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bergzige

unregistriert

1

Montag, 16. August 2010, 19:34

hallo, möchte beim 410d ( 602.940 ) AGR abschalten/deaktivieren. Hat jemand Anleitung ?

wagenleben

unregistriert

2

Montag, 16. August 2010, 19:52

AGR..... (?) &kristallkugel ...was`n das???

3

Montag, 16. August 2010, 20:02

Tja, wenn noch keine passende Antwort HIER von vor 3 Tagen dabei ist,
dann macht man noch x mal den gleichen Tröööt auf %-/ :=(

Wohnort: Beindersheim

Fahrzeug: Hymermobil B540 on 208D

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4

Dienstag, 17. August 2010, 21:29

Bei meinem Fahrzeug (Lancia Delta Integrale) ist auch ein Abgasrückführungssystem verbaut.
Dies ist aber nur in bestimmten Bestriebszuständen aktiv:
- Motortemperatur hat eine bestimmte minimale Temperatur erreicht (d.h. AGR ist bei Kaltstart ausser Betrieb)
- im Ansaugtrakt herrscht ein bestimmter Unterdruck vor (d.h. im Leerlauf, sowie bei Volllast ist AGR ausser Betrieb)
Somit ist AGR nur in Betrieb bei Teillast und warmen Motor. Es führt dann eine reduzierte Menge an Abgas in den Ansaugtrakt zurück.

Ich sehe keinen Vorteil, das AGR ausser Betrieb zu setzen. Habs selber auch schon mal versucht, aber keinen Unterschied in irgendeinem Betriebsbereich festellen können.

Gruß Martin

5

Donnerstag, 19. August 2010, 11:35

Zitat

Somit ist AGR nur in Betrieb bei Teillast und warmen Motor. Es führt dann eine reduzierte Menge an Abgas in den Ansaugtrakt zurück.


Genau so ist es!
Wenn also, wie im anderen Thread geschrieben, mehr Leistung dabei herauskommen soll, müsste man nur mehr Gas geben, damit der Motor auf Volllast läuft (dann läuft die AGR nämlich nicht.) 8-)

Außerdem ist die AGR gerade für ihre motorkühlende Funktion entwickelt worden.
Bei Teillast wird wie oben geschrieben ein Teil des verbrannten Benzin-Gas-Gemischs zurück in den Verbrennungsraumm geleitet und reduziert somit das Verhältnis von eingespritztem Kraftstoff zu "verbrennbarem" Sauerstoff. Die Folge ist eine wesentlich geringere Verbrennungstemperatur (Stichwort Motorkühlung) und eine ganz extreme Senkung des NoX-Ausstoßes (Stichwort AU).
Da NoX-Filter (bisher nur im 3,5L-Motor von Mercedes (übrigens der einzige "echte" FSI, den es gibt, VW ist mit der Beendigung der Testphase eines NoX-Filters im Lupo vom Schichtladebetrieb (FSI) zur Direkteinspritzung mit homogenem Benzin-Luft-Gemisch gewechselt und hat den tollen Namen einfach auf den Kofferraumklappen hängen lassen) verbaut) sehr teuer sind, ist die AGR die Möglichkeit die NoX-Werte, die auch bei Motoren ohne echten FSI entstehen, zu reduzieren.

Ich würde die AGR also an lassen - aber jedem das seine natürlich! :-)

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

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6

Donnerstag, 19. August 2010, 14:00

...hmmm,

Zitat

Bei Teillast wird wie oben geschrieben ein Teil des verbrannten Benzin-Gas-Gemischs zurück in den Verbrennungsraumm geleitet und reduziert somit das Verhältnis von eingespritztem Kraftstoff zu "verbrennbarem" Sauerstoff. Die Folge ist eine wesentlich geringere Verbrennungstemperatur (Stichwort Motorkühlung)


Wenn ich "vorgewärmte Luft" in den Verbrennungsraum bringe, steigen die Verbrennungstemperaturen. Logisch nicht? - Dazu hat man übrigens einen Ladeluftkühler erfunden, um diese Temperaturen zu senken. Weil je "kühler" das Gemisch, desto höher die Energiedichte.

Nu Du.... ;-) :-O
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
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7

Donnerstag, 19. August 2010, 14:22

Moin,

ich gebe hier einfach mal den Text aus Wikipedia wieder


[center]Bei hohen Verbrennungstemperaturen entstehen im Motor umweltschädliche Stickoxide, vor allem in mageren Gemischen. Ein Absenken der Temperaturspitzen und geringerer Luftüberschuss reduziert die NOx-Emissionen. Beides wird erreicht, indem ein Teil des Abgases über ein Rohr der angesaugten Frischluft zugemischt wird. Durch die geringere Sauerstoffkonzentration im Gemisch läuft die Verbrennung langsamer ab und erreicht deshalb nicht so hohe Temperaturen. Die Regelung der Rückführung übernimmt ein außerhalb des Motors angebrachtes Abgasrückführventil (externe Abgasrückführung). In gewissen Grenzen regelbar wird zudem systembedingt bei allen 4-Takt-Motoren das Abgas während des Ansaugtaktes durch ein offenes Auslassventil wieder angesaugt (interne Abgasrückführung). Da die rückgeführten Abgase heiß sind, vermindert sich der Kühleffekt sowie der Wirkungsgrad des Motors. Das Abgas vor der Beimengung in einem Abgasrückführungskühler zu kühlen, wird jedoch aufgrund der zusätzlichen Kosten nur bei leistungsstärkeren Motoren durchgeführt. Bei Ottomotoren wird die Abgasrückführung zudem bewusst zum Absenken des spezifischen Kraftstoffverbrauchs im Teillastbereich eingesetzt. Das Hinzufügen nicht brennbaren Gemisches ermöglicht es, bei gleicher gewünschter Motorleistung die Drosselklappe weiter zu öffnen und die Strömungsverluste an dieser Stelle zu verringern. Bei vernünftigem Einsatz einer Abgasrückführung kann der Verbrauch in der Teillast ohne Nachteile in der Fahrbarkeit um bis zu 5% abgesenkt werden. Hierzu werden aber diagnostizierbare AGR-Systeme benötigt (Lagerückmeldung des offenen Ventilquerschnitts oder indirekte Überwachung über den Luftmassenmesser). Da bei dieselbetriebenen Motoren die Rußpartikelemissionen stark vom Abgasrückführsystem beeinflusst werden, ist dort eine hohe Regelgenauigkeit erforderlich. Dies begründet den Einsatz eines zusätzlichen Sensors für die Ventilposition. Die Abgasrückführung findet nur im Teillastbereich statt. Die maximalen Abgasrückführungsraten betragen bei Dieselmotoren etwa 60%, bei Direkteinspritzer-Otto-Motoren etwa 50% und bei konventionellen Saugrohr-Ottomotoren etwa 20%.[/center]




Vielleicht sorgt das ja fuer noch mehr Verwirrung


Gruss
Thorsten
:-O :-O
- Editiert von ktorte am 19.08.2010, 14:33 -

8

Donnerstag, 19. August 2010, 15:10

Zitat

...hmmm, Zitat: Bei Teillast wird wie oben geschrieben ein Teil des verbrannten Benzin-Gas-Gemischs zurück in den Verbrennungsraumm geleitet und reduziert somit das Verhältnis von eingespritztem Kraftstoff zu "verbrennbarem" Sauerstoff. Die Folge ist eine wesentlich geringere Verbrennungstemperatur (Stichwort Motorkühlung)

Wenn ich "vorgewärmte Luft" in den Verbrennungsraum bringe, steigen die Verbrennungstemperaturen. Logisch nicht? - Dazu hat man übrigens einen Ladeluftkühler erfunden, um diese Temperaturen zu senken. Weil je "kühler" das Gemisch, desto höher die Energiedichte. Nu Du.... [zwinkernd] [lachend]


Der Grundgedanke vorgewärmte Luft in den Verbrennungsraum zu bringen ließe die Verbrennungstemperatursteigen ist logisch, wenn man aber zu Ende denkt, stellt man fest, dass die vorgewärmte Luft eine WESENTLICH geringere Verbrennungstemperatur zur Folge, als mehr Sauerstoff dem Brennraum zuzuführen, der da ganz lustig verbrennen kann...

Und den Ladeluftkühler hat man erfunden, um die Dichte des über einen Turbolader verdichteten Gasgemisches weiter zu erhöhen (die erwärmt sich nämlich beim Verdichten). Wenn man die dann im LLK abkühlt, zieht sie sich zusammen - Folge: Mehr Sauerstoff pro Volumeneinheit, also auch pro Brennraumfüllung. Treibender Gedanke war also nicht die Kühlung, sondern das Absenken der Dichte. Warum man den LLK verwendet hat, hast du ja schon erklärt.
Ohne Turbolader macht ein LLK übrigens keinen Sinn (AGR aber schon).

Es gibt übrigens noch den Unterschied von externer zu interner AGR.
Extern:
Abgas wird entnommen, abgekühlt (aber nicht mit dem LLK, sondern einem extra Kühler!!) und dem Saugsystem zugeführt.
Intern:
Variable Ventilsteuerung ermöglicht ein "Zurücksaugen" des verbrannten Gases durch längere Öffnungszeit des Auslassventils.

Martini

unregistriert

9

Donnerstag, 19. August 2010, 16:49

Ja ne-is klar! Kann mir das ganze auch noch jemand beim Holzvergaser erklären? ;-)

&pfeif1 Duck und wech . .

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10

Donnerstag, 19. August 2010, 22:17

...ich bin ja aus der Thematik schon seit Jahren ´raus.

Welcher aktuelle Motor wird denn mit AGR verbaut?

---------------------------------------------------------------
ich liebe ja so Logikspielchen, deshalb sind wir mit dem Thema auch noch nicht durch.

Zitat

dass die vorgewärmte Luft eine WESENTLICH geringere Verbrennungstemperatur zur Folge, als mehr Sauerstoff dem Brennraum zuzuführen, der da ganz lustig verbrennen kann...


Wo kommt denn in den zurück geführten Abgasen der Sauerstoff her?

Und wie begründest Du die geringere Verbrennungstemperatur? Wenn ich die angesaugte Luft erwärme (durch Abgase) wodurch soll sich die Verbrennungstemperatur absenken? - "Zauberei"???
;-)
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
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- Jane Fonda

11

Freitag, 20. August 2010, 10:06

Moin!

Spontan faöllen mir für aktuelle Motoren mit AGR (intern, extern oder beides) ein:

-> Die akutellen 4- und 6-Zylinder Saugmotoren von BMW mit Schichtladebetrieb

Zitat

Zusätzlich zur internen Abgasrückführung über die Ventilsteuerzeiten wird im Schichtbetrieb zur Reduzierung der NOx-Emis- sionen eine externe Abgasrückführung verwendet. Bei den Sechszylindermotoren wird das Abgas nach dem motornahen Katalysator der Bank 2 (Zylinder 4 bis 6) entnommen. Das AGR-Rohr führt entlang der Motorstirnseite zum wassergekühlten AGR-Ventil unterhalb der Sauganlage. Die AGR-Einleitung erfolgt direkt gegenüber der Drosselklappe. Bei den Vierzylindermotoren befindet sich das AGR-Ventil am Zylinderkopf an der Motorstirnseite.


-> Mercedes V6-Diesel (Werksbezeichnung OM642)

Zitat

Das elektrisch betätigte AGR-Ventil, der AGRKühler und die Ansaugluftdrossel sind vor der Einleitestelle in die Ladeluftführung angeordnet, Bild 10. Dabei wird das Abgas über eine Stichleitung dem Sammler entnommen und dem AGR-Ventil und von dort zum groß dimensionierten AGR-Kühler zugeführt.


VW 5-zyl. Diesel 2,5TDI (Multivan, Transporter, Touareg)

-----------------------------------------------------------------

Zitat

Wo kommt denn in den zurück geführten Abgasen der Sauerstoff her?

Dazu eine Grafik:

Quelle: Institut für Thermodynamik und Verbrennung, Universität Siegen

Statt bei Vollast 14,8g Luft pro Sekunde in den Verbrennungsraum zu leiten, sind es bei Teillast durch AGR nur noch die Hälfte. Dadurch reduziert sich der Sauerstoffgehalt, da in den 7,4g/s Abgas nur noch inertes Gas enthalten ist. Der Sauerstoff kommt also nicht durch die zurückgeführten Abgase in den Verbrennungsraum, sondern durch die AGR kommt weniger Sauerstoff als vorher (durch den Ansaugtrakt) in den Verbrennungsraum. Bei gleicher Drosselklappenstellung kommen so statt 42kW nur 21kW dabei rum... aber ohne Drosselklappenverluste -> besserer Wirkungsgrad und Kraftstoffeinspaarung.

Und das Absenken der Verbrennungstemperatur ist natürlich keine Zauberei ;-).
Bezugspunkt ist dabei natürlich Volllast! Bei Volllast wurden 14,8g Luft pro Sek. und die entspr. Menge Treibstoff verbrannt.
Wenn man jetzt nur noch die Hälfte beider Mengen verbrennt, entstehen wesentlich geringere Temperaturen als zuvor. Die zurückgeführten Abgase lassen die Verbrennungstemp. zwar höher ausfallen, als wenn man inertes Gas mit Raumtemperatur zur Sauerstoffverdrängung genutzt hätte, aber der Anstieg fällt geringer aus, als eine Verbrennung von Luft-Treibstoffgemisch.
Daher ist die Verbrennungstemperatur bei Teilllast durch AGR relativ zu Volllast geringer und es kommen weniger NOx-Gase hinten raus.
Bei gekühlter AGR sinkt auch die laminare Brenngeschwindigkeit und der Brennverlauf ist langsamer. Da liegt auch ein NAchteil begraben. Durch langsamere Reaktionsgeschw. kann der Ausbrand leiden und die Folge sind höhere CO- und UHC-Emissionen.
Außerdem sieht die gekühlte AGR beim Kaltstart nicht so gut aus, da sie das Erreichen der Betriebstemperatur des Motors verlangsamt.
Die Vorteile überwiegen aber deutlich und der Trend geht klar zu externen (u.U. gekühlten) AGRs.
Bei obigem Beispiel von VW kann in den NFZs bspws. auf die Kühlung verzichtet werden.

In der Hoffnung, dass die jetzt schon sehr detailierten Ausführungen Anklang finden, wünsche ich 'nen schönen Tag. :-)

Gruß, Tobi
- Editiert von Tobi am 20.08.2010, 10:26 -

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12

Freitag, 20. August 2010, 12:53

...na das war jetzt mal klar verständlich. ;-)

Deinen Ausführungen entnehme ich zumindest eine "Affinität" zum Thema wenn nicht einen beruflichen/schulischen Zusammenhang.

Liege ich hier richtig? - Erzähl mal, falls Du es möchtest... &winke3
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- Jane Fonda

13

Freitag, 20. August 2010, 16:03

Freut mich :o)

Und ja, das stimmt.. eine gewisse "Affinität" ist vorhanden.
Ich studiere allg. Maschinenbau im 8. Sem und eine Vertiefungsrichtung war Verbrennungskraftmaschinen ;-).
Ist schon eine ziemlich interessante Sache mal so genau in die Materie zu blicken..
Dennoch maße ich mir nicht an, mich jetzt wahnsinnig damit aus zu kennen, weil ich außer meiner Schrauberei zuahuse auf keine praktische Erfahrung (noch nicht) zurückgreifen kann...
Um nochmal an den Threadersteller zu verweißen:
Ich weiß nur, dass man nicht so einfach eine AGR deaktivieren sollte... die haben die Herren ja nicht erfunden, um das Verhalten des Motors zu verschlechtern ;-)

Gruß,
Tobi

Wohnort: Berlin - Wedding

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14

Freitag, 20. August 2010, 17:38

...Ha, dacht´ ich´s mir doch.

Na denn, auf das Du zu einem guten Abschluss kommst, "daumendrück" &klasse1
Signatur von »Bobby« Gruß Helmut
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15

Montag, 23. August 2010, 09:11

Danke ich geb' mir Mühe ;-)