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  • »jo508« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hannover

Fahrzeug: Mercedes 508D

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1

Montag, 11. Juli 2016, 10:48

508D Karosserie / Stabilität C-Säule ersetzen

Liebe Busgemeinde,

ein Freund von mir hat sich einen 508D gekauft. Fahrzeug ist in top Zustand, hat TÜV und H-Kennzeichen sofort und ohne Probleme bekommen. Jetzt wollte er den Innenausbau, vor allem die Wandverkleidung neu machen. Dabei wurde festgestellt, dass ein nachträglich verbautes Fenster durch eine ziemlich tragend aussehende vertikale Säule verläuft. Wir vermuten, dass es sich um die C-Säule handelt. Sie sitzt etwa einen Meter hinter der B-Säule, danach kommen noch zwei Stützen nach hinten weg, bevor die D-Säule den Wohnraum abschliesst. Bei Mercedes wurde er von einer Station zur nächsten weiter geleitet und niemand hat eine Ahnung oder weiss, woher man sowas wie einen Aufbauplan. o.Ä. bekommt. TÜV und DEKRA meinen, dass das bei der nächsten HU sowieso nicht auffällt, da sie ja nicht den ganzen Bus auseinander nehmen. Da dachte ich mir aufgrund der guten Erfahrungen, dass uns bei dem Problem nur das busfreaks-Forum weiter helfen kann.

Die Frage wäre, ob das Fahrzeug dadurch so viel an Stabilität verloren hat, dass es dauerhaft den Blechaufbau verziehen könnte (vor allem bei geplanten weiteren Reisen durch unwegsame Gebiete), bzw. bei einem Unfall der Wohnraum einfach zusammenklappt?

Möglichkeiten wäre:

1. Sehr teuer und warscheinlich nur durch Karosseriebauer zu bewältigen: C-Säule (falls es sie denn ist) besorgen, alte Säule raus, Neue rein. Fensteröffnung entweder wieder mit Blechen zuschweissen oder passende Fenster besorgen. Würde auch eine neue Lackierung mit sich ziehen, was aufgrund des jetzigen noch super erhaltenen Lackes (Sonderlackierung) echt schade wäre.

2. Neue Innenverkleidung dran, ignorieren, TÜV fällts ja sowieso eher nicht auf.

Wir würden uns sehr freuen wenn die Spezialisten unter euch uns weiter helfen könnten, ob es bedenklich wäre, es einfach so zu lassen. Achja, ... wir wissen nicht genau wie lange das Fenster da schon drin sitzt, aber warscheinlich hat der "Bastler" der ihn zuvor besass, das Ganze vor 1-2 Jahren gemacht, den Bus danach nicht viel bewegt.

Danke an alle die sich dem Thema annehmen oder auch Links zu Konstruktionsplänen kennen #winke3
Jo

Wohnort: Buchholz / Aller

Fahrzeug: ich hatte mal einen 508 D

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2

Montag, 11. Juli 2016, 11:14

Moin Moin !

Der Aufbau beim Kastenwagen besteht aus einer Reihe von senkrechten und waagerechten Streben, die ein Gitter bilden.Zusammen mit der Beplankung bilden sie einen steifen Aufbau. Die unterste waagerechte Strebe ist mit ebensolchen verschweisst, die quer zum Aufbau verlaufen und praktisch den Hilfsrahmen bilden , der auf dem Hauptrahmen aufliegt. Diese Schweissverbindung , wo praktisch der Hilfsrahmen mit der umlaufenden waagerechten Strebe und der Beplankung aufeinandertreffen , ist einer der ganz grossen und schlecht zu reparierenden Rostherde beim Düdo.
Meist wird hier nur der Schaden durch von aussen neu angehefteter Beplankung verdeckt.

Trotzdem bricht , zumindestens im Anfangsstadium, das Fzg nicht gleich zusammen.

Inmitten einer Seitenwand sehe ich das deshalb noch wesentlich entspannter , das war bei meinem ehemaligen auch so , allerdings waren die waagerechten Streben über und unter dem Fenster verstärkt und mit Knotenblechen an die senkrechten Streben davor und dahinter verschweisst , das "Loch" also praktisch durch "Lochverstärker" stabilisiert.

MfG Volker

  • »jo508« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hannover

Fahrzeug: Mercedes 508D

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3

Montag, 11. Juli 2016, 12:10

Hallo Volker,

danke für die rasche Antwort! Das beruhigt uns natürlich erstmal. Wäre natürlich die Frage wie zeitlich ausgedehnt das Anfangsstadium ist ;)

Wir überlegen jetzt, die Säule wie du beschrieben hast, zu verstärken. Machen uns eben deshalb Sorgen, weil sie halt viel dicker ist und im Vergleich zu den danach folgenden, viel dünneren senkrechten Streben nicht nur ein Vierkantrohr ist, sondern ein spezielles angekantetes Profil hat. Quasi doppeltes "U".

Eventuell ist sie ja auch hauptsächlich deshalb massiver, weil bei manchen Modellen dort eine Tür bzw. Sicherheitsgurte / Sitzbank o.Ä. verbaut wurde ...

Weitere Meinungen dazu?

cappadax

unregistriert

4

Montag, 11. Juli 2016, 14:49

Hallo Jo,

den Düdo gab´s ja in vielen Variationen, als Kasten und auch mit Pritsche und als Kipper, hier auch mit Doppelkabine. Meine 608 Basis war so ein Typ. Die Fahrerhäuser werden aber wohl alle die gleiche Grundkonstruktion haben. Ich vermute, dass die von dir als C-Säule bezeichnete tatsächlich die ist, die am hinteren Ende der (möglichen) Doppelkabine sitzt und deshalb stärker als die normalen senkrechten Profile für den Kasten ausgebildet ist.

Wie Volker schon schrieb ist der Aufbau beim Düdo ja nicht selbsttragend und die Entfernung von Aussteifungsprofilen wenig problematisch und führt auch auf keinen Fall zu gefährlichenn Zuständen!

Ausschneiden und die Beplankung wieder verstärken damit nichts flattern kann.

Peter

Wohnort: Rottenburg a.N.

Fahrzeug: 407 D

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5

Montag, 11. Juli 2016, 19:22

Ich hätte da auch keine so großen Bedenken. Ich hatte vor etlichen Jahren einen 319er Fensterbus, bei dem der Rost schon sehr zu Gange war. Vor allem die A-Säule rechts war wirklich nur noch "andeutungsweise vorhanden". Hatte immer vor das demnächst mal zu machen, aber irgendwie waren verfügbare Zeit und Lust nie ausreichend. Da ich das Auto mit 07er-Nummer gefahren hab, bekam es ja auch keinen TÜV zu sehen. Hab damals in diesem Zustand noch mehrere Alpentouren gemacht (heut würd ich so was nicht mehr machen!), und es hat sich trotzdem nix verzogen. Die Tür hat auch nach einem Jahr noch tadellos geschlossen, und auch alle Fenster waren noch fest drin und dicht.

  • »jo508« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hannover

Fahrzeug: Mercedes 508D

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6

Dienstag, 12. Juli 2016, 20:24

Hej cappadax,

ich dachte man listet von vorne auf; A-Säule dort wo die Türen dran sind, B-Säule hinterm Fahrersitz und dann C-Säule (durchtrennt) und hinten nochmal die D-Säule.

Sorgen machen wir uns ja immer noch ein wenig. Vor allem wegen der Strassenverhältnisse. Ein Nachbar, der auch eine alte Feuerwehr besitzt meinte es könnte sich dann schon etwas verziehen, vor allem bei quasi schräg laufender Strasse, wenn man mal nen hohen Bordstein hoch muss oder eben allgemein bei den immer schlechteren Verhältnissen gen Osten (wir wollen nach Georgien und da auch in den kaukasischen Bergen schauen wie weit wir kommen). Wenn die beiden Achsen sich gegeneinander verschieben ist da doch schon ziemlich viel Druck drauf (ist ja immerhin die Fahrzeugmitte) oder wird das alles vom Hauptrahmen abgefangen, der ja schliesslich aus massiven Stahlträgern besteht?

Hab jetzt mal die Leute von Classic-Trucks bei Mercedes in Alfeld bei Hannover konsultiert bezüglich alter Pläne im Archiv. Bei Interesse, könnte ich die ja dann auch hier mal zur Verfügung stellen. Mal schauen was dabei rum kommt ...

Weitere Meinungen würden mich natürlich interessieren ...

Wohnort: Stuttgart

Fahrzeug: Was ?

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7

Dienstag, 12. Juli 2016, 20:31

Tach jo,

stell mal n Bild von der " C-Säule " ein, dann wirds einfacher :-O

Lego
Signatur von »Lego« ICH HAB KEINE AHNUNG, DAVON ABER JEDE MENGE

Wohnort: Villach

Fahrzeug: Mercedes 508D

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8

Dienstag, 12. Juli 2016, 20:38

Du kannst die säule mit nem rahmen um den fensterausschnitt abfangen.

Wohnort: Rottenburg a.N.

Fahrzeug: 407 D

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9

Dienstag, 12. Juli 2016, 20:42

Also wenn sich da was nennenswertes bewegen oder gar verschieben würde, hätte das doch schon lang dazu führen müssen, dass das Fenster gesprungen wäre oder zumindest rundrum nicht mehr dicht wäre! Ich denke, du hast unrealistische Vorstellungen, was sich an so einem Bus wirklich tut. Natürlich ist das kein Panzerschrank, aber Angst, dass sich weiß der Kuckuck was für bleibende Verformungen es schon gibt, bloß weil man über einen etwas höheren Randstein fährt - das halte ich für illusorisch. Ich bin noch nie besonders pfleglich mit meinen Autos umgegangen und fahre auch auf schlechten Straßen zügig, so dass man es knarren und quietschen hört, aber mir ist noch nie aufgefallen, dass da ein Problem gewesen wäre. Mag schon sein, dass das vielleicht nicht grad die beste Idee war an dieser Stelle das Fenster reinzusetzen, aber zerbrechen wird der Bus deswegen noch lang nicht gleich.

  • »jo508« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hannover

Fahrzeug: Mercedes 508D

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10

Dienstag, 12. Juli 2016, 21:25

hier mal ein Bild von oben in den Fensterrahmen ohne die Blende hineinfotografiert. Die Säule hat noch einmal ein U-Profil nach vorne (unter dem schwarzen Rahmen) an dem das Blech befestigt wurde.

auf dem anderen bild; Die Säule läuft quasi in der Mitte des Fensters, dort wo die Aussenbleche unterbrochen sind. Links davon ist dann wie ich vermute die B-Säule, die das Fahrerhaus stabilisiert. Auf dem Bild rechts vom Fenster kommen dann noch mal zwei etwas dünnere Säulen (4-Kantrohre), bevor die D-Säule am Ende abschliesst.

Leider gibts gerade kein Bild von dem offenen Innenraum da der Bus etwas entfernt steht ...

[/URL][/img]

[/URL][/img]

  • »jo508« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hannover

Fahrzeug: Mercedes 508D

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11

Dienstag, 12. Juli 2016, 21:28

Noch ein Versuch:

Bild 1:



Bild 2:


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jo508« (12. Juli 2016, 21:33)


Wohnort: Karlsruhe

Fahrzeug: Eriba Puck

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12

Dienstag, 12. Juli 2016, 21:57

Ich seh nix 8-)

Aus eigener Erfahrung würde ich auch sagen, dass sowas eher unkritisch ist.
Mein Düdo war ein fahrender Adventskalender in den der Ausbauer an vielen Stellen Fenster und Klappen eingebaut. Was an Streben im Weg war, hat er einfach weggeflext. Die Karre ist dann 30 Jahre so rumgefahren. Ich hab mal ein paar von den Löchern wieder zugeschweisst und sogar fehlende Streben mit Schlachtware ersetzt, hatte aber nicht den Eindruck, dass sich da vorher irgendwas bewegt hat.
Die ganze Konstruktion ist ja letztlich ein Stahlkäfig aus mehr oder weniger dicken Profilen und das Blech ist auf die dickeren Träger aufgepunktet. Das wird in der Summe extrem steif, da das Aussenblech eine Aussteifung des Rahmengitters in alle Richtungen darstellt (ein bisschen so wie dir Rückwand von billigen Ikeaschränken, wenn genug Nägel drin sind). Wenn da mal ein halber Quadratmeter fehlt, kann sich die ganze Dose immer noch nicht verziehen. Bei extremer Verschränkung verdreht sich ja zuerst mal der Hauptrahmen und mit dem Hauptrahmen Querstreben des Hilfsrahmens. Dieser ist aber durch ein aussen unten umlaufendes nicht gerade schwach dimensioniertes Profil in sich auch sehr steif und kann sich durch die von oben aufgesetzte Dose auch nicht wirklich verziehen. Wäre das der Fall müsste das Aussenblech ja Wellen schlagen und das ist bei den fetten Blechen beim Düdo, die noch einen Haufen versteifende Sicken haben praktisch unmöglich.
Eigentlicher Schwachpunkt sind die vorderen Karosserielager mit denen das Fahrerhaus mit dem Hauptrahmen verbunden sind. Da sitzen auf der Höhe der Vorderachse Gummiblöcke in Metallhülsen, die das Fahrerhaus nach unten abfangen. Bei extremen Verschränkungen der Achse reissen die dann ab, wie so manche Afrikafahrer hier auch schon berichtet haben. Bevor ich in die Wallachei fahren würde, würde ich mir diese mal ganz genau anschauen, und eventuell vorher wechseln. Sind schwer zu kriegen und der Wechsel ist eine üble Arbeit.

LG Christian