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innocooper74

unregistriert

1

Freitag, 3. September 2010, 09:52

Hi Leute,

nach Benutzung der SuFu bleiben noch zwei Fragen, zum Einbau des Holzofens.

- Sofern der Ofen als Kochstelle genutzt wird (nicht als Heizung) ist es laut einem anderen Thread aktuell noch zulässig einen solchen neu einzubauen...muss er dann in irgendeiner Form eingetragen werden? Oder interessiert sich der TÜV bzw. die Polizei (falls mal ne Kontrolle sein sollte) nicht dafür?

- Wie habt Ihr die thermische Trennung und die Isolation an der Dachdurchführung gelöst. Ich denke momentan ich werde das Rauchrohr doppelwandig durchs Dach führen (mit Hitzebeständiger Isolation zwischen dem inneren und dem äusseren Rohr), damit sollte mir das Rohr schonmal nicht das halbe Dach zum glühen bringen. Trotzdem hätte ich bedenken, dass sich der Bereich um die Dachdurchführung herum so erwärmt, dass ich da nicht mit Xtrem-Isolator arbeiten kann...

Wie habt Ihr das gelöst? Sonst noch Tips vor dem Einbau?

Danke und Gruß
Dennis

2

Freitag, 3. September 2010, 17:11

suche bei
allrad lkw- gemeinschaft unter aufbau. da steht genug drinn
grüße kurt

innocooper74

unregistriert

3

Freitag, 3. September 2010, 23:04

Hi Kurt,

Danke für den Tip, da steht ja wirklich schon alles drin.

Gruß
Dennis

fegerle

unregistriert

4

Sonntag, 5. September 2010, 12:06

ich hatte im wännche einen drinn hatt den tüv nie interesiert :-O

wagenleben

unregistriert

5

Sonntag, 5. September 2010, 21:57

also polizei und tüv hat noch nie mein ofen interesiert!!!...selbst nicht wenn ich wo steh und er qualmt!!

dachdurchführung ist kein problem.....sollte kein holz direkt dran sein..dach ist ja eh aus blech und wenn du das zum schmelzen brings.....respekt..dann hast du innen ne sauna und dein ofenrohr glüht bis oben hin!!! :-O

ich hab keie doppelte durchführung sondern einfach 10cm rundherum isolation und inere holzverkleidung rausgeschmissen und nur das außen blech da!!!!....

innocooper74

unregistriert

6

Sonntag, 5. September 2010, 22:55

Die Persönlichen Erfahrungswerte in Bezug auf TÜV und so beruhigen mich auf jeden Fall...

Dass ich das Blech nicht zum schmelzen bringe war schon klar. Dachte nur dran, dass das Dach die Wärme auch an die umliegende Isolation weiterleitet, welche sich dann stinkend verflüssigen könnte. Also 10 cm runherum komplett ohne Isolierung...

Glaub ich bau das ganze erstmal ohne Isolierung mit doppelwandiger Durchführung ein und messe dann die Temperatur des Blechs, um zu entscheiden, bis wohin die Isolierung gehen kann.

Besten Dank auf jeden Fall erstmal, hat bis hierhin schon viel weitergeholfen
Grüße
Dennis

Wohnort: Oberpframmern

Beruf: hab ich

Fahrzeug: LP 608 - H

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7

Mittwoch, 8. September 2010, 22:26

@Wagenleben

100% Zusatimmung - bevor das Dachblech schmilzt,
schmilzt drinnen der Mensch... :-O :-O :-O

@innocooper74
Hab meine Dachdurchführung vor einiger Zeit ebenfalls komplett neu konstruiert.

Einen flächigen Dachaufsatz (35x35cm) aus 5mm Alublech, in den ich mir beim ALU Mann meines Vertrauens
ein 120-er Durchführungsrohr hab Wasserdicht einschweissen lassen.
Dies ist flächig auf dem Dach mit Hochtemperatur Silikon verklebt und zugleich mit insgesamt 8 schrauben
grossflächig verschraubt um so eine möglichst grosse Dicht- und Anpressfläche zu bekommen.

Durch diese Durchführung geht das eigentliche Ofenrohr (100-er Rohr),
welches zu den Seiten des Alurohres mit Ofendichtschnur umwickelt ist,
um so den Wärmeübergang zum Aludurchführungsrohr zu reduzieren.


Wichtig ist auch oben am oberen Ende des Rohres ein Teller, der mindestens 5cm überlappt,
da es sonst bei Fahrt und starkregen in den Kamin regnen kann und so das Ofenrohr schneller vergammelt.
Der Abstand des Decckels zur Oberkannte Ofenrohr hat sich bei meinen Versuchen mit 4,5cm als Ideal erwiesen.

wird der Abstand viel zu gross gewählt, dann funktioniert das Ofenrohr nicht richtig und wenn Du ungünstig stehst,
dann drückt es Dir unter Umständen das Abgas zurück in den Kamin.
wird der Abstand zu klein gewählt, dann zieht der Ofen wie eine Venturidüse und saugt währen der Fahrt den Ofen leer.
- Blöd wenn genau dann die Ordnungsmach hinter einem herfährt... *g*

Zudem ist jeder cm Ofenrohr wichtig für den Zug im Ofen - je länger das Ofenrohr, umso besser.


Die am Abgasrohr gemessene Temperatur liegt bei bis zu 350 Grad im normalen Heizbetrieb
(Aufheizphase) daher sollte das Rohr gegen versehentliche Berührung geschützt werden.
Im Normalbetrieb während des heizens wird es ca. 80- 180 Grad warm...

An der Aludurchführung - also dem Rohr hab ich einen Abstand zur Holzverkleidung von 3cm eingehalten
und die Isolation darunter auf 8 cm herausgepopelt.
Da aich ein Feigling bin, hab ich mir sicherheitshalber noch einen PC- Prozessorlüfter mit Thermoschalter hingebaut,
der im Ernstfall das Aludurchführungsrohr zwangskühlt auf max. 60 Grad.

Das ganz funktioniert nun seid über einem Jahr problemlos

Auch solltest Du den Ofen nicht über ein Knie anschliessen, sondern über ein T-Stück,
damit Du bei Bedarf auch mal das Ofenrohr reinigen kannst.
;-)


btw: mein Auto wurde damals schon mit einem dem X-Trem Isolator ähnlichem Zeugs ausgebaut.
(zumindest fühlt es sich so an und sieht auch so aus)
bisher hatte ich damit noch keine Probleme.
Signatur von »Schteffl« Freiheit bedeutet selber entscheiden zu können, was man definitiv nicht will

innocooper74

unregistriert

8

Donnerstag, 16. September 2010, 21:14

Danke für die weiteren Tips...der Ofen bollert inzwischen und auch wenn er noch nicht endgültig fest eingebaut ist bin ich sehr zufrieden. Die Dachdurchführung ist im Moment noch sehr provisorisch aber klappt schon jetzt alles super.

Vielen Dank und Grüße
Dennis

Wohnort: Oberpframmern

Beruf: hab ich

Fahrzeug: LP 608 - H

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9

Freitag, 17. September 2010, 02:18

@ Dennis

Na dann allzeit "gut Koch" damit :-O

Noch mal ein paar Hinweise aus eigener Erfahrung dabei:

Wenn Du einen Dauerbrandofen verwendest, dann wird dort i.d.r. die Luftzufuhr für den Dauerbrandbetrieb heruntergedrosselt.
Damit erreichst du eine längere Brenndauer, hast aber auch zugleich einen wesentlich höheren Rußanteil im Abgas (Versottungsgefahr).


Da Du ja im Auto nicht den Kaminkehrer kommen lassen musst, solltest Du in eigenem Interesse regelmässig selbst
(z.b: mit einem Schweissspiegel) den lichten Durchlass von Deinem Ofenrohr kontrollieren - bzw. inspizieren
(idealerweise vor jedem anzünden).

- ist dabei das Ofenrohr mit mehr als 0,5 cm grobem Rußstaub beschichtet, dann heizt Du deutlich "zu kalt"
und/oder hast wesentlich zu nasses Holz -
Auch neigen Briketts gern zu starkem Rußen, wenn Sie "zu kalt" - also mit zu wenig Verbrennungsluft - verbrennen

Das Resultat von beidem ist, das Ofenrohr beginnt sich sehr schnell mit Ruß zuzusetzen.
Wenn das Ofenrohr sich zu stark zusetzt, kann es auch mal zu einem Ofenrohrbrand (Kaminbrand) kommen.
Dabei kann das Ofenrohr auch locker mal kurzzeitig 400-600 Grad erreichen !

Das ist an sich noch nix dramatisches, aber wenn die Abstände vom Ofenrohr zu brennbaren Materialien zu klein gewählt ist,
könnte es in so einem Falle auch mal etwas zu warm werden.
- Bitte berücksichtige das bei den Abständen zu brennenden Materialien -

Den Kamin oder auch Rauchrohrbrand zu vermeiden geht, in dem man beim Anzünden den Ofen zuerst einmal richtig "durchfeuert"
und anschliessend im Langzeit- (Dauer) Betrieb nicht zu sehr die Luft abwürgt.
Die Flammen dürfen und sollten also beim Anzünden auch ruhig mal deutlich bis ins Rauchrohr reinschlagen.
Dabei brennt sich das Rauchrohr selbständig wieder frei und es wird zudem auch etwas schneller warm und bekommt so
eben auch einen besseren Durchzug.
Das bringt zwar auch einen etwas höheren Brennstoffdurchsatz mit sich und daraus resultierend
eben auch auch "ein etwas mehr" an Strahlungswärme, verhindert aber das schnelle zusetzen des Rauch- bzw. Ofenrohres.

Zu dem verhinderst Du so auch wirksam einen sog. Backflash (Umkehrbrand) bei dem der Ofen sich dann die Frischluft
über den Kamin holt und in das Fahrzeug reinqualmt.
Dies passiert dann gerne, wenn das Ofenrohr in einem Druckfeld (nahe einem Haus oder ähnlichem) steht
und die von dort reflektierte Druckwelle (z.b: von einer Windböhe o.ä.) dann die Abgase in das Fahrzeug über den
Kamin reindrücken würde. Wenn dann dabei die Luftzufuhr am Ofen zu klein eingestellt ist, beginnt der Ofen plötzlich dann wie verrückt
nach innen zu qualmen. In dem Moment wo Du wieder etwas mehr Luft zufuhr gibst, dreht sich das ganze automatisch wieder um.

(Hab ich selbst auch schon mal gehabt)
Den Zuluft Regler daher im Auto nie unter 2/3 zuregeln, sonst kann es zu eben diesem Phänomen kommen !


Die lichte Rohrkonstruktion Oberkante Ofen und Oberkante Kamin sollte bei einem 10-er Rohr auch nicht unter 1,20meter betragen.
Wenn Du Diese Höhe nicht einhalten kannst aufgrund deiner Konstruktion, dann solltest Du ein aussen aufzusetzendes Rohr machen
um diese Mindesthöhe zu erreichen damit der Ofen immer einen deutlich ausgeprägten Durchzug hat.


Die Zwangsbelüftung dabei (ein oder mehrere Löcher im Boden oder eine oder mehrere unverschließbare Öffnungen)
mit mindestens der Gesamtfläche des Abgasrohrdurchmesser hatte ich glaub ich eh schon erwähnt.

möchte ja noch öfters was von Dir lesen !
;-)

viel Spaß mit Deinem Holzofen !
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innocooper74

unregistriert

10

Freitag, 17. September 2010, 18:11

Na, das hört sich fast an wie von Schornsteinfeger geschrieben ;)

Da ich schon einige Jahre in einer Wohnung mit Feststoffen geheizt habe und mich gut mit dem Kaminkehrer verstand war zwar nichts wirklich neues für mich dabei, aber ich denke für alle nachkommenden Leser wird dieser Thread damit deutlich gehaltvoller, vielen Dank dafür.

So ein Kaminbrand ist übrigens tatsächlich nicht so lustig...war mal bei einem anwesend, da hats sogar den gemauerten Kamin (Schornstein) übel mitgenommen, hatte hinterher deutliche Risse...der Umgang mit offenem Feuer verlangt halt ein wenig mehr Aufmerksamkeit...

Danke und Gruß
Dennis