrungen anlangen: Langzeit-Feldversuche sind sicher ein nützliches Instrument, um Beispiele zu liefern. Aber nur, wenn sie unter kontrollierten und wiederholbaren Bedingungen stattfinden. Ich kenne weder dein noch Matthias\' Auto, weiss nichts über die beabsichtigte und/oder stattgehabte Nutzung, also kann ich nur sagen, was ich nach langer und zäher Recherche zu diesem Thema gefunden habe.

Wo deine Ausführungen nicht mehr nachvollziehbar sind: Wenn die Wolle zusammensackt, und es am Gletscher immer noch warm im Bus ist, dann leite ich daraus ab, dass die gesamte Isolation unbrauchbar und die Heizung gross genug ist. Andernfalls wäre keine Erklärung möglich. Warum es nicht massiv rostet: Weil es leicht gestopft war, und zusammen gefallen ist, habe ich ja schon so ausgeführt. Daher folgt für mich unter\'m Strich, dass du wahrscheinlich mehr Geld im Lauf der Zeit für die Beheizung zahlst, als die bessere und für den Zweck geeignetere Isolierung gekostet hätte. Weil du mehr heizt, verdunstet das Kondenswasser auch eher, und vielleicht hat dein Bus Zwangsbelüftungen (vorgesehene oder \"entstandene\", die das Ausdampfen noch begünstigen und somit das Wasser schnell entfernen.

Faktum ist, dass ein unisolierter Bus viel weniger gammelt, als ein falsch isolierter, da das Kondenswasser ohne Bremse wieder an die Luft abgegeben wird. Wenn die Heizkosten und die Sommerhitze egal sind, macht es also schon Sinn, gar nicht zu isolieren - so wird es auch in Flugzeugen gehandhabt. Der Chefmechaniker hat hell gelacht, als ich die Isolierung eines Jets in der Werft sehen wollte: \"Es gibt keine, wir haben soviel Wärme durch die Triebwerke, dass wir einfach mehr heizen\", war seine Auskunft. Aber im abgestellten Bus?

Und wenn\'s um die Belastungen geht: Die Glasfasern bleiben in der Lunge. Das gilt nicht für andere Schwebepartikel in der Luft, die wieder ausgehustet werden. Deswegen gibts einschlägige Arbeitsschutzverordnungen, die das Tragen von Atemfiltern anraten.

Ob ich das für mich persönlich wie geschrieben anwende, entscheide ich, und ich überlasse es jedem, dem Gedankengang zu folgen oder ganz anders vorzugehen. Was soviel bedeutet, wie: Ich habe nichts gegen Glaswolle, solange die anderen damit arbeiten :)

Wohnort: Barßel-Neuland

Fahrzeug: 508 D bj 69 teilintegrier

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8

Mittwoch, 24. November 2004, 21:05

ich gebe zu bedenken das wen das ganze fahrzeug von innenkosaviert wir (!)
das dan die weichmacher verdünnung und andere stoffe immer wieder ausgasen(!)
bei mir in gaskasten ist mal diesel ausgelaufen ! (derkasten ist zum rest des fahrzeugs mit silikon abgedichtet wordn und hat unten ein großes gitter zur belüftung in fußboden) und hat sich seinen weg ins innenraum gesucht jedenfals stank es ab da in meinen bus nach diesel (!)8-(8-(8-( und der geruch taucht trots hochdruckreiniger und sonstige reinigungen nach längere zeit stehen immer wieder auf da es in der wand hinter der isolierung ist.8-(8-(8-(8-(
Signatur von »wohnmobil407H« Schlimmer geht immer!!!

9

Donnerstag, 25. November 2004, 02:27

Hervorragend brauchbare Anmerkung, die hatte ich vergessen zu tippseln.