Busfreaks-Logo

Busfreaks-Logo

Busfreaks-Server

  • 80 Prozent

    Das Busfreaks-Serverkonto

    Unser Server kostet Geld und jeder kann uns hier finanziell unterstützen.

    Mehr Infos gibts hier: Busfreaks-Club

Kontrollzentrum

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Busfreaks Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

1

Montag, 27. Februar 2006, 00:32

Hallo Busfreaks,
ich habe mir einen LT BJ.99 gekauft und bin dabi ihn zum Surfmobil umzubauen. Er hat schon ein Bett und sowas wie nen Küchnblock. Nun ist die Isolierung dran. Ich habe hier 'ne Menge interssantes über Trocellen gelesen und bin eigentlich zu dem Entschluss gekommen, dass auch so zu machen. Ein befreundeter Kilmatechniker hat mich nun aber auf die Idee gebracht es mit selbst klebenden Matten namens Isopren von BTI zu versuchen. Die verwenden das um Klimaschächte und son Zeugs zu isolieren. Das Zeug ist extrem weich und würde sich perfekt um die Holme usw. legen lassen.
Hat jemand Erfahrung mit dem Material?

Das Thema Holme bereitet mir bei der Variante mit Trocellen die meißten Kopfschmerzen.Ich möchte die Innenverkleidung aus Platzgründen und weil ich schon einen Teil der passenden Platten habe, direkt auf die Holme schrauben. Aber was mach ich dann mit den Holmen? Trocellen rein schieben und festkleben??
Und nur nochmal zum Verständnis, Ihr habt das Trocellen direkt auf das Blech geklebt?

Gruß
Ein zukünftiger Busfan/freak

Calypso

unregistriert

2

Montag, 27. Februar 2006, 07:45

Um die beiden Materialien miteinander vergleichen zu können, müsste man deren Wärmeleitfähigkeit kennen (Trocellen gibt 0,035 bis 0,045 an, Reimo für sein Xtrem 0,02 bis 0,035). Dann kann man zusammen mit der Plattendicke den Wärmedurchgangskoeffizienten berechnen.

In der Praxis ist die Dämmwirkung (und damit auch der Unterschied zwischen zwei Materialien) aufgrund der vielen "Schwachstellen" (unerreichbare Holme, Einfachglas-Fenster, Blechstege,...) im Bus nicht so ganz besonders groß. Hauptargument dürfte daher die Plattendicke des Dämmstoffes sein. In engen Ecken und Holmen finde ich eine Selbstklebebeschichtung allerdings eher hinderlich. Mit Kontaktkleber ist da schon manchmal blöd zu arbeiten - mit "reinschieben und festkleben" ist da nix zu machen. Bevor Du den Schaum reingeschoben hast klebt er schon. Ich habe daher an solchen Stellen die Platten teilweise gar nicht verklebt sondern mit weiteren Plattenstreifen festgeklemmt.

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

  • Private Nachricht senden

3

Montag, 27. Februar 2006, 08:13

...vor dem Hintergrund, das man bei Trocellen bereits (mehrfach) erklärt hat,

auch Lieferant von X-trem Isolator und anderer Markennamen zu sein,

relativiert sich diese Überlegung... &pfeif1
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
-----------------------------
- Busfreakswerkstatt Bärlin -

- Wir gehen mit dieser Welt um,
- als hätten wir eine zweite im Kofferraum
- Jane Fonda

Calypso

unregistriert

4

Montag, 27. Februar 2006, 16:36

Wieso? Was hat das mit dem Isopren zu tun? Wenn dieses Isopren die o.g. Eigenschaften hat, kann es nicht identisch mit Trocellen sein. Letzteres ist nämlich weder weich noch selbstklebend.

5

Montag, 27. Februar 2006, 17:36

[cite]Calypso schrieb:
Wieso? Was hat das mit dem Isopren zu tun? Wenn dieses Isopren die o.g. Eigenschaften hat, kann es nicht identisch mit Trocellen sein. Letzteres ist nämlich weder weich noch selbstklebend.[/cite]

Trocellen jibbet in unterschiedlichen Qualitäten, guggst Du hier Trocellen

Pommel &blume1

mx.steiger

unregistriert

6

Montag, 27. Februar 2006, 20:10

Hallo!
Vieleicht täusch ich mich, aber ich glaube mal gelesen zu haben, daß man die Holme am besten mit
PU-Schaum auschäumt. Aber AUFPASSEN! Das Zeug dehnt sich irrsinnig aus.

Wohnort: Hamburg

Fahrzeug: LT 45 '83, XL 350 R '87

  • Private Nachricht senden

7

Montag, 27. Februar 2006, 21:05

[cite]mx.steiger schrieb:
Hallo!
Vieleicht täusch ich mich, aber ich glaube mal gelesen zu haben, daß man die Holme am besten mit
PU-Schaum auschäumt. Aber AUFPASSEN! Das Zeug dehnt sich irrsinnig aus.[/cite]

&rotflvvl &rotflvvl &rotflvvl

Das SCHLIMMSTE, was man machen kann(!)(!)(!)

Zum Thema:

Link 1 | Link 2 | Link 3 etc. pp.

Gruß

Josch
Signatur von »Josch« "Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile." Rudolf Steiner

mikiado

unregistriert

8

Dienstag, 28. Februar 2006, 11:02

Hallo,
zum Thema Pu- Schaum: beim "normalen" Pu-Schaum bekommt du folgende Probleme:
- er qillt wahnsinnig auf
- Härter ungleichmässig aus
- am Schlimmsten, er zieht mit der Zeit Feuchtigkeit.....
Was ich bisher oft benutzt habe, ist 2-Komponenten Schaum.Der härtet in 10 Minuten gleichmässig aus, nimmt keine Feuchtigkeit auf und bleibt elastischer als der 1-k Schaum. Auch quillt er bei weitem nicht so auf und "drückt" auch nicht so...
Aber: Ist die Dose einmal aktiviert, Musst du sie innerhalb von 2-3 Minuten verarbeiten.
Und er Inhalt freigeschäumt beträgt gerade 18-20 ltr, gegenüber ca.40-50 ltr bei 1-K Schaum. Und die Dose kostet locker 50% mehr.
Kein billiger Spaß also: Das Material hat sich bei mir aber im bereits 3. Selbstausbau
prima bewährt.......

9

Dienstag, 28. Februar 2006, 11:32

PU Schaum gehört in kein WoMo, PKW,LKW oder in sonst irgendein Fahrzeug !

Ob 1K oder 2K PU-Schaum es ist das gleiche :-O

Ob ich den Aktivator (Härter) von Hand dazu kippe oder er schon in der Dose ist
und dieser beim ausquellen aus der Dose mit Luft reagiert ist egal :-)
Das Ergebniss ist das gleiche ;-)
Geschlossenporigen PU-Schaum gibt es auch in der Dose, sogar mit GL Zulassung für Rettungsboote ;-)

Egal welcher PU-Schaum, einmal im Fahrzeug verarbeitet ist es der sichere Tod für Hohlräume
und damit für's ganze Fahrzeug 8-(
Ist alles nur eine frage der Zeit

Jeder PU-Schaum zieht Wasser, auch der angeblich Wasserdichte

Es gbit immer irgendwo Luftlöcher beim ausschäumen wo sich dann das Kondeswasser sammelt

Und sollte ein Schweissen notwendig sein fackelt man sich das Fahrzeug ab ;-)

Lasst die Finger von PU-Schaum wenn euch euer WoMo lieb ist !!!

Gruß

Limeskiste

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

  • Private Nachricht senden

10

Dienstag, 28. Februar 2006, 12:36

...Danke Limes,

endlich mal auf den Punkt gebracht...
&blume1
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
-----------------------------
- Busfreakswerkstatt Bärlin -

- Wir gehen mit dieser Welt um,
- als hätten wir eine zweite im Kofferraum
- Jane Fonda

11

Dienstag, 28. Februar 2006, 15:56

Hallo

erstmal vielen Dank für die Antworten. Nun weiß ich (was ich vorher auch schon aus Eurem Forum wußte) das PU-Schaum nicht in den Bus gehört. :-)

BIT gibt den Wert für Wäremleitfähigkeit 0,040 W/m K bei 40 Grad Celsius Mitteltemperatur an. Also offenbar ähnlich wie bei Trocellen.

Bei der Recherche hab ich auch gleich noch ein PDF-Dokument gefunden, dass die notwendigen Dämmdicken von dem Zeug bei verschiedenen Außen- und Innenteparaturen angibt, um Kondensat-Bildung zu vermeiden. Das ersparrt mit die Berechnung des Wäremedurchgangskoeffizient hoffentlich (k.A. wie das genau geht). Da der Wert für Wärmeleitfähigkeit ähnlich dem von Trocellen ist, kann man das sicher auch als Anhaltspunkt für die Isolierung mit Trocellen benutzen.
Zu finden hier: Dämmdicken

@Calypso: Wenn Du das Zeug einfach in die Holme schiebst, bist Du das Kondenswasserproblem aber nicht los. Weil, wo die warme Innenluft ans Blech kommt, kondensiert sie wieder, oder? Kann man das Problem damit lösen, dass man anschließend die Öffnungen in den Holmen mit gutem Klebeband, als Dampfsperre verschließt??

Gruß
Ein zukünftiger Busfan/freak
Matthias

PS: Hab gerade versucht, mich im Forum zu registrieren, hat leider nicht geklappt. Werde es später noch mal probieren.

Calypso

unregistriert

12

Dienstag, 28. Februar 2006, 17:46

Das Kondenswasserproblem wirst Du nie ganz los. Jeder luftgefüllte Hohlraum enthält auch Luftfeuchtigkeit. Fällt die Temperatur, kann die Luft nicht mehr so viel Wasser binden und Kondenswasser fällt aus. Darum ist es wichtig, dass jeder Holm Öffnungen hat, so dass Feuchtigkeit nicht eingeschlossen wird sondern verdunsten kann.

Ist die Dämmung sauber am Außenblech verklebt, entstehen (theoretisch) keine Hohlräume zwischen Dämmung und Außenblech - und damit auch keine ausfallende Luftfeuchtigkeit. Dann bleiben aber immer noch luftgefüllte Hohlräume zwischen Dämmung und "Innenblech" des Holmes. Im Wohnhausbau ist das kein Problem, da der Innenbereich ja dauerhaft beheizt ist und die Temperatur dort nie so stark abfällt. Im Auto herrschen bei Frostwetter aber auch frostige Innentemperaturen. Da kannst Du so viel Dämmung einbauen wie Du willst - wenn die Heizung aus ist wirds ruck zuck kalt in der Hütte. Und dann fällt das Wasser eben dort "vor der Dämmmung" aus.

In der Praxis dürfte die 100 prozentig einwandfreie Verklebung sowieso sehr schwierig sein. Zu viele Hohlräume sind kaum zugänglich. Ich halte darum die gute Durchlüftung aller Hohlräume im Auto für wichtiger, als die von vielen proklamierte supergenaue Anpassung der Dämmung ans Karosserieblech - auch deshalb ist das Ausschäumen ziemlicher Blödsinn.

Kastenwagen sind sowieso nie besonders gut zu dämmen. Den Dämmeffekt eines Alkoven, Integrierten, Kühlkoffers o.ä. wirst Du niemals erreichen. Machs so genau und so gut wie Du es hinbekommst. Das ist immer noch besser als keine Dämmung. Aber erwarte keine Wunder davon.

Calypso

unregistriert

13

Mittwoch, 1. März 2006, 10:55

Zitat

Das ersparrt mit die Berechnung des Wäremedurchgangskoeffizient hoffentlich (k.A. wie das genau geht).


Hobbyphysiker und Leute, die es genau wissen möchten, können sich hier durch die Formeln quälen Wikipedia

Für den Hausgebrauch (oder vielleicht besser "Wohnmobilgebrauch") - und um mit den Zahlenwerten der Wärmeleitfähigkeit etwas anfangen zu können - genügt vielleicht auch dies hier:

die Dämmstoffdicke geteilt durch deren Wärmeleitfähigkeit ergibt den Wärmedurchlasswiderstand der Dämmschicht. Dieser sollte möglichst groß sein.

Für 20 mm Dämmung der Leitfähigkeit 0,035 ergibt sich 0,02 m / 0,035 = 0,57

Verwendet man statt dessen einen Dämmstoff der Leitfähigkeit 0,045 müsste man - um den selben Wärmedurchlasswiderstand zu erreichen - eine größere Schichtdicke einbauen:

0,57 * 0,045 = 0,0256 m = 25 mm

Aber wie schon oben geschrieben: das ist alles Theorie. Im Bus gibt es Wärmebrücken zu Hauf. Damit ist die Berechnung des tatsächlichen Wärmedurchgangs müßig. Man kann nur versuchen, jeden erreichbaren Winkel mit möglichst viel Dämmung zu füllen und dabei für Abdampfmöglichkeiten für evtl. ausfallendes Kondenswasser zu sorgen.

Tauchteddy

unregistriert

14

Mittwoch, 1. März 2006, 12:24

Danke, jetzt weiß ich wenigstens, was ich mit der Angabe der Wärmeleitfähigkeit anfangen kann.

15

Mittwoch, 1. März 2006, 15:49

übrigens finde ich gibt es auch ein zuviel an Dämmung. Probiert mal in einem vollgedämmten und superisolierten Bus zu schlafen der den ganzen Tag in der Sonne stand!!!Da bist du aber ganz schön am Lüften ;-)
PU-Schaum ist das letzte. Ich hab alles mit Unterbodenschutz einsprüht, soweit wie ich hinkam und mit Steinwolle ausgefüllt, Folie drauf und Verkleidung dran. Ist auf jeden Fall besser als vorher, da gabs gar nichts(bei meinem DB 207).
Grüße

Tauchteddy

unregistriert

16

Mittwoch, 1. März 2006, 15:55

[cite]Mithi schrieb:
übrigens finde ich gibt es auch ein zuviel an Dämmung. Probiert mal in einem vollgedämmten und superisolierten Bus zu schlafen der den ganzen Tag in der Sonne stand!!!Da bist du aber ganz schön am Lüften ;-)[/cite]
Vollgedämmt und superisoliert? Da bleibt es angenehm kühl im Bus, wo ist das Problem?

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

  • Private Nachricht senden

17

Mittwoch, 1. März 2006, 16:04

..naja Holger,

der (Superisolierte...)läßt aber auch die kühle Abend-/Nachtluft nicht ´rein.
;-)
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
-----------------------------
- Busfreakswerkstatt Bärlin -

- Wir gehen mit dieser Welt um,
- als hätten wir eine zweite im Kofferraum
- Jane Fonda

Calypso

unregistriert

18

Mittwoch, 1. März 2006, 17:39

Luft soll ja auch keine rein. Wenn doch dann ist Dein Fahrzeug undicht - das hat mit der Dämmung nix zu tun.

Meine Empfehlung um kühle Abendluft reinzulassen: Fenster und Türen auf machen... ;-)