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  • »Janmich« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Kirchheim Teck

Fahrzeug: MB 508

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1

Sonntag, 24. Mai 2015, 12:08

Ventile/Zylinderkopf Beurteilung

Hallo in die Runde,

ich habe ein paar Teilchen vor mir liegen die eine Beurteilung vertragen könnten. Was meint ihr dazu?

Der Zoom muss bei jedem Bild etwas runtergeregelt werden, dann erkennt man alles.

Krümmerseitiges Gewinde: Dichtet die Dichtung das noch ab?



Auslassventil (etwas gereinigt): Sind Beschädigungen oben am Schaft gravierend?





Einlassventil (ungereinigt): Was sagt ihr zu den Kratern?



Allgemein: Lassen sich solche Dichtflächen an den Ventilen noch einschleifen?

Hat jemand die Teilenummer für Ventile mit Schaftdichtung (om314)?

Mache dies alles zum ersten mal und freue mich über jede Hilfestellung. Danke schonmal!

Schöne Feiertage allerseits,
Jan #winke3

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Janmich« (24. Mai 2015, 12:18)


Wohnort: Frankfurt /Main

Beruf: KFZ-Meister, bei MB 49 Jahre,

Fahrzeug: L508D Baujahr 1969(Wohnmobil,TLF311 Baujahr 1960

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2

Sonntag, 24. Mai 2015, 13:54

Hallo Jan,

zu Bild 1: An dieser Stelle, ist erkennbar,dass dort die Anlage undicht war.Die Auspuffgase haben das Material, durch Kavitation weggefressen!

Im Krümmer ist KEIN Gewinde!!!!

Mit einer neuen Dichtung müsste er wieder Dicht werden! Die Dichtfläche ist auch gut zu planen! Auch ist das nachziehen der Schrauben ,nach warmlaufen lassen unbedingt notwendig!

zu Bild 2: Der Ventilsitz ist stark eingelaufen,so ist das erkennbar.Dieser Ventilsitz ist nicht mehr zu schleifen,da dieses dann zu dünn wird und somit schnell durchbrennt! Der Ventilsitz im Zylinderkopf sieht bestimmt auch so ähnlich aus und muss gefräst werden.

zu3:Die Fressstellen sind ungewöhnlich ,denn dort sitzen die Sicherungskeile,die sich normal nicht bewegen! Die beiden Keile,von diesem Ventil sind bestimmt defekt? Die Absätze innen anschauen!.

zu 4: Der Ventilsitz sieht besser aus ,aber auch das Ventil muss erneuert werden! Hier war das Ventilspiel zu gering!

Sind die anderen Ventile in etwa genau so,dann alle Ventile ern.Die Keile auf Zustand prüfen,denn die müssen genau passen,damit keine Bewegung,dieser, auf dem Ventilschaft stattfindet.

Gruß Jürgen

  • »Janmich« ist der Autor dieses Themas

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3

Sonntag, 24. Mai 2015, 14:20

Hallo Jürgen,
danke für die Antwort!

Keile sind alle noch in Ordnung. Dann kann ich mir nur vorstellen das es beim Putzen passiert ist, muss ich vorsichtiger sein in Zukunft.

Ventile sehen alle mehr oder weniger schlecht aus demzufolge. Die Ventilsitze dagegen finde ich noch recht anschaulich, werde ich trotzdem mal schauen bzgl. nachfräsen jenachdem ich mich preislich dann bewege insgesamt.

Hier zwei Bilder, Ölkohle noch nicht komplett entfernt!

Auslass:




Einlass:



Lg
Jan

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4

Sonntag, 24. Mai 2015, 15:22

Hallo Jan,

die Ventilsitze sind schwarz und nicht nur schwarz behaftet,Das heißt,dass die Ventile zu eng standen.Auf dem Ventilsitz des Einlassventils sind auch Ablagerungen zu sehen,die niemals entstehen können,wenn ein Ventil schließt.

Wenn die anderen auch so in etwa aussehen,so muss eine komplette Ventilbearbeitung durch geführt werden.Würde ich sowieso empfehlen. Den Kopf plan schleifen und auch die O-Ringe der Schutzhülsen ern..

Gruß Jürgen

Schleppwagen 410L

unregistriert

5

Sonntag, 24. Mai 2015, 15:37

Teile gibt es alles noch bei MB
Einfach motor Nummer angeben
Ventilfedern würde ich auch erneuern
Hab schon zwei gebrochene gehabt
Sieht dann derb aus wenn das Ventil in den zylindrisch fällt

  • »Janmich« ist der Autor dieses Themas

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6

Sonntag, 24. Mai 2015, 16:31

Hallo nochmal ein paar Fragen :-P

@Jürgen: meinst du mit " komplette Ventilbearbeitung" Ventilsitz fräsen und Ventile einschleifen oder Ventilsitzringe erneuern und Ventile einschleifen? Schutzhülsen werden noch gemacht.

@Schleppwagen 410L: Federn werde ich genau anschauen und reinigen, je nach dem was sie kosten erneuern.

Noch paar allgemeine Fragen: Der Kopf war nicht auf meinem Motor verbaut, also habe ich keine Motornummer sondern nur die Nummer auf dem Zylinderkopf: 314016 0501, was sagt mir diese Nummer?

Noch etwas: Wenn ich Ein-und Auslassventil anschaue gibt es noch einen Unterschied außer die Größe und zwar oben am Schaft ist unterhalb der Nut (für Ventilschaftdichtung) beim Auslassventil nochmal ein Absatz.

Maße Durchmesser Auslassventil:

Ventilschaft oben: 8,9mm

Nut: 7,2mm

dann ca . ein Abschnitt von 4,3mm wieder mit 8,9mm, dann Absatz Übergang zum restlichen Schaft.

Die Einlassventile haben nur die Nut für die Schaftdichtung sonst keine weiteren Absätze.

Weiter unten dann wieder jeweils Absätze.
Nachtrag: Bild



Meine Frgae: Wozu der Unterschied?

(Noch eine Frage: Wenn man alte Ventile auf Schaftdichtung umrüstet, reicht es dann gelegentlich die Nut auszudrehen mit den Maßen die ich von diesen Ventilen habe?) Hat sich geklärt, hatte ich was verwechselt

Ihr seht schon, viele viele Fragen und ich bin wirklich sehr dankbar für alle Antworten :-)

Lg
Jan

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Janmich« (24. Mai 2015, 17:54)


Schleppwagen 410L

unregistriert

7

Sonntag, 24. Mai 2015, 17:24

Der 314 er kenn ich nicht mit schaftdichtungen
Wenn Ventil und Führung zu einander passen fressen diese nicht viel Öl

Schleppwagen 410L

unregistriert

8

Sonntag, 24. Mai 2015, 17:26

Was meinst du mit Nut für schaftdichtungen ??

  • »Janmich« ist der Autor dieses Themas

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9

Sonntag, 24. Mai 2015, 17:32

Ne die wurde nachgerüstet denk ich mal. Werde das Spiel mal zwischen Schaft und Führung anschauen.

Oh sorry hab mich vertan, die ist ja für die Keile :T . Für die Schaftdichtung müssen jA die Ventile nur angEfast und evtl. gekürzt werden, hatte ich verwechselt.

Nochmal ein Nachtrag bevor hier was durcheinandergebracht wird: Hatte mich wieder vertan :=- meinte nicht die Ventile abdrehen sondern die Führung, man ließt immer von Schaft abdrehen aber der Schaft ist doch am Ventil und wird wohl mit Führung verwechselt :-8 aber das ist ja eig auch nicht Thema hier. Ich muss mal eine Pause einlegen glaube ich...
Lg
Jan

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Janmich« (24. Mai 2015, 18:42)


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10

Sonntag, 24. Mai 2015, 19:39

Hallo Jan,
die Ventilabdichtungen waren von Anfang an nicht eingebaut u d die Ventilführungen hatten eine Länge von 74mm.
Auch hatten die Ventilschäfte, beide,einen Durchmesser von 8,95mm
Später,ab Motorendnummer 468000 wurden Serienmäßig kürzere Ventilführungen eingebaut ,die eine Nut oben hatten,auf die sich die Ventilabdichtungen einsetzte.Diese Ventilführungen waren dann nur noch 67mm lang.Wegen der Abdichtungen.
Manche kürzten einfach die Ventilführungen .Diese hatten aber diese Nut nicht!
Ab Motorendnummer 042965 hatten die Schäfte der Auslassventile ein Durchmesser von 9,940mm.
Eine Frage: Warum willst Du diesen Zylinderkopf komplett instand setzen?Sehr Kostenintensiv!Mache doch den Original Kopf ab und schaue Dir diesen an!!?? Er muss doch sowieso abmontiert werden??!!
Die Nut am Ventilschaft ist für die Keile.Deshalb hatte ich geschrieben,dass Du diese genau anschauen solltest.
Gruß Jürgen

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11

Sonntag, 24. Mai 2015, 20:04

Hallo Jürgen,
danke für die Aufklärung, habe also einen neuen Kopf. Kurze Führung mit Nut, Schäfte der Ventile passen auch zu deiner Angabe.

Ich hatte die Möglichkeit diesen Kopf günstig zu bekommen und konnte auch schon viel lernen. Ob ich weiter investiere weiß ich noch nicht, versuche das Geld natürlich eher für meinen Kopf zu sparen. Bin nur noch nicht dazu gekommen da ich das Auto für diverse Umzüge gebraucht hab.

Wieso hat Mercedes eigentlich später kürzere Führungen verbaut mit Schaftdichtungen? Ist das nicht von Vorteil wenn die Schäfte minimal mitgeölt werden und nicht trocken laufen?

Lg
Jan

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12

Sonntag, 24. Mai 2015, 21:33

Hallo Jan,
nein, die Ventilschäfte laufen nicht trocken,da die Abdichtlippe, von oben gesehen,schräg nach unten zeigt.
Dadurch wird immer etwas Öl mit hinein gezogen.Der Ölverbrauch wurde dadurch erheblich verringert.
Dem Serieneinsatz ging aber ein Großversuch,von 8.83 bis 2.84 und Motorendnummer 451599 bis 463867,voraus!
Gruß Jürgen

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13

Sonntag, 24. Mai 2015, 22:08

Hallo Jürgen,

danke für die Erklärung, ist gut zu erkennen an den alten Dichtungen, interessant!

Eine abschließende Sache würde mich noch sehr interessieren. Du sagtest ab Motorenendnummer 042965 hatten die Schäfte der Auslassventile ein Durchmesser von 9,940mm. Sind die Einlassventile unverändert geblieben, somit kompatibel mit beiden Zylinderköpfen?

Lg
Jan

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14

Sonntag, 24. Mai 2015, 22:44

Hallo Jan,
ja,das Maß von 8,95mm wurde bei behalten.
Ich bin Dir noch eine Frage schuldig!Nein ,nicht die Ventilsitzringe erneuern,sondern nur nachfräsen.
Der Winkel beträgt 45°. Es muss aber darauf geachtet werden,dass die Freiwinkel eingehalten werden.Der untere besonders,damit das Ventil nicht im Kopf klemmt!
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jürgen« (25. Mai 2015, 11:22)


  • »Janmich« ist der Autor dieses Themas

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15

Montag, 25. Mai 2015, 11:11

Tag Jürgen,

konnte viel lernen, das zu sagen bin ich dir schuldig! Vielen Dank!

Lg
Jan