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1

Samstag, 2. April 2011, 12:19

Hallo,

nachdem unser alter Waeco Wechselrichter als irreparabel von Waeco geprüft wurde, haben wir dankbar deren Angebot angenommen, auf den neuen Waeco Perfekt Power PP2004 zu wechseln. Beim der Montage ist mir folgendes nicht klar.

Es soll eine Erdungsbrücke gesetzt werden - oder eben auch nicht - aber wann?

Bedienungsanleitung PP2004

Auf Seite 5 vom Handbuch ist ein Musteranschlußschema, auf Seite 18 wird die Verwendung der Erdungsbrücke beschrieben.

Mein Schaltbild weicht geringfügig von dem Schaubild ab:

- Die externe 2220 V Wechselspannung wird direkt mit der Eingansseite des Wechselrichters verbunden, also kein paralleler Anschluss zusätzlicher Geräte (Pos 2 im Bild)- Außensteckdose

- Eingansseitig ist der Wechselrichter wie im Bild mit dem 24 V Netz verbunden

- Ausgangsseite geht direkt an den FI, danach weitere Verbraucher, unter anderem auch ein 12 V Ladegerät, über das direkt die 12 V Batterien des Wohnmobils geladen werden(Fahrbereich also 24 V, Wohnbereich 12 V).

- Die Masse vom 12 V Netz liegt also am Massepunkt vom Wechselrichter an.

Muss ich nun auf "FG" oder "N+FG" anklemmen? Was ist der Unterschied?

Gruß
Fred

Anhaltiner

unregistriert

2

Samstag, 2. April 2011, 20:47

Hallo Fred,

eine "isolierte Wechselspannung" hast Du in dem Moment wo die Erdungsbrücke NICHT gestzt wird.
Dann erzeugt das Gerät 230 Volt aus 12 / 24 Volt. In diesem Fall ist die Ausgangsspannung des Wechselrichters (WR) "galvanisch" von der Aussenanlage getrennt. Galvanische Trennung bedeutet, dass KEINE direkte Verbindung zum 230 Volt Außennetz besteht, keiner der 3 Leiter hat eine Verbindung zum Außennetz. Deine 230 V Bordspannung ist daher "isoliert". Dies bedeutet aber nicht, dass Du an der Ausgangsseite des WR keinen Stromschlag bekommst !!!!

Das Stecken der Erdbrücke hängt meines Erachtens davon ab welche Geräte Du am WR betreiben möchtest. Dein Batterieladegerät z.B. hat mit Sicherheit einen EuroStecker ohne Schutzkontakt. Bei solchen Geräten ist eine Erdung nicht erforderlich, weil der Stecker von Hause aus keinen Schutzleiter hat. Bei Anschluss solcher Geräte kannst Du auf eine Erdung verzichten da reicht die isolierte Wechselspannung.
Bei Bügeleisen oder Tauchsieder z.B. sieht es anders aus, die haben einen Schutzleiter und brauchen demzufolge auch eine Erdung.
Fehlt diese und das Gerät hat einen Defekt bekommst Du beim Berühren der Bügelfläche z.B. einen Stromschlag.

Vielleicht hilft Dir das hier weiter: http://www.wiemachtman.de/home/elektro/46-schaltungen/198-fi-schalter-anschliessen-schaltplan.html

Auf jeden Fall solltest Du hier keine eigenmächtigen Versuche machen. Sollte Dir die Anschließerei zu kompliziert sein suche einen Elektriker auf. Kommt es zu einem Stromunfall haftet derjenige der die Anlage errichtet hat. Ein Elektriker braucht um die Anlage zu prüfen und die Brücke richtig zu stecken eine halbe Stunde. Die paar Euro sollte dir deine Sicherheit schon wert sein.

Kann es übrigens sein, dass die Beschreibung des WR einen Fehler enthält ??
Im Text steht dass "N + FG" gesteckt werden soll. Auf der Zeichnung ist aber "L1 und FG" verbunden. So müsste es eigentlich erst recht knallen.

Ich übernehme im Zusammenhang mit diesen Ausführungen KEINE Haftung für den eigenmächtigen Anschluss.


Viele Grüße:
Markus

3

Samstag, 2. April 2011, 23:23

Moin,

Ich gehe mal davon aus das Dein Wohnmobil mit normalen 230 Volt Steckdosen mit Schutzkontakten ausgestattet ist.

Eine Erdleiter gibt es nur Umgangsspachlich, gemeint ist der Schutzleiter Farbe gelb / grün.
Es gibt elektr. Geräte mit Metalgehäuse oder auch nur Teilweise metallisch.

Sollte einmal Spannung durch einen defekt ans Außengehäuse gelangen führt dieses zum Kurzschluß wenn du die Brücke setzt,
wenn nicht Auaaa ;-),dan kriste nen elektrischen Schlag 8-( .

In der normalen Hausinstallation ist es genauso, in Hamburg gibt es die moderne Nullung nichts anders
als Brücke im Hausanschluskasten zwischen Nulleiter Blau und Schutzleiter gelb/grün.

Es gibt aber auch Geräte mit sogenannter Gehaüse Schutzisolierung, d. h.
keine elektischen Teile haben Kontakt zum Außengehäuse.
Dat sind die mit dem Flachen Eurostecker.

Ich hoffe, ich habe es einigermaßen verständlich beschrieben,
in Wirklichkeit ist es viel umfangreicher und komplizierter
hinsichtlich der allgemeinen Schutzmaßnahmen nach VDE 0100
aber dat verwirrt jetzt nur und führt jetzt zuweit.
Signatur von »Joe 60« Gruß aus HH Moorfleet
Joe 60

4

Sonntag, 3. April 2011, 11:03

Moin Marcus und Joe 60

vielen dank,

das hat mir sehr geholfen, der Begriff "isolierte Wechselspannung" ist nun klar geworden.

Der Anschaltplan ist an dieser Stelle tatsächlich zumindest irreführend, wenn der Auslieferungszustand "getrennt" definiert ist.

Inzwischen ist das Gerät an die Außensteckdose und den 24 V Kreis angeschlossen, die Ausgangsseite zum 220 V Bordnetz ist noch offen. Ich prüfe jetzt auf Durchgang zwischen Masse und Nuleiter (Erdungsbrücke gesetzt).

Der Hinweis auf eine Prüfung durch einen Elektriker ist angekommen und wird nach Einbau beherzigt, sehr wahrscheinlich am Stoverstrand ;-)

Gruß
Fred

5

Montag, 4. April 2011, 09:07

Moin Fred,

bei gesetzter Brücke hast du eine "Nullung". Das funktioniert aber nur, wenn kein nachfolgender FI verbaut ist. Hast du einen FI, muß die Brücke raus.

Gruß Karsten

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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6

Montag, 4. April 2011, 11:41

Hi Karsten,
da hast du aber einen Denkfehler, glaube ich. Selbstverständlich muss die Nullbrücke gesetzt werden wenn Geräte ohne Schutzisolierung verwendet werden (können), also mit "normaler" Schukosteckdose. Ein FI, der hinter der PE - Brücke angeschlossen wird, wird dann trotzdem funktionieren.
Natürlich darf HINTER dem FI, also an den Steckdosen, keine PE-N-Brücke verbaut werden, dann löst der FI unweigerlich falsch aus.
Wenn die Brücke im WR, also vor dem FI gesetzt wird, ist das ein normales TN-S-Netz.
Die Bedienanleitung ist doch eigentlich eindeutig. Wenn ein Steckdosennetz als Verbrauchernetz aufgebaut wird, muss die Brücke gesetzt und ein FI eingebaut werden (Seite 17 unten). Wie die Brücke gesetzt wird steht auf Seite 18.

Oder stehe ich jetzt völlig auf der Leitung?

Gruß
Andi

7

Dienstag, 5. April 2011, 18:15

Moin,

ich folge erst mal der Meinung der Mehrheit, auch wenn das sicher nicht immer richtig ist. Andi argumentiert meines Wissens nach richtig, der FI soll das nachgeschaltete Netz überwachen, der Bereich davor (Wechselrichterseite) ist uninteressant.

Gruß
Fred

PS: Wir testen das mit Freiwilligen auf dem Treffen, nach ein paar Bier tut es auch fast gar nicht mehr weh ;-)