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1

Donnerstag, 1. Mai 2014, 12:33

Entrosten

Hallo alle zusammen,

seit längerem mal wieder ein Lebenszeichen meiner Wenigkeit, die immernoch mitten im Ausbau eines alten MB508 Pferdetransporter (Pritsche mit Kofferaufbau) steckt.
Ich bin momentan dabei den Rahmen komplett zu entrosten und habe dafür den Kofferaufbau abgenommen. Den Hilfsrahmen hab ich jetzt fast fertig und nun möchte ich den Hauptrahmen in Angriff nehmen. Dazu ein paar Fragen an euch :)

- Die Kardanwelle, das Diff, die Stoßdämpfer und die Achsen sind oberflächlich ebenfalls ziemlich rostig. Wie behandel ich diese Bauteile am besten?
- Wie würdet ihr die Blattfedern behandeln? Nur fetten oder auch in irgendeiner Form entrosten?
- Rund um die Kreuzgelenke der Kardanwelle ist alles voll mit Fett gespritzt (ist auf dem zweiten Bild zu sehen)... Ist das normal so?!



Erstmal einen schönen 1. Mai euch allen und ich freu mich auf Antworten!

Grüße
Jons

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »jonsn« (1. Mai 2014, 13:22)


2

Sonntag, 4. Mai 2014, 08:49

Moin Jons!

Es kommt natürlich drauf an, welche Ansprüche du hast. Komplett wirst du den Rost nicht runterbekommen, wenn du nicht ans Sandstrahlen des Rahmens denken magst, was natürlich eine Neulackierung mit allen Konsequenzen nach sich zieht. Falls du die Korrsion allerdings nur in den Griff bekommen respektive eindämmen willst, kannst du Folgendes tun:


- Die Kardanwelle, das Diff, die Stoßdämpfer und die Achsen sind oberflächlich ebenfalls ziemlich rostig. Wie behandel ich diese Bauteile am besten?
Schnapp dir ne Messing-Drahtbürste und schrubbel mal drüber, damit du des losen Rost runterbekommst. Wenn du magst, kannst du den Rahmen danach mit Druckluft absprühen. Denk an Mundschutz, es staubt nämlich fürchterlich.
Wenn dann alles soweit sauber ist, schau zu , dass du das FZ in eine Hslle stellst, wo es einigermaßen trocken ist. Dann kann man die ganze Sache mit OWARTOL behandeln. Das ist ein Öl, das in sämtliche Poren und Ritzen dringt und dann aushärtet. Dauert aber ein paar Tage. Der Liter kostet zwischen 15 und 23 Euro, aber es lohnt sich. Mit dem Pinsel auftragen (dünn reicht), bei Bedarf nach Trocknung wiederholen. Bezugsquelle: z.B. www.Korrosionsschutzdepot.de
.
Kann man sogar direkt überlackieren, das Zeug. Natürlich erst nach vollständiger Durchtrocknung. Guck mal drauf, was auf der Dose steht.
- Wie würdet ihr die Blattfedern behandeln? Nur fetten oder auch in irgendeiner Form entrosten?
Wenn dus richtig machen magst, bau sie aus, zerleg sie und fette neu. Entrosten musst du die nicht großartig, bürste sie halt mal mir der Drahtbürste ab, damit der ganze lose Rost mal weg ist. Danach neu fetten und wieder rein damit.
- Rund um die Kreuzgelenke der Kardanwelle ist alles voll mit Fett gespritzt (ist auf dem zweiten Bild zu sehen)... Ist das normal so?!
Jupp, das sieht man oft. Kommt davon, dass der Mechaniker, der die Angelegenheit mit der Fettpresse abgeschmiert hat, "vergessen" hat, das austretende alte Fett danach abzuwischen. Die gute alte Lady Fliehkraft verteilt den Schlonz dann schön rundum. Sieh´s positiv - die Stellen, die mit dem Fett überzogen waren, konnten nicht rosten 8o)

Hoffe, der Tip bringt dir was - schönen Sonntag noch!

chimaera


Signatur von »chimaera« Das Ziel ist im Weg.

Fahrzeug: 72' 508 Alukoffer/Alkoven

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3

Sonntag, 4. Mai 2014, 11:11

Tach,

Owatrol wollte ich auch schon schreiben. Ist ein super Zeug, wenn überlackiert werden soll oder der Rost gestoppt werden soll. Ich mische mein BranthoKorrux nitrofest mit Owatrol, das macht es schlagzäher. Owatrol kommt trotzdem drunter.
Eine Überlegung wäre, nach der oben beschriebenen Behandlung und Lackierung mit BranthoKorrux die obere Fläche des Rahmens schön mit z.B. MikeSanders (oder ähnliches) einzuschmotzen. Dann kann der Hilfsrahmen draufmontiert werden und es wird zwischendrin kein weiterer Rost entstehen. Ansonsten scheuert Dir der Hilfsrahmen den neuen Lack mit der Zeit kaputt.
Blattfedern: Es gibt zwei Überlegungen: Wenn Du die fettest, dann bleibt Sand und Staub daran haften und wirkt wie Schmirgelpapier, auch zwischen den Lagen. Das ist schlecht. Darum packen Liebhaber ihre Federn in Fettleder oder so ein, d.h. sie umwickeln die gefetteten Federn komplett. Macht vielleicht bei einem SL sinn?
Oder: Einfach so lassen. Ich hatte meine Federn mal gefettet, dann sahen sie kurz drauf mega dreckig aus. Jetzt lass ich sie einfach so oberflächenrostig, funktioniert auch. Vielleicht hilft auch hier Owatrol?

Gruß,
dagegen
Signatur von »dagegen« --
Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.
Jean Paul

Wohnort: arnsberg

Fahrzeug: MB 307 lang-hoch-knallrot

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4

Sonntag, 4. Mai 2014, 11:29

hallo,
zu blattfedern kann ich sagen ich habe mal welche zerlegt,
entrostet und gefettet. sie standen danach einige cm höher (konnten sich
wieder aufrichten, da weniger reibung als mit rost dazwischen) als
zuvor und der fahrkomfort war unendich viel besser. von knallhart auf
federn sozusagen. die fugen habe ich ordentlich mit den austretenden
fett verstrichen, so dass eigentlich nicht allzuviel feuchtigkeit
eintreten sollte. normalerweise weniger als wahrscheinlich kapillarmäßig
bei trockenen, rostigen eindringen sollte? für mich hat sich diese arbeit auf jeden fall gelohnt.
aber
zum hilfsrahmen auf rahmen würde ich von meinem verständnis her auf
jeden fall von fett abraten!!! hier ist reibung gewünscht! wenn erst
sandern wenn du alles fest verschraubt hast!
ingo

Fahrzeug: 72' 508 Alukoffer/Alkoven

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5

Sonntag, 4. Mai 2014, 11:51

...ok, das mit der Reibung stimmt natürlich. Also vergiss meinen Tip mit vorher einfetten :).

Gruß,
dagegen
Signatur von »dagegen« --
Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.
Jean Paul

6

Montag, 5. Mai 2014, 08:50

Ich danke mal wieder für die ganzen schnellen Antworten!
Werde also die genannten Bauteile mit der Drahtbürste ein wenig sauber bürsten und danach mit Ovatrol draufgehen. Abschließend die Frage: Kann ich diese Bauteile problemlos lackieren (ohne das das negative Auswirkungen hat..)? Achse und Kardanwelle sind ja Teile die genau gewuchtet sein müssen oder? Also die Frage ob so eine dünne Lackschicht da was ausmacht?!
Vielleicht aber auch eine völlig übertriebene Sorge ;)