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1

Sonntag, 6. Februar 2011, 12:15

Hallo,
wollte mir eigendlich einen IVT MPPT 20 A Regler für meine 200Wp Anlage kaufen.
Nun hab ich hier das hier gelesen:


"Warum Pulsweitenmodulation (PWM) für Solarladeregler
Das Laden einer Batterie mit einem Solarsystem ist eine nicht ganz einfache Aufgabe.
Früher wurden hierzu einfache EIN/AUS-Regler (Shunt-Regler) benutzt. Diese dienten nur dazu
den Gasungsprozeß der Batterie so gut wie möglich zu begrenzen. Der Ladevorgang ist dabei
weder von der Umgebungstemperatur noch vom Alter und Zustand der Batterie abhängig. Mit
dieser Reglungsart können im Prinzip nur zwei nicht zufriedenstellende Zustände erreicht werden:
Die Batterie wird niemals voll geladen oder sie wird oberhalb der Gasungsschwelle betrieben.
Diese Art der Regler sind auch heute noch vielfach erhältlich, meist in kleinen schwarzen Kästchen für unter 30,- Euro. Gibt man etwas mehr Geld aus, haben diese schwarzen Kästchen einige LED’s und einen Tiefenentladeschutz der seinen Namen nicht immer verdient.
Was also kann ein PWM-Regler besser?
PWM-Regler sind mit einem Mikrocontroller ausgestattet, der den Ladevorgang und die
Umgebungsfaktoren wie Alter und Zustand der Batterie überwacht.
Nähert sich die Batteriespannung dem “Voll”-Wert, wird der Ladestrom langsam reduziert um eine
Gasung und Aufheizung der Batterie zu verhindern.(ähnlichaber besser als IU-Charakteristik).
Der Ladevorgang wird jedoch nicht abgebrochen, sondern mit der größt möglichen Energiemenge fortgesetzt. Das Ergebnis ist eine vollere, schnellere Ladung bei gleichzeitiger optimaler Batterie-”Gesundheit”.
Das besondere am patentierten Morningstar-PWM-Verfahren ist der Erhalt der vollen
Ladespannung bei gleichzeitiger Reduzierung des Stroms vor der Gasungsschwelle, bis zum
Voll-Zustand. Dieser Ladevorgang wird durch den Mikroprozessor je nach Temperatur und
“Gesundheits”-Zustand der Batterie optimiert, womit sich folgende Vorteile ergeben:

Drastische Erhöhung der Ladungsakzeptanz der Batterie
Wiederherstellung verlorener Batteriekapazität durch Desulfatierung mittels Spannungspulsen
Erhöhung der tatsächlich verfügbaren Batteriekapazität
Erhöhung der Batterielebensdauer, Verringerung des Wasserverbrauchs der Batterie

Sind PPT-Regler wirklich gut?
PPT steht für PowerPointTracking. Dieser Regler werden von einigen Händlern sehr angepriesen, da sie einen höheren Ladestrom liefern sollen. Dieses ist im Prinzip richtig, gilt aber nur solange die Batterie relativ -besser gesagt ganz- leer ist. Nur dann kann nämlich die Ladespannung abgesenkt werden, um den Ladestrom anzuheben. Die Leistung, die das Panel abgibt ist und bleibt das Produkt aus U*I. Da bei entleerter Batterie die Batteriespannung natürlich gering ist, kann man auch die Ladespannung etwas absenken. Sobald aber die Batteriespannung durch das Laden ansteigt, muß auch die Ladespannung angehoben werden, um noch Energie in die Batterie hinein “treiben” zu können. Je voller also die Batterie wird, desto mehr nähert sich der PPT-Regler einem konventionellen Regler. Da die Batterie aber sowieso möglichst voll sein soll, ist der Vorzug des PPT-Reglers nicht mehr gegeben.
Fazit: Ein PPT-Regler läd die Batterie nicht voller als ein herkömlicher Regler, er läd eine sehr weit entladene Batterie nur etwas schneller wieder auf. Beim PWM-Regler jedoch wird durch das patentierte Verfahren mehr Energie, batterieschonender eingeladen. Der PWM-Regler sollte immer dann gewählt werden, wenn das Fahrzeug auch in der nicht benutzten Zeit in der Sonne, also draußen, steht.

"

Was haltet ihr davon ?

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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2

Sonntag, 6. Februar 2011, 17:52

Die Aussagen halte ich für unsinnig. Warum?
Auch MPPT-Regler haben einen Batterieladeregler integriert.
Der Vorteil der MPPT-Regler ist, daß er seinen Eingangswiderstand so verändert, daß die Solarzellen an ihrem maximalen Leistungspunkt betrieben werden. Diesen Punkt sucht sich der MPPT immer wieder (Tracking). Strom und Spannung werden im MPPT-Regler verändert.
Der PWM-oder Längsregler kann seinen Eingangswiderstand nicht verändern, er stellt quasi einen Längswiderstand in der Ladeleitung dar. Der Strom bleibt im PWM-Regler an Ein- und Ausgang konstant, verändert (verringert) wird nur die Ausgangsspannung.

Bei der Verwendung von 17V-Zellen spielt der Effekt noch keine so große Rolle, richtig interessant wird der MPPT wenn man 30V-Zellen ("Haushalts.Module") am 12V Akku betreiben will. Dann würde der PWM grob die Hälfte der Solar-Leistung "vernichten".
Weiterer Vorteil des MPPT: er lädt bereits ab 5V Eingangsspannung, also weit unterhalb der Batteriespannung (zumindest der ivt kann das).

So ist jedenfalls mein Wissen über die Solarregler.

Andi

Wohnort: Karlsdorf-Neuthard

Fahrzeug: DB L613D, Audi A6, Honda VTR1000F

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3

Sonntag, 6. Februar 2011, 18:24

Im Prinzip ist das was unter "Sind PPT-Regler wirklich gut?" seht, schon richtig, nur nicht zu Ende gedacht.
Hat man eine Solarzelle mit einer MPP-Spannung von knapp über der Ladeschlussspannung der Batterie, also im 12V System 15-18V, betreibt man seine Zelle beim laden mit einem normalen PWM-Regler und bei ausreichender Sonneneinstrahlung schon sehr nahe am MPP, hat somit also schon fast den maximalen Wirkungsgrad. Ein MPPT-Regler könnte hier aufgrund seiner aufwändigeren Schaltung (Buck/Boost-Regler....vereinfacht gesagt ein PWM regler mit Nachgeschaltetem Transformator ähnlich einem Schaltnetzteil) sogar von Nachteil sein, da er im Vergleich zum simplen MOSFET Transistor des PWM-Reglers naturgemäß etwas mehr Verluste birgt.

Ist aber der Spannungsunterschied der Solarzelle und der Batterie größer, kann der IVT-MPPT-Regler eben wegen diesem Buck/Boost-Regler aber seine Stärken deutlich ausspielen. Ist die Spannung der Zelle niedriger als die der Batterie, macht ein solcher Regler das Laden überhaupt erst möglich. Ist die Spannung der Zelle deutlich höher als die der Batterie (bei mir z.B. 50V), Lädt dieser Regler mit einem höheren Strom als aus der Zelle selbst kommt. Ein PWM-Regler kommt hier maximal auf den Strom des Moduls, und auch nur dann, wenn dessen MosFet einfach nur eingeschaltet ist und eben nicht PW-Moduliert ist (unterhalb der U0-Phase).

Es ist also abhängig davon, was für eine Zelle du nutzt. Den etwas höheren Preis des MPPT-Regler holst du schnell wieder rein, wenn du Zellen aus normalen PV-Anlagen verwendest, die im Vergleich zu den "12V"-Zellen vom Camping-Mafiosi ....ähh Camping-Händler deutlich günstiger sind.


Grüße,
Jens

regentrude

unregistriert

4

Sonntag, 6. Februar 2011, 19:40

moin tibet.

Zitat

Es ist also abhängig davon, was für eine Zelle du nutzt. Den etwas höheren Preis des MPPT-Regler holst du schnell wieder rein, wenn du Zellen aus normalen PV-Anlagen verwendest, die im Vergleich zu den "12V"-Zellen vom Camping-Mafiosi ....ähh Camping-Händler deutlich günstiger sind.


genauso sehe ich das auch.

um den ertrag deiner zelle mit dem passenden regler auch einlagern zu können,
für schlechte zeiten ;-) solltest du auch über deine batteriekapazität nachdenken.

lg magda

nick1508

unregistriert

5

Mittwoch, 9. Februar 2011, 21:25

Hallo
habe eine Solarpanel mit folgenden Daten

Pmpp 135 Wp
Impp 5,04 A
Vmpp 26,8 V
ISC 5,53 A
Voc 33,5 V

lohnt sich da ein MPPT Regler

habe gelesen das wenn das panel über 30 Volt abgibt ein MPPT
anstatt mit 5 A mit 10 A lädt

MFG Jan

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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6

Donnerstag, 10. Februar 2011, 13:13

Richtig, nur mit mppt lohnt sich ein 33V-Panel.
Längsregler geht nur mit 17V-Panelen.

Andi

tomlinger

unregistriert

7

Donnerstag, 10. Februar 2011, 15:23

Lohnt es sich zwei 17V Panel in Reihe zu schalten um die Vorteile von MPP nutzen zu können?!
(hab vier Shell SM55 auf dem Dach, also theoretisch bis zu 80/90 Volt?)

Wohnort: Karlsdorf-Neuthard

Fahrzeug: DB L613D, Audi A6, Honda VTR1000F

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8

Donnerstag, 10. Februar 2011, 23:42

man muss dabei die maximale Eingangsspannung des Reglers beachten. Bei z.B. den IVT MPPT ist das 60V.
Ansonsten spricht nichts dagegen. Ich hab zwei 26V Zellen in Reihe geschalten. Reihen- statt Parallelschaltung reduziert die Kabelverluste bei gleichem Querschnitt.

Gruß,
Jens

regentrude

unregistriert

9

Freitag, 11. Februar 2011, 00:14

Zitat

Original von tomlinger
Lohnt es sich zwei 17V Panel in Reihe zu schalten um die Vorteile von MPP nutzen zu können?!
(hab vier Shell SM55 auf dem Dach, also theoretisch bis zu 80/90 Volt?)


moin.
je nachdem wie die teile montiert sind, wär ich damit vorsichtig.
bei teilabschattung eines paneels zieht dieses bei einer reihenschaltung die anderen leistungsmässig mit runter, glaube ich..
lg magda

Wohnort: Oberpframmern

Beruf: hab ich

Fahrzeug: LP 608 - H

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10

Samstag, 12. Februar 2011, 02:19

Irgendwie wird hier im Moment grad alles lustig durcheinandergemischt.
Ein Regler kann in einer Reihenschaltung nicht mehr Strom liefern, wie das
schwächste Paneel liefern kann.

Der Mppt Regler ist durch eine Integrierte Aufwärtsregelung aber in der Lage,
Bei schwacher Sonneneinstrahlung das Maximum aus den Paneelen herauszuholen,
Indem die Ladespannung auf einen nutzbaren Wert angehoben wird.

Dabei verringert sich zwar der maximal erreichbare Ladestrom,
dafür aber kann ob der angehobenen Ladespannung der noch
verfügbare Ladestrom eben genutzt werden.

Dies ist eben bei reinen PPT Reglern nicht der Fall.

- ergo - wird das MPPT System so einem reinen PPT- oder einem
PWM System gerade unter schlechten Lichtverhältnissen ( also z.B. im Winter) immer
im Vorteil sein.

Der 2. Vorteil liegt dann in den Solarzellen mit höherer Zellspannung.
Diese erreichen bei gleichem Lichtpegel gegenüber den 17V Modulen
Die 14,4 V schon wesentlich früher und können somit früher Spannung
und zeitgleich deswegen auch mehr Strom abgeben.

D.h. Die Ladeleistung (also das Produkt aus Ladespannug und Ladestrom
Fällt aufgrund dieser beiden Vorteile deutlich effizienter aus.

Ein zusätzlicher angenehmer Nebeneffekt dabei ist, dass die typischen Hausmodule
Im Preis deutlich unter den 17 V Modulen liegen. (€/ Watt)

Alleine schon deshalb ist die oben zitierte Aussage Unfug.
Die neueren MPPT Regler "verfeuern" faktisch keine Leistung,
Da im selben Leistungsband wo die PPT Regler tatsächlich einen
marginalen Vorteil hätten, die MPPT Regler bereits eine deutliche
messbare Mehrleistung bringen, da eben die Hausmodule spezifisch
eben auch eine deutlich höhere Leistung haben, als man bei den typischen
Wohmopaneelen mit ihren 17V hat.
Eben auch wegen der günstigeren Preise.

17V Paneele in Reihe zu schalten geht zwar, macht aber wenig Sinn.
Da sich dann zwar die Spannung verdoppelt, aber der Strom halbiert.
Das mehr an Ladezeitgewinn steht dem halben Ladestrom gegenüber
aber dann wiederum eher schlechter da.

Vorraussetzung damit alles passt ist aber eben auch eine ausreichend
Dazu dimmensionierte Batterie- denn was nutzen mir 80Ah pro Tag Ladeleistung.
Wenn die Batterie bereits nach 40 Ah Abends leergezuzelt ist.

Das ganze Solarthema ist immer ein System - das man mit vielen komponenten zusammen
sinnvoll ergänzen kann oder es wird ein wahlloses zusammengestopsel von irgendwelchen
Einzelkomponenten die keinen rechten Sinn machen, weil falsch dimensioniert.


t
Signatur von »Schteffl« Freiheit bedeutet selber entscheiden zu können, was man definitiv nicht will

Wohnort: Karlsdorf-Neuthard

Fahrzeug: DB L613D, Audi A6, Honda VTR1000F

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11

Samstag, 12. Februar 2011, 18:46

Zitat

Original von Schteffl
17V Paneele in Reihe zu schalten geht zwar, macht aber wenig Sinn.
Da sich dann zwar die Spannung verdoppelt, aber der Strom halbiert.
Das mehr an Ladezeitgewinn steht dem halben Ladestrom gegenüber
aber dann wiederum eher schlechter da.
t


Wie kommst du zu dieser Erkenntnis?

Wenn man z.B. zwei Module, die 17V/5A liefern, in Reihe schaltet ergeben sich in Theorie und Praxis 34V/5A. Da halbiert sich nichts. Gleichmäßige Beleuchtung natürlich vorausgesetzt.
Regelt der MPPT-Regler z.B. am Ausgang auf 14.1V, kann er bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 90% 10,85A liefern.
Ein normaler PWM regler würde hier nur die 5A liefern und das Module weit unterhalb seiner MPP-Spannung betreiben. Hier ist eine Reihenschaltung natürlich Blödsinn. Bei Parallelschaltung kommt man dann auch auf 10A.

MartinBenz508

unregistriert

12

Samstag, 12. Februar 2011, 19:56

http://batteryuniversity.com/partone-24-german.htm

intertrailer

unregistriert

13

Montag, 14. Februar 2011, 00:56

Hallo!

Ein vieldiskutiertes Thema.
Im Grunde haben hier viele Recht.
Ich stand im Vorjahr vor der selben Frage.
Habe mich dann für den MPPT von IVT entschieden.
Meine Gründe dafür:
120Wp Modul 32,7V Leerlaufspannung, 25V max. Ladespannung / oben bereits beschriebene bessere Ladung
Betrieb eines Kompressorkühlschrankes / bessere Kompensation des Stromverbrauches
Ladung der Batterie auch bei schwacher Lichtausbeute / jedes 0.A ist wertvoll
Ich glaub dies waren meine Hauptbeweggründe für den mppt.
Der Ivt hat sich im Vorjahr bestens bewährt.

lg Ferdl

Andre1278

unregistriert

14

Dienstag, 15. Februar 2011, 23:43

Guten Abend,

PWM oder MPPT ? Ist eine Preisfrage, wir haben beide Systeme auf dem Dach, die MPPT Anlage bringt bei Bewölkung und Regen 20-30% Mehrleistung. Bei direkter Sonneneinstrahlung fast kein Unterschied feststellbar.

Fakt ist, dass 24V Module aus dem Hausbereich wesentlich billiger sind und einen MPPT Regler zur Pflicht machen. Unterm Strich kommt man aber damit immer noch billiger weg.

Wir haben 2x 130WP 12V Module an einem Steca PR3030 Regler und 3x 190WP 24V Module an einem Morningstar MPPT Regler. Die zwei verschiedenen Syteme kamen aus folgendem Grund. Auf dem ersten Womo war die kleine Anlage montiert. Das war ausreichend. Auf dem neuen Womo haben wir mehr Platz auf dem Dach und brauchen mehr Strom. Somit sind wir mit den 830 WP nun endlich komplett von Strom unabhängig, solange man den Winter in Spanien verbringt.

Hier noch etwas zum lesen. Solar auf dem Womo