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1

Montag, 4. April 2016, 16:28

ökologische und effektive Isolierung / Dämmung

Es gibt schon etliche Beiträge zum Thema, jedoch nix mit diesem Gedankenansatz.

Ich hab keinen Bock mehr auf Styropor und Armaflex und suche nach Alternativen.

Gibt es irgendwas aus nachwachsenden Rohstoffen, dass sich eignet, Feuchtigkeit zumindest regulierend aufnimmt und abgibt? Kork, Hanf?

Wenn man solche Dämmung mit ner Dampfsperre versieht sinnvoll?

Es geht um die Blechwände und das GFK-Dach. muss also auch montierbar sein.

Ideen, Gedanken? Lehm kommt leider nicht in Frage :)

Wohnort: Koblenz

Beruf: Rehatechniker

Fahrzeug: Hymer 720, Bj. 1977 auf MB 508

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2

Montag, 4. April 2016, 17:44

Hallo.

Der Gedanke ist vom Prinzip her nicht schlecht. Aber bisher hat sich sowas wie Armaflex und Trocellen am besten bewährt. Die Materialien haben einen hohen Dämmwert und nehmen keine Feuchtigkeit auf bzw. geben das bisschen was Sie aufnehmen auch schnell wieder ab. Styropor speichert gerne Feuchtigkeit. Vor allem wenn es direkt auf dem Blech liegt. Man kann dem Feuchtigkeitsproblem etwas entgegenwirken wenn man die Wand hinterlüftet. Eine Dampfsperre ist im Blechkastenwagen immer der falsche Ansatz. Mit der Dampfsperre möchte man ja prinzipiell die Feuchtigkeit vom Innenraum daran hindern die Dämmung zu durchfeuchten. Beim Blechfahrzeug schlägt sich aber auch durch Temperaturunterschiede Kondenswasser hinter der Wand nieder. Wenn Du dann Hanf oder sonstige Faserwerkstoffe mit einer Dampfsperre einschließt dann hast Du Dir ein eigenes Feuchtbiotop gebaut.
Wenn Du die Wände mit 2 cm Holz verkleidest dann hast Du einen natürlichen Baustoff und eine gewisse Dämmwirkung. Nachteil : Es wird schwer !

Meine persönliche Meinung: Bleib bei Armaflex oder Trocellen/ XTrem Isolator

Grüße
Mario

Wohnort: Frankfurt

Fahrzeug: DB 608 /1978 H

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3

Montag, 4. April 2016, 17:49

Hab neulich was gehört von platten aus sumpfrohr.stecken leider noch in der erprobungsphase,werden aber in kleiner Stückzahl in verschiedenen stärken hergestellt.musste mal googeln.
Sind wohl Schimmelresistent und haben nen sehr hohen dämmfaktor
Schreint die eierlegende wollmilchsau zu sein....
Signatur von »tomtom« Jürgen ist der Beste

Wohnort: Frankfurt

Fahrzeug: DB 608 /1978 H

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4

Montag, 4. April 2016, 18:14

Oder wolle?
Signatur von »tomtom« Jürgen ist der Beste

Wohnort: Bösel

Beruf: ach nöööö

Fahrzeug: 2 x 711D & T5 4Motion & 814D Vario KA

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5

Montag, 4. April 2016, 18:32

Moin,

bin auch gerade angefangen meinen 814er Vario auszubauen und habe mir auch so über die Dämmung meine Gedanken gemacht. Kurz in Erwägung gezogen habe ich Einblasdämmung...frei nach dem Motto Seitenwände fertig machen, Loch hinei und rein damit! Aaaaaber, irgendwie gibt es nichts dafür, was keine Feuchtigkeit aufnimmt. Ein weiterer Nachteil wäre das sich über die Vibrationen das Zeug verdichten würde (ich meine jetzt nicht rythmische Schwingungen aus Spaß an der Freude :-D ). Was bleibt, ist so etwas wie Armaflex, hat sich halt bewährt. Hab heute 36m² in der Stärke 19mm bestellt plus Kleber. Mit dem Armaflex mit Klebeschicht habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht, hatte sich stellenweise abgelöst. Wänd mit "gewachsenem" Holz (Vertäfeln) zu verkleiden ist auch nicht so dolle, weil Splittergefahr bei einem Unfall!. Bin am überlegen - zumindest an der Decke - weiße Kunststoffpaneele zu schrauben (das Zeug, was draußen am Haus zum verkleiden nimmt), dann ist die Bude schön hell..

Wer gute Ideen hat, immer her damit!

Viele Grüße von Martin #winke3
Signatur von »814Martin« Lieber Heidenspaß als Fegefeuer und Höllenqualen.

Wohnort: Kirchheim Teck

Fahrzeug: MB 508

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6

Montag, 4. April 2016, 18:50

Hallo,

es gibt ziemlich viele nachwachsende Dämmmaterialien wie z.B. Flachs, Schafwolle, Hanf, Holzfasern, Kokosfaser oder einfach nur Stroh? Hauptproblem wird auch die Vibration bei vielen sein, außer bei Schafwolle eventuell. Ich würde bei solchen Materialen immer ohne Dampfsperre arbeiten, bin aber auch kein Experte auf dem Gebiet. Jeweilige Händler können wohl am ehesten weiterhelfen.

lg
Jan

Wohnort: Berlin

Beruf: Schreiner

Fahrzeug: Mb100 Hoch&Lang, Honda Cx500

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7

Montag, 4. April 2016, 19:11

Moin,
Ich finde das Thema auch recht interessant und kenn mich da aber auch nicht so super aus.
Was ich weis ist aber das eben Schafswolle oft in Holz- Bauwägen als Dämmung eingesetzt wird. Auch für ganzjahres nutzung!
Kork wird ja auch viel benutzt als dämmung zbsp als Boden in (Bau-)Wägen.

Grüße
Stone
Signatur von »SleepingStone«
Jedes Schloß steht auf einem Berg aus Knochen

8

Montag, 4. April 2016, 19:25

Wolle ist doch mal ne tolle Idee und hier in Marokko sicherlich günstig zu bekommen.

Also mehr Input dazu bitte.
gewaschen, klar, sonst müffelts sicherlich und in Kästen eingerahmt um am Platz zu bleiben auch.
ganze Felle an die Wand tackern macht sicherlich keinen Sinn.

Wie sieht es mit Schädlingen aus?

Wohnort: @home

Fahrzeug: 608 d maxil. ´85

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9

Montag, 4. April 2016, 19:40

Wolle ist doch mal ne tolle Idee und hier in Marokko sicherlich günstig zu bekommen.

Also mehr Input dazu bitte.


bitte gerne:

http://www.busfreaks.de/strohrum/technis…als-isolierung/

in kurz: wolle ist gut als pullover :-O
(bezogen auf die nutzung im wohnmobil)

gruß
roadrunner

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »roadrunner« (4. April 2016, 19:45)


Wohnort: Kirchheim Teck

Fahrzeug: MB 508

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10

Montag, 4. April 2016, 19:48

Zitat von einem Händler: "Das Wollfett wird aus der Schutz- und Schweißwolle bis zu einem Restgehalt von max. 1% ausgewaschen. Bei dem Spülvorgang wird das Mottenschutzmittel Thorlan IW (anorganisches Salz) aufgebracht. Dieses bewährte Mittel schädigt die Wollfaser dieser Schafwolldämm-Matte nicht, dünstet nicht aus und hat somit keinerlei Nachteile für das Raumklima."

Also da kann man wohl schonmal was gegen tun. Kannst du die Decke ohne großen Aufwand abnehmen um die Wolle ab und an zu waschen? Sonst kann ich von Wolle aus eigenerfahrung nur positives sagen, sie reinigt sich so gut wie selber und fängt einmal gewaschen so gut wie nie an zu stinken wenn sie atmen kann.

Um alles an seinem Platz zu behalten würde ich auf die Rahmen noch Fieberglasgewebe oder Wurzelschutzfolie tackern, vllt sogar beidseitig sonst könnte es auch schwer sein die Wolle an die Decke zu bringen ohne das alles wieder runterkommt.

11

Montag, 4. April 2016, 20:30

Ahoi zusammen,

ich bin auch gerade am Überlegen womit ich dämmen will und etwas ökologisch(er)es zu finden wär mir auch nur recht.
In dem Schafswoll-Thread den roadrunner verlinkt hat taucht ja steicoflex auf, was ja schonmal ganz interessant klingt.

Nur ne Langzeiterfahrung fehlt da noch:

Zitat Diver:"ich berichte dann in fünf jahren,ob mich die sickenpest erwischt hat.
- Editiert von diver am 09.08.2011, 22:33 -"

Ganz 5 Jahre sind´s zwar noch nicht, aber vielleicht kann Diver ja trotzdem schonmal hier über seine Erfahrung berichten.
Ich schreib ihm mal ne PM.

vG, woifi

Wohnort: Seelze

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Fahrzeug: MB 508 DG

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12

Montag, 4. April 2016, 21:23

Wenn ihr weiterhin die Probleme Feuchtigkeit und Taupunkt ignorieren wollt ...
... Hanfmatten nehmen.
Die verdichten sich nicht, haben einen ganz passablen Dämmwert, und sind biologisch abbaubar.
Signatur von »Viperman« “Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.“ – Susan Sontag

Hannibal ist Bj 1978 und wir dürfen mit ihm auf Reisen sein.
hannibal-on-tour.de

Wohnort: Leipzig

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13

Montag, 4. April 2016, 21:40

Bei den Emmisdionswerten die Karla ausatmet, mache ich mir ganz sicher keine Gedanken darüber ob ich die Dämmung zur Not auch ohne Gesundheitsschäden rauchen kann oder ob die sich eines Tages in meinem Auto in Humus verwandelt. Ich nehm Amaflex, die Natur hat Fahrzeuge und Ihre Dämmung nicht eingeplant, also kommt die Natur auch nicht ins Auto. Ich meine damit nicht das mir Schadstoffe egal sind oder ich auf die Umwelt Pfeiffe, sondern nur das es nicht ohne Grund keine vernünftige Dämmstoffe gibt, die Nachwachsen...
Gruß Alex

Wohnort: Koblenz

Beruf: Rehatechniker

Fahrzeug: Hymer 720, Bj. 1977 auf MB 508

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14

Montag, 4. April 2016, 21:43

Schade daß es noch kein Geruchsforum gibt. Dann könnten wir in ein paar Jahren mal ne Nase in eine mit Saugfähigem Biomaterial gedämmte Blechkiste stecken.
Ich kann es nur immer wieder sagen: Ein Transporter ist kein Haus aus Stein oder Holz. Er ist auch nicht mit einem Bauwagen aus Holz vergleichbar. An kaltem Blech schlägt sich Wasser nieder. Das ist nunmal so. Und Wasser zieht in die Dämmung aus Biomaterial Wolle, Flachs, usw. ein. Nasse Dämmung dämmt nicht. Und vom Geruch der evtl entstehen kann rede ich jetzt nicht.
Aber jedem sollte doch klar sein dass ein Schwamm der dauerhaft nass auf einem Blech anliegt beim Blech irgendwann zu Korrosion führt.

Nur mal zur Anregung ;-)


Grüße
Mario

Wohnort: Berlin

Beruf: Schreiner

Fahrzeug: Mb100 Hoch&Lang, Honda Cx500

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15

Montag, 4. April 2016, 22:47

Wäre wirklich interessant was Diver jetzt nach den Jahren zu seiner Isolierung zu sagen hat.
Auch wenn ich gerade mit Armaflex dämme :)
Signatur von »SleepingStone«
Jedes Schloß steht auf einem Berg aus Knochen

Wohnort: Leipzig

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16

Montag, 4. April 2016, 23:14

Ich befürchte nicht nur Rost und nicht mehr vorhandene Dämmwirkung, sondern lebende Pilzkulturen und Schimmel vom Feinsten...

Wohnort: Rottweil

Fahrzeug: MB 508 und 510 DoKa (beide Baumuster 667)

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17

Montag, 4. April 2016, 23:24

Ich würde in einer Blechkiste nur Material zu Dämmung nutzen, welches kein Wasser aufnimmt und flexibel genug für eine vollflächige ist. Alles andere lässt Luft am kalten Blech kondensieren und Wolle und ähnliches saugt sich voll. Vielleicht muss man das Blech vorher innen gut mit Fluidfilm einmumpen damit die wolle besser haftet, allerdings sperrt das Blech zu sehr ab und somit trocknet es nur sehr schlecht und nach innen. Wolle, Flachs und co funktionieren im Vollholz Wagen super. Wir experimentieren gerade mit einer Alge als Dämmung... die hat den Vorteil, das gegen Schädlinge kein Borsalz verwendet werden muss... ist ja schon natürliches Meersalz drin. Allerdings beim Holzhausbau...


Gruß vom Nils

Wohnort: Rottweil

Fahrzeug: MB 508 und 510 DoKa (beide Baumuster 667)

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18

Montag, 4. April 2016, 23:26

... vollflächige Verklebung sollte das heißen. Die App ist Mist... da kann ich nichts korrigieren

Wohnort: Freiburg

Beruf: Konstrukteur

Fahrzeug: MB 407, VW T4

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19

Dienstag, 5. April 2016, 10:39

Ich habe diesen Winter eine 407er Feuerwehr mit 6 cm Thermo Jute Matten (Mischung aus Jute und Hanffaser) http://www.thermo-natur.de/ und einer diffusionsoffenen Folie "INTELLO" https://de.proclima.com/produkte/dichtung-innen/intello gedämmt. Die Folie ist vor allem bei wärmeren Temperaturen offener und ermöglicht somit einen Feuchtigkeitsaustausch. Dann 1 cm Luftspalt und anschließend Nut und Federvertäfelung.

Ich kenne mehrere Fahrzeuge, die mit diesen Matten gedämmt und mehrere Jahre (Winter + Sommer) bewohnt wurden, allerdings ohne Dampfsperre und mit einer Nut und Federvertäfelung. -> Keine erkennbaren Feuchtigkeitsprobleme!

Grüße

Leo

20

Dienstag, 5. April 2016, 11:11

Zum Thema kann ich Euch "wärmstens" den U-Wert Rechner im Netz empfehlen. Leider funktionieren die meisten konkreten Dämmstoffe nur noch mit (kostenloser?) Anmeldung. Ihr könnt aber auch die Gruppenelemente direkt auswählen, d.h. "Flexible Holzfaserdämmplatte" statt Steico / Khrono / Blabla / Produkt XXX.

https://www.u-wert.net/

Erhellend sind die Temperatur- und Feuchtekurven, welche auch den Abstand zum Taupunkt aufzeigen. Bei Außenhaut "Blech" sammelt sich unvermeidbar Wasser an der Innenseite!

Direktlink zu einer Beispielrechnung mit Dampfsperre und Steinwolle
https://www.u-wert.net/berechnung/u-wert…_e=80&outside=0

Zitat

... praktisch keinerlei Trocknungspotential .... Gefahr von Feuchteschäden


Viel Spaß beim Spielen und sorry für die unverhohlene Werbung. Bin nicht verwandt oder verschwägert, habe aber damit bereits vielen Menschen Dinge einsehen helfen können, die sonst nur als persönliche Meinung daher gekommen wären.