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1

Freitag, 29. Juli 2011, 17:35

Möchte vorab kurz loswerden dass meine Freundin und ich endlich einen passenden Bremer gefunden haben. :-) &erlebehoch
In den wird jetzt mal ordentlich Zeit gesteckt, also alles raus und laaanngsam wieder rein.

Deshalb wollte ich euch mal Fragen ob jemand schon mit Schafwolle als Isolation Erfahrungen gemacht hat?
Hier mal die mögliche Bezugsquelle. Als Skitourengeher bin ich von Wolle vollends überzeugt, fragt sich nur ob es im Bus auch sinnvoll ist. Der Bus sollte wirklich Winterfest (-20) sein, wobei er mit einer kleinen Truma und bei Zeiten mit einem sehr kleinem Holzofen geheizt wird, problematisch ist vermutlich aber vor allem die Feuchtigkeit da wir durch Skijacken etc viel feuchte in den Bus bringen.
Nach meinen bisherigen Überlegungen würde ich an allen Auflageflächen der Pappelverkleidung auf Metall 1cm Trocellen und überall sonst an den Seitenwänden Dämschafwolle in entsprechender Stärke verbauen. Schrauben natürlich nicht mit Metallkontakt um Kältebrücken zu vermeiden. Am Boden vermutlich Trocellen bzw. etwas geschlossen poriges, Decke/Himmel bin ich noch unsicher.
Nachdem ich nicht glaube das Ganze mit den Verwindungen des Autos wirklich dichtzubekommen, tendiere ich momentan nur zu einer Dampfbremse, eventuell sogar oben mit einer Aussparung für das Entweichen gesättigter Luft.

Ich weiß das Thema Isolation ist vieldiskutiert, die Suchfunktion hat aber zum Thema Schafwolle kaum geholfen, deshalb wärs super wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
Liebe Grüße aus Wien,
saul

regentrude

unregistriert

2

Freitag, 29. Juli 2011, 17:44

moin und herzlich willkommen.

zur isolierung eines womos wirst du lesestoff für 3 tage finden, wenn du das wort bei "suchen" eingibst..

schafwolle, vor allem naturbelassene, ist absolut toll, da sie keine feuchtigkeit aufnimmt.
als isolierung im womo kannst du sie leider trotzdem nicht nutzen..
sie ist nich rüttelfest..
sprich, die isolierung sackt dir in der wandverkleidung zusammen.

als alternative könntest du sie "walken" und dann auf dünnes sperrholz tackern..
walken ist aber aufwendig, zwischen sperrholz und blech bräuchtest du hinterlüftung..

ach nee, ich würde das nicht machen.
trocellen ist schon eher das mittel der wahl.

zur dampfsperre scheiden sich hier auch die geister..

viel glück
magda

Wohnort: zwischenkölnundfrankfurt

Fahrzeug: L407

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3

Freitag, 29. Juli 2011, 18:11

ich versuch mein glück mal mit dämmhanf. in das pappelsperrholz säge ich an unsichtbaren stellen unterm bett, hinterm schrank und hinter der küchenzeile ein sichtfenster. da klebe ich von innen plexiglas drauf, damit ich beobachten kann wie das zeug bei feuchtigkeit arbeitet. ansonsten sind mir kältebrücken egal, weil es im wohnmobil eh nach kürzester zeit eiskalt ist und die feuchtigkeit sowieso in alle ritzen zieht. ein paar kleine lüftlöcher wollte ich vielleicht machen, damit es hinterm holz bisschen zirkulieren kann. ich schraube das sperrholz direkt aufs metall ohne isolierung drunter. was warm macht ist die heizung und nicht die isolierung. die wärme hält sich nach meiner erfahrung auch in einem gut isolierten wohnmobil nicht wesentlich länger.

ob der dämmhanf rüttelfest ist weiß ich aber noch nicht. wird erst in den nächsten monaten verbaut.

hab meinen nachbarn gefragt ob bei dem dämmhanf der drogenhund bei einer polizeikontrolle verrückt wird und ich dann das ganze auto zerlegt bekomme. der meint, das wäre faserhanf und da müsste man nichts befürchten. mohnbrötchen essen oder mohn verarbeiten wäre viel schlimmer und sie hätten in den kontrollen schon bäcker gehabt die von der arbeit kamen und einen positiven drogentest auf mohn hatten weil sie mohnkuchen geknetet hatten. toll oder?

die isolierung mache ich an den meisten stellen auch erst am schluß, damit ich jederzeit die verkleidung abmachen kann um trocellen reinzumachen wenn das mit dem hanf nicht mehr abtrocknet oder zusammenfällt.

aber zurück zum ot - wenn du sicher sein willst, nimm trocellen!

grüße vom radi8

regentrude

unregistriert

4

Freitag, 29. Juli 2011, 18:22

moin radi

"die wärme hält sich nach meiner erfahrung auch in einem gut isolierten wohnmobil nicht wesentlich länger. "

nach meiner erfahrung nach 4 wintern wohnen im womo tut sie das schon.. :-O
...nützt im übrigen auch was gegen kondenswasser, wenn temperaturschwankungen gering bleiben..

aber viel glück
magda

5

Freitag, 29. Juli 2011, 18:31

Zitat

Original von allerleirauh
moin radi

"die wärme hält sich nach meiner erfahrung auch in einem gut isolierten wohnmobil nicht wesentlich länger. "

nach meiner erfahrung nach 4 wintern wohnen im womo tut sie das schon.. :-O
...nützt im übrigen auch was gegen kondenswasser, wenn temperaturschwankungen gering bleiben..

aber viel glück
magda


Ich mach mir nicht unbedingt Gedanken wegen der Wärme selbst, sondern eben wegen dem Kondenswasser, das hängt aber natürlich zusammen:-O . Deswegen auch absolute Kältebrücken vermeidung.

Mit dem Rütteln könntest du Recht haben obwohl das ja nicht so schlecht ausschaut und ja eventuell irgenwie befestigt werden kann.
Filz wäre ja auch noch möglich.

lg

6

Freitag, 29. Juli 2011, 19:09

Hanf ist zum Rauchen da!
Basta.
Signatur von »ophorus« Wer nach allen Seiten immer nur lächelt,
bekommt nichts als Falten im Gesicht!!

Wohnort: LG

Fahrzeug: O309D H, 207D, XT350

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7

Freitag, 29. Juli 2011, 19:21

wie lassen sich aus schafwolle dauerhaft und ohne chemie die motten raushalten?
mir fallen dazu nur 4 wochen saharacampen ohne sonnenschutz ein, oder eben eine
polarexpedition mit -45°C ..der lieben tierchen wegen. danach müsste bussi keimfrei
sein. ;-)
Signatur von »ärpe« alles wird gut

timeless

unregistriert

8

Freitag, 29. Juli 2011, 19:23

Borax-lösung ließe sich zum längerfristigen entmotten der wolle einsetzen. Hab ich so gelesen, aber keine eigene Erfahrung gemacht (bisher)!

regentrude

unregistriert

9

Freitag, 29. Juli 2011, 19:34

:-O geht wieder gen OT...
@ärpe

"wie lassen sich aus schafwolle dauerhaft und ohne chemie die motten raushalten?"

naturbelassene, d.i. fette wolle, also unbehandelt nach der schur, lässt nie motten rein..
ich hab heute noch wolle von eigenen schafen aus 1991, nur warm gespült, als kissenfüllung..
ohne irgendwelche tierchen, fliegend oder krabbelnd..

alles gekaufte ist halt "vorbehandelt"..
magda

10

Freitag, 29. Juli 2011, 20:03

Danke für die Antworten.
Ja das Lanolin ist leider ausgewaschen, die Wolle ist aber mit Mottenschutzmittel behandelt, außerdem mögen Motten grundsätzlich gern Ruhe. Standschäden werden also durch fahren vermieden ;-)

hat jemand direkt Erfahrung mit Wolldämmmatten?

timeless

unregistriert

11

Freitag, 29. Juli 2011, 20:05

Tja, aber für mich persönlich würde der Öko-Faktor von Schafwolle, in dem Moment in dem sie mit Permethrin oä geimpft ins vollkommen futsch gehen, und bevor ich mir son Chemogift hinter die Verkleidung stoff lieber was konvetionelles nehmen, was halt nichts so strak ausdünstet.

Aber die allg. verwendeten Antimottenmittel sind ne garstige Geschichte. ;-(

Wohnort: Wald Michelbach

Beruf: reisender Holzwurm

Fahrzeug: MB613 Navarra Crossfire u.a.

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12

Freitag, 29. Juli 2011, 20:22

ich verarbeite seit mehr als 25 Jahren im eigenen Betrieb ALLE baubiologischen Dämmstoffe in Gebäuden.
Und habe jeden Tag mit Dampfdiffusion und Bauphysik zu tun.
Für meinen Bus habe ich mich für STEICOFLEX Holzfaserplatten entschieden.
Schafwolle muss ziemlich vergiftet werden,das sie das als Dämmung im Bus aushält.Und sie hat keine guten Dämmeigenschaften gegen Hitze im Sommer und gegen Schall.( Immer in der Relation zu anderen.)Und WEHE,sie bleibt über längere Zeit feucht!
Mein Fazit: lass es,so verlockend der Gedanke karmatechnisch gesehn auch ist.

Grüssle

Chris

Wohnort: zwischenkölnundfrankfurt

Fahrzeug: L407

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13

Freitag, 29. Juli 2011, 20:41

Zitat

"die wärme hält sich nach meiner erfahrung auch in einem gut isolierten wohnmobil nicht wesentlich länger. " nach meiner erfahrung nach 4 wintern wohnen im womo tut sie das schon..

also meine erfahrung ist, dass es im wohnmobil bei minustemperaturen nach 1 stunde ohne heizung saukalt ist. isolierung hin oder her...
was da bestimmt hilft ist ein pullover aus schafswolle :-)

Wohnort: LYON

Fahrzeug: T3... und RMB :-)

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14

Freitag, 29. Juli 2011, 21:32

Ja, das find' ich auch. Schafswolle ist am besten als Pullover... und isoliert dann auch wirklich gut :-O

Für'n Wohni immer nur Trocellen / XTrem-Isolator. Kein Wasser, keine Kältebrücke, kein Schall, keine Tierchen, keine Kälte.

Und ein gut isoliertes Mobil ist nie nicht nach einer Stunde ohne Heizung saukalt... es sei denn, die Tür steht offen &pfeif1
Signatur von »AKA« L'essentiel est invisible pour les yeux.

Wohnort: Tübingen

Fahrzeug: Reo M44A2

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15

Freitag, 29. Juli 2011, 22:06

Isolierung ist die halbe Miete! Mit ner guten Isolierung ohne Kältebrücken hält sich die Wärme sehr gut...also nach ner Stunde ohne Heizung verändert sich da nicht so viel. Bei einem Temperaturunterschied von 40 Grad (-18 aussen / +22 innen) fiel die Temperatur im letzten Winter um ca 3Grad pro Stunde ohne dass jemand drin war (also ohne die Körperwärme).

Trocellen / Xtrem-Isolator ist nach meinem Empfinden das Mittel der Wahl.
Signatur von »O´Malley« Gruß Ole


Rust never Sleeps !!!

regentrude

unregistriert

16

Freitag, 29. Juli 2011, 22:16

&klasse1 seh ich auch so..
gute isolierung ist nicht nur ein winter- sondern auch ein sommer thema..

(?) achja, wo isser eigentlich..
:-O magda

Wohnort: zwischenkölnundfrankfurt

Fahrzeug: L407

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17

Samstag, 30. Juli 2011, 00:10

ok - dann isolier in jedem fall den boden, die fensterscheiben im führerhaus und sieh zu dass die fahrertüren unten dicht sind!
das waren dann wohl bei meiner postkutsche die schwachstellen...
da werd ich bei meinem 407 mal nachbessern. 3 grad pro stunde klingt gut! :-)
grüße vom radi8

18

Dienstag, 9. August 2011, 10:29

Danke für Antworten, werds vermutlich doch mit Trocellen machen. Vorm Winter ist ja noch ein wenig Zeit und jetzt ist endlich mal wieder Sommer angesagt.
lg aus wien,
saul

Wohnort: Südbrandenburg & Berlin

Fahrzeug: 508, Mercur, W111, CB550F

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19

Dienstag, 9. August 2011, 11:53

Zitat

Original von diver
ich verarbeite seit mehr als 25 Jahren im eigenen Betrieb ALLE baubiologischen Dämmstoffe in Gebäuden.
Und habe jeden Tag mit Dampfdiffusion und Bauphysik zu tun.
Für meinen Bus habe ich mich für STEICOFLEX Holzfaserplatten entschieden.
Schafwolle muss ziemlich vergiftet werden,das sie das als Dämmung im Bus aushält.Und sie hat keine guten Dämmeigenschaften gegen Hitze im Sommer und gegen Schall.( Immer in der Relation zu anderen.)Und WEHE,sie bleibt über längere Zeit feucht!
Mein Fazit: lass es,so verlockend der Gedanke karmatechnisch gesehn auch ist.

Grüssle

Chris


Bei allem Respekt aber Holzfaserdämmplatten haben im Bus nichts verloren. Diese Platten sind für den Hausbau gedacht und auch hervorragend geeignet. Einfach und sauber zu verarbeiten und wirklich klasse für´s Raumklima!
Im Bus erreicht man damit aber nur nen gesteigerten Feuchteanteil und irgendwann Rost und Moder, denn im Gegensatz zu Trocellen sind Holzfasern "besonders diffusionsoffen" (dies wird extra vom Hersteller beworben).
In einer Blechhülle hilft nur ein geschlossenporiger Dämmstoff und natürlich ausreichende Belüftung und Trockenzeit, da Feuchtigkeit sonst immer zwischen der warmen Dämmebene und dem kalten Blech kondensiert.
Wer einen ökologischen Dämmstoff verwenden will, sollte sich nen Holzbauwagen ausbauen, denn da kann das Wasser nach außen weg!

Gruß...
Signatur von »tonnar« Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann!

Wohnort: Wald Michelbach

Beruf: reisender Holzwurm

Fahrzeug: MB613 Navarra Crossfire u.a.

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20

Dienstag, 9. August 2011, 21:42

danke für deinen respekt.

du schreibst :hilft nur geschlossenporiger dämmstoff UND ausreichend belüftung und trockenzeit.

wasserdampf kondensiert nur,wenn sättigung und temperatur in einem bestimmten verhältnis stehen. grob: je kälter aussen und je mehr waaserdampf in der innenluft,je mehr kondensat.bei einem geschlossenzelligen dämmstoff baut mann eine einbahnstraße ein. der wasserdampf dringt durch die ritzen,kondensiert,und kann nicht mehr zurück,da ja alles geschlossenzellig,bzw noch mit plastik eingeschweisst von innen.das ist mir zu wackelig. ich setze auf ein nach innen diffusionsoffenes system mit einer bivalenten luftdichtungsmebran.und auf holzfaser als kappilar leitfähigen dämmstoff.
ich berichte dann in fünf jahren,ob mich die sickenpest erwischt hat.
- Editiert von diver am 09.08.2011, 22:33 -