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  • »Karl« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Giessen

Fahrzeug: MB814 ; Transit

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1

Dienstag, 9. Dezember 2003, 23:55

Wieviel Ah wird aus einem Akku rausgesaugt bei einem Startvorgang
Z.B. 12 V 2Ps Anlasser Startzeit 2 sekunden

Karl

2

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 08:42

Aheu Karl,

ich schreib mal meine Berechnung her:

2PS entsprechen 1,4914 kW also rund 1500 W (warum beim Anlasser die Leistung in PS angegeben wird ist mir schleierhaft).

Watt wird in Elektrikkreisen gemeinhin auch mit VA (VoltAmpere) ausgedrückt. Um also auf den Strom zu kommen, der fließt teilen wir die Leistung durch die Spannung die anliegt.

1500 VA / 12 V = 125 A

1 Sekunde entspricht 1/3600 h -> 2s = 2/3600 h = 1/1800 h = 0.0005555 h.
0.0005555 h * 125 A ~ 0.07 Ah.

Ich hoffe geholfen zu haben.

Bis dann,
Kalle

Brumm207

unregistriert

3

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 10:20

Moin @all,

überschlägig sagt man, daß bei einem normalen Anlaßvorgang ca 1Ah verbraucht wird.

Ich vermute, daß die Differenz zu Kalle´s theoretisch richtigem Wert durch den hohen Anlaufstrom verursacht wird.

gruß Rainer

4

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 10:50

Aheu,

ich bin ja weder KFZler noch Elektriker, aber 1Ah kommt mir doch sehr hoch vor. Und viel höher als 125A wird der Strom beim Anlassen ja eigenlich nicht (jedenfalls nicht dass ich wüsste). Vielleicht kann da noch jemand was zu sagen, der da genaue Informationen über die Vorgänge hat. Würde mich wirklich mal interessieren wo die eine Amperestunde hingeht.

Bis dann,
Kalle

raftin´thomas

unregistriert

5

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 12:03

wie auch immer, in dieser rechnung ist natürlich kein vorglühen mit drin. und das saugt auch ganz mächtig !

6

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 12:10

[cite]Kalle schrieb:[br]
2PS entsprechen 1,4914 kW also rund 1500 W (warum beim Anlasser die Leistung in PS angegeben wird ist mir schleierhaft).[/cite]
Hmm, du gehst als von einem Wirkungsgrad des Motors von 100% aus? (Faszinierende Technik, so ein Elektromotor) :O

  • »Karl« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Giessen

Fahrzeug: MB814 ; Transit

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7

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 12:29

Danke für die Antworten
so etwa von 1Ah habe ich auch geschätzt , aber warum haben wir dann so große Batterien im Auto (z.B. 88 Ah) und wie schnell ist die Batterie wieder geladen?
(nach dem kurzen Anlaßvorgang (5 sec))
2Min. 10Min oder ?

Gruß Karl

  • »Karl« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Giessen

Fahrzeug: MB814 ; Transit

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8

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 12:34

@ Kalle hat recht !!

es sind nur 0,07 Ah bei diesem Beispiel ( habs Nachrechnen lassen)

Gruß Karl

Wohnort: Duisburg

Fahrzeug: 817

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9

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 13:19

Moin,
die Rechnerei ist schon fast richtig.Den Wirkungsgrad kann man wegen der kurzen Einschaltzeit auch fast vernachlässigen.Was die Sache erschwert ist der riesige Anlaufstrom,der Starter macht im Einschaltmoment fast ´nen Kurzschluß.Deshalb gibt´s auf den Batterien die Angabe des Kurzschlußstroms.

Rainer

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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10

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 15:27

Genau, der Startstrom kann schon mal den 10-fachen Nennstrom erreichen. Das kann der Akku aber nicht, das wären ja 1250A. Die Batterien habenso 400-500A Maximalstrom.
Und das Vorglühen saugt auch noch mal richtig, etwa 40A beim 4Zylinder x 1 min. = ca.1Ah. Der Grund für die großen Batterien in den Dieseln liegt aber wohl eher in dem großen Kaltstartstrom, der erforderlich ist. Den können kleinere Batterien meist nicht liefern. Und das hängt mit der Anzahl der parallel geschalteten Platten und dem dadurch niedrigerem Innenwiderstand der Batterie zusammen. Aber ich glaub, das wir zu theoretisch.

Gruss
Andi

  • »Karl« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Giessen

Fahrzeug: MB814 ; Transit

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11

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 16:34

@ AndiP
Ich habe es Saugut verstanden, also ungefähr 2Ah zum starten eines kalten Motors.

Wie lannge muß ich fahren mit mittlerer Motordrehzahl bei einer 50A Lichtmaschine,
um die 2Ah in die Batterie zu bringen.
Wirkunggrad wird mal vernachlässigt.

Gruß Karl

12

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 16:42

Aheu,

Vorglühanlage fällt bei mir eh weg :-| - dafür dauert das Anlassen eben bis zu \'ner Minute (bei einem 4kW Anlasser) 8-(

Meine Rechnung ist natürlich auch nur theoretischer Natur, aber da ich nicht weiss was sonst noch mitreinspielt hab ich\'s halt mal so niedergeschrieben. Der Wirkungsgrad von E-Motoren liegt in der Regel zwischen 60 und 98 Prozent. Also selbst im übelsten Fall käme ich bei meiner Rechnung nicht auf 1Ah. Aber das mit dem Kurzschlussstrom kann vermutlich schon einiges bewirken.
Und was das Aufladen angeht, so ist das (theoretisch) dieselbe Rechnung nur in die andere Richtung. Allerdings solle man dann den Ladestrom wissen, und der kann ja alles mögliche sein (abhängig z.B. vom Stromverbrauch der derzeit aktiven Verbraucher im Fahrzeug).

Bis dann,
Kalle

  • »Karl« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Giessen

Fahrzeug: MB814 ; Transit

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13

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 22:29

@ alle
mal egal ob 1Ah oder 2Ah geladen werden muß.
nehmen wir keine Verbraucher also 50A Ladestrom

2Ah/50A= 0.04h *60 =2,4 min

ganz schön schnell voll?

Gruß Karl

14

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 23:42

Aheu Karl,

ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die Batterie mit 50A geladen wird. Und auch nicht mit 25 oder so. Wie gesagt, ich bin kein Fachmann, aber wenn ich in eine Batterie solche ströme reinpumpe, dann vermute ich eher, dass die kaputt geht. Aber der Ladestrom regelt sich ja teilweise eh über den Ladezustand der Batterie. Von daher sind die 2,4 min mit Sicherheit zu wenig.

Bis dann,
Kalle

Wohnort: Duisburg

Fahrzeug: 817

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15

Donnerstag, 11. Dezember 2003, 08:35

Moin,
Ladeströme können schon ganz schön hoch werden,ohne den Batterien zu schaden.Ist halt abhängig vom Ladezustand (Innenwiderstand),Leistung der Lichtmaschiene und möglichen eingeschalteten Verbrauchern.
Im regulären Betrieb,alles tech. i.o,keine Übergangswiderstande,Verkablung ok.usw, schafft es die Batterie selbst bei extremer Kurzstrecke und ständig eingeschaltetem Licht,Lüfter,Scheibenwischer den Wagen zu starten.Das haben die Autohersteller alles mitberechnet.
Von zusätzlichen Verbrauchern (Kühlschrank,Wohnraumbatterie,Humpapumpaendstufe usw) wußten die ja nichts.
Fazit. Ist technisch alles i.O brauch ,man sich eigentlich um Lade-Entladeströme keinen Kopp machen.

Gruß Rainer

Iveco-Oli

unregistriert

16

Donnerstag, 11. Dezember 2003, 10:45

Sali Zäme

Wie ist denn das eigentlich wenn die Wohnraumbatterie schneller voll ist als die Fahrzeugbatterie? Schadet man dann nicht der bereits vollen batterie durch weiteres aufladen?

Und angenommen die eine Batterie ist ganz voll, und die andere ganz leer, dann schaltet das trennrelais die beiden batterien parallel. lädt dann die volle batterie z.T. die leere batterie?

%-/

Danke und Grüsse
Oli

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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17

Donnerstag, 11. Dezember 2003, 11:03

@ Oli
Ja, da hast recht, es fließen Ausgleichsströme zwischen Wohn- und Startbatterie, wenn das Trennrelais nicht mehr trennt. Im ungünstigsten Fall ist nach einiger Zeit die Wohnbatterie halb leer, dafür die Startbatterie halb voll (ungefähr jedenfalls). Damit das nicht passiert, lädt die LiMa ja auch noch.

Gruss
Andi

18

Donnerstag, 11. Dezember 2003, 11:30

[cite]Iveco-Oli schrieb:[br]Sali Zäme

Wie ist denn das eigentlich wenn die Wohnraumbatterie schneller voll ist als die Fahrzeugbatterie? Schadet man dann nicht der bereits vollen batterie durch weiteres aufladen?

Und angenommen die eine Batterie ist ganz voll, und die andere ganz leer, dann schaltet das trennrelais die beiden batterien parallel. lädt dann die volle batterie z.T. die leere batterie?

%-/

Danke und Grüsse
Oli[/cite]

Moin Oli,

Also ich hab\'s so verstanden:
Wenn das Trennrelais anzieht und eine Batterie voll ist und die andere leer, findet zunächst mal eine Ausgleichsladung von der vollen in die leere Batterie statt. Die Batterien sind dann ja praktisch parallel geschaltet. Dabei können sehr hohe Ströme fließen von 80 A und mehr. Deshalb sollten die Kabel auch sehr dick sein (so ab 12 mm Querschnitt) und das Trennrelais diese Ströme abkönnen. Eine Sicherung mit entsprechender Dimensionierung ist natürlich auch wichtig.

Wenn Du diese Ausgleichsladung und die damit verbundenen Risiken vermeiden willst, mußt Du einen Diodenverteiler anstelle des Trennrelais nehmen. Der sorgt dafür, dass die Batterie nur vom Strom der Lichtmaschine versorgt wird und nicht von der jeweils anderen Batterie. Der Nachteil des Diodenverteilers ist, dass über jeder Diode ein Spannungsabfall von 0,7 Volt entsteht. Dadurch werden die Batterien nicht mehr vollständig geladen. Wenn man es perfekt haben will, müßte man diesen Spannungsabfall durch eine veränderte Einstellung des Limareglers ausgleichen.

Eine gute Abhandlung des Themas findest Du unter:
http://www.sterling-power.com/html/products-split.htm
Ein nettes Bild zur Schaltung einer Trenndiode gibt es unter
http://www.busse-yachtshop.de/hilfe/lima-ladung.html

Viele Grüße
Fritz%-)
- Editiert von Fritz_711D am 11.12.2003, 11:51 -

19

Donnerstag, 11. Dezember 2003, 16:03

Na jetzt kommen wir aber etwas vom Thema ab aber ich will trotzdem noch meinen Senf dazugeben.
Kalle war etwas Fixer als ich. Als ich mein (selbes) Ergebniss eintragen wollte war Kalle schon da. Kann ja nicht schaden die grauen Zellen wieder mal anzustrengen.

So , nun noch etwas zu den Batterien. Klar kann rein theoretisch ein Ausgleichsstrom fliessen aber ich bau doch mein System nicht danach auf das das Relais mal kaputt sein könnte. Zieht es regelgemäss an, liefert die Lima Strom und gut is ,nix mit Ausgleichstrom. Seit über zehn Jahren fahr ich nun den Ferdinand und das läuft. Oft genug waren die Womobaterien bis zur Schmerzgrenze entladen und trotzdem glühte mir kein Verbindungskabel (4 oder 6mm²) durch.
Was zu den verschiedenen Batteriegrössen zu sagen wäre ist das Bleiaccus egal ob Starterbatterie oder edler Bleigel die tolle Eigenschaft haben sich, solange die Ladespannung stimmt, sich über den Ladungsabhängigen Innenwiderstand selbst zu regeln.
Da ich über Sicherheitsanlagen recht kostengünstig (umsonst) an Bleigel rankomme hatte ich schon alle möglichen konstellationen als Wohnbatterie zusammengestellt und eigenlich nie Probleme damit. Anfangs hatte ich sogar ich glaube 4x 25Ah mit 3x 36Ah gekoppelt. Ging ganz gut. Eine Woche Griechischer Strand ohne Probleme. Da diese Accus oft schon Jahre im Einsatz waren fiel die eine oder andere schon mal aus ohne das das ganze System versagte. Erst durch messen der Leerlaufspannung fiel mir dies auf. Mittlerweile fahr ich mit einer edlen 110er rum was die einbauerei doch wesentlich erleichtert.
Viel wichtiger als alle Lade-und Kriechstromtheorien (ich weiss, ich weis, ich kann alle Theorien nachvollziehen) ist im Womo das alle Stromlieferanten gleich von Anfang an abgesichert sind. Also nicht erst noch ein Meter bis zum Stromverteiler fahren sondern sofort am Batteriekontakt eine Sicherung einbauen.
Ach ja , noch ein Tipp an die die aus kostengründen überlegen ob sie eine billige Starterbaterie im Womo verbauen sollen. Ging in unserer Vorgänger 6 Jahre bis zum Verkauf Problemlos. Noch billiger ist jedoch mal in der Gegend rumzuschauen wer Brandmelde,Alarm und Telefonanlagen baut. Da fallen oft 2-4 jährige Bleigel raus und sind je nach Verhandlungsgeschick umsonst zu haben.
Viel Glück
Patrick

Ferdinand

unregistriert

20

Donnerstag, 11. Dezember 2003, 16:06

War draussen.....
Kommt davon wenn man lange Texte schreibt !
Patrick