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1

Donnerstag, 31. März 2011, 10:22

Hallo zusammen!

Wir haben hinten auf unsrem Bus nen Tabbert-Wohnwagen drauf. Der is für sein Alter (etwa 30 Jahre) auch noch ganz gut in Schuss, nur im hinteren Teil hat sich schon ein wenig die Verkleidung gelöst. Wir also voller Tatendrang das Ding entkernt - und was mussten wir feststellen: Das Holzgerippe, sofern es noch nicht durchgemorscht war, ist nur lose "verklemmt"...
Ist das normal in Wohnwagen, dass die Teile nicht fest verschraubt sind (wg dem ständigen Gewackel)?
Und was gibt dem Teil die Stabilität? Nur die Außenhaut aus Alu?
Heisst das, wir müssen das auch wieder nur verklemmen mit losen Brettern?
Wir wollten nach dem Wiederaufbau einige Ebenen, Schränke und Regale einfügen, die auch etwas aushalten sollten - kann man das dann dort verschrauben? Hält das?

Fragen über Fragen... wir würden uns sehr über ein paar sachkundige Äußerungen freuen!!

Schon mal Danke,

Grüße, Sascha

2

Donnerstag, 31. März 2011, 10:39

ich denke, der Rahmen war verleimt, und die Verbindungsstellen haben sich im Laufe der Jahre gelöst. Klar kann man verschrauben, oder mit Stuhlwinkeln wieder feste Verbindungen schaffen. Aber dann besser vorbohren, damit die Leisten nicht platzen.

Gruß Karsten

3

Donnerstag, 31. März 2011, 10:47

Hallo Sascha -

vorweg: von der Materie verstehe ich nicht viel und kann nur eine Annahme äussern.
Deswegen denke ich, dass die Teile, die nun lose sind, früher verklebt/verleimt waren.
Denn damit hatte ich vor Jahren mein persönliches Erlebnis:
Ich besass mal einen Ducato mit Bürstner-Aufbau. Damit stand ich voll in der Sonne
- bei knapp über +40° C im Schatten. Auf die rechte Fahrzeugseite knallte direkt
die volle Sonnenhitze und plötzlich machte es blubb-knack. Dabei ist das Alublech
des Aufbaus rechtsseitig plötzlich bauchig nach aussen gewölbt worden.
Offensichtlich hatte die Hitzeeinwirkung die Verklebungen hinter der Aluwand platzen
lassen.
Später bei Abkühlung hatte sich das Alublech wieder in die alte Form zurück bewegt,
nichts war mehr sichtbar von dem, was passierte. Aber kaputt war dabei sicher
einiges gegangen.

Das habe ich verkauft - fahre lieber wieder Kastenwagen.

LG Christoph
Signatur von »ophorus« Wer nach allen Seiten immer nur lächelt,
bekommt nichts als Falten im Gesicht!!

4

Donnerstag, 31. März 2011, 10:56

Danke Euch beiden, das kann natürlich gut sein, dass die Bretter verleimt waren - waren aber keinerlei Rückstände von Leim oder Kleber zu finden...

Noch ne Spezialfrage: Der Hintern vom Wohnwagen is ja abgerundet. Entsprechend waren die (übrigens total zerbröselten) dreilagigen Holzlatten, die hinten links und rechts vertikal verlaufen, auch der Form angepasst, also entsprechend der Wohnwagenform gebogen. Wie kriegen wir das nun hin? Gibt es dünnes Holz, dass sich der Form anpasst oder muss man das unter Zuhilfenahme speziellster Techniken ( 8-( ) biegen (lassen)???

Ratlose Grüße,
Sascha

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Medienfuzzi

Fahrzeug: 79er Ford A0406, 96er W210

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5

Donnerstag, 31. März 2011, 11:03

Moin, Sascha.

Ich sprach vor längerer Zeit mal mit einem Kumpel (Tischler) über solche Sachen. Er sagte, das früher solche Leisten mit Dampf und Hitze maschinell gebogen wurden. Keine Ahnung, ob man sowas auch anders hinbekommt.

Gruß, Hucky
Signatur von »Hucky« It's only Rock'n'Roll - but i like it. 8-)

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Medienfuzzi

Fahrzeug: 79er Ford A0406, 96er W210

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6

Donnerstag, 31. März 2011, 11:16

Vielleicht hilft Dir das weiter?

http://www.somaform.de/

Oder das?


http://www.woodworker.de/forum/biegen-holz-kurze-zusammenfassung-t2794.html
Signatur von »Hucky« It's only Rock'n'Roll - but i like it. 8-)

Wohnort: Wentorf bei Hamburg

Beruf: Raumausstattermeister

Fahrzeug: Kastenwagen

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7

Donnerstag, 31. März 2011, 11:46

Moin erstmal ,
also Wasser und Leim vetragen sich nicht so wirklich ,
daher die Ablösungen
außer bei Wasserfesten Leim -

die gebogenen Leisten lass dir vom Tischler anfertigen - das ist viel zu Aufwändig um es selber zu machen
richtig ist schon die Wasserdampfmethode - aber da benötigst du dann Formen in die die Leisten geklemmt werden
bis die trocken sind .

und ja das ist das IKEA Prinzip - hält erst richtig wenn alles zusammengebaut ist .

und noch mehr Schränke und Regale bekommst du dann mit Hilfsrahmen fest

LG Q
Signatur von »Quietschi« wenn ich könnte wie ich wollte,
wäre ich schon längst da, wo ich hin will

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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8

Donnerstag, 31. März 2011, 12:09

Moin,
Beim Tabbert Wohnwagen waren die "Dachlatten" mit Tackernägeln von außen aneinander geklammert. Dann von außen die Aluhaut drauf und von innen 5mm Spanplatte, ich glaube die war aufgeleimt.
Die Tackernägel sind allerdings fatal: Wenn die durch feuchtigkeit rosten, und sie an der Aluhaut anliegen, hat man ein schönes Element was für besten Alulochfraß sorgt 8-(

Nach dem ich den Monsterwasserschaden an meinem 508 Tabbert hatte und den Aufbau genauer gesehen habe, würde ich nie wieder einen Wagen mit Wohnwagenaufbau nehmen. Schon gar nicht, wenn im Wohnwagenaufbau die Familie transportiert wird.Dann lieber einen Kastenwagen oder stabilen Kofferaufbau.
Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden.

Andi

407zwerge

unregistriert

9

Donnerstag, 31. März 2011, 12:22

runde sachen aus holz sind nicht so schwer zu machen.
immer wasserfesten leim. schraubzwingen so fest wie nur irgend moeglich.


man klebt(leimt sagt der volksmund) viele glatte kurze hoelzer in etwa der form des runden stuecks immer versetzt uebereinander. und schneid dann am schluss mit schablone sein teil daraus.

leider kein bild gefunden.

als kleber empfehle ich PUR(Polyurethan-kleber) von wuerth. so ein schaeumender kleber der klebt wie westerwelle an seinem stuhl. holz.alu.metall. nur nicht ganz billig.

407zwerge

unregistriert

10

Donnerstag, 31. März 2011, 12:30

etwa so nur halt nicht gerade sonder jede lage etwas seitlich versetzt und am ende die form rausgeschnitten bei starken rundungen. mehr kurze hoelzer.

Wohnort: Berlin - Wedding

Beruf: Schraubär

Fahrzeug: Hymercamp 55, auf Peugeot J5 Sauger

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11

Donnerstag, 31. März 2011, 12:34

...hier mal ein Link, wie sowas repariert wird.

K L I C K - M I C H

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12

Donnerstag, 31. März 2011, 13:02

Hallo,

was die Stabilität betrifft kann man auch sehr gut mit Blech und Alu arbeiten. Einige Wohnwagen sind von Werk auch mit Alustreben gebaut.

so long
Pit

HarunAlRaschid

unregistriert

13

Donnerstag, 31. März 2011, 18:26

Zitat

Original von Sascha
Wir haben hinten auf unsrem Bus nen Tabbert-Wohnwagen drauf.
........ Holzgerippe,


Was mich hier wundert ist:

Ich habe früher immer gehört,
dass die Tabbert-Wohnwagen so stabil seien,
weil sie als Einzige kein Holzgerippe,
sondern einen Stahlrahmen hätten...

(?)

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Fahrzeug: Mercedes 207D Bj. 1979; Borgward B522A Bj. 1961

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14

Donnerstag, 31. März 2011, 19:52

Stahlrohrskelett gibt es meines Wissens nur beiden Eriba-Touring Modellen, das sind die mit dem Hubdach drauf.
Die ganzen übrigen Konstruktionen kriegen ihre Stabilität mehr oder weniger durch den Innenausbau, nimmt man den raus, wirds sehr schwankig.
Grüße
Volkhard

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15

Donnerstag, 31. März 2011, 20:28

Tabbert hat 100 pro sicher einen Holzrahmen.
Eriba Puck hat auch nen Stahlgerippe...

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16

Donnerstag, 31. März 2011, 20:46

...alle Hymermobile der 70-80Jahre hatten ein Vierkantstahlrohrgerippe das mit Styropor ausgefacht war.

Die kleineren Camp/Car hatten Holzgerippe.
;-)
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17

Donnerstag, 31. März 2011, 22:21

Uiuiui, da ham wir ja ganz schön was zu lesen...

ich glaub, das Holz selbst zu biegen, das probier ich erst gar nicht.
Tja, da müssen wir ma schaun, wie wirs machen - danke an 407zwerge für die Anregung...

@HarunAlRaschid: Unser Tabbert hat tatsächlich ein bissl Stahl unterm Alu, nämlich hinten einen Metalrahmen rund ums große Heckfenster, welcher mit der Außenhaut verschraubt ist (außen auf der einen Seite ein Griff, auf der anderen Seite so Halterungen, vielleicht für Sat-Schüssel gedacht o.ä.). Und die Heckfläche war übrigens mit Glaswolle u.ä. gedämmt, die Seiten mit Styropor - keine Ahnung, ob das von Werk aus so war oder jemand im Laufe der Jahre schon mal Hand angelegt hat...

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18

Donnerstag, 31. März 2011, 23:05

Im Urmel konnte man die Holzlatten in der Hand zerbröseln.
Habe die neuen Latten auf`s Außenblech geklebt. Die Rundungen habe ich leicht " eckig " ausgeführt ( immer sehr kurze Stücke ) Gedämmt ist unser Urmel mit Styrodor ( orginal ).
Von innen habe ich den ganzen Wohnraum mit 10mm Nut-Feder-Holz verkleidet. Sah´ leer wie`ne Sauna aus..
Ich weiß nicht ob alles richtig war, ist auf jeden Fall dicht, und sieht wohnlich und gemütlich aus.( Gewicht = na ja)
Morgen ist der 01.04--- Urmel geht wieder auf Tour.
Frank

timeless

unregistriert

19

Donnerstag, 31. März 2011, 23:42

Na das ist ja mein Thema: Hab 1. gestern beschlossen mir nen Wohnwagen zu kaufen (und den mittelfristig mit viel Holz neu auzubauen (mehr dazu später) und 2. hab ich heute gerade Holz Dampfgebogen, und zwar Stuhlbeine und Streben für Grünholzstühle nah englischem Vorbild... guckst du: www.gruenholz.info (bei den Bilders gibts entsprechende Beispiele)

Dampfbiegen lässt sich mit n bissl aufwand und Hausmitteln realisieren, ist aber schon en Aufwand...Schichtverleimen ist da zweckmägier - oder die Rundungen aus dem Vollen Materal herausschneiden, so wie die Dachbögen meist bei Bauwägen sind.

Ich geh jetzt ins Bett - gute Nacht

Markus

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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20

Freitag, 1. April 2011, 10:49

Hier gibts ne umfangreiche schwedische Doku über die Renovierung eines Kabe-Wohnwagens.
Manche Leute sind echt mutig. Oder besch...??? :O
Den Link hat Limes mal bei freaksmobile.de gepostet. Ist aber wohl nur für eingeloggte User zu lesen.

Andi