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  • »Büschen« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Königswinter

Fahrzeug: MB 207 Diesel Bj 88 Zu1 0708 Zu2 399

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1

Donnerstag, 3. September 2015, 09:10

Standheizung

Hallo,

vorweg: Ich bin neu im Forum und technisch nur bedingt bewandert.

Meine Idee: In meinem betagten MB207 Diesel Bj.88 Bus eine Standheizung einzubauen.

  1. Woher eine gebrauchte Standheizung mit allen Teilen die dazugehören?
  2. Eine zweite Batterie ist wohl sinnvoll? Wie anschließen und wo positionieren damit sie sich auch auflädt?
  3. Muss die Heizung beim TÜV genehmigt werde?
Alternative dazu eine Heizung mit Gasflasche. Dazu eigentlich die gleichen Fragen.
VG V40

cappadax

unregistriert

2

Donnerstag, 3. September 2015, 10:55

Hallo Büschen/VG V40,

Jede Zusatzheizung, egal ob mit Gas, Benzin oder Diesel betrieben, muss für Fahrzeuge zugelassen (Prüfzeichen!!) sein und eingetragen werden.

Bei Gasbetrieb gehört dazu auch vorrangig die Eintragung und regelmäßige Prüfung der gesamten Gasanlage. Die Anforderungen dafür sind im Merkblatt des DVGW zu finden.

Beim Kauf von gebrauchten Teilen aber Vorsicht:

Bei Neuinstallation einer Gasanlage sind jetzt nur noch 30 mbar Betriebsdruck zugelassen. Ältere Geräte haben aber meist 50 mbar, wie früher auch vorgeschrieben.

Wann genau der Wechsel war weiß ich gerade nicht, ist hier auch egal. Ich entnehme deinem Text, dass du bisher weder eine Gasanlage noch Zusatzbatterien im Auto hast?

Bei Luftheizgeräten mit Benzin oder Diesel müssen die Wärmetauscher spätestens alle 10 Jahre gewechselt werden. Das Problem: Die Hersteller (z.B. Webasto oder Eberspächer) liefern aber dafür meist keine Ersatzteile mehr!!

Bei luftheizenden Gasgeräten Truma S-Typen (es gibt eigentlich hier nur Truma) liegt die Zulasssungsdauer der Wärmetauscher nach meinem Kenntnisstand z. Z. bei 30 Jahren. Bei den S-Typen beachten, dass sie auch explizit für Fahrzeuge zugelassen sind! Es gibt auch solche nur für Caravans!

Bei Gasheizungen gibt es die S - Version mit oder ohne Gebläse, bzw. diese Heizungen können wahlweise mit oder ohne betrieben werden.
Außer bei den Truma E-Typen, die funktionieren auch nur mit Gebläse!
Das bestimmt den indivuellen Stromverbrauch.

Die Heizung funktioniert also wie ein Ofen ganz ohne Strombedarf oder die Warmluft wird vom Gebläse über Schlauchleitungen im Fahrzeug gezielt verteilt.
Die Zündung erfolgt über kleine Batterien im integrierten Zündautomat.

Es gibt auch eine gasbetriebene Heizung von Alde aus Schweden die mit Heizkörpern analog einer häuslichen Anlage operiert. Hier ist sogar Fußbodenheizung möglich.

Die Benzin- oder Diesel-Luftheizungen werden immer und nur mit Gebläse betrieben. Die Zündung erfolgt hier über die Autobatterie.

Hier besteht deshalb ein relativ hoher Strombedarf.

Du bräuchtst vermutlich/sicher eine zusätzliche Womo-Batterie falls nicht bereits in ausreichender Kapazität vorhanden.
Wo die positioniert ist, ist vollkommen wurscht. Sie muss nur sicher befestigt sein und braucht, wenn´s eine Säurebatterie ist, eine Ableitung der evtl. entstehenden Gase ins Freie.

Die Kabelstärke muss aber unbedingt der Kabellänge angepasst werden: Je länger je dicker um Spannungsverlust zu minimieren.

Zu Ladung/Trennung/generelle Anforderungen gibt´s genügend alte Beiträge im Forum (z.B. zu Trennrelais, Dioden, Batterietypen, dazu passende Ladegeräte, etc.)!!!!

Alternativen:
Truma hat neue Geräte die jetzt Heizung und Boiler in einem Gerät vereinen.
Natürlich wieder im obersten Preissegment angesiedelt!

Ein Freund von mir hat seinen alten Warmwasserboiler im Wasserbereich so modifiziert, dass er das warme Wasser mittels Pumpe im Bypass-Betrieb über einen kleinen Wärmetauscher leitet und von dort über einen Ventilator die Warmluft abnimmt.
Als nur im Sommer Reisenden reicht ihm das vollkommen, z.B. mal im Gebirge.

Frohes Entscheiden!

Peter

PS:
Meinst du bei Heizung mit Gasflasche evtl. mobile Geräte?
Die sind in geschlossenen Räumen nicht und in Fahrzeugen schon gar nicht zugelassen!

Bei so was frohen Suizid!

Hoffentlich deckt das deine Haftpflicht und/oder deine Lebensversicherung dann für deine Hinterbliebenen auch ab?

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »cappadax« (3. September 2015, 12:51)


Wohnort: Flensburg

Fahrzeug: MB Sprinter, 313cdi, Bj. 10. 2002

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3

Donnerstag, 3. September 2015, 22:00

Moin Büschen,

auch brauchbar, wenn Platz vorhanden... verbraucht keinen Strom und heizt wie Teufel! Außerdem kannste Heizöl verballern...

Aber nicht jeder TÜV- Prüfer ist genau so begeistert wie ich

http://www.toplicht.de/de/shop/ofen-herd…lofen-66m-66m-c

Gute Grüße,

Uli
Signatur von »Bussibussi« Zeige nie einem Laien ein halbfertiges Werk...!

Wohnort: Emmendingen

Fahrzeug: Mercedes Benz L 613 D mit Vario Aufbau

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4

Freitag, 4. September 2015, 09:15

Hallo,ich würde da auch eher eine Truma vorschlagen,etwa sowas wie hier: http://www.ebay.de/itm/Trumatic-Sl-3002-…=item25ac858844

Es gibt aber auch noch eine andere Version ,die sind speziel für VW Bus und dergleichen,sind auch von Truma.In beiden Fällen muß halt ein Loch in das Blech,damit die Heizung eingebaut werden kann.
Von normalen Standheizungen bin ich nicht begeistert,die brauchen viel Strom,sind anfällig und kosten ziemlich viel Geld.Wo viel Elektronik ist,kann auch viel kaputt gehen.In meiner Zeit als LKW Fahrer konnte ich so manche Erfahrung mit Standheizungen miterleben,das beste war von Truma,die hat immer funktioniert. :-)
Signatur von »Kliklaklawitter.bus« Mercedes Benz,weil das Leben zu kurz ist,um ein anderes Auto zu fahren.

  • »Büschen« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Königswinter

Fahrzeug: MB 207 Diesel Bj 88 Zu1 0708 Zu2 399

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5

Sonntag, 6. September 2015, 11:55

Euch allen vielen Dank für die ausführlichen Antworten!

Preislich gefällt mir natürlich die günstige Truma.

Für die Externe Luftzufuhr zum Verbrennen und Abgasableitung muss ich doch noch irgendwo das Blech aufschnippeln und ein Gitter vorsetzen, oder?

@admin In meiner Anfrage habe ich mit 'V40' unterschrieben. Bitte löschen. War ein Versehen und Macht der Gewohnheit aus einem PC-Forum...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Büschen« (6. September 2015, 12:34)


cappadax

unregistriert

6

Sonntag, 6. September 2015, 14:01

Hallo Büschen,

bei dieser Truma-Heizung sitzt der Brenner des Gerätes unter dem Fahrzeugboden, du müsstest eine Öffnung da durch machen. Die sollte aber nicht im Spritzbereich der Räder und darf nicht zu nahe an einem Kraftstofftank sein! Auch die Nähe von der Entlüftung des Gaskastens ist Tabu!
Gleichzeitg muss die Heizung an dieser Stelle auch zu deinen Möbeln/Innenausbau passen und die Abgasgeschichte dort integriert werden. Das kann evtl. ganz schön verzwickt werden wenn man das nicht von vornherein einplant!
Die Abgase werden über ein Edelstahlflexrohr normalerweise über´s Dach abgeleitet. Evtl. wäre auch ein Seitenwandkamin denkbar. Auf jeden Fall auch hier wieder ein Dach- oder Wanddurchbruch!

Du findest bestimmt auf den Truma-Seiten oder bei Händlern Einbauanleitungen! Außerdem im Merkblatt vom DVGW allgemeine Anforderungen an eine Gasanlage.

Aber auch bei der Unterflur-Lösung mit den E-Typen müsstest du ja Bodendurchbrüche für die Heizschläuche machen!

Bitte aber wie bereits erwähnt darauf achten, dass eine Zulassung für Fahrzeuge vorliegt und der Betriebsdruck nur 30 mbar betragen darf da du ja eine Neuinstallation machen würdest. Außerdem bei Gebrauchtteilen beim Preisvergleich darauf achten ob alle Zubehörteile wie z. B. der Kamin aus Edelstahl (!) mit Iso-Rohr und Kaminaufsatz dabei sind. Ansonsten musst du die dann teuer dazu kaufen.

Eigene Basteleien scheiden hier aus, sonst keine Abnahme und Eintragung!

Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cappadax« (7. September 2015, 14:26)


7

Sonntag, 6. September 2015, 18:26

Hallo,

@ Uli: kannst Du mir bitte Deine Erfahrungen und das "Betriebsverhalten" / den Umgang mit dem Refleks-Ofen mitteilen ? Ggf. als Extra-Threat damit alle was davon haben, sonst auch gerne per pm.

Bin da auch schon länger "scharf" drauf, habe nur noch nicht mit dem Teil gearbeitet. Da die ja nicht ganz so günstig ist, würde ich mich über einen Erfahrungsbericht freuen.

Viele Grüße
Jens

Wohnort: Gersfeld

Beruf: Sozialarbeiter

Fahrzeug: Mercedes 507 D, VW-Golf 2 CL

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8

Sonntag, 6. September 2015, 19:05

Hallo,
ich hätta auch Interesse an Erfahrungsberichten zu dem Refleksofen. Also bitte die Antworten für alle sichtbar.
LG Werner

Wohnort: Hannover

Beruf: Bootsbauer, Punzierer

Fahrzeug: MB LP 913

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9

Montag, 26. Oktober 2015, 02:26

Moin,

Hab nun auch lange überlegt welche Lösung für mich die beste ist.

Vor und Nachteile sind, denke ich soweit klar, ob Holz, Truma oder eben Ölofen ala Refleks.

Ich hab mich nun für einen Refleks Ofen entschieden und seit einer Woche im Betrieb und kann jetzt schon sagen- volle Begeisterung!

Wenn man das anzünden raus hat, geht das komplett ohne Gestinke ab.
Dazu Regler aufdrehen, in aller Ruhe einen Fidibus falten anzünden und ich die Brennkammer damit, sobald etwas Öl in die Brennerschale kommt.
Deckel druff fertig!

Ich habe bei mir einen Tagestank, macht den Brennvorgang geräuschlos & Stromfrei.

Über den Verbrauch kann ich noch nicht soviel sagen- laut Hersteller 0,12-0,3l/h was ich völlig im Rahmen finde- zumal man sich auch Steuerbefreites Heizöl besorgen könnte und Fahrdieseltank nur als Backup dazu anschließt.

Nachteil finde ich, "mal eben die Bude aufheizen" ist nicht so richtig drin! Wenn dann aber warm, dann ist es wirklich eine sehr schöne angenehme Wärme, wo man nichts weiter tun braucht, als je nach Tank alle 1,2,3 Tage den Tagestank aufzufüllen,Elektrisch oder ich hätte gerne noch eine Handpumpe dazu, und den Ofen einfach bollern läßt.

Sinnvoll ist die Herdplatte, man hat dann immer heißes Wasser im Kessel, wofür auch immer ;)
Mein Refleks hat noch einen extra Warmwasserkreislauf- der zukünftig noch Brauchwasser aufheizen soll- sobald die Dusche in den Bau kommt!

Ich habe den Refleks MKS 66 im Einsatz, den ich bedenkenlos empfehlen kann.
Würde, falls das hier einer liest, der aber seinen Ofen zu gross findet, gerne gegen eine Nummer größer tauschen wollen!
Meine Bus ist zum einen etwas größer und nicht wirklich dicht zu kriegen, noch etwas mehr kw Leistungsreserve für ganz frostige Tage wäre dann nicht schlecht.

Truma & Co und da ist es mir auch egal ob das der TÜV besonders toll findet, kommen als Hauptheizung nicht in Frage- Teuer, anfällige Technik, Stromthema, Gaspullen schleppen und eine krachende Fönwärme- nö!

Fazit: Nach langen Jahren mit Allesbrenner Öfen finde ich Ölofen eine wundervolle Alternative!
Signatur von »Tswitch« Bis zum Ende des Universums und noch viel weiter...