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Tauchteddy

unregistriert

1

Montag, 9. Oktober 2006, 20:59

Da hier Isolierung immer wieder Thema ist und in dem Zusammenhang auch immer wieder (auch von mir) Trocellen genannt wird, will ich kurz über meine Erfahrungen mit Trocellen berichten.
Ausgangssituation war mein Setra mit 40mm tiefem "Fachwerk", welches ausgefüllt und zusätzlich abschließend mit 10mm Isolierung überdeckt werden sollte, um auch die Streben des Fachwerks etwas zu isolieren. Die Auskunft, welche Stärken gerade am Lager wären, waren leider sehr ungenau, also bin ich seinerzeit auf gut Glück hin. Es war damals nur sehr wenig 20mm, etwas 30mm, einige Platten 45mm und jede Menge 10mm vorhanden, so dass ich mich entschloss, mehrere Lagen 10er zu verarbeiten, für die Decke habe ich das 45er genommen. Geplant war, alles zu stecken und mit Leisten zu fixieren. Kleben wollte ich nicht, einerseits wegen der berichteten Schwierigkeiten, Trocellen zu verkleben, andererseits wegen der Kosten des scheinbar einzigen überhaupt brauchbaren Klebers, Weicon Fastbond.
Den ersten Schock versetze mir das Material mit seiner starken Reaktion auf Kälte bzw. Wärme, es dehnst sich nämlich ziemlich stark aus bzw. es schrumpft in der Kälte. Gemerkt habe ich das, als Teile, die ich im kalten Bus letzten Herbst zugeschnitten habe, an warmen Tagen nicht mehr passten. Telse (ich glaube, es war Telse?) hat ähnliches berichtet. Ich bin jedenfalls dazu übergegangen, möglichst in der Morgenkühle zuzuschneiden und dann auch immer etwas zuzugeben, damit es auch im Winter noch das Fachwerk ausfüllt. Selbst das reicht kaum aus, heute musste ich mit Entsetzen feststellen, dass an Stellen, an denen ich bei Temperaturen um 20° ringsum 5mm zugegeben habe auf einmal (heute Nacht waren hier nur 4°) Spalten klaffen!
Weil die zu groß geschnittenen Teile nicht richtig halten, bin ich dazu übergegangen, sie punktuell zu kleben. Aber auch dabei habe ich Probleme, das Weicon hält nämlich nur sehr schlecht auf dem Trocellen! Es taugt zwar zum fixieren, also um das Tro so lange am Platz zu halten, bis die Leisten angebracht sind, aber es klebt nicht wirklich, es lässt sich mit geringem Kraftaufwand auseinanderziehen ...
Mein Fazit: egal wie toll die Isoliereigenschaften sind, Trocellen würde ich nicht noch einmal nehmen, um mein Womo zu isolieren. Ich glaube, beim nächsten Bus schaue ich mir Styropor/Styrodur genauer an.

Wohnort: Bad Oldesloe

Fahrzeug: MB 814, Bj.93

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2

Montag, 9. Oktober 2006, 21:06

Jepp, ich war's :-O
Habe bisher nur Styropor verbastelt und nie negative Erfahrungen damit genacht, nur man denkt beim verarbeiten das es Winter ist. :-O

Gruß
Telse
Signatur von »Telse« Der mit sich selbst in Frieden lebt, der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger, als alle seine Erben. (Carlo Karges, Novalis)

nunmachabermal

unregistriert

3

Montag, 9. Oktober 2006, 22:18

Ja, so etwas ähnliches habe ich vermutet. Sehr aufmerksam habe ich alles was über Isolieren hier geschrieben wurde gelesen. Muss jetzt aber was negatives zum Styropor melden. Es schmilz an kritischen Stellen im Dachbereich! Mir sind zwei Fälle bekannt, bei denen das Styropor im Dachbereich einfach zusammen geschnurzelt ist.

Gruß Nunmachmal

4

Dienstag, 10. Oktober 2006, 00:49

Ich habe bei mir kein Trocellen verbaut, sonderen selbstklebende Matten aus der Klimatechnik. Das funktioniert wie bei Aufklebern - Matte zuschneiden, anhalten und Folie drunter wegziehen -> fertig. Die Montage ist zwar ein wenig tricki, aber wenn man sich Zeit nimmt und ein wenig nachdenkt, kommt man damit in fast jede Lücke, solange man seine Finger da rein bekommt.
Das Zeug ist wesentlich weicher und flexibler als Trocellen, fast so wie Schaumgummi. Vorteil ist, dass man keinen Kontaktkleber auftragen muss und trotzdem vollflächig verklebt. Man kann das Material erst in die hinterste Ecke schieben und dann die Folie von der Klebeseite abziehen. Das Zeug bleibt dann da, wo man es hingeschoben hat. Wenn man die Oberfläche gut sauber gemacht und entfettet hat, klebt das Zeug wie sonst was. Dazu gibt es einen Spezialkleber, mit dem man die Stöße zwischen den Stücken und z.b. die Kanten am Fachwerk der Karosse verklebt.
Habe das Ganze im Frühjahr bei ca. 10 Grad Temparatur begonnen, den Sommer über Stück für Stück fertig gemacht und bis jetzt hat sich keine Lücke mehr aufgetan, trotz großer Temaraturunteschiede.
Hergestellt wird das Zeug in Italien. Die Wärmeleitfähigkeit liegt auf dem Nieveau von Trocellen. Den genauen Namen und den Namen des Klebers kann ich nachlieferen, so es jemanden interessiert. Allerdings ist das Material deutlich teurer als das was ich hier über Trocellen gelesen habe, insbesondere dann, wenn man es direkt aus Troisdorf holt. Wenn man aber nicht in der Nähe des Herstellers wohnt und Urlaub + Fahrzeit und -kosten dazurechnet, ist der Unterscheid nicht mehr wirklich groß.

Gruß
Dick

Wohnort: Hamburg

Fahrzeug: LT 45 '83, XL 350 R '87

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5

Dienstag, 10. Oktober 2006, 10:49

Moin zusammen,

also ein flächiges Verkleben von Isolationsmaterialien ist meines Erachtens nach nur bei Alukoffern/
-aufbauten wirklich sinnvoll.
Bei allen Fahrzeugen aus ordinärem ;-) Blech und Rostgefahr ist die Reparaturfähigkeit durch flächige
Verklebung eingeschränkt, da man das Material vor Schweißarbeiten mühsam entfernen muss und
obendrein beim Schweißvorgang den stinkenden, verbannten Kleber auf dem Blech hat - von der
Geruchsbelästigung/-entwicklung ganz zu schweigen.
In diesem Rahmen ist das bei Alu latürnich genauso störend, wenn am Alu-Aufbau geschweißt werden
muss.

Als Hinweis für Unschlüssige.

Gruß

Josch
Signatur von »Josch« "Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile." Rudolf Steiner

6

Dienstag, 10. Oktober 2006, 12:45

Da muss ich Josch unbedingt zustimmen.

Schweißen an der Karosse im Bereich der Isolierung ist nicht. Dazu müßte man die Isolierung großflächig entfernen. Das ist äußerst mühsam und geht nicht, ohne die Matten ganz oder teilweise zu zerstören. ;-( Auf jeden Fall kann man sie anschießend nicht mehr verwenden.
Da mein Bus aber gut in Schuss ist und Schweißarbeiten auf absehbare Zeit nicht zu erwarten sind, kann ich damit leben. Und wenn doch -> Pech gehabt.
Bei alten Bussen mit Hang zum Rost gilt ganz klar -> Finger weg !!!

Gruß
Dick

Tauchteddy

unregistriert

7

Dienstag, 10. Oktober 2006, 19:43

@Josch
Genau aus dieser Überlegung heraus habe ich alles gesteckt, nur teilweise zur Fixierung ein wenig Kleber. Die Leisten, die letztendlich alles halten, sind angeschraubt.

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

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8

Dienstag, 10. Oktober 2006, 19:54

...der Bobby ist seit 1985 mit ca 40mm Styropor isoliert. Vorletztes Jahr habbich im Dachbereich (Luke mit Turbovent) ein Großes Stück ausgeschnitten. Das Styropor war völlig neuwertig... :-O ;-)
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
-----------------------------
- Busfreakswerkstatt Bärlin -

- Wir gehen mit dieser Welt um,
- als hätten wir eine zweite im Kofferraum
- Jane Fonda

Wohnort: Bad Oldesloe

Fahrzeug: MB 814, Bj.93

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9

Dienstag, 10. Oktober 2006, 20:01

Hi Bobby

Zitat

Original von Bobby
...der Bobby ist seit 1985 mit ca 40mm Styropor isoliert. Vorletztes Jahr habbich im Dachbereich (Luke mit Turbovent) ein Großes Stück ausgeschnitten. Das Styropor war völlig neuwertig... :-O ;-)


War bei unseren bisher auch so, das Dach ist immer weiß, außen sind sie türkis-grün-blau, wird verdammt heiß, aber nicht so heiß dat dat Zeuchs schmilzt. ;-)

Gruß
Telse
Signatur von »Telse« Der mit sich selbst in Frieden lebt, der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger, als alle seine Erben. (Carlo Karges, Novalis)

10

Donnerstag, 2. November 2006, 22:49

Moin,

habe jetzt hier schon einige interessante Threads über Dämmung gelesen und nur ein paar einfach Fragen:

"Styropor" => kauft man im Baumarkt, oder?

"selbstklebende Matten aus der Klimatechnik" => wie heißt sowas und wo kauft man das?

"Trocellen" => kauft man wo? (hat jemand mal Beispiel-Preise)

Borni

Tauchteddy

unregistriert

11

Donnerstag, 2. November 2006, 23:15

Bei Trocellen. Alles weitere sagt dir die "Suchen"-Funktion ...

12

Mittwoch, 15. November 2006, 20:58

selklebende Matten gibts beim Heizungsbauer oder im Sanitärgroßhandel 8z.B. von BTI). Es ist hilfreich, wenn man jemanden kennt, der einen weiteren kennt ;)

Tauchteddy

unregistriert

13

Mittwoch, 15. November 2006, 22:17

Zitat

Original von Dick
Hergestellt wird das Zeug in Italien. Die Wärmeleitfähigkeit liegt auf dem Nieveau von Trocellen. Den genauen Namen und den Namen des Klebers kann ich nachlieferen, so es jemanden interessiert.

Mich interessieren vor allem die technischen Daten über die Isolierwirkung bzw. die Wärmeleitfähigkeit.

14

Montag, 4. Dezember 2006, 22:39

Sorry, war ne Weile weg vom I-Net

Hier die Daten für Wäremeleitfähigkeit: http://www.bti.de/modes/daten/pdf/7/w070031.pdf
BTI verschebelt das Zeugs. Wird in Italien hergestellt. Gibs auf Rolle 1m Breit und 10m sind auf einer Rolle drauf.
Ansonsten kann man auch hier nochmal nachlesen: http://www.busfreaks.de/strohrum/showthread.php?id=15370&highlight=Dick

Gruß Dick