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  • »spezii« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bremen

Fahrzeug: Niesmann-Bischoff Flair 59

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1

Freitag, 27. Dezember 2013, 18:33

Tipp fuer Holzarbeiten (Restaurierung) gesucht

Hallo liebe Tischler/Schreiner,

mein Auto hat eine ehemals wunderschöne Wurzelholzausstattung, Vogelaugenahorn.
Leider hat das Holz gelitten und es zieht an den Rändern Feuchtigkeit. Dort wird es dann unansehnlich grau.

Vogelaugenahorn

Auf dem zwar schlechten Foto einigermassen zu erkennen.

Was muss ich tun, oder tun lassen um die alte Schönheit wiederherzustellen?

Grüße aus Bremen
Spezii


Bildergröße beachten, max 100 kb, siehe Busfreaks Forenregeln 2.3
Signatur von »spezii« Drei Bier gelten als Mahlzeit, da hat man aber noch keinen Schluck getrunken!

2

Freitag, 27. Dezember 2013, 18:40

Je nachdem, was als Beschichtung vorher drauf war..
Ich würde mal sagen, entweder vorsichtig fein anschleifen (Körnung 240+x) und mit Alkydharzlack mehrschichtig versiegeln. Braucht ewig zum Durchhärten und sieht glinzomat aus.
Oder alten Anstrich komplett wegschleifen, vorsichtig mit feiner Körnung und auf mein geliebtes Leinöl oder Leinölfirnis umsteigen. Immer wieder damit einölen und nachwischen. Ergibt irgendwann eine absolut unempfindliche, atmungsaktive Oberfläche. Glanzgrad ist maximal seidenmatt.


Gruß Erwin

Wohnort: Berlin

Fahrzeug: MB 510

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3

Freitag, 27. Dezember 2013, 19:16

von hand anschleifen würd ich mal sagen,
mit 200 oder so anfangen
dan mit feinerem witer machen,
kommt drauf an wie viel zeit du investieren willst und wie groß die flächen sind

ja leinölfirnis steh ich auch voll drauf :-8

wenn du wachs hast dann kannst du auch das nehmen, gibt auch mischungen von beidem

wenn du auf hochglanzoptik stehst dann dann wohl lack :=-


#winke3 jonas







ja leinöl !!

Wohnort: Stuttgart

Fahrzeug: Was ?

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4

Freitag, 27. Dezember 2013, 20:23

Tach,

zum Abschleifen brauch ich ja nichtsmehr zu Schreiben,

zur Oberflächenbehandlung nehm ich Schellack, ist etwas Arbeit, Schleifen, Lackieren ,Schleifen ,Lackieren, je öfter desto Glanz :-O

Prost

Lego
Signatur von »Lego« ICH HAB KEINE AHNUNG, DAVON ABER JEDE MENGE

5

Freitag, 27. Dezember 2013, 22:36

zur Oberflächenbehandlung nehm ich Schellack

Geht das auch im Auto? Ich hätte gedacht, daß hier von Zeit zu Zeit zuviel Feuchtigkeit vorhanden ist. Ansonsten ist Schellack eine feine Sache. Und bis der Alkydharzlack nach 6-12 Monaten wirklich durchgehärtet ist, ist der Schellack auch fertig. :-O

Gruß Erwin

Wohnort: Stuttgart

Fahrzeug: Was ?

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6

Freitag, 27. Dezember 2013, 22:47

Hmmm,

wasserfest ist Schellack nicht, aber wenn Du soviel Wasser im Bus hast,daß der Schellack Schaden nimmt, bist Du am Grund vom Bodensee :-O

Prost

Lego
Signatur von »Lego« ICH HAB KEINE AHNUNG, DAVON ABER JEDE MENGE

Wohnort: München

Fahrzeug: Postkutsche, KögelKofferSprinter

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7

Samstag, 28. Dezember 2013, 01:32

Schellack? Klar, geil ists schon, aber um das mit dem ballen auf einer grossen oberfläche aufzubringen, brauchts schon ordentlich übung. Wer die nicht hat, dreht eher ganz schnell durch. Ausserdem ists nicht lösungsmittelbeständig. Also alles viel zu empfindlich, eher was für louis XVI oder die stradivari.
Meiner erfahrung nach brauchts im bus eher robuster als zuhause. Wie wärs mit parkettlack? Der ist nach ein paar tagen trittfest ;-) Und stinken tut er auch nicht, oder verursacht vergiftungssymptome ...

HarunAlRaschid

unregistriert

8

Samstag, 28. Dezember 2013, 18:22

hier steht nix mehr-hab die Faxen dicke

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HarunAlRaschid« (25. Januar 2015, 11:12)


  • »spezii« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bremen

Fahrzeug: Niesmann-Bischoff Flair 59

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9

Samstag, 28. Dezember 2013, 19:25

Danke schon Mal für die bisherigen Tipps.
Kann ich den alten Lack auch chemisch entfernen und ggfs. vielleicht nur dort, wo es grau ist?
Signatur von »spezii« Drei Bier gelten als Mahlzeit, da hat man aber noch keinen Schluck getrunken!

10

Samstag, 28. Dezember 2013, 21:36

Der Lack ist nicht grau, sondern das Holz. Für eine einheitliche Optik mußt du schleifen.
Feste "tragfähige Altanstriche mußt du aus technischer Sicht meines Erachtens nicht entfernen. Nur wird es auf alle Fälle gleichmäßiger aussehen. Bei Alkydharz schätze ich die Integrationsfähigkeit bezüglich Altanstrich als relativ hoch ein, so daß man nicht mehr allzusehr sieht, wo vorher Altanstrich war. Natürlich muß die ganze Fläche beschichtet werden.
Mit Leinöl würde man nur die lackfreien Bereiche behandeln. Die Farbe würde sich wohl einigermaßen angleichen, aber keinesfalls die Oberflächenbeschaffenheit.
Ergo: besser alles abschleifen (Leinöl) bzw anschleifen (Alkydharz) und ganze Fläche behandeln.
Chemische Abbeizer in diesem sensiblen Bereich? Vllt passend zugeschnittene Küchentücher drauf und mit Abbeizer tränken. Vorsichtig, damit nicht das restliche Armaturenbrett oder die Elektronik was abbekommen.
Danach trotzdem anschleifen usw.
Wirksamkeit des Abbeizers hängt von der Lackart ab. Was wird da bei Wurzelholz wohl genommen, PU?


Gruß Erwin

  • »spezii« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bremen

Fahrzeug: Niesmann-Bischoff Flair 59

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11

Sonntag, 29. Dezember 2013, 13:04

Ich habe keine Ahnung was für ein Lack auf dem Holz ist. Die Teile sind aber demontiert, könnten sogar gebadet werden.




Es handelt sich um mehrere Einzelteile.
Eines trägt zudem noch einen Schriftzug auf dem Lack, der schwer zu rekonstruieren ist, er sollte also eigentlich erhalten bleiben.


Hier das Teil mit dem Schriftzug. Der Lack ist teilweise abgeblättert, das Holz darunter verfärbt. Geht die Verfärbung überhaupt wieder weg? Wenn ich schleife zerstöre ich doch die Struktur und die Verfärbung ist auch sicher nicht nur oberflächlich.
Signatur von »spezii« Drei Bier gelten als Mahlzeit, da hat man aber noch keinen Schluck getrunken!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »spezii« (29. Dezember 2013, 15:27)


12

Sonntag, 29. Dezember 2013, 16:46

Die Teile sind aber demontiert,

Super, dann schleife.
Was den Schriftzug angeht:
Wenn er noch gut aussieht, schön gleichmäßig außenrum schleifen und alles mit Alkydharzlack beschichten. Und hoffen, daß die Lichtbrechung an den Übergängen vom alten zum neuen Lack gering genug ist.

Andernfalls Foto vom Schriftzug (Kamera senkrecht zur Oberfläche und möglichst lange Brennweite), mit Gimp (oder Ph*t*sh*p) die Grafik vektorisieren. Bei einer Werbefirma schick einen Aufkleber/Schablone draus gemacht. Den Aufkleber (es gibt Zeuch, das gar nicht so schlecht aussieht und hält) am Schluß an die gleiche Stelle oder nach Schablone vorsichtig mit Skalpell Umrisse leicht und gleichmäßig in das Holz schneiden. Mit verdünntem Lack (bei Alkydharz: Waschbenzin) lackieren, schwarzen Schriftzug in die Umrisse (schwarzer Alkydharzlack), mehrere Deckschichten Alkydharzlack. Glinz. ;-) (oder Aufkleber überlackieren? :O - Versuch macht kluch)

PS: Es gibt auch schneller trocknende Lacke, die aber meines Erachtens nicht die selbe Brillianz und Tiefenwirkung erzielen. Z.B. Acryl/wasserbasiert oder Polyurethanlack (PU).

Gruß Erwin

13

Sonntag, 29. Dezember 2013, 16:55

Wenn ich schleife zerstöre ich doch die Struktur und die Verfärbung ist auch sicher nicht nur oberflächlich.

Das Furnier hat natürlich eine endliche Dicke - da ist also vorsichtiges Schleifen mit feiner Körnung angesagt (mit der Maserung), nimm bitte ordentliches kunstharzgebundenes Korundschleifpapier, das ist schön scharf. Mit dem Baumarktsch*** setzt sich alles zu und die Sandkrümel fallen ab und und und. 8-(
Die Gräue ist Erfahrungsgemäß eine sehr oberflächliche Angelegenheit, je nachdem, wie lange da schon Wasser und Sonne draufgestanden haben.
Vielleicht siehst du an "unauffälliger Stelle", wie dick alles ist?

Gruß Erwin

Wohnort: zuhause

Beruf: ja, und einträglich

Fahrzeug: MB 316 CDI

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14

Sonntag, 29. Dezember 2013, 17:32

mein Auto hat eine ehemals wunderschöne Wurzelholzausstattung, Vogelaugenahorn.
... das ist Walnuss-Wurzelholz-Furnier, und keinesfalls Ahorn.

Ich würde das alte Furnier abschleifen und dann das Teil dann neu furnieren und lackieren. Wenn du aber das alte Furnier erhalten möchtest, musst du halt die Vergrauung rückgängig machen. Dazu gibt es geeignete Chemikalien. Und dann feinschleifen und lackieren.

liebe Grüsse
vom Muger
.

Wohnort: Wald Michelbach

Beruf: reisender Holzwurm

Fahrzeug: MB613 Navarra Crossfire u.a.

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15

Sonntag, 29. Dezember 2013, 18:25

versuch mal, den lack an einer Stelle mit dem Bügeleisen warm zu machen. Wenn du Glück hast, ist es so genannter DD Lack,und er platzt weg. zum Schleifen ist alles gesagt. Hier ist Stahlwolle in verschiedenen Faserdicken das Mittel der Wahl, weil noch schonender als Schleifpapier.Stahlwolle wirkt wiie ein Mikro hobel und verschmiert sie Poren nicht. wenn die Vergraung bleibt, dezent mit Spiritusbeize anschminken. Keine Waserbeize,das rauht unnötig auf. Als Finish muss es, wenns original werden soll, ein Hochglanz lack werden. Mindestens drei bis vier Schichten, mit immer feinerem Zwischenschliff.

Wohnort: Berlin

Fahrzeug: MB 510

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16

Sonntag, 29. Dezember 2013, 19:16

wusste ja gar nich wie viele holzwürmer es hier gibt :O

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Wohnort: Bremen

Fahrzeug: Niesmann-Bischoff Flair 59

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17

Sonntag, 29. Dezember 2013, 20:10

Buegeleisen ...

scheint ein guter Tipp zu sein.
Ich habe das gleich ausprobiert und die Hitze führt dazu, dass sich der Lack vom Holz löst. Ist auch mühsam, aber kein Vergleich zum Schleifen.
Signatur von »spezii« Drei Bier gelten als Mahlzeit, da hat man aber noch keinen Schluck getrunken!

Wohnort: Mainfranken

Beruf: Ja-mehrere,noch aktiv

Fahrzeug: den da oben

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18

Sonntag, 29. Dezember 2013, 20:59

So weit so gut ist eigentlich schin alles gesagt was wichtig ist.
schleifen-feinschleifen-ggf.nachbeizen-lackieren-- aber keinesfalls mit Parkettlack dieser isr hierfür nicht konzipiert-der ist für innen und benötigt div. Rahmenbedingungen die im Bus def. nicht vorherschen. Bootslack passt hier sehr gut zu und den kann man auch hochglänzend-sch...job
Gruß Jürgen
Signatur von »DüDo79« Beste Grüße Jürgen


Freibier gibt's morgen !!

Der Franke ist eigentlich gar nicht so --- er ist noch viel schlimmer

Ich finde Links die vor Werbung strotzen und solche die ins nichts führen doooof !!!!

Wohnort: Wald Michelbach

Beruf: reisender Holzwurm

Fahrzeug: MB613 Navarra Crossfire u.a.

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19

Sonntag, 29. Dezember 2013, 21:48

na dann : le tonkinois! kommt auch hoch glänzend raus. Aber gut durchtrocknen lassen zwischen den Schichten!

Wolli32

unregistriert

20

Sonntag, 29. Dezember 2013, 22:01

Hi,

eigentlich wurde hier ja schon alles gesagt.

DD-Lack gibt eine feste und hochglänzende Oberfläche, ist aber nicht mein Geschmack, weil das Holz danach so plastikartig aussieht und sich auch anfühlt.

Die Holzmaserung kommt mit Wachsen und Ölen stärker zur Geltung.

Hier wurde Leinöl erwähnt, - geht, - aber ich würde ein spezielles Parkettöl empfehlen. Damit haben wir in der Firma z.B. auch Treppen geölt und die Oberfläche wird schön hart und strapazierfähig. Wir benutzten "Timberex", aber andere gehen natürlich auch.

Schellack ist nur was für Könner, kann man keinem Laien empfehlen.

Für Restaurierungen zu Hause nehme ich "Pigrol Edelwachs"; leicht zu verarbeiten, gibt eine Oberfläche mit einem wirklich schönen Seidenschimmer, der Furnier ungemein aufwertet.

Noch ein Verarbeitungshinweis: zu ölende Oberflächen müssen aufwendiger vorbehandelt werden, soll heissen, feiner und gründlicher vorgeschliffen.

Zu den grauen Rändern ein Tipp, aber ich kann nicht garantieren dass es funktioniert:

Ich hatte einmal einen alten Kinderwagen aus Peddigrohr vom Sperrmüll gezogen. Dieser war ebenfalls vom draussenstehen völlig vergraut. Schleifen ging hier nicht. Habe dann alle mögliche Chemie ausprobiert. Was am Ende ausgezeichnet geholfen hat war --> Backofenspray ! (Hätte ich selber nicht gedacht). Der Wagen sah nach abspülen, trocknen und ölen wieder aus wie neu. Kannste ja mal ausprobieren.

Einen Guten Rutsch

Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Wolli32« (29. Dezember 2013, 22:16)