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1

Dienstag, 6. April 2010, 19:54

Hallo,
jetzt bin ich aber mal gespannt ob hier jemand eine Antwort weiss?
Die einfache Frage ist:.. Wie funktioniert eigentlich ein Widerstands-Flammwächter?

2

Dienstag, 6. April 2010, 21:53

Deine Frage soll einfach beantwortet sein: :-O

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Prüfen der Funktion eines als Flammwächter eingesetztes Glühelementes für ein brennstoffbetriebenes Heizgerät dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 und ein Verfahren zur Prüfung der Flammwächterfunktion und der Glühelementfunktion des Glühelements nach dem Oberbegriff des Anspruch 4.

Beispielsweise aus der DE 40 15 097 C1 ist es bekannt, das Glühelement für ein brennstoffbetriebenes Heizgerät auch zur Flammüberwachung zu verwenden. Zu diesem Zweck wird der Widerstand des mit einer getakteten Spannung betriebenen Glühelements während der Glühphasen bzw. Taktpausen ermittelt und mittels einer Auswerteeinrichtung zur Flammüberwachung genutzt. Bei der Flammüberwachung handelt es sich grundsätzlich um eine sicherheitstechnische Maßnahme und bei Versagen eines Flammwächters bzw. eines als Flammwächter verwendeten Glühelements besteht die Gefahr eines Sicherheitsrisikos, beispielsweise aufgrund des Austritts unverbrannten Kraftstoffs aus dem Heizgerät, weshalb die Funktionsfähigkeit des Flammwächters im Betrieb sichergestellt sein muß, was eine entsprechend sorgfältige Herstellung und anschließende Prüfung des Flammwächters unabdingbar erforderlich macht. Mit anderen Worten muß durch Endkontroll-Maßnahmen sichergestellt werden, daß der Flammwächter zuverlässig arbeitet. Zu diesem Zweck ist es im Fall eines als Flammwächter eingesetzten Glühelements eines brennstoffbetriebenen Heizgeräts bislang üblich gewesen, seinen Kaltwiderstand unter Betriebsbedingungen vor einem Einbau in das Heizgerät zu messen. Es hat sich jedoch bei Glühelementen neuester Konstruktion herausgestellt, daß der Glühelementkaltwiderstand kein ausreichend sicheres Kriterium zur Gewährleistung der Flammwächterfunktion darstellt.

Das Glühelement besteht aus einem in seinem Kopf angeordnetem Heiz- bzw. Glühelement und einer bzw. mehreren Zuleitungen, die an das Heizelement angeschlossen sind. Die Zuleitung bzw. die Zuleitungen sind an dem dem Glühelementkopf gegenüberliegenden Ende aus diesem herausgeführt. In diesem Bereich weist das Glühelement einen Haltering auf, der zur Fixierung des Glühelements in der Brennerwandung eines brennstoffbetriebenen Heizgeräts dient. Aufgrund der unterschiedlichen Materialien für das Heizelement und dessen Zuleitungen können die Widerstände bei entsprechenden Fertigungstoleranzen relativ stark differieren.

Eine weitere standardmäßig aus Qualitätssicherungsgründen für das Glühelement eines brennstoffbetriebenen Heizgeräts durchgeführte Prüfung besteht in der Ermittlung seiner Glühelement- bzw. Glühfunktion. Zu diesem Zweck wird das Glühelement in eine Prüfanlage eingespannt und die Glühtemperatur seines Heizelements wird durch Anlegen einer vorgegebenen elektrischen Spannung an die Zuleitungen gemessen. Aus wirtschaftlichen Gründen besteht ein Bedarf, den Prüfvorgang "Glühelementfunktion" mit dem Prüfvorgang "Flammwächterfunktion" eines Glühelements zugunsten eines einfachen Prüfablaufs zu kombinieren.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demnach darin, ein Verfahren zum Prüfen der Funktion eines als Flammwächter eingesetzten Glühelements der eingangs genannten Art zu schaffen, das für den Fall stark unterschiedlicher Widerstände des Heizelements und der Zuleitungen des Glühelements aussagekräftig ist. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, dieses Prüfungsverfahren mit dem an sich bekannten Prüfungsverfahren für die Glühelementfunktion eines Glühelements zugunsten eines optimalen Prozeßablaufs optimal zu kombinieren.

Gelöst wird diese Aufgabe hinsichtlich des Prüfungsverfahrens für die Flammwächterfunktion eines Glühelements durch die Merkmale des Anspruchs 1. Hinsichtlich des kombinierten Prüfungsverfahrens für die Flammwächterfunktionen und dessen Glühelementfunktion wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 4 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Mit anderen Worten besteht der Kern der Erfindung hinsichtlich der Überprüfung der Flammwächterfunktion darin, daß nicht wie bislang die Prüfung auf Grundlage der Widerstandsermittlung, sondern auf Grundlage einer Ermittlung einer Kombination aus Temperaturkoeffizient (Steigungsbeiwert) und Kaltwiderstand erfolgt, der zwischen vorbestimmten Grenzwerten liegen muß, um eine einwandfreie Funktion des Glühelements als Flammwächter in der Praxis zu gewährleisten.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachstehend näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Glühelements,

Fig. 1a eine schematische Darstellung des Glühelements mit seinem Gesamtwiderstand,

Fig. 2 ein Spannungs-/Temperatur-Diagramm eines idealen Glühelements,

Fig. 2a ein Spannungs-/Temperatur-Diagramm eines realen Glühelements,

Fig. 3 ein Spannungs-/Temperatur-Diagramm eines realen Glühelements mit hohen Fertigungstoleranzen,

Fig. 4 ein Diagramm zur Verdeutlichung des Temperaturkoeffizienten.

Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau einer Glühelement-Ausführungsform. Demnach besteht das Glühelement 1 aus einem Heiz- bzw. Glühelement 2, das im Kopf des Glühelements 1 angeordnet ist, und einer Zuleitung bzw. Zuleitungen 3, 4, die an das Heizelement 2 angeschlossen und am dem Glühelementkopf gegenüberliegenden Ende aus diesem herausgeführt sind. Im Bereich des zuletzt genannten Endes weist das Glühelement 1 außerdem einen Haltering 5 auf, der zur Fixierung des Glühelements 1 in der Brennerwandung eines brennstoffbetriebenen Heizgeräts dient. Der Widerstand des Heizelements 3 ist in Fig. 1 mit RHeiz bezeichnet, während der Widerstand der Zuleitungen 3, 4 schematisch mit dem Ersatzwiderstand RLeit bezeichnet ist. Die Werte dieser beiden Widerstände können aufgrund unterschiedlicher Materialien für das Heizelement 2 und die Zuleitungen 3, 4 relativ stark unterschiedlich sein.

In Fig. 2a ist der idealisierte Fall eines als Flammwächter eingesetzten Glühelements ohne Toleranzen dargestellt. Mit TFlamme aus ist dabei derjenige Punkt auf der Temperaturskala bezeichnet, unterhalb von welchem die Flamme im Brenner eines brennstoffbetriebenen Heizgeräts sicher als aus bzw. nicht gebildet erkannt werden soll, während mit TFlamme ein derjenige Punkt bezeichnet ist, ab welchem das Vorhandensein einer Flamme sicher erkannt werden soll. Die zu diesen Temperaturpunkten gehörigen Widerstandswerte sind auf der Ordinate des Diagramms aufgetragen. Mit X ist in Fig. 2a ein zulässiger Auswahlbereich bezeichnet, in welchem ein Flammwächterschwellenwert bzw. eine Flammwächterschwelle festgelegt werden kann, so daß eine aussagekräftige Flammwächterauswertung mit Erkennen von "Flamme ein" ab TFlamme ein und eine Erkennung von "Flamme aus" unterhalb von TFlamme aus sichergestellt ist.

In der Praxis kann ein Glühelement nur mit Toleranzen hergestellt werden, wodurch der Auswahlbereich RFlamme ein-RFlamme aus kleiner wird, wie in Fig. 2b gezeigt, in welcher der schraffierte Bereich dem in Fig. 2a mit X bezeichneten Bereich entspricht, jedoch kleiner, nämlich etwa halb so groß wie dieser ist. Mit anderen Worten eignen sich diejenigen Glühelemente für einen praktischen Einsatz als Flammwächter, deren Widerstands/Temperaturverlauf in den schraffierten Bereich von Fig. 2b fällt.

Im Diagramm von Fig. 3 hingegen ist der Fall eines Glühelements gezeigt, bei dem kein Bereich mit einer Flammwächterschwelle existiert. Mit anderen Worten sind die Fertigungstoleranzen des in Fig. 3 gezeigten Glühelements so hoch, daß eine Auswertung unter den Rahmenbedingungen: Ein-Erkennung als Tein und Aus-Erkennung unter Taus nicht möglich ist, da bei gewissen Glühelementen, die als Flammwächter eingesetzt werden sollen, bei einem niedrigen Widerstandswert "ein" dort erkannt werden müßte, wo bei gewissen anderen Glühelementen bzw. Flammwächtern bereits "aus" erkannt werden muß. Mit anderen Worten ist für die durch das Diagramm von Fig. 3 gekennzeichneten Glühelemente eine Verwendung als Flammwächter unmöglich.

Aus Fig. 2a, 2b und 3 geht demnach hervor, daß es bei der Entscheidung über die Flammwächterfunktion des in Rede stehenden Glühelements nicht nur auf den Widerstandswert, sondern vor allem auch auf die Steigung der Widerstand/Temperaturfunktion ankommt, also auf die sogenannten Steigungsbeiwerte α, die wie folgt definiert sind:



R(T) = R25(1 + αΔT)



Für das in Rede stehende Glühelement mit einem Heizelement, dessen Widerstandsanstieg α sich stark von demjenigen seiner Zuleitungen unterscheidet, gilt demnach:



RGlühelement/Flammwächter(T) = R25 Heiz(1 + αHeiz(Tmax - 25)) + R25 Leitung(1 + αLeit(THaltering - 25)),



wobei gilt: THaltering = TLeitwiderstand, wobei αHeiz der Temperaturkoeffizient für das Heizelement 2 ist, wobei αLeit der Temperaturkoeffizient für die Zuleitungen 4 ist, wobei Tmax die maximale Temperatur am Glühelement bei der Glühprüfung ist, wobei THaltering die Temperatur des Glühelements an seinem Haltering ist.

Da bei Betrieb des Heizgerätes gewährleistet ist, daß Tmax und THaltering in einem engen Verhältnis stehen, kann das Glühelement/Flammwächter vereinfacht als ein Element mit einheitlichem Widerstand und Temperaturkoeffizienten betrachtet werden, wie in Fig. 1a gezeigt:



RGlühelement/Flammwächter(T) ≈ R25 kpl(1 + αkpl(Tmax - 25))



wobei R25 kpl und αkpl den Widerstand bei 25° bzw. den mittleren Temperaturkoeffizienten für das Glühelement insgesamt bedeuten.

Letztgenannte Formel eignet sich damit zur Ermittlung der Flammwächterfunktion des in Rede stehenden Glühelements, wobei gewährleistet sein muß, daß dieser Wert αkpl zwischen vorbestimmten Grenzwerten αmin und αmax liegt (siehe Patentanspruch 1).

Da die Temperatur Tmax als Flammwächter nur ungefähr die Hälfte der Glühtemperatur beträgt, ergeben sich trotzdem zwei eigene Prüfungen:



Glühen (z. B. T = 1.000°C) R1000 = R25(1 + αGlüh(1000 - 25))

Flammwächter (z. B. T = 500°C) R500 = R25(1 + αFlamm(500 - 25))



wegen der stark unterschiedlichen Temperaturverhältnisse am Heizwiderstand (1.000 zu 500°C) ergeben sich auch unterschiedliche αGlüh und αFlamm, d. h. es wären zwei Prüfungen notwendig. Erschwerend kann hinzukommen, daß aufgrund unterschiedlicher Materialien αHeiz und αLeitung Stark unterschiedlich sind.

Mit anderen Worten läuft das Prüfungsverfahren zur Ermittlung der Flammwächterfunktion des in Rede stehenden Glühelements ähnlich ab wie die bekannte Prüfung seiner Glühelementfunktion. Das Glühelement wird mit seinem Haltering in eine Prüfanlage eingespannt, und sein Heizelement auf die Temperatur Tmax entsprechend seiner maximalen Flammentemperatur (Temperatur des Glühelements beim Einsatz als Flammwächter) erwärmt, wobei der gesamte Widerstand RTmax des Glühelements bei dieser Temperatur gemessen wird, indem bei einer vorgegebenen Spannung ein Strom durch das Glühelement geleitet und gemessen wird. Aus diesen Meßwerten und dem Gesamtwiderstand des Glühelements bei 25° (R25 kpl) läßt sich gemäß folgender Formel der gesamte Temperaturkoeffizient αkpl ermitteln:







Erfindungsgemäß wird dadurch zusätzlich zu dem an sich bekannten Prüfungsverfahren zur Ermittlung der Glühelementfunktion ein Prüfungsverfahren zur Ermittlung der Flammwächterfunktion des in Rede stehenden Glühelements bereitgestellt.

Optimal wäre es, wenn diese beiden Prüfungsverfahren statt an zwei unterschiedlichen Prüfanlagen mit entsprechend unterschiedlichen Prüfschritten in einem einzigen gemeinsamen Prüfungsverfahren in einer einzigen Prüfanlage ermittelt werden könnten. Ein entsprechend kombiniertes Prüfungsverfahren ist durch die Merkmale des Anspruchs 4 bereitgestellt.

Dieses kombinierte Prüfungsverfahren beruht auf folgender Erkenntnis:

Typischerweise ergeben sich folgende Temperaturen im Bereich des Heizelements 2 und des Halterings 4 des Glührings für die beiden vorstehend genannten Prüfungsverfahren: Bei der Prüfung auf die Glühelementfunktion beträgt die Temperatur (Tmax am Heizelement 2 etwa 1.200°C, während die Halteringtemperatur THalte etwa 200°C beträgt. Im Falle der Prüfung auf die Flammwächterfunktion beträgt die Temperatur am Heizelement typischerweise etwa 600°, während die Temperatur am Haltering deutlich über 200° bis zu 400°C beträgt, und in diesem Fall ergibt sich ein Gesamtsteigungsbeiwert αkpl von 3 bis 4, während sich im erstgenannten Fall, dem Prüfungsverfahren auf die Glühelementfunktion ein Gesamt-Temperaturkoeffizient αkpl von etwa 2 ergibt.

Daraus wird zunächst deutlich, daß die Gesamt-Temperaturkoeffizienten bei den beiden Prüfungsverfahren stark unterschiedlich sind, wobei der relevante Gesamt- Temperaturkoeffizient für die Prüfung auf die Flammwächterfunktion aus dem Prüfungsverfahren auf die Glühelementfunktion, sowie dieses Verfahren bislang durchgeführt wird, nicht gewonnen werden kann. Überraschenderweise hat sich jedoch herausgestellt, daß in einem einzigen Prüfungsverfahren sowohl die Glühelementfunktion wie die Flammwächterfunktion dann durchgeführt werden kann (siehe Anspruch 4), wenn auf das Prüfungsverfahren für die Glühelementfunktion zurückgegriffen wird und dieses Verfahren derart modifiziert wird, daß der Haltering auf die charakteristische Temperatur beim getrennt durchgeführten Prüfungsverfahren auf die Flammwächterfunktion erwärmt wird. Diese überraschende Entdeckung ist in Fig. 4 dargestellt, die gemessene Werte für den Gesamt-Temperaturkoeffizienten αkpl in einem Diagramm zeigt, in welchem die Temperatur am Haltering auf der Abszisse und die Temperatur am Heizelement des Glühelements auf der Ordinate aufgetragen ist, wobei die Werte für αmax den vorstehend beispielhaft genannten Werten entsprechen. Aus dem Diagramm wird deutlich, daß korrekte Meßwerte für αkpl zur Prüfung der Flammwächterfunktion erhalten werden, wenn das Heizelement des Glühelements auf die Glühtemperatur und der Haltering des Glühelements auf die erhöhte Temperatur bei gesonderter Flammwächterfunktionermittlung erwärmt wird.

Unter den genannten Bedingungen kann das Glühelement außerdem auf die Glühelementfunktion trotzdem gleich zuverlässig geprüft werden, weil die erhöhte Temperatur am Haltering nur eine sehr geringe Erhöhung der Glühtemperatur bewirkt, die durch einen Kalibrierfaktor aus Vergleichsmessungen auf die wahre Glühtemperatur umgerechnet werden kann.


Anspruch[de]
1. Verfahren zum Prüfen der Funktion eines als Flammwächter eingesetzten Glühelementes (1) für ein brennstoffbetriebenes Heizgerät, insbesondere Fahrzeugzusatzheizgerät, das aus einem Heizelement (2) und daran angeschlossenen Zuleitungen (3, 4) aufgebaut ist, wobei der Widerstand des Heizelements (2) sich vom Widerstand der Zuleitungen (3, 4) unterscheidet, dadurch gekennzeichnet, daß

zur Prüfung der Flammwächterfunktion des Glühelements (1) dessen Gesamt- Temperaturkoeffizient αkpl und der Gesamtkaltwiderstand R25kpl ermittelt werden, und

die Flammwächterfunktion des Glühelements (1) als tolerierbar beurteilt wird, wenn sein Gesamt-Temperaturkoeffizient αkpl zwischen vorbestimmten Grenzwerten αmin und αmax liegt und der Gesamtkaltwiderstand R25kPl zwischen R25min und R25max liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Heißwiderstand des Glühelements (1) bzw. des Flammwächters zur Ermittlung seines Gesamt- Temperaturkoeffizienten αkpl auf die maximale Glühtemperatur / maximale Flammentemperatur Tmax erwärmt und wie folgt berechnet wird:



RGlühelement/Flammwächter(T) R25 Heiz(1 + αHeiz(Tmax - 25)) + R25 Leitung(1 + αLeit(TLeitung - 25)),



wobei αHeiz der Temperaturkoeffizient für das Heizelement ist, wobei αLeit der Temperaturkoeffizient für die Zuleitungen ist, wobei Tmax die maximale Temperatur am Glühelement bei der Glühprüfung bzw. die maximale Temperatur am Flammwächter bei Brennbetrieb ist, wobei TLeitung die zugeordnete Temperatur des Glühelements an seinem Leitungswiderstand ist, und wobei vereinfacht gilt:



RGlühelement/Flammwächter(T) ≈ R25 kpl(1 + αkpl(Tmax - 25)),



wenn gewährleistet werden kann, daß Tmax und TLeitung in einem festen Verhältnis stehen und αHeiz und αLeitung als Materialkonstanten ebenfalls in einem festen Verhältnis stehen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizwiderstand (2) des Glühelements (1) zur Ermittlung seines Gesamt- Temperaturkoeffizienten αkpl auf Glühtemperatur Tmax erwärmt und αkpl wie folgt berechnet wird:





U: anliegende Betriebsspannung

I: gemessene Stromstärke






4. Verfahren zur Prüfung der Glühelementfunktion und der Flammwächterfunktion des Glühelements (1) für ein brennstoffbetriebenes Heizgerät, wobei zur Prüfung der Glühelementfunktion das Heizelement (2) des Glühelements (1) durch Anlegen einer vorgegebenen elektrischen Spannung an die Zuleitungen (3, 4) zum Glühen gebracht und die Glühtemperatur Tmax gemessen wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Prüfung der Glühelementfunktion und der Flammwächterfunktion in ein und derselben Prüfanlage der Gesamt- Temperaturkoeffizient αkpl des Glühelements mit der Maßgabe ermittelt wird, daß der Leitungswiderstand auf diejenige Temperatur TLeit(Flamm) >> TLeit(Glüh) erwärmt wird, die er bei einem herkömmlichen Flammwächterfunktionstestaufbau einnehmen würde, wobei TLeit(Glüh) diejenige Temperatur des Leitungswiderstands ist, die dieser bei einem herkömmlichen Glühelementfunktionstest einnehmen würde.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfung der Glüh- und Flammwächterfunktion in einer gemeinsamen Messung erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfung auf die Glühelementfunktion vor der Prüfung auf die Flammwächterfunktion des Glühelements (1) durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltering (4) auch während der Prüfung auf die Glühelementfunktion auf eine Temperatur T geregelt wird, so daß






8. Verfahren nach Anspruch 4 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Glühelement (1) taktweise mit seiner Spannung zur Erzielung der Glühtemperatur Tmax seines Heizelements (2) versorgt wird und die Prüfung seiner Glühelementfunktion in den Einschaltzeiten und die Prüfung seiner Flammwächterfunktion in den Taktpausen erfolgt.



Quelle:
http://www.patent-de.com/19981203/DE19702339C2.html

- Editiert von Schneckchen am 06.04.2010, 22:01 -
Signatur von »Schneckchen« Uli
Eriba-Original mit "H" - Einzigartig, da bauartlich keine Dublette bekannt!
"Suche Bilder/Unterlagen vom RM550." #winke3

3

Dienstag, 6. April 2010, 22:33

Holla die Waldfee,
das ist mal eine präzise Antwort... :-)
MIr war einfach bis jetzt nicht klar wie ich meinen Flammwächter prüfen kann.. Hab einen neuen bestellt und wusste einfach nicht wie ich prüfen soll. Nur eine Leitung und eben diese Erd-Halterung. Einen Widerstand kann man nicht messen. Der liegt im Kaltzustand über 2MOhm.

Also Danke nochmal!

Wohnort: Oberpframmern

Beruf: hab ich

Fahrzeug: LP 608 - H

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4

Mittwoch, 7. April 2010, 07:43

Den Flammwächter,
welchen Du meinst, der wird nicht getaktet oder gar sonstwas,
das ist ein simpler Bimetall-Spannungsgeber, der in eine Flamme ragt.
(Daher kannst Du dort auch keinen sinnigen Widerstand messen- eine Spanungsmessung währe sinnvoller)

Dabei wird an dem Bimetall durch Temperatur eine Spannung induziert,
die anzeigt, ob eine Flamme brennt oder eben nicht.


Diese induzierte Spannung wird an einen kleinen Magneten (Sicherheitschalter in der Gasamatur)
weitergeleitet. Durch das Drücken des Gashebels, wird dieser Magnetschalter manuell solange überbrückt,
bis die Zündtemperatur an dem Bimetall Spannungsgeber hoch genug ist, den Magneten selbst zu halten.

Das ganze nennt sich in Summe einfach eine Zündsicherung

Bei verlöschen der Flamme kühlt der Bimetallgeber rasch ab, und die Spannung bricht zusammen.
Wenn die Spannung klein genug ist, hat der Magnet eben nicht mehr genug Kraft, das Gasventil offen zu halten
und verriegelt so die Gaszufuhr um schäden zu verhindern.


Eigentlich eine banal simple Lösung,
die man aber auch unendlich kompliziert umschreiben kann.

8-)
Signatur von »Schteffl« Freiheit bedeutet selber entscheiden zu können, was man definitiv nicht will

5

Mittwoch, 7. April 2010, 09:19

Hallo Steffel,
Danke für die Unterstützung. Ganz so einfach ist es bei mir leider nicht.. Ich habe keinen Kocher mit einem Minimagneten der anzieht, sondern eine Platine eines Boilers/Heizung. Bin mir sehr sicher, dass die Störmeldung an der Zündsicherung liegt. Deshalb einen neuen Flammwächter gekauft.
Das heisst, der müsste eine "winzige" Spannung auf den einen angeschlossenen Messpunkt an der Platine abgeben wenn ich gegen Masse messe!? Die Halterung hat einzig und allein die mechanische Funktion den Wächter zu arretieren!? Wenn ja, such ich den Fehler auf der Platine.
Steffel, vielen Dank!
Dany

6

Mittwoch, 7. April 2010, 09:43

ich denke mal das du eine zündkerze mit integrierter flammüberwachung hast (wie in einer truma mit elektronikzündung) das funktioniert nach einem ganz einfachen (aber zu oben völlig anderem prinzip):

es kommt von der platine ein draht der richtung zündkerze geht und ein weiterer der richtung gehäuse geht (müssen nicht zwangsläufig auch nebeneinanderliegen) so, jezt gibt die elektronik zwischen diese beiden kontakte die hochspannung zum zünden und voila es funkt. da der schaltkreis zur erzeugung der hochspannung immer einen moment gebraucht um nachzuladen hast du in schön regelmäsigen abständen deinen zündfunken. jetzt zündet die flamme und brennt lustig vor sich hin. die luft in dem zündzwischenraum ionisiert (wird schlechter leitend) durch die hitze und daher kann der zündfunken nicht mehr überspringen (die hochspannung liegt allerdings immernoch an) bei einer normalen truma wäre jetzt feierabend. sobald die flamme erlischt wird die luft wieder leitend und das getickere geht von vorne los bis die flamme wieder brennt. bei deinem boiler oder der e-heizung schaut die elektronik nach ob derzeit gezündet wird und falls innerhalb einer gewissen zeit das gezünde nicht aufhört geht die auf störung (das zünden bei einem trumaboiler geht wesentlich! schneller als bei der normalen elektronikzündung) also wenn die platinen einen zündfunken produziert ist dein flammwächter in ordnung. falls noch nichtmal ein zündfunke kommt solltest du mal nachschauen ob der zündtrafo von der platinen heruntergefallen ist (kalte lötstelle o.ä.) der ist dafür nämlich sehr anfällig da es das schwerste teil auf der platine ist. ansonsten ist meistens der zündkondensator durch (manchmal kann man das auch mit blossem auge erkennen das das gehäuse gespalten ist) das ist der kondensator der direkt hinter dem zündtrafo sitzt mit ausgang richtung zündkerze. im verdachtsfall einfach tauschen, kostet 1-2 euro. falls damit dein problem nicht gelöst ist viel spass beim suchen ;)

lg jan

7

Mittwoch, 7. April 2010, 12:31

Hallo Jan,
besten Dank für deine Hilfe! Da komm ich jedenfalls wieder einen Schritt weiter. Eins glaub ich aber nicht bei meiner trumatic C6000 BR1, nämlich dass die Zündkerze auch Flammwächter sein soll. Ich habe zwei Zündkerzen mit sehr schönem Blitzbild und einen zus. Flammwächter. Also 3 Drähte zur Brennkammer und ein Massekabel auf das Boilergehäuse. Für meine Tests hab ich den Boiler in der Werkstatt auf der Werkbank. Hier wird bis jetzt ohne Gas versucht. Ich simuliere mit einer Kerze die Flamme am Wächter, der auch aus dem Brenner ausgebaut ist. Beim starten passiert folgendes: 1. Lüfter laufen an. 2. Ein Magnetventil (von zweien) macht auf. Gleichz. kommen die Zündungen am Brenner. (jetzt komme ich mit der Kerze an den Wächter) 3. Nach etwa 5 sec. stellt alles ab und die rote Störlampe leuchtet auf am Bed.teil. ich denke das zweite Mag.ventil hängt mit der Störung zusammen. Auf das grüne Drähtchen kommt keine Spannung. -> Magnet venil ist aber OK (hab ich geprüft).
Vielleicht weisst du ja doch noch einen Tip?
Merci,
Dany

8

Mittwoch, 7. April 2010, 12:37

dann mach doch mal ein nettes foto von dem brenner inkl zündkerze und sicherung. vieleicht fällt mir dann ja was passendes dazu ein.

9

Mittwoch, 7. April 2010, 12:46

Hallo Jan,
werd ich heut Abend (ca. 17:00Uhr) gerne mal reinstellen.... wenn ich das hinkrieg. Hab ich glaub schon mal vergeblich versucht. Muss ich dazu nicht das Bild erst irgerndwo ins Netz stellen?
Egal, ich versuchs..
Zwischendurch kurz mal was anderes: Du hast ein H...man oh man..du hasts gut. Ich mache diesen Sommer auch noch mal einen Anlauf dazu aber bei uns im Süden sind die da gaaanz streng. Total nervig!

10

Mittwoch, 7. April 2010, 12:50

du kannst mir gerne das bild per mail schicken, dann lad ich dir das hoch.

mein h hab ich bei der dekra bekommen, der tüv hat mich vom hof geschmissen ;) war eigentlich ganz easy. der vorgang hab beim grossen ca 30 min gedauert. beim kleinen etwa 1 stunde (allerdings hab ich beim dicken 10 anläufe für die bremse gebraucht und beim kleinen 6 wochen auf das gutachten gewartet)

11

Mittwoch, 7. April 2010, 23:38

1. Lüfter laufen an. (ok)
2. Ein Magnetventil (von zweien) macht auf. (ok, das zweite ist für grosse leistung)
Gleichz. kommen die Zündungen am Brenner. (auch ok)
jetzt komme ich mit der Kerze an den Wächter (nicht ok, kerze ist warscheinlich nicht heiss genug)
3. Nach etwa 5 sec. stellt alles ab und die rote Störlampe leuchtet auf am Bed.teil. ich denke das zweite Mag.ventil hängt mit der Störung zusammen. Auf das grüne Drähtchen kommt keine Spannung. -> Magnet venil ist aber OK (hab ich geprüft).

das zweite ventil ist wie gesagt für grosse leistung. die elektronik bekommt vom flammwächter keine passende rückmeldung (entweder sensor defekt, flamme zu klein oder platine defekt) dass er dann nach 5 sekunden abschaltet ist völlig richtig.

12

Donnerstag, 8. April 2010, 07:02

Hallo Jan,
dann werd ich dir vollends vertrauen und diese Woche noch den Boiler mit dem neuen Flammwächter zusammenbauen und mit Gas testen. Als ich den Boiler bekommen habe war die Brennkammer etwas mitgenommen. Diese konnte ich aber wieder gut in Stand setzen. Allerdings war ein Temp.widerstand der an der Brennk. in Serie mit dem Flammw. hängt defekt und alles etwas angefunzelt. Nach dem ich den Boiler geöffnet hatte habe ich allerdings den neuen Flammw. nur mit Kerze getestet. Der Fehler war nun eben immer noch der gleiche wie zuvor (5sec-> rote LED)

LG
Dany

13

Donnerstag, 8. April 2010, 09:52

soweit ich dass auf den bildern erkennen kann hast du doch den brenner komplett auf dem tisch stehen. einfach gas anschliessen und ausprobieren. dann wirst du doch sehen ob das klappt.

leider kann ich die bauteile nicht richtig erkennen. aber so wie ich das kenne ist dein temperaturwiderstand eine temperatursicherung die schmilzt wenn der brenner überhitzt (dieses kleine silberne teil in der tüte mit links und rechts dem draht daran) das teil geht auch öfters mal kaputt.

14

Donnerstag, 8. April 2010, 12:20

Temp.sicherung...natürlich - wollt ich doch eigentlich auch schreiben...
hast auch recht mit dem ausprobieren. Werd ich dann mal machen. Gib dir dann Bescheid.

15

Montag, 12. April 2010, 09:23

OK. Brenner ist eingebaut und funkt..
Zur Funktion: Die Zündkerzen müssen 3,5mm Abstand zum Brennerdeckel und 3mm Abstand zueinander haben damit der Funke von KErze zu Kerze überspringen kann. Der Wächter muss 13mm über dem Deckel in die Mitte plaziert werden. Nach dem Starten kommt bald mal das Funken. Wenn der Wächter merkt dass es eine Flamme gibt meldet er an die Elektronik Zünden einstellen. Das Ventil bleibt offen und der Brenner rennt. Wenn das Zünden 4sec. lang andauert und nicht stoppt - geht das Ventil zu.

Ich danke nochmals Jan für die SUPER Unterstützung und die netten Telefonate.

P.S.: Alles läuft aber wahnsinnig laut und vibrationsreich (fast ganzer Bus zittert) bei Brenneraktivität. Besonders bei Stufe 2 wenn die Heizung mitmacht. IST DAS NORMAL? Ich glaube nicht dass ich dabei schlafen könnte.

LG
Dany

16

Dienstag, 13. April 2010, 08:41

vielen dank
ich würde mal die lager überprüfen, wenn die fratze sind heult das ding wie ein staubsauger auf extasy. aber wenn dein ganzer bus vibriert, tippe ich auf ne unwucht. also musste das teil wohl nochmal zerlegen ;)

gruß jan