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Klaus O

unregistriert

1

Montag, 18. Oktober 2004, 22:48

Hi !

Ich habe als Oesterreicher das Problem dass der Markt fuer
gebrauchte Busse und LKWs so gut wie nicht vorhanden ist,
und moechte mir aber einen Magirus-Deutz MK 80-13 zulegen
(mit dem luftgekuehlten 6 Zylinder, 96KW/131PS).
Damit ich so ein Trumm importieren darf 8_) muss es
der der Abgasnorm Euro I entsprechen.
Weiss zufaellig wer ob das bei dieser Type erfuellt ist ?
(naja wahrscheinlich sicher nicht).

Habe uebrigens vor einiger Zeit schon mal eine aehnliche Frage gestellt, da gings um einen Iveco Daily, aber mittlerweile will ich ueberhaupt was groesseres, 6 meter Moebelkoffer waer halt nicht schlecht :-O

Ja und was auch noch interressant waere, falls sich jemand auskennt
welche Motoren da jetzt luftgekuehlt sind und welche wieder nicht
(z.b. 160 PS ?); und andere Details die man wissen sollte zu diesem Typ, waere mir sehr geholfen.

Danke !

Regards, Klaus, Ducatofahrer

Martin O307

unregistriert

2

Montag, 18. Oktober 2004, 23:07

Hallo Klaus,
ich bin sicher, dass Du hier Antworten findest!

3

Dienstag, 19. Oktober 2004, 00:42

Servus, Klaus.

Als auch Österreicher kann ich dir aus Erfahrung (in Vorarlberg) berichten:

Grundsätzlich steht einem Import nur dann nichts im Wege, wenn die Abgasklasse stimmt UND (bei Omnibussen jedenfalls) ABS vorhanden ist. Wenn ich mich recht erinnere, ist das frühestens ab Bj. 92 gegeben, also \"schweineteuer\" in der Anschaffung. Wenn du sonst ein nicht entsprechendes Fahrzeug importieren wolltest, braucht es einen Beschluss der jeweiligen Landesregierung(!). Da dies zumindest in Vlbg. keinesfalls glaubhaft zu vermuten war (und wenn nach reichlich Bedenkzeit der hohen Politik) habe ich die höheren Preise in A zur Kenntnis genommen und mir hier etwas Passendes gesucht. Wenn meine Recherche stimmt, wurde \"dein\" Modell bis \'92 gebaut, wird also wahrscheinlich die Auflagen für den Import nicht erfüllen.

Möglichkeit: Auswandern (am Papier reicht schon), ein halbes Jahr in z.B. D bleiben, und dann den Wagen als Übersiedlungsgut importieren, da gibt\'s dann keine Probleme, auch nicht in Vlbg. Da ich als Unternehmer mit der Auswanderung (über die 350 m entfernte Grenze) ein technisches Problem hatte, kann ich dir zum Detail wenig sagen. Fakt ist, dass eine Bekannte ihren 6-monatigen Studienaufenthalt in UK genutzt hat, um sich einen Uralt-PKW zu importieren

Alles andere ist keine Option, Lottotreffer sind wahrscheinlicher.

Option: Evobus in Salzburg kontaktieren, da gibt es immer wieder überraschende Angebote. Bloss den Preis in D darfst du nicht erwarten, hier kostet alles (mit Glück) 50% mehr. Wenn\'s technisch irgend möglich ist, würde ich einen 6-monatigen Auslandsaufenthalt (dann aber gleich Spanien oder Portugal) in Erwägung ziehen...


- Editiert von nofue am 19.10.2004, 00:50 -

Survivor

unregistriert

4

Dienstag, 19. Oktober 2004, 01:59

uups, was ist das denn, ich dachte die Einfuhrbestimmungen sind EU weit einigermaßen einheitlich oder darf man etwa nach Deutschland auch nur bestimmte Fahrzeuge einführen????

Das ist ja sehr krass! Warum sind denn alte Fahrzeuge bei Euch so viel teuerer???

5

Dienstag, 19. Oktober 2004, 04:01

Servus, Überlebender!

Von wegen EU und Einfuhr... In A hat man sich irgendwannn dazu durchgerungen (haha), den Altbestand nicht künstlich zu vergrössern und entsprechend die Bremse angezogen. Siehe vorigen Beitrag. Warum? Keine Ahnung, vielleicht wollte man politisch vor langer Zeit die (inzwischen an Volvo verkauften) nationalen Nutzfahrzeug-Hersteller (Steyr, Puch) schützen.
Wie auch immer, von aussen kommt nur Hochwertiges (und -preisiges), und wenn\'s halbwegs günstig wird, darf man\'s nimmer importieren.

Was so auch nicht stimmt: Importieren darf man ja, nur Zulassung bekommt man keine 8o)

Soweit ich mich informiert habe, ist das in D deutlich harmloser, da kann man importieren, was rollt, das einzige Hindernis ist die HU, die das Ding eben bestehen muss. Sprich: Wenn jemand aus D in A einen alten Bus kauft und in D (auch nur einen Tag) anmeldet, dann kann dieser Bus praktisch nie mehr in A angemeldet werden(!). Ein Bekannter hat sich tatsächlich einen Bus aus A in D gekauft, das Dings war aber nie in D zugelassen, stand nur beim Händler (wie sehr viele der ehemaligen Linienbusse von Post und Bahn, die nicht nach Nigeria oder Portugal verkauft wurden), und so konnte er das Teil ohne Problem wieder nach A \"re-importieren\", da es \"technisch\" nie im Ausland war. (Das Wiehern war jetzt der Amtsschimmel :)

Diese Umstände relativieren den Nutzen von deutschen Angebotsplattformen im Internet drastisch und halten die Preise vergleichsweise hoch (was halbwegs billig und \"vernünftig\" groß ist, wird von Gastarbeitern gekauft, alles andere ist so rar, dass es zu praktisch jedem Preis verkauft werden kann). Wobei eine Implikation dieser Situation durchaus der Komik nicht entbehrt: Ich habe ja eine Steuernummer als Agentur und Produzent - und nur drei Wochen nach Kauf meines Busses hatte ich schon die freundliche Aufforderung der Finanzbehörde in der Post, in der ich ersucht wurde, eine Erweiterung auf \"Beförderungsgewerbe\" zu lösen, da \"Fahrzeuge über 3.5 t oder 40 Sitzplätzen die Vermutung nahelegen, dass eine gewerbliche Personen- oder Güterbeförderung beabsichtigt ist\". Na ja, das hat sich dann erübrigt, aber es ist bezeichnend für die Situation bei schweren Fahrzeugen. So, genug gejammert, so ist es eben, und die EU hat hier nichts geändert, wird auch nichts ändern, weil es sich hier um prinzipiell technische (und nicht merkantile) Limitationen handelt, die jeder Staat beliebig handhaben kann.

Ach so, vielleicht doch noch, zum Verständnis: Fahrzeuge unter 3.5 t können in (fast) jeder Werkstatt geprüft werden und so läuft das dann teilweise auch: Grosser Service und \"Pickerl\" gehen in einem Aufwisch, ohne Diskussionen. Die jährliche \"HU\" für Kraftfahrzeuge über 3.5 t ist aber Landessache. Teilweise wird dieses Recht auch von den Ländern in Landesprüfstellen ausgeübt, fortschrittlichere Länder (wie im Westen, z.B. Vorarlberg) haben privatisiert, sprich: z.B. TÜV als e.V. übernimmt die Prüfung. Problem: Man kann nur die für das Zulassungsland zuständige Prüfstelle anfahren, als hier Wohnhafter also nur eine Stelle in Vorarlberg. Pikanterie dabei: Was im Osten bei der Behörde noch locker durchgeht, wird bei den Privaten schon bemängelt und da es sich nicht um eine Behörde handelt, sondern um einen Sachverständigen, der nur für die Behörde ein Gutachten abgibt, auch praktisch nicht anfechtbar. Was bei den genau zwei Prüfstellen in Vorarlberg (bei 370.000 Einwohnern) zu - na ja - manchmal recht mühsamen Wegen führt.

Nun aber wirklich genug, es gibt Schlimmeres auf der Welt...
- Editiert von nofue am 19.10.2004, 04:08 -

Crashsteve

unregistriert

6

Dienstag, 19. Oktober 2004, 07:51

Hallo,

laut EU-Gesetz muß ein Kraftfahrzeug, was schon mal in einem EU-Land zugelassen war, auch ohne Beschränkung wieder in einem EU-Land zugelassen werden.
Ich würde mich mal bei einem Anwalt für EU-Recht schlau machen.
Ein Franzose, der vor 3 Wochen von mir einen Autotrailer gekauft hatte, hatte in Frankreich ein ähnliches Problem mit einem Auto, was schon mal in Deutschland zugelassen war, erst als Er einen Anwalt eingeschaltet hat, konnte Er es zulassen.

Gruß, Stefan

Wohnort: Karlsruhe

Fahrzeug: DB 310 Automatic

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7

Dienstag, 19. Oktober 2004, 09:28

Bei der Einfuhr nach Griechenland gibt es ähnliche oder sogar grössere Probleme. Zum einen darfst du als Privatman, also kein Landwirt, Spediteur, ..., keinen Diesel besitzen, und wenn du ein altes Auto einführst musst du mit 50 % Steuern und Abgaben auf den geschätzten Preis rechnen. Der Hinweis von Stefan über das EU recht ist sehr interessant und da werde ich mal versuchen meinen alten DB 307 in Griechenland einzuführen

Ingo
Signatur von »Ingo-« geb 1960

schmeetandler

unregistriert

8

Dienstag, 19. Oktober 2004, 11:10

[cite]nofue schrieb:[br]Servus, Überlebender!


Ach so, vielleicht doch noch, zum Verständnis: Fahrzeuge unter 3.5 t können in (fast) jeder Werkstatt geprüft werden und so läuft das dann teilweise auch: Grosser Service und \"Pickerl\" gehen in einem Aufwisch, ohne Diskussionen. Die jährliche \"HU\" für Kraftfahrzeuge über 3.5 t ist aber Landessache.

[/cite]

Aeh, mal bloede Frage:

Was ist HU ? Ich waer davon ausgegangen dass ich mit >3.5t auch
einfach Bickerl machen lasse in der Werkstatt (wo ich den Meister
persoenlich kenne ;-)

PS: ich bin wieder der Klaus der den Thread gestartet hat, hab mich
jetzt hier angemeldet weil mir das Forum so gfaellt :-)

schmeetandler

unregistriert

9

Dienstag, 19. Oktober 2004, 12:15

[cite]crashsteve schrieb:[br]Hallo,

laut EU-Gesetz muß ein Kraftfahrzeug, was schon mal in einem EU-Land zugelassen war, auch ohne Beschränkung wieder in einem EU-Land zugelassen werden.
Ich würde mich mal bei einem Anwalt für EU-Recht schlau machen.
Ein Franzose, der vor 3 Wochen von mir einen Autotrailer gekauft hatte, hatte in Frankreich ein ähnliches Problem mit einem Auto, was schon mal in Deutschland zugelassen war, erst als Er einen Anwalt eingeschaltet hat, konnte Er es zulassen.

Gruß, Stefan[/cite]

Hi !

Das ist ein sehr interressanter Hinweis;
ich habe mit google dass hier gefunden:

http://europa.eu.int/citizensrights/index_de.cfm?action=factsheet&area=car&factsheet=deliveryregistration&country=at&lang=de

Das wuerde immerhin schon bedeuten, dass es keine Beschraenkungen bezueglich Abgasnorm und Betriebsgeraesch geben darf (ausser ein Benziner ohne Kat macht 12 Vol.% Kohlenmonoxid, sowie mein alter, dann darf er als oesterreichisches Auto auch nicht mehr betrieben werden 8o);
und weiters dass die strengen Pruefungen die die Landesregierung macht nicht zulaessig sind.

Ich habe dieses Jahr die ganze Prozedur schon mal mit einem W201er Benz (190D 2.0l diesel) gemacht, da hat es auch nur geklappt weil dieser schon Abgasrueckfuehrung hatte und Euro I entsprach, Betriebsgeraeusch hat auf 1 dbA genau gepasst, dank Motorkapselung. Waren aber immerhin doch 600 EUR an Unkosten, ziemlich viel Aerger und Gerenne ...

Naja ich haette mir jetzt die entsprechenden Gesetzestexte und Amtsblaetter,
auf die im oben genannten Text verwiesen werden, rausgesucht auf EUR-Lex,
aber die Gesetzestexte sind unauffindbar (also genau die die ich brauche,
alles andere gibts schon 8_)), und die Amtsblaetter sind zwar vorhanden,
er zeigt auch noch die Beschreibung an, aber der Text ist *zufaellig* leer. 8_)8_)
(Ging mir bisher immer so wenns Aerger gab mit EU Recht vs. nationales Recht,
hab frueher einiges im Telekommunikationsbereich diesbezueglich gemacht).

Der Tipp mit 6 Monate auswandern waer auch nicht bloed.
Reicht es da wenn ich mich wo an einer deutschen Adresse melde ?
Ich befolge ansonsten meine Meldepflicht nie, und bin sowieso eher
mal da, mal dort, meine Meldeadresse meide ich eher, da laeuten
manchmal Bullen an ... :L
Die andere Sache ist halt, ich hab hier noch 3 Autos angemeldet
(auf Wechselkennzeichen), das geht in Deutschland nicht und wuerde
sowieso ziemlich unsinnig sein das umzumelden, die muesste ich auf
meine oesterreichische Meldeadresse behalten koennen.

Danke, regards, schmeetandler

10

Dienstag, 19. Oktober 2004, 13:34

Servus, Klaus!

[cite]
Was ist HU ? Ich waer davon ausgegangen dass ich mit >3.5t auch
einfach Bickerl machen lasse in der Werkstatt (wo ich den Meister
persoenlich kenne ;-)
[/cite]

HU (Hauptuntersuchung) habe ich für unsere liebsten Nachbarn verwendet, bei uns heisst das natürlich immer noch §57a :)
Aber über 3.5t ist IMHO Schluss mit Werkstatt, dann heisst es Prüfhalle. Wobei eine gewisse Unschärfe in der Aussage liegt, weil ich kein Fahrzeug mit 3.6t habe, wie das mit \"überschweren Lieferwagen\" gehandhabt wird, weiss ich also nicht. Aber alles was nach Kraftomnibus oder LKW aussieht, fährt sicher in die Prüfhalle...

http://www.ooe.gv.at/verkehr/str%5Fverkehr/ueberpruefung/index.htm?wied_begutachtung.htm