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1

Freitag, 12. April 2002, 18:26

Entdecker der \"Memento-mori-Strahlen\"
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\"Schülerexamen geben meistens keinen Anhaltspunkt für die Beurteilung der Befähigung für ein bestimmtes Fach; sie sind überhaupt ein - leider - notwendiges Übel. Überhaupt Examina! Sie sind nötig, um manchen von seinem Lebenslauf abzuhalten, für den er zu faul der ungeschickt wäre, und auch das noch nicht einmal immer.\"

Frustration spricht aus diesen Zeilen. Ihr Autor, zugleich der Gesuchte unseres Rätsels, hat keine sonderlich guten Prüfungserfahrungen hinter sich. In Physik zum Beispiel wurde er als Schüler zeitweise mit \"sehr schlecht\" bewertet - später erwarb er sich hohe Meriten in diesem Fach. Sonst soll er ein zwar \"unbescheidener und unangenehmer\", aber sehr guter Schüler gewesen sein, besonders auf sprachlichem Gebiet: Oft finden sich in seinen Zeugnissen Bemerkungen wie \"uitmunded\", \"zeer goed\" und goed\". Daß dort das holländische \"uitmunded\" und nicht das deutsche \"hervorragend\" zu lesen ist, hat einen einfachen Grund: Als der Sprößling drei Jahre alt war, zogen seine Eltern aus dem Bergischen Land in die Niederlande, genauer nach Apeldoorn. Dort lebte der Knabe sehr glücklich 14 Jahre lang, bis seine Eltern wieder den Wohnort wechselten: Diesmal ging es nach Utrecht, wo der 17jahrige bei einem von ihm sehr verehrten Chemiker namens Jan Willem Gunning wohnte und die Technische Schule besuchte. Hier erhielt er auch die oben erwähnten Zensuren, bis er - unter nicht geklärten Umständen - vorzeitig entlassen wurde. Anschließend fiel er durch die Aufnahmeprüfung der Universität Utrecht: \"Überhaupt Examina!\"

Eine Hochschulreife hatte er an der Technischen Schule gar nicht erwerben können. Wahrscheinlich hatte er zunächst vor, Tuchhändler wie der Vater oder Tuchfabrikant zu werden. Nach dem Hinauswurf aus der Schule entschied er sich jedoch anders. Zunächst bemühte sich der junge Mann um eine Universität, die ihn ohne Abitur mit einer Aufnahmeprüfung in einem technischen Fach studieren ließ, und fand sie in Zürich. Nachdem er dort promoviert hatte, und einem namhaften Physiker nach Würzburg gefolgt war, ging die Suche von neuem los, diesmal nach einer Universität, die ihn zur Habilitation zuließ. Und so folgte er dem Lehrer nochmals, diesmal nach Straßburg, wo er sich habilitieren konnte.

Würzburg hatte er damit jedoch nicht für immer verlassen. Im Alter von 43 Jahren kehrte er dorthin zurück, nachdem er sich unter anderem dem optoakustischen Effekt, dem Maxwellschen Verschiebungsstrom und dem Faraday-Effekt intensiv gewidmet hatte. Das heute als Kerr-Effekt bekannte Phänomen wurde eigentlich von ihm entdeckt. John Kerr veröffentlichte jedoch seine Ergebnisse früher als er, der bedächtige Forscher.

\"Ich hoffe, Sie erlauben mir die Feststellung, daß Sie im Umgang ein sehr schwieriger Herr sind; schwieriger noch als Berthelot, Pasteur, Dawar und all die anderen Wissenschaftler, über deren Entdeckung ich schon geschrieben habe\", schrieb ihm der Journalist H. J. W. Dam einmal. Dam arbeitete für \"McClure\'s Magazine\". Er war nach diesem ungewöhnlichen Einführungsbrief einer der wenigen Reporter, die den Wissenschaftler nach dessen bahnbrechender Entdeckung begleiten durften. Seit der Entdeckung, die ihn binnen kürzester Frist weltberühmt gemacht hatte, schreckte der Forscher nämlich vor jedem Kontakt mit Zeitungsleuten zurück.

Heute lassen uns die Vermutungen und Zukunftsprognosen, die die Presse damals angesichts seiner Entdeckung anstellte, eher schmunzeln: Von Operngläsern ist da die Rede, die aus jeder Vorstellung eine Art Totentanz machen sollten. Es gebe \"sicherlich nur wenige Leute, die für ein Portrait sitzen wollen, welches nur die Knochen und die Ringe an den Fingern zeigt\", schrieben eher kritische Stimmen. Sogar zu Gedichten, wie dem folgenden, gab seine Entdeckung Anlaß: \"Mir allein wird bei dem Klange / Dieses Namens schrecklich bange. / Und es faßt mich grauser Schrecken / Mußte er denn auch entdecken / Die memento-mori-Strahlen? / In den Blättern und Journalen / Und in allen Auslagfenstern / Wimmelts heute von Gespenstern!\"

Wanderdüne

unregistriert

2

Freitag, 12. April 2002, 19:41

memento mori - Gedenke des Todes, unter diesen Wahlspruch hat Conrad Roentgen sein Leben nach Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen gestellt, als in einer Zeit der aufblühenden Medizin die Röntgenstrahlen als eine der wichtigstens Diagnosemittel wurden. Roentgen hat in ihrer Anwendung eine \"Überheblichkeit wider die Natur\" gesehen und vor einer Überschätzung gewarnt.

3

Freitag, 12. April 2002, 19:47

Boah!
Richtig!

Wanderdüne

unregistriert

4

Freitag, 12. April 2002, 19:51

nix boah, gehört zu meinem Job.

5

Freitag, 12. April 2002, 23:38

Aha, Arzt?

Wanderdüne

unregistriert

6

Samstag, 13. April 2002, 06:22