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SurferChristian

unregistriert

1

Dienstag, 14. Februar 2006, 13:02

Moin,
hab schon im Rostschutzforum nachgefragt, aber da hat leider noch keiner geantwortet. Vielleicht weiß hier ja einer bescheid?

Hab bei meinem DB 310 grad ein paar Fugen zwischen Boden und Radkasten ausgekratzt und entrostet und will die jetzt neu lackieren. Allerdings hab ich nicht so die Ahnung, wie sich die Mittelchen vertragen. Ich hab folgendes vor:

- Owatrol-Öl in die Fugen, da ich ganz hinten nicht an den Rost komme.
- Primer mit etwas Owatrol verdünnt
- Fugendichtung (Sikaflex?)
- Decklack, wieder mit Owatrol verdünnt

So, nu die Fragen:

1. Ist das der richtige Schichtaufbau?

2. In den Fugen ist nur noch ganz wenig Rost, aber evtl noch Reste der Dichtmasse. Kann es sein, daß das Owatrol mit der Dichtmasse reagiert?

3. Ich hab zwei Primer hier. Ferpox, ein Epoxy-Primer von Fertan, dan darf man glaub ich nicht mit Owatrol mischen? Und Ionix von Imparat. Den darf man auf jeden Fall mal mit Kunstharzverdünnung oder Terpentin-Ersatz verdünnen. Dann geht ja auch Owatrol, oder? Jedenfalls steht bei Owatrol drauf, daß man es statt Kunstharzverdünnung oder Terpentin-Ersatz benutzen kann. Welchen würdet Ihr benutzen?

4. Gibt's noch andere Dichtmassen, die in solchen Fällen vielleicht sinnvoller sind? Ich kenn leider nur Sikaflex. Die alte Dichtmasse war relativ hart und widerstandsfähig, was ja im Bereich des Bodens / Radkastens nicht verkehrt ist. Oder liegt das am Alter des Wagens? (Bj 1991)

5. Der Decklack ist wieder Kunstharz-Lack (1-K Lack) von Krautol. Müsste sich auch mit Owatrol vertagen, oder? Die Owatrol Verdünnung mache ich, damit der Lack schön ich die Fugen fließt. Oder ist das Quatsch?

Freu mich schon auf Eure Antworten, damit ich endlich weiter machen kann :)

Liebe Grüße, Christian

PS: Ich hab zwar keine warme Halle, aber ich lass den ganzen Tag Heizlüfter laufen. Da alle blanken Stellen im Innenraum sind, müsste es eigentlich warm genug sein zum Lackieren.
Die Auszubessernden Stellen sind nur relativ klein, deshalb will ich nicht extra neuen Lack kaufen, wenns nicht unbedingt nötig ist. Hab alles hier, was ich oben geschrieben habe. Lackieren werd ich mit Pinsel oder Rolle, da eh wieder der Holzboden drauf kommt und man die Stellen dann nicht mehr sieht.

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unregistriert

2

Dienstag, 14. Februar 2006, 14:17

Hallo Christian,

Von dem Wasserlöslichen Epoxy halte ich nix.
Mit Owatrol mischen geht nicht weil auf Wasserbasis
Ist auch unsinnig erst mit Owatrol vor Wasser zu schützen und dann mit Wasserbasierendem Primer
dieses zu überstreichen %-/
Auch wird es nicht halten auf dem Owatrol :-O
Zu beachten ist das nach dem Aushärten ( ca. 72 Stunden bei min 20° C ) naß angeschliffen werden muss ;-)
(ziehmlich unsinniges Produkt das Ferpox :) )

Nehm dein Owatrol und streich 2-3mal, mach dein 1K-Primer drauf und besorg dir MS-Polymer Dichtmasse
(Suche Funktion verwenden ;) )
Sika hält nicht auf Owatrol.
Es wird trocknen, hart werden und den Primer abziehen oder von Wasser unterlaufen

Gruß

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Fahrzeug: LT 45 '83, XL 350 R '87

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3

Dienstag, 14. Februar 2006, 14:50

Moin Christian,

wenn Du Rost definitiv "versiegelst", also so, dass keine Feuchtigkeit und Sauerstoff
mehr drankommen, dann rostet es schlicht nicht weiter.

Ob Du die unzugänglichen Stellen mit Owatrol oder Fertan zukippst ist dementsprechend egal.
Es wird in beiden Fällen nicht helfen, wenn von der anderen Seite irgendwie Feuchtigkeit und
Sauerstoff herankommen können.

Auf Owatrol hält Sika nicht und umgekehrt. Sika und MS-Polymere sind aber wiederum
prima mit 2-K Lacken überlackierbar(!) 2-K und 1-K Lacke durcheinanderzuwursteln
halte ich für unsinnig.

Beim LT haben wir die Behandlung so gemacht:

- Falze erst mit der Flex mit Zopfbürste blank gemacht, danach dann mit einer Klinge ausgekratzt, so gut es ging.
- Fertan
- 2-K Lack in die Falze gepinselt
- Falze mit MS-Polymer (Pantera) abgedichtet
- Mit 2-K Lack alles lackiert

So würde ich immer wieder vorgehen. Behandlung von der anderen (in diesem Falle der Innenseite) nach Möglichkeit genau so, wenn frei zugänglich.

Unzugängliches innen wie Hohlräume etc. haben wir mit Owatrol eingesprücht (Sonde) und nach Einwirkzeit dann nochmals mit Fluid-Film (Wollfett). Damit ist entsprechend auch der Rost gebunden und versiegelt. Wie gesagt - ist der Rost wirklich versiegelt, kann es (eigentlich) nicht weiterrosten.

Sämtliche Arbeitsschritte sind hier zu sehen.

Gruß

Josch
Signatur von »Josch« "Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile." Rudolf Steiner

Calypso

unregistriert

4

Dienstag, 14. Februar 2006, 16:28

Zitat

wenn Du Rost definitiv "versiegelst", also so, dass keine Feuchtigkeit und Sauerstoff mehr drankommen, dann rostet es schlicht nicht weiter.

Ob Du die unzugänglichen Stellen mit Owatrol oder Fertan zukippst ist dementsprechend egal.


Wenn Du Roststellen "versiegeln" willst, dann hilft Dir Fertan nicht weiter. Fertan versiegelt nicht, sondern wandelt den Rost in eine Eisen-Tannin-Verbindung um. Nach 48 Stunden muss Fertan wieder abgewaschen werden. Das dürfte in schlecht zugänglichen Fugen schwierig werden.

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5

Dienstag, 14. Februar 2006, 17:39

Moin Calypso,

[cite]Calypso schrieb:

Zitat

wenn Du Rost definitiv "versiegelst", also so, dass keine Feuchtigkeit und Sauerstoff mehr drankommen, dann rostet es schlicht nicht weiter.

Ob Du die unzugänglichen Stellen mit Owatrol oder Fertan zukippst ist dementsprechend egal.


Wenn Du Roststellen "versiegeln" willst, dann hilft Dir Fertan nicht weiter. Fertan versiegelt nicht, sondern wandelt den Rost in eine Eisen-Tannin-Verbindung um. Nach 48 Stunden muss Fertan wieder abgewaschen werden. Das dürfte in schlecht zugänglichen Fugen schwierig werden.[/cite]

solange man die Reste, die in den Falzen bleiben danach mit Lack und - wie in meinem Falle - Dichtmasse einschließt, ist das - laut Fertan - absolut kein Problem. Denn damit schließt man den umgewandelten Rost ein. Die "Gegenseite", also das gesunde Metall hat ja durch das Fertan einen Oberflächenschutz durch die Eisen-Tannin-Verbindung. Und Fertan wandelt in einem Arbeitsgang bis zu mehreren Millimetern Rost um.

Es bringt natürlich wenig, wenn man Falze mit Fertan behandelt und sie danach ungeeigneterweise lediglich mit Grundierung und Lack behandelt. Versiegelt man mit Sika o. ä. ist der Falz ja großflächig sicher durch eine dehnfähige Versiegelungsmasse versiegelt.

Macht man das von innen und außen ist man auf der allersichersten Seite. Behandelt man von innen mit Owatrol und danach Fluid Film oder Mike Sanders Fett hat man den selben Effekt.

Gruß

Josch
Signatur von »Josch« "Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile." Rudolf Steiner

SurferChristian

unregistriert

6

Mittwoch, 15. Februar 2006, 00:17

Ok, danke. Der Primer ist jetzt drauf, wie gesagt, mit ca 15% Owatrol verdünnt. Verläuft viel besser, hab's vorher getestet.

Hab jetzt mit Hilfe der wunderbaren Such-Funktion ;) als Dicht- und Klebemittel Pantera MS 3000 und Weicon 310M gefunden, wobei letztes nach der Produktbeschreibung ein POP-Polymer ist und kein MS-Polymer?! Ich werd wohl das Weicon nehmen, weil's ja doch ne Ecke günstiger ist.
Halten die denn auf dem Owatrol-konditionierten Primer oder auch nicht? Soll ich lieber noch ne zweite Schicht Primer ohne Owatrol drüber machen?

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unregistriert

7

Mittwoch, 15. Februar 2006, 09:10

Moin Christian,

Auch POP-Mischpolymer wie das Weicon ist ein MS-Polymer,
es ist nur noch ein Silicon mitbei was dem Weicon zu der hohen Elastizität verhilft ;-)
Das Weicon hält auf Owatrol-konditioniertem Primer.
Die Oberfläche sollte nur Staub und Fettfrei sein.
Also den Primer gut trocknen lassen(3Tage) und vorher gut entfetten.

Die Weicon Produkte werden ab 1. April teurer (der hohe Ölpreis)
Wer also noch was haben möchte :)

Gruß

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SurferChristian

unregistriert

8

Mittwoch, 15. Februar 2006, 10:58

Na denn geh ich mal schnell einkaufen :)
Danke

SurferChristian

unregistriert

9

Freitag, 17. Februar 2006, 15:28

Puh, hab jetzt nach langer Suche endlich einen Laden gefunden, der diese MS-Polymere Masse verkauft. Autoteileläden hatten alle nur PU-Masse. Ich hab jetzt Soudaseal HT von Soudal, hat das schon mal jemand gehört? Soll auf jeden Fall genau so gut sein, wie das von Pantera, und kost "nur" 14,90 8-(
Najo, wenn's schee macht ;-)

nunmachabermal

unregistriert

10

Freitag, 17. Februar 2006, 15:44

Wer den Rostumwander wie vorgeschieben mit Wasser aus den Fugen spühen möchte, jedoch sein Wäggelchen nicht flutten kann oder möchte, der soll doch mal zur Munddusche greifen. Spühlt mit wenig Wasser, das man gut mit nem Schwamm aufsaugen kann, gründlich die kleinste Ritze. Anschliesend gut fönen!

Wie der Nickname schon sagt, nunmachmal

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11

Freitag, 17. Februar 2006, 16:51

[cite]SurferChristian schrieb:
Puh, hab jetzt nach langer Suche endlich einen Laden gefunden, der diese MS-Polymere Masse verkauft. Autoteileläden hatten alle nur PU-Masse. [...][/cite]

denn sach doch nächstes Mal einfach vorher Bescheid. Hättste nicht so lange suchen müssen. Da hätte ich Dir mindestens drei Läden in verschiedenen Stadtteilen nennen können ;-)

Gruß

Josch
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unregistriert

12

Freitag, 17. Februar 2006, 19:26

Ja und im Norden von HH gibts nen Laden da bekommt man auch das Weicon günstig :)
Und für 14,50 hät ich dir auch welche schicken können :O

Gruß

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SurferChristian

unregistriert

13

Samstag, 18. Februar 2006, 00:53

Hm Mist...
würdet Ihr vielleicht Eure Quellen veröffentlichen? Vielleicht muß ich ja noch mehr abdichten :-)

Viperman

unregistriert

14

Mittwoch, 1. März 2006, 19:03

Josch <--- Gib die Adressen bitte mal durch... bin ende der Woche beim Rostschutz. Danach wäre der Schritt dran.

Wohnort: Hamburg

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15

Mittwoch, 1. März 2006, 21:20

Moin zusammen,

[cite]Viperman schrieb:
Josch <--- Gib die Adressen bitte mal durch... bin ende der Woche beim Rostschutz. Danach wäre der Schritt dran.[/cite]

also - wie hier ja bereits erwähnt wurde könnt Ihr verschiedene MS-Polymere einsetzen:

1) Pantera MS 3000 (Kleb- und Dichtstoff) (MS-Polymer)
2) Weicon Flex 310M (Kleb- und Dichtstoff) (POP Mischpolymer)
3) WKT-NAUTICHEM S40 (Kleb- und Dichtstoff) (MS-Polymer)
4) Titgemeyer GETO MSP 132 (spritzbare Nahtabdichtung) (MS-Polymer)
5) Titgemeyer GETO MSP 152 (Konstruktionsklebstoff) (MS-Polymer)
6) Teroson Terostat 9220 (Karosserie-Kraftkleber) (MS-Polymer)
7) Soudal MS Seam Sealer (Dichtstoff) (MS-Polymer)

Bezugsquellen sind unter anderem:

Adolf C.C. Rüegg GmbH & Co. (Pantera, Soudal)
Papenreye 19
22453 Hamburg-Niendorf
Tel.: 0 40/58 53 85 - 87
Fax: 0 40/58 13 06
Internet: www.ruegg.de

NMH North Marine Handelsgesellschaft mbH (WKT)
Notkestraße 7
22607 Hamburg
Tel.: 0 40/64 94 17 36
Fax: 0 40/64 94 17 85
E-Mail: info@north-marine.de
Internet: www.north-marine.de

Harry Wegner GmbH & Co. KG
Bullerdeich 51
20537 Hamburg
Tel.: 0 40/23 70 07 0
Fax: 0 40/23 42 06
E-Mail: hw@harrywegner.de
Internet: www.harrywegner.de

Pump - Segelmacherei (Pantera)
Lokstedter Steindamm 35
D-22529 Hamburg
Tel.: 0 40/56 71 45
Fax: 040/560 18 89
E-Mail: contact@pump-segelmacherei.com
Internet: www.pump-segelmacherei.com

Limes - Deine Adressen können auch noch mit dazu. Sag mal an :-)

Gruß

Josch
- Editiert von Josch am 01.03.2006, 22:36 -
Signatur von »Josch« "Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile." Rudolf Steiner

SurferChristian

unregistriert

16

Mittwoch, 1. März 2006, 21:48

Das wäre doch vielleicht mal was für die FAQ oder fürs Bezugsquellen-Forum.

Bei Ruegg gibts übrigens das Pantera und Soudaseal HT von Soudal

Häuptling

unregistriert

17

Donnerstag, 2. März 2006, 19:59

Hallo zusammen,
hier vielleicht noch ein interessanter Link: http://www.korrosionsschutz-depot.de/INDEX1/index1.HTM

Gruss Häuptling

18

Donnerstag, 2. März 2006, 20:22

Hallo Gemeinde ,,
bei meinem Lt habe ich das mit den Fugen so gehalten :
Fuge von außen auskratzen ( Fugendichtung ) Fuge so weit es geht entrosten ( Handarbeit )
wenn vorhanden Fuge mit feiner Sandstrahlpistole strahlen.
Fuge mit Owaltrol behandeln ( 24 h warten )
Fuge mit Kunstharzlack + Owatrolzusatz streichen
Ich habe die Fugen danach nicht mehr mit Fugendichtmittel versiegelt.
Habe dann den ganzen LT in Wunschfarbe gerollt.
Ich habe die Aktion vor drei Jahren gemacht und hatte einen guten Erfolg
Bei meinem 613er habe ich die Fugen/ Falz vom Fahrzeuginneren freigelegt und wo es ging vorsichtig ein wenig geöffnet.
Dann habe ich die Fuge mit "Mike Sanders Fett " behandelt (Heißes Fett mit Pinsel ). Über die Fuge / Falz habe ich dann
einen Karrossiekeder gezogen.( kommt nicht von mir sondern von Mike ) Das Fett wird nun von innen nach außen wandern.
Wir zwar etwas schwirig mit dem Lakieren später aber was solls.
Wo das mit den öffnen der Falzen von innen geht ist das wohl die optimale Methode , da der Mist ja von innen nach außen rostet.
Bei dem 613er hatte ich die möglichkeit da ich das Teil komplett erntkernt habe.
Gruß
Bernd
;-)