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Schoelich

unregistriert

1

Freitag, 14. Juni 2013, 14:13

Hilfe gesucht ----- MB 409 - Probleme mit Kühlungsventilator -

Hallo Zusammen,



ich bin seit Anfang April mit meinem MB 409 ( Baujahr 85 ), Anhänger und
Motorrad unterwegs in Süddeutschland, derzeit stehe ich in 88069 Tettnang, Nähe
Bodensee.

Das eigentliche Ziel sind die franz. Westalpen, später die Seealpen, um dann im
Oktober in Richtung Andalusien zum Überwintern zu fahren.



Auf meinem Weg bis hier hin, habe ich feststellen müssen, dass der 409 deutlich
heißer wird, als bisher. Der Lüfter hinterm Kühler lief früher eher sehr laut
an, deutlich vernehmbar, wenn er die Temperatur herunter kühlen wollte, jetzt
ist er entweder überhaupt nicht mehr zu hören, oder aber nur sehr leise.



Auf meiner letzten Etappe, von Eppingen, in der Nähe von Heilbronn, bis
hierhin, war jedoch zu hören, dass er noch anspringt, wenn auch nur sehr leise
( zwischen ca. 90 und 100 Grad ) und es auch schafft zu verhindern, dass der
409 sich über 100 Grad aufheizt.

( allerdings bei offener Fahrerkabinenheizung )



Der Antrieb scheint rein mechanisch, über die Keilriemen zu erfolgen, deren
Spannung ok zu sein scheint. Die Wasserpumpe arbeitet, das Thermostat scheint
auch ok zu sein. Ich habe den Motor im kalten Zustand laufen lassen, ihn sich
erhitzen lassen, bis im Kühler die Wasserpumpenaktivität erkennbar war.

Beim Drehen des Ventilators von Hand, kann man spüren, dass er nicht
gleichmäßig schwer sich drehen lässt, sondern sich unterschiedlich schwer
bewegen lässt ( Durchrutschen ??? ).



Grundsätzlich denke ich, dass es noch vertretbar ist, wenn sich der Motor nicht
deutlich über 100 Grad erhitzt, also unterhalb des roten Bereiches bleibt.



Meine Befürchtung ist aktuell, dass ich jedoch erhebliche Probleme in den
Bergen bekommen könnte. Die bisherigen Steigungen habe ich zwar geschafft, aber
sie stehen sicher in keinem Verhältnis zu dem, was mich in den Alpen noch
erwarten wird.



Kann mir jemand vielleicht Tips geben, wie ich, als Nicht-Schrauber, mit eher
zwei linken Händen, das Problem lösen könnte ?



Hat jemand eine Idee, wo ich ggf. zu einigermaßen preiswerten Konditionen ( ich
bin Frührentner, mit nicht allzu voller Reisekasse ) den Ventilator im Raum
Bodensee / Schwarzwald tauschen lassen kann ?



Mit welchen Kosten muss ich ggf. rechnen ???

Hat jemand eine Idee, was mich eine solche Aktion über Daimler kosten würde,
wenn es zu den Freundlichen keine Alternative geben sollte ?



Ich wäre für Informationen, Tips, oder aber auch gerne ggf. konkrete
Schrauberhilfe, sehr, sehr dankbar.



Da ich unterwegs nur über ein begrenztes Datenvolumen verfüge, um online zu
gehen, wäre es nett, wenn evt. Rückmeldungen
via Mail erfolgen könnten. ( christian.schoelich@gmx.de
).



In der Serviceliste ist auch meine Handynummer vorhanden, ich rufe gerne auch
zurück.



Vielen herzlichen Dank für Eure Hilfe und Unterstützung vorab,


Christian

Franz54

unregistriert

2

Freitag, 14. Juni 2013, 23:26

Hallo Christian

Ich weiß nicht was du da gehört hast. Ein solcher Lüfter "springt nicht plötzlich an". Er dreht sich je nach Themperatur die vom Kühler abgegeben wird, mehr oder weniger schnell mit. Den Antrieb ist eine "Kupplung" die bei steigender Themperatur den Lüfter mehr und mehr mitdreht. Dieses Ding kann natürlich defekt sein, aber ich hatte noch nie eine defekte Fiskosekuplung in meinen Autos. Da war immer der Kühler, die Wasserpumpe, der Keilriemen, oder der Thermostat der Schuldige.

Franz

HarunAlRaschid

unregistriert

3

Samstag, 15. Juni 2013, 01:49

hier steht nix mehr-hab die Faxen dicke

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HarunAlRaschid« (20. Januar 2015, 12:18)


Franz54

unregistriert

4

Samstag, 15. Juni 2013, 08:59

Der Antrieb scheint rein mechanisch, über die Keilriemen zu erfolgen, deren
Spannung ok zu sein scheint.

Deshalb denke ich er hat die Viskosekupplung.

Franz

HarunAlRaschid

unregistriert

5

Samstag, 15. Juni 2013, 10:49

hier steht nix mehr-hab die Faxen dicke

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HarunAlRaschid« (20. Januar 2015, 12:18)


Schoelich

unregistriert

6

Samstag, 15. Juni 2013, 12:34

Viskokupplung oder elektronische Steuerung

Hallo Zusammen,

erstmal vielen Dank für die Diskussion.

Ich versuche meine Formulierung mal konkreter zu gestalten :

Also ein " Zuschalten " des Lüfters höre ich in dem Sinne nicht, dass hier durch eine elekrische Schaltung der Lüfterbetrieb gsteigert würde. Bisher war es aber so, dass er, aber einer bestimmten Temperautur, vermutlich durch die höhere Drehzahl, bei erreichen der Temperatur, plötzlich sehr viel lauter wurde und den Motor gut heruntergekühlt hat.

Wenn überhaupt, ist die erhöhte Leistung des Lüfters nur noch sehr leise zu vernehmen, scheinbar funktioniert sie mal, dann wieder nicht, ich weiß es nicht. Wenn der Lüfter zu hören ist, erfolgt auch eine Herunterkühlung des Motors

Der Ventilator selbst, dreht bei laufendem Motor immer.

Ich habe den Kühlerverschluss geöffnet, den Motor durch Laufen im Leerlauf auf Temperatur gebracht, bis die Arbeit der Wasserpumpe an der Pumpe selbst ( gefühlt ) und am Wasser im Kühler ( Zirkulation ), erkennbar wurde. Einen entsprchenden Druck baute die Wasserpumpe erst ab einer bestimmten Temperatur auf, deshalb unterstelle ich, dass das Thermostat eigentlich auch ok sein müsste.

Auf den letzten 300 KM, bei etwa 120 KM Landstraße mit Steigungen, hat der Kühler offensichtlich keine Kühlflüssigkeit verloren, insofern gehe ich davon aus, dass der Kühler dicht ist. Letztes Abdrücken mit anschließendem Löten, war 2010.

Mein 409 ist Baujahr 85 und ein Diesel.

Viele Grüße,
Christian

HarunAlRaschid

unregistriert

7

Samstag, 15. Juni 2013, 12:46

hier steht nix mehr-hab die Faxen dicke

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HarunAlRaschid« (20. Januar 2015, 12:17)


Schoelich

unregistriert

8

Samstag, 15. Juni 2013, 16:52

Erstmal DANKE

Hallo Zusammen,

auf diesem Wege schon mal vorab Allen ein herzliches Dankeschön, für die Unterstützung.

Ich fahre am Montag zu Bomberking und hoffe,dass wir einen Weg finden werden, meinen Dicken wieder flott genug für die weitere Tour zu bekommen.

Werde dann nochmal berichten.

LG
Christian

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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9

Samstag, 15. Juni 2013, 17:18

Dann denkt an die "Sperrnasen" um die Visco zu brücken.
Übrigens, um deine email-Frage zu beantworten:
ja, ich bin mit defekter Visco von Sizilien heim gefahren. Der Wagen wurde dabei nie zu heiß. Sobald die Temperatur über 110 Grad ging, habe ich die Heizung voll eingeschaltet, das reichte. Ist allerdings schon komisch, bei 40° im Schatten mit Heizung zu fahren ;-)
Eine Fahrt auf den Ätna habe ich mir allerdings verkniffen, und auch Alpenpässe bin ich nicht gefahren (der Brenner zählt für mich nicht dazu ;-) )

Wenn fragen sind, melde dich!
Andi

Wohnort: LG

Fahrzeug: O309D H, 207D, XT350

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10

Samstag, 15. Juni 2013, 17:35

bei den bayernbusfreaks gabs mal diese info..http://www.bayernbusfreaks.de/?q=node/210
Signatur von »ärpe« alles wird gut

Franz54

unregistriert

11

Samstag, 15. Juni 2013, 18:43

Der Antrieb erfolgt immer über den Keilriemen.
Der Unterschied ist nur, dass er einmal "stufenlos" einkuppelt (Viskokupplung)
und einmal "ruckartig" (elektromagnetische Kupplung).
Ahhh danke, das mit dem Elektromagnetischen einkuppeln kannte ich noch nicht. Dann hat er ja doch recht dass er immer hörte wie plötzlich der Lüfter richtig losgelaufen ist und der Motor zügig runterkühlte. O.k. dann ist wohl da das Problem. Wäre noch zu klären ob die Lüfterkupplung angesteuert wird aber nicht geht, oder ob einfach die Spannung nicht mehr kommt. Ein bischen mitlaufen wird der Lüfter ja immer.

Franz

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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12

Samstag, 15. Juni 2013, 20:10

ob die Lüfterkupplung angesteuert wird aber nicht geht, oder ob einfach die Spannung nicht mehr kommt.


Die Lüfterkupplung ist beim 409D mit OM617 nicht elektrisch, da ist eine Viscokupplungverbaut.

Nach meiner Erfahrung schaltet die aber auch schlagartig zu. Eine schleichende Ein- und wieder Ausschaltung des Lüfters habe ich bei meinem 309D noch nicht gehört.

Andi

Schoelich

unregistriert

13

Sonntag, 16. Juni 2013, 11:33

Hallo Zusammen,

andi hat recht, die Zuschaltung erfolgt nicht schleichend, sondern spontan, wenn eine Temperatur erreicht ist, die eine zusätzliche Kühlung notwendig macht.

Hallo Ärpe,

vielen Dank für den Link, das klingt ziemlich interessant, aber ich glaube, ich wäre schon froh, wenn ich in den kommenden Tagen in der Werkstatt eine Lösung hinbekomme, mit der ich mein Ziel erreichen kann und meine Tour nicht abbrechen müsste.

Aber den Beitrag speichere ich mir mal, nicht nur wegen der verbesserten Kühlung, sondern auch der vermeintlichen Leistungssteigerung klingt das nicht uninteressant.

Viele Grüße,
Christian

Wohnort: Salzburg

Fahrzeug: Mb 307D, Golf I u. IV

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14

Sonntag, 16. Juni 2013, 11:36

Der Lüfter mit Viscokupplung sollte sich im kalten Zustand leiht drehen lassen (bei abgestellten Motor). Bei Betriebstemp. sprich 90°C aufwärts, sollte sich dieser schwer bis garnicht drehen lassen.

Überprüfen würde ich:
- Oben genanntes
- Zustand des Kühlers, Eventuell wegoxidierte Kühlerlamellen, von beiden Seiten begutachten!!
- Keilriemen Spannung und Zustand, Risse und Zustand der Flanken, sind diese verbrannt, dann neuen montieren.

Kann es sein, dass du bei Bergfahrten mit eher niedriger Drehzahl fährst. Je niedriger die Drehzahl um so weniger wälzt die WAPU um.

Mfg
Bernd

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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15

Sonntag, 16. Juni 2013, 12:27

Wie ich Christian schon schrieb: man kann die Viscs mit Blechzungen überbrücken. Das wird auch so in der Betriebsanleitung beschrieben: bei Defekt der Kupplung "Zungen" verbiegen und damit die Viscokupplung überbrücken. Ich habe das allerdings mit Bordmitteln nicht hin gekriegt, die Nasen haben sich nach wenigen Metern Fahrt wieder gelöst.
Ich gehe von einer defekten Viscokupplung aus.
Autobahnfahrt und leichte Berge sind auch ohne Kühlerlüfter möglich. Allerdings möchte Christian mit Anhänger über die Alpen. Da würde ich eine neue Kupplung einbauen (lassen), auch wenn es ein paar Tage Urlaub kostet. Die Anspannung immer wieder auf die Temperatur schauen zu müssen, und die dauernde Überlegung "schaffe ich diese Steigung noch" können den Urlaub ganz schön vermiesen!

16

Sonntag, 16. Juni 2013, 14:57

Ich habe den Kühlerverschluss geöffnet, den Motor durch Laufen im Leerlauf auf Temperatur gebracht, bis die Arbeit der Wasserpumpe an der Pumpe selbst ( gefühlt ) und am Wasser im Kühler ( Zirkulation ), erkennbar wurde. Einen entsprchenden Druck baute die Wasserpumpe erst ab einer bestimmten Temperatur auf, deshalb unterstelle ich, dass das Thermostat eigentlich auch ok sein müsste.

Zum Beitrag !

Aus meiner Sicht baut die Wasserpumpe im eigentlichen Sinn keinen Druck auf.
Die Wasserpumpe bewegt das Wasser durch den Kühlkreislauf und das immer, wenn der Motor (drehzahlabhängig) läuft !

Wenn das Thermostat öffnet sollte der untere Schlauch des Kühlers entsprechend Belastung und Betriebszustand warm bzw. heiß werden.

Der Viscolüfter sollte über den eingebauten Thermoschalter bei Lufttemperatur um 70° C hinter dem Kühler zuschalten.
Der Lüfter müsste sich dann Motordrehzahlabhängig mitdrehen.

Eine elektrische Zuschaltung des Viscolüfters habe ich noch nicht an einem x09 D gesehen und ist auch nicht ab Werk eingebaut gewesen aber bestimmt gibt es auch Sonderumbauten.

LG der Jeff #winke3

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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17

Sonntag, 16. Juni 2013, 18:17

Aus meiner Sicht baut die Wasserpumpe im eigentlichen Sinn keinen Druck auf.
Die Wasserpumpe bewegt das Wasser durch den Kühlkreislauf und das immer, wenn der Motor (drehzahlabhängig) läuft !

Völlig richtig. Druck baut sich durch zunehmende Erwärmung auf, Prinzip "Schnellkochtopf"

Schoelich

unregistriert

18

Dienstag, 18. Juni 2013, 10:46

Hallo Zusammen,

Dank der Unterstützung und einer wirklich super netten und fürsorglichen Betreuung durch Bomberking, habe ich gestern einen ser netten Tag, auch mal kurz in der Werkstatt in der Nähe von Ludwigshafen am Bodensee verbracht.

Einhellige Meinung dort war :

- Der Lüfter läuft gut
- Die Temperaturmessungen an den Schläuchen und dem Thermostat lagen nach einer Fahrstrecke von 15 KM, mit Steigungen und ziemlich hoher Aussentemperatur und einigen Minuten im Leerlauf, jeweils unter 100 Grad.

Eine klare Fehlerdiagnose war nicht wirklich möglich, spekuliert wurde über einen zu alten Kühler ( Rostwasser /- schlamm ), bzw. eine mögliche Reinigung der Kühlrippen.

Von einem konkreter Eingriff wurde abgeraten, solange man nicht genau sagen kann, warum die Temperatur während der Fahrt so stark ansteigt.

Auf diesem Wege nochmal meinen ganz herzlichen Dank an Bomberking und Euch alle, die Ihr versucht habt, mir mit den Beiträgen weiterzuhelfen.

Ich werde die Situation wohl erstmal nur weiter beobachten können und ggf. dann mir etwas einfallen lassen müssen, wenn es nicht mehr anders geht.

Euch noch einen tollen Sommer, nochmals herzlichen Dank,
Christian