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  • »Ingo-« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Karlsruhe

Fahrzeug: DB 310 Automatic

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1

Sonntag, 13. August 2006, 09:17

Am Freitag bin ich mit meinem DB 310, 3200 kg Leergewicht, Automatic, die Großglockner Höhenstrasse rauf und runter gefahren, hoch ging´s, dank Turbonachrüstung prima und runter lief er auch gut. ABER trotz 2 Gang und ständigem Intervalbremsen meinte meine Mitfahrerin, \" hörst Du, die Bremse quitscht \" also angehalten Tür auf, erheblicher Rauch und rot glühende Scheiben vorne, hinten war nix. Pause gemacht von 10 Minuten, Bremse probiert kein Druck weil vermutlich Dampfblasen in der neuen Bremsflüssigkeit, 30 min gewartet, probiert und Druck war wieder da. Nun die restliche Hälfte der Strecke im 1 Gang mit Schrittgeschwindikeit und abwechselnd nur Handbremse dann wieder Fußbremse nach unten gefahren. Unten hatten die Scheiben keine Glühfarben aber das blubbern aus dem Motorraum kam wohl wieder von der Bremsflüssigkeit. Ich bin überrascht, den diese Strecke bin ich auch schon mit meinem 307 gefahren ohne Bremsprobleme.
Die Scheiben und Beläge sind neu, die Bremsflüssigkeit ist im Frühjahr erneuert worden, alle Bremssättel voren und hinten sind neu.
Eine ungünstige Besonderheit ist, dass durch die Nachrüstung des Turboladers und die dadurch notwendige Verstellung der Einspritzpumpe die Leerlaufdrehzahl sehr hoch ist und der Motor nur sehr träge von Voll oder Teillast auf untere Drehzahl geht, es passiert schon das man im Leerlauf Gas gibt und dann 10 bis 20 sekunden wartet bis er wieder auf der hohne Leerlaufdrehzahl ist.
Nun meine Frage, ist das Bremsverhältnis von Vorderachse und Hinterachse einstellbar, sollte die Hinterachse in meinem Fall mehr Bremsen.
wie bringe ich den Motor zu seiner vollen Bremsfähigkeit, kann ich eine Kabel mit Schalter an der Einspritzpumpe anbringen wodurch ich die Spritzufuhr unterbreche und der Motor dann maximal bremst, natürchlich ist das vielleicht auch gewagt, wenn du um die Kurve lenkst, bremsend und der Motor geht aus, und die Lenkunterstützung und der Bremskraftverstärker fällt aus.
So liebe Leute, fällt Euch was ein
Gruß Ingo
Signatur von »Ingo-« geb 1960

Tauchteddy

unregistriert

2

Sonntag, 13. August 2006, 09:51

Also, HA mehr bremsen bringt m.E. nichts, schon gar nicht in diesem Fall, nämlich bergab. Du riskierst nur blockierende Hinterräder. Ich würde mal schauen, warum die Leerlaufdrehzahl so hoch ist (sowas lässt sich doch normalerweise einstellen) und warum er so lange braucht, um runterzuregeln. Vielleicht 'ne Rückholfeder ausgeleiert?

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

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3

Sonntag, 13. August 2006, 12:07

...nee nee, wenn die Hinnerachse nicht mitmacht, kommts ja zur Überhitzung vorn.

Da der 310er einen Bremskaftregler=LAB an der Hinterachse hat, sollte das auf jeden Fall abgeklärtt werden. Dennoch sollte die Motorbremswirkung durch korrekte Einstellung der Leerlaufdrehzahl und abfallen der Selben sichergestellt sein. Allerdings sind orangeglühende Scheiben durchaus nichts ungewühnliches. Betriebstemperatur sind 600°C. Und 800°C sind schon glühen...

Ansonsten gilt auch hier, man fährt so schnell ´runter, wie man ´raufgefahren ist. Wer versucht, diese eherne Regel auszuhebeln, kann schon mal mit rauchender Bremse zwangspausieren. Wobei Dampfblasenbildung ja auf das Vorhandensein von Wasser hinweißt.

Eventuell wurde auch mit einem älteren Typ oder Billigfluid gespart? Oder garnicht gewechselt?
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
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- Busfreakswerkstatt Bärlin -

- Wir gehen mit dieser Welt um,
- als hätten wir eine zweite im Kofferraum
- Jane Fonda

Wohnort: Wentorf bei Hamburg

Beruf: Raumausstattermeister

Fahrzeug: Kastenwagen

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4

Sonntag, 13. August 2006, 12:16

ja das mit der Blasenbildung der Bf würd ich mal unabhängig checken lassen
oder hast du das selber gemacht??
Es wurde schon vieles von Werkstätten berechnet , aber nicht gemacht ( Ups vergessen )
also normalo kannste den Buss ja im 2.Gang den Berg runterrutschen lassen
ohne Probleme - wenn jetzt wie bei dir beschrieben die Dehzahl so hoch geht
hat das latürlicht andere Ursachen .
Kontrolliere selber oder lass es machen., : Leerlaufbegrenzer - ausgeleierte Boutenzüge
Rückholfeder ( w.TT schon schrieb ) gangbar machen -
Turboeinstellung

Q
Ansonsten gilt auch hier, man fährt so schnell ´runter, wie man ´raufgefahren ist. Wer versucht, diese eherne Regel auszuhebeln, kann schon mal mit rauchender Bremse zwangspausieren. Wobei Dampfblasenbildung ja auf das Vorhandensein von Wasser hinweißt.

deswegen fahren die meisten Bremer auch nur mit 30 Sachen den Berg rauf
sonst steht beim Abstieg nicht nur dem Fahrer das Wasser auf der Stirn- sondern auch da wo die Sonne
niemals hinscheint &augenreib



Signatur von »Quietschi« wenn ich könnte wie ich wollte,
wäre ich schon längst da, wo ich hin will

Tauchteddy

unregistriert

5

Sonntag, 13. August 2006, 13:03

Zitat

Original von Quietschi
sondern auch da wo die Sonne niemals hinscheint &augenreib

Das gilt aber nur für die, die Angst vor FKK haben :-O

@Bobby
Ich hab' ja nicht gesagt, dass die HA nicht bremsen soll, sondern nur, dass mehr bremsen auf der HA nichts bringt. Ich setze natürlich voraus, dass die HA korrekt gebremst wird. Ingos Frage las sich für mich so, als wollte er manuell die Bremskraft nach hinten verlagern. Probier das mal aus, stell' mal bei einem leeren oder teilbeladenen Wagen die HA-Bremse auf voll ... ist gerade bergab lustig, weil die Bremskraft, die dir vorne fehlt, hinten die blockierenden Räder zum rauchen bringt ...

  • »Ingo-« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Karlsruhe

Fahrzeug: DB 310 Automatic

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6

Montag, 14. August 2006, 11:08

Also, heute Morgen war ich beim Boschdienst
Bremsflüssigkeit ist ok und die Bremsverteilung war ungefähr 50 zu 50 also auch ok.
Die Leerlaufdrehzahl ist zu hoch, bzw der Motor regelt nicht schnell genug auf Leerlaufdrehzahl. Wie oben schon erwähnt, hat der Turboeinbauer die E-Pumpe völlig verstellt wodurch das Regelproblem entstanden ist.
Meine Idee die Kraftstoffzufuhr durch einen Schalter zu unterbrechen fanden sie schlecht und der Meister meinte dann in einer duncklen Ecke, man kann ja auch den Zünschlüssel rumdrehen.
Vielen Dank für eure Gedanken
Ingo
Signatur von »Ingo-« geb 1960

didi(HAS)

unregistriert

7

Montag, 14. August 2006, 16:08

Hallo Ingo.
Ich würde meinen das dein Turboeinbauer die Motorentlüftung unverändert so belassen hat wie sie war. Dann passiert das was du beschreibst. Im Fahrbetrieb wird das Motorgehäuse "aufgepummt" (nicht entlüftet) und beim Gas weg nehmen gibt das Kurbelgehäuse die im Überdruck entstandenen Ölnebel als Treibstoff an den Motor wieder ab. Der Motor säuft statt Diesel, für ein paar Sekunden bis der Überdruck abgebaut ist, sein eigenes Öl. Im Schiebebetrieb (Berg ab) läuft der Motor mit erhöhter Drehzahl.

lg. didi(HAS)

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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8

Montag, 14. August 2006, 17:35

Moin Ingo,

wichtig ist auch, dass beim Bremer die Hinterraudbremsen regelmäßig (ich meine 1x im Jahr) nachgestellt werden müssen. Wenn Du ds nicht machst, bremst hinten irgendwann nicht mehr ausreichend mit, und die Bremsleistung fehlt dann und muss von verne mitübernommen werden.

Übrigens gehöre ich auch zu den Bremerfahren, die die Berge mit 30 im ersten Gang rauffahren. Und auch wieder mit 30 im Ersten runterfahren! Ist einfach gesünder für die Bremsen.

Gruss
Andi

PS: Wer hat den Turbo nachgerüstet?

Tauchteddy

unregistriert

9

Montag, 14. August 2006, 18:58

@AndiP
Ingo schrieb doch gerade, Bremsverteilung 50:50, dass sieht nicht aus als sei vergessen worden, die Bremsen nachzustellen ... Ich persönlich finde ja 50:50 sogar zu heftig auf der HA

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

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10

Montag, 14. August 2006, 19:55

...Hi Holger,

vergiß den Bremskraftregler nicht. So ist ein "statisches" Verhältnis (zB. auf dem Rollenprüfstand) von 50:50 sogar akzeptabel. Wobei ich annehme, dass diese Angabe eher eine Vermutung ist, ohne konkreten Hintergrund.

Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
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Tauchteddy

unregistriert

11

Montag, 14. August 2006, 20:01

Nein, Helmut, nicht richtig. Der Bremskraftregler reagiert nicht auf den Prüfstand, sondern auf die Belastung. Und die dürfte sich auf dem Prüfstand nicht wesentlich von der Fahrsituation unterscheiden. Von Ausnahmen wie dem Überfahren von Bodenwellen mal abgesehen ...

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

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12

Montag, 14. August 2006, 20:07

...falsch. Auf dem Prüfstand findet eine statische Messung statt. Im Gegensatz zum Fahrbetrieb, wo sich beim Bremsen die sogenannte dynamische Achslastverteilung "einmischt" . Wenn ich nun die Bremskraft nicht nach "hinten" leite, wird "er" hinten überbremsen. Dieses Verhalten kannst Du nur auf einem "Plattenprüfstand" überprüfen, hat nur fast keine Werkstatt... &pfrzzzt
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Tauchteddy

unregistriert

13

Montag, 14. August 2006, 22:13

Zitat

Original von Bobby
...falsch. Auf dem Prüfstand findet eine statische Messung statt. Im Gegensatz zum Fahrbetrieb, wo sich beim Bremsen die sogenannte dynamische Achslastverteilung "einmischt" . Wenn ich nun die Bremskraft nicht nach "hinten" leite, wird "er" hinten überbremsen. Dieses Verhalten kannst Du nur auf einem "Plattenprüfstand" überprüfen, hat nur fast keine Werkstatt... &pfrzzzt

Wenn du die Bremsleistung nicht nach hinten leitest, wird er hinten überbremsen? Also mehr Bremskraft nach hinten, damit er dort weniger bremst? Muss ich das verstehen? Ansonsten hast du schon recht, auf dem Prüfstand fehlt die Gewichtsverlagerung nach vorn, damit die Entlastung der Hinterachse und damit verbunden die Verringerung der Bremsleistung hinten. Womit wir bei der Ausgangfrage und meinem Posting dazu sind: die Bremskraft hinten zu erhöhen, ist kontraproduktiv ...

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14

Montag, 14. August 2006, 23:46

...uppps, Denkfehler meinerseits. Umgekehrt wird natürlich ein Schuh draus. Ist Deiner messerscharfen Logik natürlich nicht entgangen, peinlich peinlich...

Völlig korrekt, man muß die Bremskraft nach vorn lenken um ein Überbremsen an der Hinterachse zu verhindern
8-)
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Tauchteddy

unregistriert

15

Dienstag, 15. August 2006, 07:27

Und jetzt lieste am besten den ganzen Tröt nochmal von vorne ... &pfeif1

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Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

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16

Dienstag, 15. August 2006, 08:32

...ja Bosss... &baeh3
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Tauchteddy

unregistriert

17

Dienstag, 15. August 2006, 08:42

Sach' bloss nich' "Boss" zu mir ... ich kenn' dich doch, als nächstes singst du dann diesen alten Gunter-Gabriel-Song :-O

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18

Dienstag, 15. August 2006, 09:05

...schon wieder ertappt. :-O

Aber ich muß zugeben, der Gedanke lag nahe... &zwinker2
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19

Dienstag, 15. August 2006, 09:13

Zitat

Ingo schrieb doch gerade, Bremsverteilung 50:50, dass sieht nicht aus als sei vergessen worden, die Bremsen nachzustellen


&pfeif1 Hups, wer lesen kann ist klar im Vorteil...

Hast recht, bei Ingos Bus passt die Trommelbremseinstellung, die Bremsleistung hinten ist da.
Trotzdem die Erinnerung an alle anderen Leser: denkt an die Einstellung eurer Trommelbremsen. Ist nicht viel Arbeit, bringt aber enorm viel Bremsleistung, wenn die Trommeln wieder mitarbeiten dürfen...

Gruss
Andi