Busfreaks-Logo

Busfreaks-Logo

Busfreaks-Server

  • 80 Prozent

    Das Busfreaks-Serverkonto

    Unser Server kostet Geld und jeder kann uns hier finanziell unterstützen.

    Mehr Infos gibts hier: Busfreaks-Club

Kontrollzentrum

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Busfreaks Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

SurferChristian

unregistriert

1

Montag, 23. November 2009, 22:36

Tja, der Titel sagts eigentlich schon. Ich hab ein paar Rostlöcher in den Längsholmen unterm Unterboden (welcher auch gleich mit durchgerostet ist). Kann jetzt von innen auf die Blattfedern gucken :)
Ich muß in die Träger kleine Blechstreifen einsetzen, was sagt der Tüv dazu, Punktnaht oder durchgehende Naht? Wer weiß da bescheid? Und wenn Punktnaht, gibt's vorgaben, wie die Abstände und Nahtlänge sein müssen?
Das Bodenblech kann man dann ja wahrscheinlich durchgehend schweißen, oder?
Grütze, Christian

Wohnort: Karlsruhe

Fahrzeug: Eriba Puck

  • Private Nachricht senden

2

Montag, 23. November 2009, 23:15

Was ist denn das für ein Auto? Hast du vielleicht auch ein Bild?
Das würde bei der Diagnose stark helfen.

LG Christian

Fahrzeug: 72' 508 Alukoffer/Alkoven

  • Private Nachricht senden

3

Montag, 23. November 2009, 23:17

Mahlzeit,

der Schweller ist zum Glück nicht der Rahmen. Du sprichst vom Schweller, oder? Der Rahmen ist die schwarze, 5mm dicke "Leiter" an der die Blattfedern dran sind und der Hilfsrahmen für den Aufbau...

Also für den Schweller gibt es keine Richtlinien. Es muss halten, das reicht. Bei einer durchgehenden Naht wirst Du durch die Wärmeausdehnung Probleme mit welligem Blech nach dem Abkühlen haben. Ausserdem ist jede Schweißstelle eine Stelle, an der das Blech Stabilität einbüßt, weil es dort "normalgeglüht" wird. Auch ist das Blech an den Schweißstellen rostempfänglicher.

Durchgehende Schweißnähte mache ich nur an der Außenhaut, wenn es schön sein soll. Zuerst Punkten und dann mit wenig Dampf und nicht am Stück die Naht vollenden. Danach glatt flexen und nicht spachteln. Sieht gut aus und funktioniert. Spachtel kommt bei mir nicht ans Auto, das ist wie Pickel zupudern :).

Ist aber nur meine Meinung, viele hier sehen das anders und ziehen sich einfach GFK über den Rost. Das sich beide Materialien unterschiedlich ausdehnen (Frost und Hitze) wird dabei vernachlässigt, was ich als großes Problem sehe. Aber jeder wie er will.

Über kleine Löcher hab ich auch schon Alublech (lackiert) geklebt (Sikaflex 221). Geht an nicht tragenden Teilen sehr gut.

Gruß,
dagegen
Signatur von »dagegen« --
Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.
Jean Paul

SurferChristian

unregistriert

4

Dienstag, 24. November 2009, 02:13

Ja also das Auto issn Mercedes Kasten 310d (Bremer Baureihe)
Bilder hab ich leider keine, aber es ist halt ein tragendes Teil. Bin der Meinung, daß es dafür irgendwelche Vorschriften gibt, wie man das schweißen muß/darf.

Ja, ich meine wirklich den Rahmen an dem die Blattfedern befestigt sind. Nicht die Schweller. Der Rahmen ist bei mir allerdings nur 2mm dick, nicht 5. Ist halt n Leichtgewicht, der Kleine ;)
Ich hab vier Löcher und zwar direkt in der Nähe, wo die hinteren Blattfedern gelagert sind. Hab dort das Bodenblech rausgetrennt (jedes Loch ca 9x30cm). Darunter liegt der Rahmen, vereinfacht gesagt ein umgekehrtes U-Profil. Oben (gegen das Bodenblech gepunktet) liegt der Steg, senkrecht dazu die Schenkel. Der Steg hatte Rostlöcher (kein Wunder, gegen das Bodenblech geschweißt, schöne feine Ritzen im Spritzbereich der Räder, schlecht bis gar nicht abgedichtet, viel Bewegung drin). Aus dem Steg (also dem waagerechten Teil des U) hab ich ca 4x15cm lange Streifen raus geschnitten. Der Steg muß mMn nicht viel halten, die Schenkel geben sie Stabilität. Nichtsdestotrotz handelt es sich um ein tragendes Fahrzeugteil, nämlich den Rahmen und da guckt der TüV bestimmt drei mal hin.

Vom Schweißen hab ich Ahnung, bin Metallbauer. Nur von Autos schweißen nicht ;) Werd morgen mal beim TüV versuchen, Anschluss zu kriegen. Ist nur so doof, bei der Arbeit zu telefonieren und darauf zu warten, bis da mal ein Sachverständiger ans Telefon kommt. Internet ist rund um die Uhr ;)

Fahrzeug: 72' 508 Alukoffer/Alkoven

  • Private Nachricht senden

5

Dienstag, 24. November 2009, 08:21

...jaja, die Vorschriften. Ich weiß ja nicht, wie perfektionistisch Du bist. Aber wenn Du es gut machst, gibt es kein Problem. Ja, es gibt Aufbaurichtlinien für Leiterrahmen. Da steht drin, dass in Rahmen nicht gebohrt werden darf usw. Aber warum machst Du Dir einen Kopf bei einem 2mm Rahmen?

Du bist Metallbauer? Dann kennst Du das ja, dass man gerne so zwei bis drei cm lange Nähte zieht, anstatt einer geschlossenen Naht. Mach es genau so. Was eine Brücke trägt, das trägt auch eine Blattfeder. Heutzutage werden Fahrzeuge zusammengeklebt. Ist das besser? Vermutlich wird Deine Schweißstelle länger halten als der Rest des Rahmens.

Der TÜV klopft da einmal gegen den Rahmen. Und wenn es nicht bröselt, sondern "Dong" macht, ist alles super.

Aber es kann natürlich auch sein, dass Du total auf Vorschriften stehst und alles 1000% supergenau machen willst. In diesem Fall rufst Du am Besten 10 TÜVstellen an, die werden Dir nämlich alle was anderes erzählen...

Viel Erfolg,
dagegen
Signatur von »dagegen« --
Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.
Jean Paul

Wohnort: Bonn

Beruf: Rentner

Fahrzeug: zZ. Fiat Doblo, Bergamontrad,

  • Private Nachricht senden

6

Dienstag, 24. November 2009, 08:45

Hi Christian,

schau mal da rein, vielleicht hilfts Dir:

http://www.busfreaks.de/strohrum/showthread.php?id=32994

Gruß theo
Signatur von »theo52« Immer mit dem Blick nach vorne...!

Wohnort: Memmingen

Fahrzeug: James Cook 310D Bj94

  • Private Nachricht senden

7

Dienstag, 24. November 2009, 09:09

Ich habe mal neulich gelesen das bei Rahmenverschweissung lieber Punkte genommen werden sollen, da Schweissnähte nicht elastisch genug sind. Ich mache immer alle 2-3 cm nen Punkt. Aber wie "dagegen" schon sagte interessiert es den Tüv nicht sonderlich wie genau das gemacht wurde. Er schaut sich das an und wenn professionell gemacht ist gut. Anweisungen zum Rahmenschweissen sollten eigentlich bei jeder LKW Werkstatt vorhanden sein. Wir haben LKW Rahmen verlängert und durchgeschweisst. Ist aber schon 30 Jahre her und war auch was anderes als 2mm Blech! Da kam dann der Tüv mit dem Ultraschall und hat die Schweissnaht geprüft auf Lufteinschlüsse. Ich würde auch an dieser Stelle 2cm lange Raupen machen. Scheint heutzutage usus zu sein. Der TÜV hat übrigens auch am Samstag auf! Frag aber nur den der es dann auch kontrolliert, sonst haste wieder das Problem der unterschiedlichen Meinungen.
Grüße :-)
Signatur von »benzzino« "Touch not the pylons, for they are the messengers!" :-)

Wohnort: Karlsruhe

Fahrzeug: Eriba Puck

  • Private Nachricht senden

8

Dienstag, 24. November 2009, 09:48

Hm, ich glaub ich würde auch die Variante mit den 2-3 cm langen Raupen machen. Das hat auch den Vorteil, dass du nach dem Schweissen noch gut ein Rostschutzmittel in die Überlappungen reinbekommst. Das kriecht quasi durch die Lücken durch. Owatrol-Öl ist hier zu empfehlen. Damit verhinderst du, dass es von innen wieder rausfault. Das Zeug kriecht in die Spalte rein, härtet dort aus und versiegelt quasi die Nähte. Danach kannst du mit normaler Grundierung drübergehen.

LG Christian

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

  • Private Nachricht senden

9

Dienstag, 24. November 2009, 18:43

...es gibt dazu klare Vorschriften, die jede Tüv-Prüfstelle,(die nicht gerade irgendwo in der Pampa steht) vorhält. Rahmenschweißen ist nicht trivial ;-)
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
-----------------------------
- Busfreakswerkstatt Bärlin -

- Wir gehen mit dieser Welt um,
- als hätten wir eine zweite im Kofferraum
- Jane Fonda

Wohnort: Northeim

Beruf: EDV

Fahrzeug: Volvo 740, Bürstner Wowa Hyundai H1

  • Private Nachricht senden

10

Mittwoch, 25. November 2009, 21:11

Also Rahmenschweißen an ober und Untergurt des Fahrzeugrahmens ist nicht zulässig. Das wäre eine offizielle Aussage.

Nicht trivial sehe ich nicht ganz so. Da sollte man schon wissen was man macht. besonders wenn es zum Beispiel im Bereicht der Achs- oder Motorhalterungen ist. Da ist durchaus fachmännisches Arbeiten gefragt.

Grüße

Pit 8-)

SurferChristian

unregistriert

11

Donnerstag, 26. November 2009, 01:14

Danke für Eure Tips. Ich hab auch noch mal beim TüV angerufen und der nette Herr sagte mir, es ist egal ob gepunktet oder durchgehend geschweißt. Muß nur gut gemacht sein. Scheint also Auslegungssache zu sein (jedenfalls in der Pampa ;)). Ich hab jetzt Punkt an Punkt-Nähte gemacht, werd mal nächstes Jahr noch mal drunter gucken, wie die sich verhalten, ob da was reißt oder so und dann noch mal berichten, falls ich mich dran erinnere :)
Bodenblech ist auch schon wieder drin und von oben schon lackiert.

Von unten will ich jetzt erst mal Hohlraumschutz drauf machen, habt Ihr da noch gute Tips? Ich hab Owatrol und Fluid Film da. Wollte eigentlich erst mal Fluid Film in die Ritzen machen, da das nicht trocknet, sondern immer weiter kriecht. Nächstes Jahr wenns wieder trocken und warm ist (hab keine Halle und imMomant auch keine Zeit) kommt dann die große Unterboden-Lackieraktion. Dann Kommt erst Owatrol in die Ritzen in der Hoffnung, daß der Fluid Film den Rost bis dahin gestoppt hat. Und dann Lack (Brants 3in1) und Perma Film drüber. Merkt man, daß ich mich bei Dirk Schucht eingedeckt habe? ;) (Krieg keine Provision)

Fahrzeug: 72' 508 Alukoffer/Alkoven

  • Private Nachricht senden

12

Donnerstag, 26. November 2009, 08:28

jaja, das Korrosionsschutz-depot ist schon klasse. Wie Du es bescreibst ist es sicherlich richtig. Ich hab es mir bisher allerdings immer etwas einfacher gemacht: Nackte Bleche so gut es geht lackiert, ist klar. Dann den Unterboden mit FluidFilm (Liq.A) behandelt. Danach hab ich ganz normalen Bitumenunterbodenschutz genommen und mit dem FluidFilm gemischt. So bleibt dieser dauerelastisch und pampig. Am Anfang nicht zuviel FF nehmen, sonst tropft es wieder runter.

Mir wäre es zu umständlich, den Unterboden zu lackieren, zumal man an die versteckten Ecken mit Lack eh nicht gut hinkommt. Und da wäre er ja besonders nötig.

Was ich diesen Sommer großflächig von unten in meiner Kabine verteilt habe ist "HT Hohlraum-Schutzwachs". Das Zeug ist echt super.

Viel Spaß beim Einpampen,
dagegen
Signatur von »dagegen« --
Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.
Jean Paul

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

  • Private Nachricht senden

13

Donnerstag, 26. November 2009, 09:36

...hmmm,

Zitat

Nicht trivial sehe ich nicht ganz so. Da sollte man schon wissen was man macht. besonders wenn es zum Beispiel im Bereicht der Achs- oder Motorhalterungen ist. Da ist durchaus fachmännisches Arbeiten gefragt.
Genau das sollte mit "nicht trivial" zum Ausdruck kommen. ;-)
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
-----------------------------
- Busfreakswerkstatt Bärlin -

- Wir gehen mit dieser Welt um,
- als hätten wir eine zweite im Kofferraum
- Jane Fonda