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kaiwerk

unregistriert

1

Donnerstag, 19. Mai 2005, 10:10

Moin!
War eben beim Womo-Händler meines Vertrauens zur Gasprüfung.
Die Dichtigkeitsprüfung lief folgendermaßen
1. Nur per Manometer am Gasregler
2. bei GESCHLOSSENEM Gasfernschalter.

Natürlich hielt die Anlage den Druck, nachdem die Gasflasche abgedreht wurde über den gesamten Prüfungszeitraum.
Aber da der Fernschalter nicht betätigt wurde, wurde imho NUR der Regler geprüft...
Also ist WEDER meine komplette Anlage ab Fernschalter bis Verbraucher auf Dichtheit geprüft NOCH mit dem üblichen Prüfdruck, der doch sicher höher ist als \"einmal Flasche auf und wieder zu\", Oder?

Ich bin ja froh über die Plakette, zumal der Prüfer mir vertraute als ich sagte, dass ich einen 14 Jahre alten Schlauch sofort tauschen werden....Aber ist das so richtig geprüft?

Gruß,
Kai
- Editiert von kaiwerk am 19.05.2005, 12:11 -

2

Donnerstag, 19. Mai 2005, 11:37

Hallo,

Bei offenen Ventilen/Absperrhähnen und geschloßenen Geräten auf die Anlage einem Druck von 150 mbar geben, 5 Minuten zum Temperaturausgleich warten, den Prüfdruck kontrollieren und dann 5 Minuten den Druck prüfen. Die Anlage gilt als dicht, wenn in den zweiten 5 Minuten kein Druckabfall gegeben ist. :-)


Gruß Fido

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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3

Donnerstag, 19. Mai 2005, 12:08

[cite]War eben beim Womo-Händler meines Vertrauens[/cite]

Das Vertrauen hat er aber jetzt wohl verspielt, ist jetzt der eher der WoMoHänder deines Misstrauens, oder? ;-)
Nee, im Ernst, Fido hat den Ablauf einer korrekten Prüfung genau beschrieben, dein Händler hat nix geprüft. Wenn Du sicher gehen willst, dass Deine Anlage dicht ist, lass sie noch mal prüfen. Gas-Wasserinstallateure haben normalerweise ein Prüfgerät, nur oft keine Plaketten. Aber die brauchst Du ja auch nicht ;-)

Gruss aus Soest

Andi

4

Donnerstag, 19. Mai 2005, 13:15

So eine Plakette macht sich doch gut! Hatte vor Jahren mal meinen Campinghändler auf die Prüfung angesprochen. Der sagte mir nur, dass ich mir das Geld sparen kann wenn ich ein Manometer in der Anlage habe. Flasche aufdrehen, Flasche zudrehen. Eine ganze Zeit lang den Druck beobachten (wie lang ist das?) und gut ist. Habe ich dann auch immer mal wieder so gemacht. Inzwischen schon alle Geräte einmal ausgebaut und repariert und wieder eingebaut.

Beim TÜV hat sich auch noch nie einer dafür interessiert. Ist das also nur eine freiwillige Kontrolle mit der Plakette? Der letzte Stempel im Prüfheft ist von 1980 oder so.

Letztes Jahr im September hatte ich das Auto so eingemottet und dieses Jahr im April war immer noch der Druck vorhanden. Glaube das reicht mir als Nachweis.

5

Donnerstag, 19. Mai 2005, 14:17

Hää,

ich dachte man braucht ne Gasprüfung alle 2 Jahre um

überhaupt TÜV zu bekommen !?

Hat mir da einer eine Bären aufgebunden, oder was ?

yoyo (?)(?)(?)(?)(?)

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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6

Donnerstag, 19. Mai 2005, 14:26

Tja, Gast, wenn ich nicht irre, sitzt das Manometer aber auf der Hochdruckseite des Reglers. Damit sagt das wenig aus, wenn der Hochdruck über den Winter gehalten wird. Vielleicht ist das Manometer ja auch defekt? Das würde ich eher vermuten. Die Aussage deines Campingfritzen halte ich für kriminell!
Inzwischen ist die Gasplakette übrigens angeblich sicherheitsrelevant, das wurde mir jedenfalls sowohl beim TÜV als auch bei GTÜ und Dekra unabhängig voneinander gesagt :-( Ohne Gasplakette kein Hauptuntersuchung! Aber die Diskussionen darüber hatten wir hier schon vor einiger Zeit.


Gruss
Andi

der bei Pfuscherein an Gasanlagen keinen Spass versteht

7

Donnerstag, 19. Mai 2005, 16:42

Hi,

naja IMHO lassen die üblichen Manometer in den Anlegen keine wirkliche Rückschlüße auf die Dichtgikeit der Anlage zu. Bei geschlossener Flasche können sie zwar rein theoretisch die messen. Prakisch sind diese Manometer aber für Messungen eher als Spielzeug zu bezeichnen und ja auch dafür ausgelegt so etwas wie den Flaschendruck zu liefern. Die Skalenaufteilung und Messgenauigkeit ist viel zu grob.

TÜV und Gasabnahmen ? wirklich bindent geregelt ist da IMHO eigentlich nix. Mehr oder weniger sind die Prüforganisationen sich aber einig, dass die Prüfer die Vorlage einer Fachgrechten Gasabnahme von einem DVGW (Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V.) anerkannten Sachkundigen nach dem DVGW Arbeitsblatt G 607 “Flüssiggasanlagen in Fahrzeugen” verlangen können und bei nicht vorliegen erhebliche Mängel an dem Fahrzeug erkennen.


Gruß Fido

8

Donnerstag, 19. Mai 2005, 17:55

Wenn Ihr wirklich sicher sein wollt dass Eure Anlagen dicht sind holt Euch ein Lecksuchspray beim Gas-Wasserinstallateur oder im Fachhandel. Kurz die Verschraubungen einsprühen, einen Moment warten und wenn es Bläschen wirft die Ermetoverschr. vorsichtig(!)(!)(!)mit zwei Schlüsseln nachziehen. Wenn man die Verschraubungen zu fest anzieht kann es noch undichter werden.
Gruss, Loeter
Sorry, nicht eingeloggt8o)

9

Donnerstag, 19. Mai 2005, 18:07

Hier in Luxiland interessiert das die \'Controle Technique\' überhaupt nicht!!
Erst mal bin ich froh ... da brauche ich mir keinen Kop zu machen über die \'zusammengebastelte\' Gasanlage im neuen (alten) Dicken!!

Kann mich ganz und gar auf all die anderen Probleme konzentrieren 8-(8-( !!

Selbstredend aber wird nix mit Gas gemacht, bis alles durchgecheckt ist ... habe (glaube ich) auch schon einen engagierten Betrieb gefunden (so einer, der auch Gastanks prüfen darf) und nicht gleich tot umfällt, wenn man/frau mit einem Ami droht ;-);-)!!

Pommel, die immer noch um einen Schaltzug für die Automatik kämpft 8-(8-(8-(

10

Donnerstag, 19. Mai 2005, 18:30

[cite]Pommel schrieb:[br]
Pommel, die immer noch um einen Schaltzug für die Automatik kämpft 8-(8-(8-([/cite]

Ist zwar OT aber du brauchst einen Schaltzug ? wende dich einmal an http://www.automatikgetriebe.de/ und dort an Lothar, schönen Gruß von mir ;-) Wenn er keinen da hat weiß er wo du ihn bekommst.


Gruß Fido

11

Donnerstag, 19. Mai 2005, 18:49

Hallo,

mit der Dichtigkeit allein ist das aber bei der Gasprüfung nicht getan.
der Prüfer meines Vertrauens überprüft da auch die Zuluft die Abgaskamine und ob die Sicherheitsventile zumachen wenn die Flamme
der Verbraucher ausgehen.
War wohl so vor 3 Jahren da ist neben mir ein LT in die Luft geflogen die Explusion war nichmal so laut und gebrannt hat es danach auch nicht aber der Typ sah aus... zum Glück war der Notarzt schnell da.

zahny

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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12

Donnerstag, 19. Mai 2005, 21:09

[cite]TÜV und Gasabnahmen ? wirklich bindent geregelt ist da IMHO eigentlich nix.[/cite]
Also, der GTÜ-Prüfer hat mir ein Schreiben des Bundesverkehrsministeriums an seine Dachorganisation gezeigt, in dem stand, dass fehlende Gasabnahme durch einen DVGW-anerkannten Sachverständigen (also ohne goldene Plakette) als erheblicher Mangel einzustufen sei.
Ich habe jedenfalls im Dezember 2003 trotz erheblicher Proteste bei allen drei Organisationen keine HU bekommen!
Entweder habe ich einfach nur Pech gehabt, oder andere entsprechend Glück. Wobei ich die Gasabnahme durchaus als berechtigt ansehe. Loeter, Tips wie \"einfach mit Lecksuchspray einsprühen und gutt is\" sind ziemlich gefährlich: woher weiss man bei einer verbauten Gasanlage, dass man wirklich alle Verschraubungen eingesprüht hat? Auch die versteckten, die hinter irgendwelchen Verkleidungen oder Möbeln liegen??? Bei einer Gasanlage bestehend aus Gasflasche, 30cm Schlauch und einem Kocher mag das so gehen, aber nicht bei einem großen Wohnmobil mit mehreren Geräten und etlichen Metern Gasrohr, Ventilen und Verschraubungen!
Nee, Leute, seid nicht leichtsinnig und lasst für eure eigene Sicherheit und für die Sicherheit Anderer eine ordentliche Gasprüfung mit einem geeigneten Prüfgerät durchführen. Die Prüfung kost nicht die Welt.

Gruss
Andi
der selbst Anlagen prüft, allerdings elektrische in Gebäuden ;-)

13

Donnerstag, 19. Mai 2005, 22:00

Hallo Andi,
mir ist klar,dass mit Gas nicht zu spassen ist. Der Tip die Verschraubungen mit Lecksuchspray einzusprühen war eher zur zusätzlichen Sicherheit gedacht denn dass bei Gasprüfungen nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht zeigt ja der erste Beitrag von Kai.
Wer verlegt euch denn so die Leitungen? Wenn ich Gasleitungen lege (bin gelernter Gas- und Wasserinstallateur) dann immer so dass alle Verschraubungen und Ventile gut zugänglich und nicht irgendwo hinter einem Schrank o.ä.versteckt sind auch wenn ich dadurch ein paar Meter Rohr mehr brauche.
Sorry dass das in meinem ersten Beitrag falsch rübergekommen ist.
Gruss, Loeter

14

Freitag, 20. Mai 2005, 07:55

[cite]loeter schrieb:[br]Wer verlegt euch denn so die Leitungen? Wenn ich Gasleitungen lege (bin gelernter Gas- und Wasserinstallateur) dann immer so dass alle Verschraubungen und Ventile gut zugänglich und nicht irgendwo hinter einem Schrank o.ä.versteckt sind auch wenn ich dadurch ein paar Meter Rohr mehr brauche.
Gruss, Loeter[/cite]
Sorry das muß ich jetzt loswerden,
lecksuchspray ist viel unsicherer als eine ordentlich durchgeführte Dichtheitsprüfung. Ich verlege auch leitungen so, daß man nicht mehr alle Verschraubungen sieht (bin Heizungsmonteur äh Meister und Gesellenprüfer auch noch). Der Kühlschrank ist z.B. eingebaut und darüber sizt der Kocher auch eingebaut, da kommt man also schon mal gar nich an die Anschlußverschraubung.
Grüße Bert

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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15

Freitag, 20. Mai 2005, 08:34

[cite]Wer verlegt euch denn so die Leitungen?[/cite]
Ich weiss nicht genau, wie Westfalia die Leitungen in meinem James Cook verlegt hat. Ich würde aber nicht ausschließen, dass es es nicht zugängliche Verschraubungen gibt. Die Rohre laufen jedenfalls teilweise in völlig unzugänglichen Bereichen, entweder im Fussboden, oder hinter der Duschkabine. Beides nicht ohne Zerstörungen zugänglich.

Wenn Du den Lecksuchspray als \"zusätzliche Sicherheit\" ansiehst, ok, dann hab ich Dich falsch verstanden. Dass Verschraubungen nach der Montage mit Lecksuchspray geprüft werden sollen/müssen ist eh klar.

Aber auch die fachgerecht durchgeführte! Gasprüfung halte ich im \"richtigen\" Wohnmobil für unverzichtbar. Die Aktion bei Kai war einfach nur Pfusch, dem Prüfer sollte man seine Zulassung entziehen!


Viele Grüse aus Soest
Andi

16

Freitag, 20. Mai 2005, 08:52

Habe letzten Monat den Kühlschrank ausgebaut und für den Aus- und Einbau ein ganzes Wochenende gebraucht! Also das alle Verschraubungen frei zugänglich sind stimmt wirklich nicht. Die Anlage abzudrücken scheint mir da doch erheblich sinnvoller als zu versuch überall mit Leckspray hinzukommen. Die Kiste ist so was von verbaut, da werden die einfachsten Sachen zum Tagesjob.

Zum Manometer kann ich nur sagen, dass das sehr wohl den Druck in der Anlage anzeigt. Habe ich die Flasche zugedreht und öffne einen Verbraucher (Kocher, Kühlschrank, Heizung) bewegt sich der Zeiger langsam auf Null. Ist immer sehr hilfreich, wenn mal wieder ein Gerät nicht richtig funzt. Kommt da kein Gas an oder zündet das Ding nicht? Wenn der Druck abfällt weiß ich, das es an der Zündung liegt und umgekehrt. Habe so bislang auch die alte Truma und neulich den Kühlschrank wieder zum Leben erweckt.

Zum TÜV kann ich nur sagen, dass der sich noch nie für den Womoausbau und die Gasanlage interessiert hat. Letzter TÜV war 05.2004! Natürlich ist es sicherer, wenn die so was untersuchen würden. Ist aber bei uns nicht so. Werd nach der letzten Schraubaktion aber wohl mal freiwillig zum Prüfen fahren. Aber nur wenn der auch wirklich mit Hochdruck abdrückt und nicht nur einfach das Flaschenmanometer benutzt.

Uwe / 2

unregistriert

17

Freitag, 20. Mai 2005, 08:52

Hallo Kaiwerk,

hmmm... ich dachte immer, dass hinter dem Regler ein Prüfanschluss ist, an dem getestet wird. Theoretisch (je nach Verlauf der Leitungen) kann der Gasfernschalter ja auch davor montiert sein.

Sitzt denn Dein Gasfernschalter hinter oder vor dem Prüfanschluss? Sollte er davor sitzen, dann macht es auch Sinn, den Fernschalter geschlossen zu lassen, denn der Regler sollte nicht von der Verbraucherseite her dem Prüfdruck ausgesetzt werden (dieser kann sonst angeblich kaputt gehen). Eigentlich haben die Prüfanschlüsse dafür auch noch ein zusätzliches Ventil, welches während der Prüfung geschlossen wird, um den Regler während der Messung nicht von der falschen Seite aus \"unter Druck zu setzen\". Ich würde mal ganz sicher gehen, ob wirklich nur der Regler in der Mess-Strecke lag. Hast Du denn gar keinen Prüfanschluss montiert?

Mir wurde zudem erklärt, dass nur bei Neuinstallation (oder dem Einbau neuer Geräte) wirklich alles geprüft würde, später sei die Dichtigkeitsprüfung für die Plakette ausreichend. Ich würde aber auch bevorzugen, dass alles getestet wird... das hält wohl jeder Prüfer etwas anders...

Die Zugänglichkeit von Verschraubungen war mir beim Verlegen der Gasleitungen auch wichtig. Unter dem Dreiflammenkocher kann ich das Schrankbrett daher nach vorn runter klappen, so dass ich auch später noch für etwaige Reparaturen und Dichtigkeitsprüfung an alle Anschlüsse komme. Beim Kühli kann man meist das Lüftungsgitter abnehmen, um an die Verschraubung zu kommen. Meine längste Gasleitung ist aber wegen der Zugänglichkeit der Verschraubungen auch 6m lang (in einem Stück) und wegen der großen Leitungswege auch in 10mm ausgeführt. Falls Du keinen Prüfanschluss hast, würde ich einen nachrüsten (Gassteckdose geht auch - dann muß aber der Gasfernschalter in jedem Fall geschlossen sein, denn der schützt dann den Regler...) - ich denke nur mit Prüfanschluss ist eine korrekte Prüfung überhaupt möglich...

Was spricht eigentlich dagegen, noch mal zu dem Typen zu fahren und eine vollständige Prüfung einzufordern? Du hast schliesslich dafür bezahlt!

kaiwerk

unregistriert

18

Freitag, 20. Mai 2005, 08:53

Naja, ich werde auf jeden Fall nochmal privat nachprüfen! Sicher ist sicher!
Und den 50mbar Regler, der zwar top in schuss aber 13 jahre alt ist, werde ich auch mal tauschen....
Grüße,
Kai

kaiwerk

unregistriert

19

Freitag, 20. Mai 2005, 09:03

Hallo Uwe.
Es wurde nur mit dem Barometer das am Regler dran ist \"geprüft\". Und damit vor dem Fernschalter.....

nö, ich hol mir erstmal den TÜV ab mit der Plakette die ich jetzt habe...vielleicht gehe ich hinterher nochmal hin, oder woanders hin...

Gruß,
kai

Wohnort: Hamburg

Fahrzeug: LT 45 '83, XL 350 R '87

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20

Freitag, 20. Mai 2005, 10:07

Moin Gast,

[cite]Gast schrieb:[br][...]Zum TÜV kann ich nur sagen, dass der sich noch nie für den Womoausbau und die Gasanlage interessiert hat. Letzter TÜV war 05.2004! Natürlich ist es sicherer, wenn die so was untersuchen würden. Ist aber bei uns nicht so. Werd nach der letzten Schraubaktion aber wohl mal freiwillig zum Prüfen fahren. Aber nur wenn der auch wirklich mit Hochdruck abdrückt und nicht nur einfach das Flaschenmanometer benutzt.[/cite]

bei Abdrücken mit Hochdruck bitte unbedingt darauf achten, dass sämtliche Endverbraucher abgeschraubt und stattdessen Blindstopfen auf die Rohrenden gesetzt werden. Denn bei zu hohem Druck kann\'s die Regelventile in den Endverbrauchern killen ;-)

Meine Anlage wurde 2001 nach Kompletterneuerung mit knapp 2 bar abgedrückt, bis sich die Fehler (in den Verschraubungen(!)) finden ließen. In dem Falle allerdings logischerweise OHNE die Endverbraucher dran ;-) Übrigens hatte da das Lecksuchspray bis zu einem Druck von fast 2 bar leider überhaupt nichts genützt - man sah einfach nix - und ich hatte einen Gas-/Wassertüdelüt-Meister dabei (kein Bekannter, sondern eine Firma hatte das geprüft).

Wie war das noch mit den Prüfdrücken? Zwischen 150 und 250 mbar, richtig?

Eine korrekte Gasprüfung beinhaltet eine ganze Menge Prüfpunkte. Wer zur Abnahme seiner Gasanlage einmal eine korrekte Gasprüfung gemacht hat, der sollte ein kleines gelbes Prüfheft besitzen. Dort kann man dann auch gut sehen, was alles geprüft wird, so z. B. (Ich mach das mal kurz aus dem Gedächtnis, da mein Prüfheft im Wagen liegt und der ist momentan diverse Km entfernt ;-))

- Dichtigkeit der Anlage
- Prüfung der Endverbraucher/Seriennummern (sind noch die gleichen Geräte drin? ;-))
- Funktionstest der Endverbraucher
- Gaskasten korrekt abgedichtet
- Gaskasten Zwangsentlüftung funktional
- Sind die Gasflaschen korrekt befestigt/gesichert
- Zugänglichkeit der Hauptabsperrhähne
- Ist der Druckminderer noch OK (nicht älter als 10 Jahre, danach muss er getauscht werden)
- Schalten die Ventile der Endverbraucher automatisch ab, wenn die Flamme aus ist
- Ist der Warnaufkleber \"Beim Kochen für ausreichende Lüftung sorgen (sinngemäß)\" in der Nähe des Kochers angebracht
- Sind die Absperrhähne für die einzelnen Endverbraucher korrekt beschriftet
- Ist der Aufkleber für die Ein-/Aus-Stellung der Absperrhähne angebracht

etc. pp. - das ist eine recht lange Liste. Und ich hatte letztes Jahr einen Prüfer, der aber auch wirklich alle Punkte aus dieser Liste akribisch geprüft hat, was bedeutete, dass ich mir die Beschriftungsaufkleber für die Hauptabsperrhähne, den Aufkleber, auf dem zu sehen ist, wann die Absperrhähne auf und wann sie zu sind und den Aufkleber für den Kocher noch kaufen und anbringen musste. Eine wirklich gründliche und korrekte Prüfung, die mir ein gutes Gefühl und reichlich Leistung für mein Geld gab &lach

Der Mann war allerdings WIRKLICH gründlich, denn er wollte mir partout die Prüfplakette in die Nähe des gaskastens kleben, obwohl ich sie seit eh und je auf der Frontscheibe habe. Nur mein Argument, dass der Wagen in Kürze eine Ganzlackierung bekommt und ich keine Lust habe, die Prüfplakette extra abzukleben oder zu entfernen hat geholfen &lach

Aber da fahre ich auf jeden Fall wieder hin! Und ich werde, wenn der LT wieder fertig ist auch wieder zur Gasprüfung fahren, da ich alle Endverbraucher ab hatte. Mit Gas ist nicht zu spaßen.

Wenn ich solche Stories wie von Kai höre, dann stehen mir die Haare zu Berge. Das war definitiver Pfusch und auch ich bin der Meinung, dass solchen \"Prüfern\" die Lizenz entzogen werden sollte. Das sollte auf jeden Fall an den Verband gemeldet werden! Das ist fahrlässig.

Gruß

Josch
Signatur von »Josch« "Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile." Rudolf Steiner