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1

Dienstag, 18. August 2009, 14:20

Hallo,

ich war heute beim Tüv und bin mit ner ziemlich langen Liste wieder nach hause gefahren 8-(

Die meisten Sachen bekomme ich glaub ich hin und sind auch berechtigt, nur meine Sitze gefallen dem Prüfer nicht. Er meint die wären unsachgemäß montiert und ich sollte die original Sitze einbauen. Alles andere wäre "fuckel" und würde nicht halten.
Leider hab ich mein Womo so gekauft und habe weder die Original Sitze noch gute Argumente warum er mich mit den Sitzen weiterfahren lassen sollte.
Der Vorbesitzer sagte mir das das bei dem Baujahr(1976) kein Problem sei und es dort nicht so streng genommen wird wie bei neueren Autos. *Pustekuchen*

Wie ich weiß fahren ziemlich viele mit anderen Sitzen rum, gibt es da vielleicht ne Anleitung zur Konsolenbefestigung bzw. bestimmte Sitze die man einbauen kann? Bei mir ist das mit einem Scharnier vorne und zwei angeschweißten Gewindestangen hinten gelöst, die einen Stahlrahmen befestigen der mit den Laufschienen des Sitzes verschraub sind.
Der Prüfer meinte bei einem Unfall reißen die Schweißpunkte hinten an den Gewindestangen ab und man darf nur an die original befestigungspunkte des originalen Sitzes gehen.

Ich hoffe mir kann jemand ein paar Tipps geben.

Gruß

Tobias

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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2

Dienstag, 18. August 2009, 14:33

Mhh, hört sich etwas seltsam an. Ich habe meine Sitzkonsolen -also die im James- auch selbst geschweißt. Hat noch nie jemand nach geschaut.
Argument: die Sitze nehmen im "Un"fall überhaupt keine Kräfte auf. Das übernimmt der Gurt. Und der ist an den serienmäßigen, vom Hersteller geprüfen Punkten angebracht.
Anders sieht das bei Sitzen mit integrierter Gurtbefestigung aus. Da muß der Sitz auch eine zugelassene Befestigung haben. Deshalb wird bei neuen Fahrzeugen auch auf die Sitzbefestigung geschaut.

Ich würde die berechtigten Mängelpunkte abarbeiten und die Nachprüfung dann bei einem anderen Unternehmen machen lassen. Muß ja nicht immer der TÜV sein.

Gruß
Andi

merlin88

unregistriert

3

Dienstag, 18. August 2009, 14:59

Hmm hast du nicht den Standartmässigen Kasten für die Batterien ?
Mein Austauschsitz mit Gurtbefestigung ist einfach mit diesem Kasten verschraubt.
Das hat dem Tüv gereicht.

Wohnort: Berlin - Wedding

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4

Dienstag, 18. August 2009, 15:53

...am Besten könnte uns hier der Volker weiterhelfen.

Grundsätzlich sollte es ein geprüfter Autossitz sein, der an den originalen Befestigungspunkten verschraubt wird.

Ich hatte, nachdem ich Bobby übernommen habe ähnliche Probleme mit dem Tüv, weil der Sitz auf einer mehrfachverleimten Holzplatte durch den Boden verschraubt war. Nun, jeder Prüfer übernimmt auch die Verantwortung, wenn er einen Sitz "durchläßt".

Also habe ich damals in Zusammenarbeit mit dem Prüfer eine Konstruktion ersonnen, an der man den ganzen Bobby aufhängen könnte. Das Ganze an den original Anschraubpunkten mit mindestens 8.8er Schrauben befestigt und nu ist Ruhe.
;-)
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
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5

Dienstag, 18. August 2009, 16:04

@AndiP

Baujahr 1976 braucht meines Wissens keine Gute.

;-)

Hat er das für den normalen TÜV bemängelt oder für eine H Zulassung ?
Signatur von »Schteffl« Freiheit bedeutet selber entscheiden zu können, was man definitiv nicht will

nunmachabermal

unregistriert

6

Dienstag, 18. August 2009, 18:39

Hallo Tobias,

wenn die Sitze nur dem TÜV-Prüfer nicht gefallen, dann:

1. alle Mängel die er gefunden hat beseitigen
2. Prüfstation wechseln. (Wenn du beim TÜV warst, zur DEKRA oder umgekehrt)

Neue HU machen lassen!! Keine Nachprüfung!!

Gruß Nunmachmal

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7

Dienstag, 18. August 2009, 19:07

...kannst ja auch mal ein Bild hier einstellen,

damit wir uns das mal anschauen können?!
;-)
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8

Dienstag, 18. August 2009, 21:16

Schon klar, Schteffl. Aber wenn Gurte an den Sitzen befestigt sind, wird die Sitzbefestigung sicherheitsrelevant. Völlig ohne Gurte ohne mit Gurten, die am Fahrzeug befestigt sind ist die Montage der Sitze egal. Fest müssen sie halt sein, aber es muß nix geprüftes sein.

Andi

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9

Mittwoch, 19. August 2009, 01:53

...hmmm, Andy liest Du die Beiträge nicht? -

Ich habe auf Intervention eines Tüv-Ings meinen Sitzunterbau komplett neu aufgebaut, ohne das da auch nur ein Gurt in der Nähe war/ist. Unbedingte Voraussetzung war, das der Sitz an den original Verschraubungen befestigt wird. Also nur irgendwie "fest" war eindeutig zu wenig. ;-)
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10

Mittwoch, 19. August 2009, 09:29

@Bobby

wenn ein Sitz "nur" in einem Holzbett liegt, kann ich die Bedenken des Prüfers
sogar bedingt nachvollziehen.
Ich hab mir im IVECO dazu eine Metallkonsole zusammengeschweisst,
auf der ich dann den Sitz mit den Originalbefestigungen montieren konnte.

Es sollte halt so oder so eine vernünftige und stabile Konstruktion sein.
Aber das Gurt- Thema ist IMHO nicht unwichtig dabei.
Was ja auch irgendwo logisch ist, denn der Sitz muß spätestens bei einem Aufprallunfall von hinten
die kompletten auftretenden Kräfte aufnehmen können und am besten auch abdämpfen.


Allerdings ohne Gurtpflicht (alte Baujahre) und ohne Nachrüstung
dürfte das wohl eher Hilfreich sein, wenn der Sitz bei einem Aufprall von Rückwärtig
nicht allzu extrem stabil verankert ist, so daß er sich destruktiv verformen kann
und somit die auftretenden Fliehkräfte wegnimmt.
Das Resultat währe dabei, daß dann eben durch einen "flüchtende Sitzkonsole"
(meint also das wegknicken bzw. nachgeben der Sitzkonsole)
der Fahrer nicht so heftig in Richtung der Windschutzscheibe zurückgeschleudert wird.

Zuerst wird ja beim Aufprall am Heck der Fahrer also in Richtung Fahrzeugheck beschleunigt.
Wenn dabei der Sitz kaum nachgibt, sondern nur stabil abfedert, wird der Passagier
in den nächsten milisekunden eben wieder nach vorne beschleunigt und knallt gegen die Frontscheibe.

Schau Dir mal einen Auffahrunfall im Zeitraffer genau an, dann sollte klar sein was ich meine.
;-)
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11

Mittwoch, 19. August 2009, 09:47

Hi Schteffl,

ich kann Deinen Einwand voll nachvollziehen, allein dass ficht den "Ing" nicht an. Der sagt:"Ich nehm den Sitz so nicht ab" und dann fährst Du halt wieder nach hause.

Eigentlich ist es egal. Es fahren so viele abenteuerliche "Eigenbau Sitzkontruktionen" durch die Gegend, wo´s der Tüv wahrscheinlich nie merkt, aber mir war das wichtig, denn da sitzt im Zweifel ein Familienmitglied drauf, äh saß...
;-)
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Marsch-oder-Mercedes

unregistriert

12

Mittwoch, 19. August 2009, 15:11

Besondere Anforderungen
Der Innenraum muss so gestaltet sein, dass auch bei Unfällen die Verletzungsgefahr möglichst gering ist. Wohnmobil und Fahrerplatz müssen sich ausreichend be- und entlüften lassen. Zusatzheizungen müssen bauartgenehmigt sein, bei Flüssiggasheizungen ist zusätzlich eine Gasprüfbescheinigung erforderlich. Alle Sitzplätze, die während der Fahrt benutzt werden sollen, müssen den Vorschriften der STVZO genügen. Sitz- und Rückenlehnenpolster sind gegen Verrutschen zu sichern.
Für vor dem 1.1.1992 erstmals zugelassene Fahrzeuge werden für Sitzplätze in Fahrtrichtung, vor denen sich keine ausreichend gepolsterten Abstützmöglichkeiten befinden, bauartgenehmigte Sicherheitsgurte an Verankerungspunkten mit ausreichender Festigkeit benötigt. Für Sitzplätze quer zur Fahrtrichtung genügen "geeignete Abstützungen"
Für ab dem 1.1.1992 zugelassene Fahrzeuge werden für alle in Fahrtrichtung befindlichen Sitze geprüfte Verankerungspunkte und bauartgenehmigte Sicherheitsgurte benötigt. Eine Sitzbank darf sich im Falle eines Unfalls nicht zerlegen.
Bei Sitzen entgegen der und quer zur Fahrtrichtung hat sich nichts geändert.
Flüssiggasanlagen müssen von einem Sachkundigen auf die Anforderungen der Richtlinien G607 überprüft werden (siehe Gas Tipps). Der elektrische Anschluss an das 230V Netz darf nur über die blaue CEE Steckdose erfolgen. Leitungen für 230V dürfen nicht zusammen mit Leitungen für 6, 12 oder 24V verlegt werden.

Quelle: VdTÜV Merkblatt 740, Ausgabe 9/92

Kopiert aus: REIMO.COM

Es ist hier nun schon viel geschrieben worden. Dass das ganze stabil sein muss ist schon klar.

Ich habe nun diese Text des TÜV hier reinkopiert als beleg dafür, dass
für Fahrzeuge von vor 1992 andere Anforderungen gelten als für die älteren.

Ich betone das deswegen hier so mit Gesetzestexten, weil es auch in diesem Forum immer wieder Personen gibt, die die AUssage Anzweifeln dass es diese Verschärfung 1992 gab.
Aufgrund dieser Erfahrung mit gewissen Personen in diesem Forum und auch weil gewissen TÜV Prüfer mit ganz gewaltig auf den Senkel gehen, schreibe ich nun diesen nicht gerade netten aber direkten Beitrag.

Es soll auch TÜVler geben die haben was dagegen dass VW Sitze im Daimler verbaut sind. Egal ob fest und gut oder nicht. Sowas ist echt ne Schikane, vor allem wenn der Wagen alt ist und schon lange so läuft.

Da wir es hier mit einem Fahrzeug aus den 1970er Jahren zu tun haben, verstehe ich den Prüfer nur sehr bedingt.

PS: Wenn der TÜb Stur bleibt, Gesetztestexte und TÜV merkblätter besorgen und dem sturen Prüfer mal zeigen, wenn man beim nicht schon längst gewechselt hat.

PS: B., kannst mir ruhig glauben.... dieser TExt ist keine Fläschung....

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13

Mittwoch, 19. August 2009, 19:05

...hmm, Du bist bestimmt "Survivor". - Du verwechselst hier ständig Äpfel mit Birnen.

Ich rede hier von Sitzen, die irgendwie im Fahrerhaus anstelle von Serienbestuhlung eingebaut werden und Du redest von Sitzen/Bänken hinten im Fahrzeug bzw. wie die Gurte dazu eingebaut sein müssen, bzw. welche Guert dort überhaupt vorgeschrieben sind. Und zitierst dazu die STVZO.

Da gab es zig Änderungen im Laufe der Zeit.

Aber hier geht es um Sitze im Fahrerhaus die nicht original sind und vom Tüv nicht abgenommen wurden, d´accord (?) ;-)
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