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1

Dienstag, 18. Oktober 2016, 00:59

Restaurationsbericht Mercedes L407d Campingmobil

Hallo allerseits,


zu gerne lese ich jegliche Art von Restaurations- und Reparaturberichte hier im Forum (Also erst mal danke an so Leute wie Eicke, Ma Ke, ATLAS und vielen mehr! ) und viel zu lange schiebe ich es auf die lange Bank etwas von
dem Projekt meines Bruders und mir zu dokumentieren. Aber das soll sich jetzt ändern! Gleich vorn weg, mein Bruder und ich haben uns den Bus als gemeinsames Projekt zum Schrauben und Lernen geholt. Gleichzeitig haben wir gemeinsam schon einen sehr schönen Mercedes Camper der super läuft und deswegen für unser jetziges Projekt weder Druck noch Hektik. Auf der einen Seite wollen wir unsere Kutsche natürlich so langanhaltend und gut wie möglich in Schuss bringen auf der anderen Seite sehen wir auch nicht ein, unnötig viel Geld auszugeben.


Also gekauft wurde das gute Schätzen im Herbst 2015 überebay Kleinanzeigen für einen höheren 3 stelligen € Bereich. Grober Zustand beim Kauf:

Plus:
+komplette Campingausstattung
+ATM mit 50 Tkm
+Hilfsrahmen Top
+TÜV

Minus:
-Kupplung fertig
-Fahrzeug hatte aufgesetzt
-Rost an Karosserie und Fenster
-Fahrzeug verlebt

Aber Fotos sagen mehr als Worte, deswegen Fotos vom
Kaufzustand inkl. Der Schwachstellen:

http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1476742069.jpg
http://www.bilder-upload.eu/thumb/3bec20-1476742069.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1476742188.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1476742259.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1476742341.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1476742440.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1476742483.jpg

Bei der ersten Zwischenstation der Überführung war die Kupplung kurz vorm Ziel so fertig gewesen, dass wir die Karre die letzten Kilometer abschleppen mussten. Mit ein bisschen Bodenakrobatik war die Kupplung schnell gewechselt und es ging zum jetzigen Standort in Zossen. Auf dieser Überführung hat sich der Keilriemen verabschiedet und 2000m später beim rechts ran fahren, kochte das Wasser schon aus dem Kühler, also wieder die letzten Meter abschleppen und Kühler löten lassen, hoffentlich hat der Motor bzw. die ZKD keinen weg bekommen.
Dann haben wir den Bus testweise mal dem TÜV gezeigt und dieser hätte uns die Plakette gegeben, wenn wir den alten Gastank abklemmen. Wow!
Aber wir wollten ja schließlich ein Bus Projekt und den Rost nachhaltig bekämpfen, also unteres Blech blank und alles raus reißen. Dann alles schweißen, spachteln und ab in die Lackierkabine. Die Alte Technik für den Bus soll weiter verwendet werden, allerdings anders ausgerichtet. Ein GfK Hochdach haben wir auch schon besorgt sowie 2
Hecktüren, damit der Bus sich nach hinten auch öffnen lässt. Von einem Kamin im
Bus träumen wir natürlich auch noch…

Momentan sind wie am Schweißen der Radläufe, Frontfensterrahmen und Campingfenster Rahmen, neue alte Türen hinten sind auch schon drin.
Fortlaufend stoßen wir auf neue Herausforderungen, welche
wir gerne mit Hilfe des Forums diskutieren würden. Hier noch ein paar Fotos des fast aktuellen Zustandes.

http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1476744760.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1476744804.jpg

Werde euch auf dem Laufenden halten und um Rat fragen.


Schönen Gruß shoenausimschlaf

Wohnort: Viersen

Beruf: SAP Berater, Mediator, Coach

Fahrzeug: Hanomag/DB 508 Bus, Velosolex Bj. 60

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2

Dienstag, 18. Oktober 2016, 07:38

das sieht doch recht manierlich aus.

Guten Morgen,

für den Preis hätte man viel falsch machen können. So wie das aussieht, habt ihr eine solide Basis erhalten und ein jetzt überschaubares Projekt. Auch wenn ich kein Fan der kleinen 4-Zylinder Diesel bin, die Schiebetüren fand ich immer eine feine Sache und mit einem 407D ist man ja nicht ganz so verloren in der Leipziger Tiefebene.

Was soll ich sagen? Viel Erfolg und weiterhin viel Spaß am Schrauben.

Heinzz

Wohnort: Kalbe/Milde

Fahrzeug: Simson SR50, 406 Düdo

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3

Dienstag, 18. Oktober 2016, 08:14

Ääääh... kann es sein, dass da eine Göttin, ein CX Serie 1 und andere Schätzchen im Hintergrund stehen? :-P
Signatur von »Schwabe« Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht.

(Karl Valentin)

Wohnort: Mainleus

Fahrzeug: DB L406DG Baujahr 1969

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4

Dienstag, 18. Oktober 2016, 17:12

Wie das aussieht, ist das ein ehemaliger Postbus. So einen habe ich auch, ersteigert 1982 für 2550 DM direkt von der Deutschen Bundespost (hieß damals so). War damals 13 Jahre alt und hatte 52T-Km gelaufen. War ein 406D Baujahr 1969, inzwischen mit OM616 aufgerüstet. Vermutlich hat eurer auch die kurze Achse für Stadtverkehr, das nervt auf längeren Strecken. Habe meinen deshalb auf lange Achse umgebaut (bekam man damals auf jedem Schrottplatz). Rostmäßig war der etwas besser, ein paar Bleche einschweißen und der hatte neu TÜV. Habe das Auto heute noch, inzwischen mit Ormocar-Aufbau (siehe Avatar-Bild), 130Liter Langstreckentank und APA-Zwischengetriebe ausgerüstet. Liegengeblieben bin ich mit den Auto noch nie(!).
Gruß Horst

Wohnort: Darmstadt

Fahrzeug: MB L407D H

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5

Dienstag, 18. Oktober 2016, 19:44

Der sieht ja aus wie meiner :-O

Ist ein toller Bus, viel Erfolg beim Umbau 8-)



Gruß Benjamin

Wohnort: Kirchheim bei München

Fahrzeug: 508, 525i ,KTM 950SM, Yamaha XJ600, Dnepr K750

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6

Dienstag, 18. Oktober 2016, 23:36

Viel Spaß! Schickes Auto. N Ex Postler 406 war damals auch mein erster Düdo.
Signatur von »Da Bastla« --------------------------------------------
Gruß Ludwig

Immer im Stress...

Wohnort: Berlin

Fahrzeug: Düdo 406D, VW BUS T3

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7

Mittwoch, 19. Oktober 2016, 00:46

viel spass und durchhaltevermögen

es wird ein langer weg, aber deiner sieht noch besser aus als Meiner.
Signatur von »ruedi14« gruss Rüdi

Wohnort: Dachsbach

Beruf: Musiker

Fahrzeug: L 613 D Bj 86 E 300T Turbodiesel Bj.98 Rover 75 V6

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8

Mittwoch, 19. Oktober 2016, 01:46

DS und CX Serie 1 im Hintergrund. Der Hammer. Geschmacksglückwünsche schonmal dafür!! 8o)

9

Donnerstag, 3. November 2016, 00:24

step by step

Hallo allerseits,


Vielen Dank für die Antworten. Es ist tatsächlich eine alte 407 Postkutsche aus dem Jahr 1980 und hat sogar schon ab Werk die lange Achse drin gehabt.

Neben der Kupplung und dem Kühler haben wir auch getauscht:
  • Anlasser aus einen MB 100 Neuschnautzer (hatten wir noch rumliegen, siehe Fotovergleich)
  • Umgebaute MB 100 Auspuffanlage (weil die günstigste Alternative war, jaja… dafür haben wir in einem anderen Thread schon ein Einlauf bekommen, siehe hier )
  • Thermostatventil (Beim Tausch war keine spezielle Einbaustellung ersichtlich, nur Richtung und leider stimmt die Temperaturanzeige immer noch nicht wirklich.
Grundsätzlich müssen noch die Ventile eingestellt und alle Flüssigkeiten/Filter getauscht werden, kommt aber erst, wenn die Karre wieder für eine richtige Ausfahrt bereit gemacht wird. Momentan wird noch weiter geschweißt, ausgebeult und gespachtelt, alles so gut wie wir halt können.

Habe mal Fotos mit Rost und partieller Behandlung hochgeladen, damit es wenigstens ein paar Bilder zum Schauen gibt.








Zu den Radkästen haben wir eine Frage: Auf dem Bild sieht man 2 Stellen die wir eingeschweißt haben. Dafür haben wir kleine Durchrostungen großzügig raus geschnitten und dann kleine zugeschnittene Bleche wieder eingeschweißt. Beim Raustrennen konnte man deutlich sehen, dass das Blech an der unteren Kante schon wesentlich weniger Materialstärke hatte (durch Rostfraß von innen) als an der oberen Kante (fast kein Rost). Zudem war im Inneren des Doppelwandigen Radkastens Rost. Grundsätzlich gibt es aus unserer Perspektive 3 Möglichkeiten:

a) Wir lassen es so wie wir es gemacht haben und hoffen das es noch lange hält
b) Wir besorgen einen neuen Radlauf und schweißen ein komplettes neues Blech ein (mit Spatzen auf Tauben schießen?)
c) Wir setzen 2-3 Bohrlöcher und Fluten den Hohlraum mit Fluidfilm und machen die Löcher mit Flüssigmetallkleber wieder zu und hoffen, dass es so uns alle noch überleben wird.

Dann haben wir noch einen zweiten Punkt, den wir gerne Diskutieren wollen. Wir wissen dank diesem Forums, dass die 6,25Jx16 Felgen mit den 7.50-r16c Reifen eigentlich nicht auf einen 508 bzw. 407 Hinterachse passt, aber uns sind 6,0Jx16 Mercedes Sprengringfelgen mit Fulda 7.00 r16c Reifen in die Hände gefallen, die wir natürlich gleich mal testen musste (haben ja eh nichts Besseres zu tun an unserer Großbaustelle:-P). Haben mal den Abrollumfang von einem 6.50 Fulda und dem 7.00 Fulda gemessen: 232 und 248 cm, also knapp 7% mehr.




An der Vorderachse gibt es nur auf einer Seite bei einem verschobenen Federpacket bei maximalem Einschlag eine ganz leichte Berührung. An der Hinterachse haben wir 1,5 cm Platz zum inneren Radkasten. Bekommen wir das überhaupt eingetragen? Falls ja, was bräuchte man dafür?


Schönen Gruß shoenausimschlaf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »shoenausimschlaf« (18. Januar 2017, 20:32)


10

Dienstag, 15. November 2016, 22:54

Im Griff der Kälte

Hallo allerseits,


getreu dem Motto „Arbeit ist die wärmste Jacke“ haben mein Bruder und ich uns letzte und vorletzte Woche Sonntag wieder bei eisigen Temperaturen für ein paar Stunden unserem Hobby hingegeben. Es bleibt schlichtweg zu hoffen, dass es nicht zu schnell noch viel kälter wird.

In den beiden Sitzungen haben wir die ehemalige Öffnung für die Porta Porti Toilette Kassette zugeschweißt, viel blankes Metall mit Brantho Korrux behandelt, die Durchrostungen an der Frontscheibe saniert, Dellen und Beulen begonnen zu bekämpfen, den linken vorderen Radlauf geöffnet und in der Fahrerkabine ein Rostnest ausgehoben. Dazu erläutere ich einige Punkte mal genauer:

Sanierung des Frontscheibenrahmens
Schon beim Kauf war klar, dass Arbeiten am Frontscheibenrahmen gemacht werden müssen und das der Umfang vorher immer relativ schwierig abzuschätzen ist. Es wurde wie folgt vorgegangen(analog zu den busmaniacs video):
  1. Frontscheibe wurde entfernt
  2. die verdächtigen Stellen wurden mit einer Zopfbürstenaufsatz für die Flex so weit wie möglich blank gemacht
  3. mit permanent Marker die raus zu trennenden Bereiche markiert
  4. die Schweißpunkte innerhalb der Markierung ausgebohrt(mitdiesem Bohrer)
  5. Dremel mit Flexaufsatz die faulen Bleche entfernt
  6. Den Sichtbaren Rost in allen Ritzen und Ecken mit Dremel und Schleifaufsatz entfernt (mitdiesem)
  7. Bleche geschnitten, abgekantet, mit Löchern versehen und Bleche eingeschweißt
  8. Alle blanken Bereiche mit Brantho korrux gestrichen und mit Epoxy Spachtel alle Vertiefungen für stehendes Wasser eliminiert
  9. Jetzt fehlt noch der finale Schliff und natürlich der Endlack
Dazu der Repost zum letzten Stand::
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1476742341.jpg
http://abload.de/image.php?img=20160225_154925wqumk.jpg
http://abload.de/image.php?img=img_197614uc8.jpg
und aktuelle Fotos, damit es hier nicht nur reines lesen wird:






Aufgesetzte Karosserie wieder zu recht biegen
Beim Vorbesitzer ist der Bus rückwärts eine Böschung runter und hat stark aufgesetzt, wodurch die Karosserie zu einem hinter den hinteren Radläufen nach Innen gebogen wurde und zum anderen auch auf der Fahrerseite vor dem hinteren Radkästen. Deshalb hat der Bus jetzt auch eine neue Kardanwelle. Die Aufnahmen am Rahmen für die Handbremsseile sind leider immer noch völlig verbogen und der Rahmen ist an den Stellen der Aufnahme auch leicht verbogen. Den letzten TÜVer hatte es wohl nicht gestört, denke aber, dass wir das noch angehen müssen, aber ich schweife ab. Jedenfalls haben die Anfragen bei den örtlichen Beulen Doktoren Preise von über 500 Euro ergeben, sodass ein Kompromiss her musste. Die verbogenden Bleche auszuschneiden und Rep Bleche einzusetzen erschien uns auch als viel zu aufwendig, sodass nur ein zurechtbiegen in Betracht kam. Dazu sind wir wie folgt vorgegangen:
  1. Muttern an die unteren Kanten des Bleches schweißen und diese mit einer Gewindestange am Hauptrahmen fixieren (Muttern sollten das Blech dort fixieren, wo es schon an der richtigen Stelle ist)
  2. Eine Multiplex Platte (min. 12 mm) an das zu verformenden Blech anpassen und hinter legen (bei uns hat ein Brett für alle drei Eindellungen gereicht)
  3. An den Hilfsrahmen einen Mechanischen Wagenheber (horizontal ausgerichtet mit Breiten Holzklotz drunter) ansetzen und an die hinter gelegte Holzplatte ausrichten ( unsere hydraulischen Wagenheber haben sich nicht horizontal unter druck setzen lassen)
  4. Langsam Druck aufbauen und ggf. durch Gewindestangen korrigieren
  5. Fall nötig neue Fixpunkte setzen
Leider habe ich vom Vorgehen keine Fotos, jedoch zumindest 2 Fotos von vorher und nachher:




Jetzt müssen „nur“ noch das Rostnest im Innenraum, der Radkasten, der Kühlergrill und die Türen geschweißt werden. Dann können wir uns voll auf die Vorbereitungen für die Lackierung konzentrieren. Dazu das passende
Bildmaterial:





Leider wurde beim letzten von unseren Einträgen weder die Frage zu den Radkästen noch zu den Reifen diskutiert #winke3 , gleichzeitig haben wir auch schon wieder neue Fragen %-/ ! Die Radkästen lassen wir jetzt erst mal so wie wir sie geschweißt haben [Variante a.] und wenn Lack auf der Karre ist, werden wir alle identifizierten Hohlräume behandeln (und notfalls sogar von innen anbohren um ran zu kommen) [abgeänderte Variante c]. Bei den Reifen tappen wir noch voll im Dunkeln, da wir keine Referenz haben, was andere dort als Abstand zum inneren Radkasten haben und ob unserer reicht.

neue Frage (!)
Dennoch eine Frage zum vorderen linken Radkasten. Wir haben diesen wie auf den Bildern zu sehen schon mal teilweise entfernt, um das ebenfalls Korrosionsgeschwächte Blech dahinter teilweise neu einzuschweißen und zu behandeln. Da wir bis jetzt immer nur kleine Bleche auf Schlag geschweißt haben, stellt sich nun die Frage, ob wir bei einem so großen Stück lieber das orginal Blech absetzen sollten und dann das Rep Blech nur Punkt schweißen? Dadurch wäre eine bessere Führung des Rep Bleches gegeben und der Hitzeeintrag bzw. ein evtl. verziehen würde vorgebeugt. Wie wird sowas im Idealfall gemacht? Jemand gute Erfahrungen gesammelt?

Hier noch die passenden Fotos:




Vielen Dank schonmal für Antworten und schönen Gruß shoenausimschlaf

Wohnort: Buchholz / Aller

Fahrzeug: ich hatte mal einen 508 D

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11

Mittwoch, 16. November 2016, 09:20

Moin Moin !

Bei dem Radlauf würde ich mit einem Rep.blech arbeiten. Für aussen gibt es das auf jeden Fall, früher gab es dieses auch für innen. Wenn man das Rep.blech vorliegen hat, anhalten und den Umriss anreissen. Dann kann man entsprechend gross raustrennen und hat einen besseren Zugang zum inneren Blech. Sollte es dieses nicht mehr geben, muss man dieses eben selber anfertigen , möglicherweise aus einem zweiten äusseren Radlauf.

Zitat

( unsere hydraulischen Wagenheber haben sich nicht horizontal unter druck setzen lassen)
Denke mal, dass es sich um Stempelheber handelt. Diese funktionieren ganz hervorragend auch in horizontaler Lage , wenn man darauf achtet, dass die Pumpe unten ist.

MfG Volker

12

Montag, 5. Dezember 2016, 23:03

Nicht schön aber selten

Hallo allerseits,

mein Bruder und ich haben uns mal wieder einen Tag unserem Projekt gewidmet und folgende Punkte in Angriff genommen:
  • Die untere Leiste des Kühlergrills geschweißt
  • Den linken Inneren und äußeren Radkasten geschweißt
Dazu wieder eine detailliertere Erläuterung zzgl. einer kleinen Fotodokumentation.
@Volker, danke für deine Tipps! Das Reparaturblech (klick hier) für den vorderen linken Radlauf haben wir nach guten 2 Wochen vom Basis Camp Berlin bekommen. Das Innere gibt es höchstens noch aus einem Schlachter, wahrscheinlich aber auch eher selten in einer brauchbaren Qualität.
Das mit dem Stempel ist ein guter Tip, danke! Der mechanische Heber ist schon immer eine ganz schöne Plackerei!

untere Leiste des Kühlergrills geschweißt
Wie auf den Fotos vom letzten Eintrag zu sehen ist, war die untere Leiste unseres Kühlers vollkommen vergammelt. Deswegen haben wir dort 2 mal circa 30cm breite Stücke rausgeflext und neu eingesetzt. Dazu sind wir wie
folgt vorgegangen:
  1. Alle Durchrostungen großzügig raustrennen und Schweißpunkte dazu ausbohren
  2. Wir haben dabei darauf geachtet, dass wir in der Mitte noch ein Stück altes Blech stehen hatten, sodass wir eine optimale Führung der anzufertigen Bleche haben
  3. Die angefertigten, abgekanteten Belche haben wir segmentiert, da der Kühler der breite nach leicht gewölbt ist und die Bleche somit besser anliegen
  4. Dann haben wir diese eingeschweißt
  5. Jetzt muss der Kühler noch mit Brantho Korruxbehandelt werden und die Rundung etwas mit Epoxy Spachtel auf Vordermann
    gebracht werden
Zur selbstkritischen Reflexion will ich anmerken, dass wir leider einige Fehler gemacht haben:
  • wir haben keine vernünftige Rostbehandlung des dahinter liegenden Belche vorgenommen (außer grobe mechanische Entfernung), werden es aber noch versuchen nachträglich mit Owatrol zu fluten (und nach der
    neuen Lackierung kommt die Stelle auf unseren jährliche Fluid-Film Behandlungsliste)
  • wir haben keine Schweißpuntke in das Blech gesetzt, sondern nur außen rum geschweißt, obwohl dies noch nachträglich passieren könnte, denken aber, dass die Nähte außen reichen, sodass es nicht klappern wird
  • Die graden Bleche müssten eigentlich gedengelt werden, damit Sie perfekt anliegen
Sollte unsere Reparatur schnell wieder anfangen zu rosten, müssen wir wohl über einen neuen Kühler nachdenken, diese lassen sich immer noch relativ leicht im Nachhinein tauschen. Natürlich fehlen noch ein paar ansehnliche Fotos dazu:






Inneren und äußeren Radkasten einschweißen
Bevor wir den neuen Radlauf einschweißen konnten, mussten wir den inneren Radkasten wieder Instand setzen. Da es die inneren Bleche nicht mehr als Reparatursätze gibt und wie auch keinen Schlachterin der richtigen Qualität zur Hand hatten, haben wir den inneren Radlauf wie folgt ersetzt:
  1. Zuerst haben wir den inneren Radkasten gereinigt und mit Owatrol behandelt.
  2. Dann haben wir die die äußere Kante des inneren Radkastens, welche am Stärksten von Korrosion betroffen war, heraus getrennt, wobei wir wieder in der Mitte ein Stück als Führung für die einzusetzenden Bleche stehen gelassen haben
  3. Dann haben wir Bleche im passenden Format angefertigt, nach dem Führungsstück in der Mitte ausgerichtet, eingeschweißt und anschließend das stehengelassene Führungsstück aus der Mitte hinaus getrennt und auch ersetzt
  4. Den ganzen inneren Radkasten mit Brantho Kurrox eingestrichen, bis auf die Kante auf die der äußere Radkasten drauf gepunktet wird
Dann war alles soweit vorbereitet, dass wir den äußeren Radkasten anpassen konnten. Von der Qualität des Reparaturblechs waren wir leider nicht sonderlich überzeugt. Das lag vor allem daran, dass die Blechstärke nur 0,7mm (wussten wir bereits aus der Beschreibung) hatte und die Form nicht stimmig passte. Vorgegangen sind wir folgt:
  1. Zuerst haben wir das Reparaturblech so passgenauwie nur möglich angelegt (u. a. mit diesen Klammern und Magneten)
  2. Dann haben wir den raus zu trennenden Bereich markiert. Da die Passgenauigkeit des Rep-Bleches als Ganzes eher bescheiden war, wurde als Kompromiss das Rep-Blech und der Radlauf aufeinander mit maximaler Deckung angepasst.
  3. Somit musste sowohl der Radkasten als auch auf dem Rep-Blech zurecht geflext werden und das Rep-Blech zusätzlich mit Bohrungen fürs Punkteschweißen versehen werden
  4. Dann wurde das Rep-Blech eingepunktet (leider noch nicht fertig)
  5. Jetzt müsste es nocheinmal Grundiert und dann von Innen mit Unterbodenschutz behandelt werden
Um den ganzen theoretischen Gesabbel ein wenig Frabe zu geben, hier wieder die neue Foto Love Story zu unserem Radkasten einschweißen 8o) :





Als nächste müssen noch ein paar Kleinigkeiten an den Türen geschweißt werden. Spachteln und Schleifen wird aufgrund der Temperatur erst wieder nächstes jahr weiter gehen. Jetzt müssen wir uns mit Möbeln und anderen Kleinigkeiten über Wasser halten.

Mal sehen, wovon wir als nächtes berichten können.
Bis dahin,
shoenausimschlaf

13

Dienstag, 6. Dezember 2016, 10:03

Schaut doch gut aus #klasse1

bei Picr gibts so viel ich weiß keine Werbung beim Hochladen der Bilder ;-)
Signatur von »Lukániko« The only good nation is imagination

14

Mittwoch, 18. Januar 2017, 21:44

#5 Der stete Tropfen höhlt den Stein

Frohes neues alle zusammen,
@Lukaniko: Danke! Bei Firefox gibts ein Plugin namens Adblock (klick here), dadurch hat man nur noch sehr wenig Werbung. Ich sehe bei abload keine Werbung 8-) .

Retroperspektive: Also den Bus haben mein Bruder und ich im Herbst 2015 gekauft. Jetzt haben wir es 2017 und eigentlich würden wir gerne Mitte/Ende dieses Jahr den Bus ohne großen Ausbau erstmal auf die Straße bringen. Aber haben wir das nicht schon letztes Jahr auch gesagt :T ? Drehen wir uns im Kreis? Nein kann man so nicht sagen, ich würde eher sagen (positive formuliert) wir wachsen mit unseren Aufgaben, oder etwas anders ausgedrückt: wir hatten keinen grünen Schimmer wie aufwendig und vor allem wie weit wir bei der Restaurierung bzw. Erneuerung wirklich gehen würden.
Aber schauen wir weiter aus der pos. Perspektive auf das Projekt:
Faktisch sind wir erst seit 8-9 Monaten regelmäßig, dass heißt mind. einmal im Monat am Bus. Beim Zerpflücken der Inneneinrichtung bzw. der Karosserie seitigen Demontage haben wir definitive eine Bodenbildungsphase erreicht 8o) , welche hoffen lässt, dass wir bald wieder mit dem Zusammenbau des Ungetüms beginnen können. Was bis dahin fehlt? Naja, mit den Schweißarbeiten sind wir fertig, diesmal wirklich, also spachteln, schleifen, die Montage des Hochdaches und endlich lackieren!!! Diesen Teil würden wir gerne noch im ersten Quartal 2017 stemmen (wird wahrscheinlich stark vom Wetter abhängen mit dem spachteln :=( ), aber mal schauen ob das realistisch ist. Im Endeffekt muss ich mir immer nur vorbeten: haben wir ja keinen Zeitstress. Aber in den Fingern juckt es schon, endlich aufgehübscht auf die Straße zu kommen.

Soviel zum Vorspiel, also wir sind beim #5 Eintrag und was ist seit der letzten Satus Meldung (vor fast einem Monat!) wieder passiert?
  • beide Schiebetüren wurden geschweißt und behand
  • Die nahezu komplette Karosse wurde angeschliffen
  • Bodenplatten und Innenraum aufbereiten
  • Das Hochdach wurde Probe gelegt
Was fehlt noch bis wir lackieren können?
  • Spachteln und schleifen (Leider gibt es viele Beulen)
  • Hochdach sanieren und ausbessern
  • Hochdach aufsetzen (2 fehlende Striegel werden gerade noch angefertigt)
  • Scharniere der Hecktüren müssen zurechtgebogen werden (momentan kann man bei geschlossenen Hecktüren trotzdem in den Bus gucken)

Update Sprengringfelgen
Bevor ich die letzten Arbeiten wieder mit Beschreibungen und Bilder mit Leben fülle, hier noch eine interessante Informationen zu den Sprengringfelgen: Wie in den vorigen Eintrag erwähnt, sind uns alte Sprengringfelgen in die Hände gefallen. Da mir diese so schwer vorkamen, habe ich mal Spaßens halber folgende Reifen-Felgenkombinationen gewogen:
  • Fulda 6.50-16 Reifen auf 4,50EX16H2-A Felge (Standardfelge) 27kg
  • Fulda 7.00-16 Reifen auf 6,00G-16SDC (BW Sprengringfelge) 44kg
Bei 7 Reifen on Board macht das einmal 189kg und einmal 298kg. Will ich mir wirklich 110 kg mehr Gewicht an die Backe hängen für 7% mehr Reifenumfang. Ob der in Eintrag #2 Erwähnte Abstand von 1,5 cm der Reifen zum inneren Radkasten reicht, wissen wir immer noch nicht. Aber immerhin ist mir eine Kopie eines Briefes vom einem MB L406D in die Hand gefallen, welcher diese eingetragen hatte und ich habe eine Tabelle aller frei gegebenen Reifengrößen für die Düsseldorfer, nur leiderstehen diese Felgen dort nicht beim 407! Am liebsten würde die Hinterachse ablasten und dann hinten eine EINZELNE Felge je Seite mit Reifen der entsprechenden Tragslast aufziehen. Dann hätte ich nur noch 22kg
mehr an der Backe, mehr Abrollumfang und weniger Rollwiderstand. Rein rechnerisch ist das alles möglich, fragt sich nur, ob mir das der TÜV eintragen würde, wohl er nicht, wenn es dies nie in Serie gab. Aber Ihr merkt, ich drifte schon wieder ab, weg von theoretischen Kopfkino und zurück zur echten Arbeit.


Schiebetüren schweißen
Die unteren Kanten und der Türgriff unserer Schiebetüren sahen schon ein wenig verdächtig aus, sodass wir kurzerhand uns entschlossen, keine halbe Sachen zu machen und der Sache auf den Grund zu gehen. Dazu sind wir folgt vorgegangen:
  • Alle verdächtigen Bereiche wurden einem Winkelschleifer in Kombination mit einer Zopfbürste frei gelegt. Dazu mussten wir auch unsere bröselige Türdichtungen entfernen und müssen nun wohl oder übel was frisches basteln
  • Dann wurden die im unteren Bereich der Tür alle schlecht zu erreichenden Stellen, welche verdächtig aber nicht kritisch waren, mit Owatrol behandelt
  • Dann wurden die durchgerosteten Bereiche Markiert und großzügig raus geflext
  • Für die Reperaturbleche konnten teilweise auf eine alte Tür zugreifen, welche die richtigen Sieken hatte
  • Dann wurden die Belche ingeschweißt und mit Brantho Kurrox behandelt
Dazu in aller kürze noch ein paar Fotos:







Karosserie anschleifen
Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich 4 Lackschichten auf dem Bus: Eine Grundierung und der dazugehörige Post Gelb Lack, eine weitere Grundierung und eine weiße Lackschicht. Da wir an vielen Stellen den Lack komplett runter nehmen mussten und gleichzeitig der letzte Anstrich, also die weiße Lackschicht, seine besten Tage hinter sich hatte, muss die Busoberfläche für die Lackierung vorbereitet werden.
  • Zuerst habe ich ich grob mit Fensterreiniger abgewischt, damit ich beim Anschleifen nicht so viel Dreck der letzten 1 ½ Jahre in den Bus reibe
  • Dann habe ich mit einem Festool Exzenter und Dreiecksschleifer samt Staubsauger den Bus mit eine 180 Körnung (klick here ) grob vorgeschliffen. Bereiche welche von Blanken Metall zu 4 Lackschichten übergehen, mussten vor allem intesiver mit einer 180 Körnung auf einen sanften Niveau Ausgleich gebracht werden :Dann bin ich ein weiteres Mal
    mit einer 400 Körnung über den Bus gegangen
  • Zuletzt habe ich Ihn mit Silikon Entfetter entstaubt
Hier mal fix ein paar Eindrücke




Bodenplatten sanieren
Bei den alten Bodenplatten hatte sich vielerorts der Unterbodenschutz gelöst und über die letzten 30-40 Jahre hatte sich allerlei Schrauben und Unebenheiten auf den Platten gesammelt. Damit die Platten wieder mit einem anhaftenden Unterbodenschutz behandelt werden können, habe ich die alten Rückstände mit einer Spachtel, Stechpeitel und Schraubernzieher entfernt. Wie ich die Platten entfernt habe, ist hier im Beitrag 3 beschrieben.


Hochdach Probe legen
Das Hochdach sollte eigentlich ein Gartenteichwerden, durch Nachwuchs wäre dieser aber zu steil und damit zu gefährlich, Glück für uns so konnten wir diesen für einen Kasten Bier bekommen. Leider ist das Hochdach in einem erbärmlichen Zustand und es muss an vielen Stellen substanziell überholt werden. Aber bevor wir bei unserem Bus das Dach weg schneiden und das Hochdach sanieren, musste erstmal geprüft werden, ob es theoretisch passen würde.

Um es vor weg zu nehmen: ja es paßt8o)! obwohl das 2 Teilige Hochdach durch den Vorbesitzer relativ knapp gekürzt wurde, wodurch nun zur Frontscheibe ziemlich viel Platz ist. Aber dann werden wir dort einfach eine schöne Reihe Scheinwerfer platzieren und es wird wie gewollt aussehen. Noch schnell ein paar Bilder von dem gruseligen Zustand des Hochdachs, übrigens ist der Bus mit dem Hochdach und der eingebauten Dachluke etwa 3,2m hoch und ich schätze das Hochdach wiegt gut und gerne 60kg.

Visualisierung:






Ausblick
Sollten die Versteifungs Vierkantrohre bis Freitag geliefert werden, werden wir am Samstag das Dach des Busses raus schneiden. Wie auch immer, zu tun gibts immer!

Schönen Gruß shoenausimschlaf

15

Mittwoch, 18. Januar 2017, 22:40

Vielen Dank für deine Beiträge und den tollen Restaurationsblog!

Wohnort: wuppertal

Fahrzeug: MB 609 Ex BW

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16

Donnerstag, 19. Januar 2017, 00:11

Jungs, weiter so! #klatschen1

Wohnort: Soest

Fahrzeug: 85er 309D James Cook und 98er Volvo 945 2,3Turbo

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17

Donnerstag, 19. Januar 2017, 17:24

Hallo,
vor dem Hochdach würden sich doch solche Arbeitsscheinwerfer gut machen :-O 8-)
Aber nur als Arbeitsscheinwerfer im Stand nutzen, als Fernlicht sind die nicht zulässig.

#winke3

Wohnort: Darmstadt

Fahrzeug: MB L407D H

  • Private Nachricht senden

18

Donnerstag, 19. Januar 2017, 20:07

Sieht sehr sehr toll aus!

Bitte macht ihn wieder gelb........