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Sonntag, 15. April 2012, 11:48

EFOY Erfahrungsbericht - 2.Versuch

[font=Arial]Ein Erfahrungsbericht über die ersten 230 Stunden mit einem EFOY 1200. - Teil I -[/font]

[font=Arial][/font]

[font=Arial]Kurz zur Erklärung weshalb wir uns im September 2011 zu dieser Investition entschlossen.[/font]

[font=Arial][/font]

[font=Arial]Die Vorgeschichte:[/font]

[font=Arial]Im November 2007 starteten wir zu unserer ersten „Winterreise“ über 3 ½ Monate nach Spanien und Portugal. Das Wohnmobil, ein 711D mit Mabu-Kabine und Ausbau vom Schreiner, hatten wir erst wenige Monate vorher in ebay gekauft.[/font]

[font=Arial][/font]

[font=Arial]Die Stromversorgung für den Wohnraum bestand aus zwei parallelen 88Ah Bleiakkus – sonst Nichts. Das war in Anbetracht des Kompressorkühlschrankes nicht sehr viel.[/font]

[font=Arial]Im Baumarkt besorgte ich noch einen billigen (nicht zu verwechseln mit preiswert) 2-takt Stromgenerator.[/font]

[font=Arial]So naiv ausgerüstet fuhren wir damals los. Nach etwa 20 Betriebsstunden verabschiedete sich der Generator an einem wunderschönen Strand-P-Platz bei Torre de la Higuera.[/font]

[font=Arial]Inzwischen war ich damals der Meinung, daß am Solar-Strom kein Weg vorbei geht. In der Nähe von Sevilla kaufte ich bei Auto Caravana Montano ein 110 Watt Panel samt Regler und baute das selbst ein. Das funktionierte für den Rest der Reise halbwegs.[/font]

[font=Arial][/font]

[font=Arial]Im November 2009 starteten wir zu unserer zweiten „Winterreise“ über 5 Monate nach Spanien und Portugal.[/font]

[font=Arial][/font]

[font=Arial]Inzwischen war ein weiteres Solarmodul mit 170 Watt ( zusammen jetzt 280 Watt ) auf dem Dach und im „Keller“ eine EXIDE GEL-Batterie mit 210 Ah. Zum weiteren gab es einen HONDA EX7. [/font]

[font=Arial]Auf der Verbraucherseite waren ein TFT-Monitor und ein Kompressor wegen Schlafapnoe dazu gekommen.[/font]

[font=Arial]So ausgerüstet fuhren wir los. Meiner Meinung nach sollte das optimal sein, aber wie wir alle wissen, der Winter 2009/10 war in Spanien der grausigste Winter seit langem. Da wir von unserer Vorliebe frei zu stehen, nicht abweichen wollten, hatten wir sehr oft den Fernseher mangels Strom aus. Den Honda kann man ja schließlich auch nicht immer und überall laufen lassen.[/font]

[font=Arial]Ich weiß, es gibt Leute die abends mit einer Kerze und des Nachts mit dem Polar-Schlafsack auskommen, aber zu denen gehören wir nicht. Ich denke, das ist jedem selbst überlassen, wie es ihm gefällt.[/font]

[font=Arial][/font]

[font=Arial]Die dritte Winterreise sollte im November 2011 starten aber meine beste Co-Pilotin gab ihr OK nur unter der Zusage, daß sie nicht wieder frieren müsse. Zusätzlich zu unserer Truma C6000 wollte ich für die Nacht eine kleine Wohnwagenheizung ohne Gebläse und mit Wandkamin einbauen. Mehrere Campinghändler sagten entschieden NEIN zu diesem Plan und einer empfahl mir meine C6000 auf kleiner Stufe laufen zu lassen und als Lösung den Strom für das Gebläse usw. mit einer EFOY Brennstoffzelle zu machen. Das war die Lösung.[/font]

[font=Arial][/font]

[font=Arial]Hier beginnt nun der EFOY Bericht:[/font]

[font=Arial]Im September kaufte ich über das Internet bei einem Händler in Norddeutschland den EFOY 1200 mit 4,2A Ladeleistung.[/font]

[font=Arial]Keinen 600 und auch keinen 900 weil deren Ladeleistung mit 2,1A bzw. 3,1Ampere zu gering ist. Interessanterweise ist der Verbrauch gleich. Die schwächeren Modelle müssen nur länger laufen um auf die gleiche Leistung zu kommen.[/font]

[font=Arial]Inzwischen gibt es von SFC Energy die EFOY COMFORT Serie http://www.efoy-comfort.com/de . [/font]

[font=Arial]Ich kaufte, weil wesentlich preiswerter, den 1200 aus der vorherigen Modellreihe. Einen Strombedarfplaner gibt es hier: http://www.efoy.com/de/reisemobile-faqs.html [/font]

[font=Arial]Den EFOY baute ich in die hintere Sitzbank ein. Bei der ersten Überlegung ist zu beachten, daß der Platzbedarf für das Gerät, für den Abluftkamin und den Methanol-Kanister etwa 45 x 43 cm Fläche beträgt. [/font]

[font=Arial]Vom EFOY wird eine fette Powerleitung und eine Sens-Leitung zur Batterie gelegt. Zum weiteren ist eine Datenleitung mit Western-Stecker für das Bedien-Panel.[/font]

[font=Arial][/font]

[font=Arial]So ausgerüstet starteten wir im November 2011 zu unserer dritten „Winterreise“ über 3 ½ Monate nach Spanien und Portugal. Gänzlich unerfahren, welcher Verbrauch in Sachen Methanol auf uns zukommt, nahm ich insgesamt 5 Kanister á 10 Liter mit. Ein Kanister kostet 30 Euro, da sind jegliche Umwege für Ersatzbeschaffung während der Reise teurer, als direkt eine Reserve dabei zu haben. [/font]

[font=Arial]Wie bekannt findet der Winter in Spanien / Portugal nur des Nachts statt. Mit dem Sonnenuntergang wird es blitzartig sehr frisch und wir zögerten dann keine Minute das Gebläse der Truma in Gang zu setzen. Wen es interessiert, wir haben 2 x 11 kg spanische Gasflaschen. [/font]

[font=Arial]Die EFOY kann manuell oder über Automatik eingeschaltet werden. Nach etwa 15 Minuten Anlaufzeit liefert sie die maximale Stromstärke. Das Geräusch dabei entspricht etwa dem eines PC’s, also nicht der Rede wert.[/font]

[font=Arial]Mittwoch 1.Februar 2012, die Nacht war mit 3° wieder bitterkalt, um 7:00 startete ich die Heizung und schaltete den EFOY dazu. Der Betriebsstundenzähler stand inzwischen bei 159 h. Der Methanol-Kanister war noch zu 1/3 voll. Die relativ geringe Nutzung des EFOY erklärte sich damit, daß wir sehr oft den HONDA laufen ließen, weil ich die 220V~ für den Betrieb des PC’s brauchte und dabei wurde die Wohnraumbatterie auch jeweils geladen.[/font]

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur uneingeschränktes Lob für den EFOY, - leise - sauber - sehr bequem in der Handhabung.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »OPA2-« (15. April 2012, 11:54)


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Sonntag, 15. April 2012, 11:52

Ein Erfahrungsbericht über die ersten 230 Stunden mit einem EFOY 1200. – Teil II -

17. Februar, vom Panel des EFOY blinkt die rote Alarm-LED, > Tankpatrone wechseln <.
Eigenartig, der Kanister war noch zu ¼ voll, inzwischen 182 Betriebsstunden, aber was soll es, ich wechselte die Patrone. Danach blieb diese Meldung jedoch. Ich wiederholte das Prozedre ohne Erfolg. Auch der sogenannte „Master-Reset“ 12V= abstecken – warten – anschließen, brachte Nichts. Rein gar nichts. Der EFOY hatte sich die Betriebsstunden und die Art der Fehlermeldung gemerkt. Das Teil war richtig „nachtragend“ und nach einer Weile kam die Meldung „Service kontaktieren“. Es war Wochenende und der AB der Hotline verwies mich auf den nächsten Montag.
Gut, der Rückruf von SFC Energy funktionierte. Die Service-Dame erkannte an der Software-Nummer (wird im Display angezeigt) sofort, daß unser Gerät ein update benötigt. Ich bot an, daß sie mir dieses per eMail senden möge aber nein, das update besteht aus einer Hardware und diese könne sie mir nur per Post an meine Heimatadresse senden.
Schlecht, so hatte ich mir die Hilfe durch den Hersteller nicht vorgestellt. Immerhin waren wir zu diesem Zeitpunkt gerade in Galizien und wollten noch einige Zeit dort bleiben.
Auf meine Anfrage nach einem Efoy-Vertriebspartner in Spanien nannte sie mir die Telefonnummer eines deutschsprachigen Herrn von Webasto in Madrid. Und richtig, dieser Mann war ein Service-Mann der alten Garde. Er veranlaßte, daß uns dieses, bei ihm vorrätige udate-Kit bei der DHL-Station-Santiago de Compostela lagernd zugeschickt wurde. - Kostenlos - übermorgen wäre es dort. Na, das war doch jetzt wenigstens eine Perspektive.

Zwischenzeitlich fuhren wir zum Cap Finisterre, zum Kilometer Null des Camino de Santiago, des Jakobs Pilgerweges. Weil allein, konnten wir dort wieder den HONDA starten. Auf den war wenigsten Verlaß.
22. Februar, Fahrt nach Santiago de Compostela um bei DHL das Päckchen mit der update-Hardware für den Efoy abzuholen. Eines muß ich sagen, wir schimpften ja viel über unseren Garmin-Navi aber ohne ihn hätten wir DHL in diesem Industriegebiet nie gefunden. Allein für das Netz der Schnellstraßen rund um Santiago mit einer Unzahl von Kreuzungen und Abfahrten war höchste Konzentration gefordert.
Perfekt, das Päckchen war angekommen, jetzt konnte es straight zurück an die Küste gehen.
Schlechte Nachricht, das Updaten unseres Efoy’s war nicht erfolgreich. Das Gerät funktioniert immer noch nicht.
Schlechter Service, der Vertriebspartner Webasto in Madrid wurde von der Efoy-Zentrale offensichtlich nicht mit dem neuesten Material versorgt.
Das ist sehr schade. Da gibt SFC Energy viel Geld für die Werbung aus und vernachlässigt dabei sträflich den Kundendienst zu optimieren.
Es ist ganz offensichtlich so, daß unser EFOY 1200 mit einer überholten und fehlerhaften Software verkauft wurde. Ein Beipackzettel mit dem Hinweis das update-Kit zu bestellen, wäre das Mindeste gewesen, um dieses Problem im Vorfeld zu eliminieren.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein sehr gestörtes Verhältnis zu unserem EFOY.

Weil es zeitlich überhaupt nicht mehr paßte, sagte ich eine weitere Sendung des update-Kits zu DHL Santiago ab und bestellte es direkt an meine Heimatadresse.
Zu Hause angekommen war die Sendung auch bereits da und das Updaten konnte sofort beginnen.
Genau nach Vorschrift blinkten die LED’s auf dem Kästchen, um dann bei GRÜN stehen zu bleiben.
Perfekt, unser EFOY 1200 schnurrte anschließend wieder leise vor sich hin.

14. April 2012, inzwischen ist der Zählerstand bei 228h, die Funktion immer noch einwandfrei.


Noch ein Wort zum Verbrauch und zu unserer zukünftigen Nutzung des EFOY.
Für die bisherigen drei Winterreisen hatte ich bereits einen 24V= / 230V~ Wandler für den Fön meiner besten Co-Pilotin im Fahrerhaus. Das war, wenn wir sorgsam damit umgingen, machbar. Ich hatte aber schon mal das Problem, daß der Diesel danach nicht mehr starten wollte – dann mußte der HONDA wieder ran.
Für den Betrieb des PC’s hatten wir bei dieser 3. Reise sehr viele Generator-Stunden.
Ich mache mal eine Rechnung auf:
2 l Benzin für 6 h = 3,20 Euro, für 200 h = 106 Euro

Inzwischen habe ich zusätzlich einen 12V= / 230V sinus ~ Wandler für die Elektronik. Tagsüber lebt der von Solar und ohne Sonne vom EFOY.

10 l Methanol für 200 h = 30 Euro

Da bleibt dann nur noch den Anschaffungspreis von 700 Euro für den HONDA und 2900 Euro für den EFOY umzulegen.
Über die Betriebsdauer kann ich leider noch keine Angaben machen. Bei der Brennstoffzelle habe ich mal was von 4000 Stunden gehört - ohne Gewähr.

Eines ist jedoch unbestritten. Der EFOY 1200 ist eine sehr komfortable und saubere Art unser Stromproblem und letztendlich auch das Gebläse der Heizung, im Griff zu haben.

Wir freuen uns bereits auf die nächste Winterreise nach Galizien und den Norden von Portugal.