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  • »Bummi110« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Berlin

Beruf: Mechaniker

Fahrzeug: Ford17M, Ford Granada, LF408g, SenatorA

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1

Dienstag, 11. November 2014, 00:03

Der Berliner will sich vorstellen

Hallo liebe Leute,
ich bin der Micha aus Berlin. Ich betreibe einen Fahrradladen und bin als Alt- Kfz-Mechaniker im Verein "Alliierte in Berln" ehrenamtlich tätig. Ich habe mir vor kurzem bei einer Internetauktion einen LF408g gekauft. Bj. 71, Benziner, sage und schreibe nur 22000 km auf'n Tacho bis auf die Lichthauben alles noch vollständig und original drum und dran. Diese habe ich 70 km hinter Frankfurt am Main abgeholt. Nach der Anreise mit Bus und Bahn sah ich ihn zum ersten mal...zentimeterdick mit Moos bewachsen. Der stand also schon eine Weile draußen. Mit Hilfe des Verkäufers habe ich noch eine neue Batterie gekauft und dann, erster Startversuch..Choke raus, einmal Gaspedal durchgetreten, dann Bein weg vom Gas und den Starterknopf gedrückt......der sprang sofort an und lief auch sofort rund da habe ich aber gestaunt und mich gefreut, denn ich hatte eine Tour von über 700 km vor mir. Also Überführungskennzeichen dran.
Nachdem ich alles überprüft hatte, was man an einem solchen Auto so überprüfen kann, bin ich erstmal mit dem Mooshaufen zur Waschanlage gefahren. Nach zweistündiger Schrubbarbeit kam eine alte Feuerwehr zum Vorschein. ;-) freufreu Dann tanken und los ging es.
Gleich fiel mir auf daß das Getriebe im 4. Gang furchbar laut war, aber nur mit Gas sonst nicht. Vielleicht bekomme ich hier ein paar Infos dazu.
Die ersten 50 km waren also zum Eingewöhnen. Das Auto zog relativ zäh und die Bremsen waren noch schlecht zu dosieren und dann ging es auch schon los, es roch verbrannt. Ich rechts ran...hinten links Bremse fest. Ich also Bremse abkühlen lassen und unters Auto. Nachdem ich den mechanischen Nachsteller etwas gelöst hatte gab es einen Klack und die Bremse ging wieder in Ihre Ausgangsstellung zurück und machte keine Probleme mehr. Ich also wieder rein ins Auto und weiter. Nach den nächsten 50 km, genau in Höhe einer Tankstelle geht, die Ladekontrolle an. Mir war sofort klar..Keilriemen weg...... Geistesgegenwärtig schlug ich einen Haken in die Ausfahrt denn an der Einfahrt der Tankstelle war ich bereits vorbei. So, und dann stand ich da. Zum Glück unterm Dach, denn es regnete andauernd. Was nun? Denn ich hatte keinerlei Autoclubmitgliedschaft. Ich also den Verkäufer angerufen und bat ihn mich abzuholen. Er wollte in 3 Stunden kommen. Ich bis dahin das Auto auseinander gebaut. Frontblech weg. Kardanwelle zur Pumpe weg, Kühler raus, Lüfterflügel ab Keilriemen zum Lüfterrad ab. Der Verkäufer hat mich dann abgeholt und auch bei sich übernachten lassen.
Nächster Tag, Verkäufer fährt mit mir zum Ersatzteilladen im Ort. Der wollte für den Keilriemen sage und schreibe 48 Euro Wir Vogel gezeigt und in den nächsten Ort, dort kam der Keilriemen dann 8 Euro. Also das Ding gekauft und wieder ab zur Tankstelle, dort hat mich der Verkäufer abgesetzt, denn er mußte zur Arbeit (An dieser Stelle nocheinmal einen Dank an den Verkäufer mit dem Hinweis"Das hätte nicht jeder gemacht")
OK, also ich habe dann den Riemen wieder auf die Orgel geworfen und den Motor dabei gleich von einigen "Altlasten" befreit. Keilriemen für das Lüfterrad und den Lüfterflügel weggelassen. denn ich hatte hier im Forum schon gelesen daß der,bzw. sein Lager gerne mal Probleme macht. Die Kardanwelle zur Pumpe ließ ich auch weg.
Also alles wieder zusammen gebaut und gestartet. Der Motor klang jetzt völlig anders und hing auch gut am Gas. Ich also weiter Das Auto hing jetzt gut am Gas und hatte eine gute Beschleunigung. Durch den Höllenlärm den das Getriebe machte, pendelte sich meine Reisegeschwindigkeit so zwischen 70 und 80 Km/h ein.
Ich hatte hier im Forum auch gelesen, daß hier Durchschnittsverbräuche bei den Benzinmotoren mit 20 Litern oder mehr angegeben wurden. Daher habe ich es ausgelitert: Mit 75 l Super + Bleiersatz bin ich locker 505 Km bis Chemnitz gefahren, bevor ich wieder Tanken mußte. Den Verbrauch kann sich jeder Ausrechnen. Dann nochmal 50 l getankt. Damit bis Leipzig, in Leipzig noch einige Stadtfahrten gemacht und dann nach Berlin. Die Tanknadel steht jetzt kurz vor Reserve. Ich hatte am Ende 50 l weniger Sprit verbraucht als berechnet. Alles in Allem war ich drei Tage unterwegs und die Feuerwehr ist, abgesehen von den anfänglichen Problemen, störungsfrei gelaufen. Und wisst Ihr was das Beste daran ist? Die Feuerwehr und die Überführung hat mich insgesamt nur ca. 700 Euro gekostet. Ick freu mir tierisch. Ick hab jetzt ne Feuawehr 8o)
Signatur von »Bummi110« Was nicht passt wird passend gemacht :-)

2

Dienstag, 11. November 2014, 06:42

Willkommen und die Freude kann hier fast jeder nachvollziehen.

Dann mal tatütata hier
Signatur von »Schneckchen« Uli
Eriba-Original mit "H" - Einzigartig, da bauartlich keine Dublette bekannt!
"Suche Bilder/Unterlagen vom RM550." #winke3

Wohnort: Aguilas

Beruf: ehemaliger Holzwurm

Fahrzeug: Nissan L 35 F 1 , T4 , GPZ 1100

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3

Dienstag, 11. November 2014, 08:16

Wilkommen hier uns herzlichen Glückwunsch zur Feuerwehr.

Gruss Gerd

Wohnort: LG

Fahrzeug: O309D H, 207D, XT350

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4

Dienstag, 11. November 2014, 13:03

Moin Micha
und herzlich Willkommen , ein toller Einstieg, so machts auch noch länger Spass. :-)
Du bleibst dran, das ist gut..kleine Wehwehchen gibts immer, dann wirds nich
langweilich..
Zum lauten 4ten Gang noch folgendes : Sprintergeräuschpegel wird nie erreicht,
eher durch richtigen Getriebeölstand auf ein Mindestmaß gesenkt (und das ist eher laut)
Vielleicht findest du in Kürze jemanden mit gleichem Fahrzeug für einen 'Fahrgeräuschvergleich'. 8-)
Dann könnte es sich schon 'relativieren'.
Grüsslyxx vom Rolf
Signatur von »ärpe« alles wird gut

  • »Bummi110« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Berlin

Beruf: Mechaniker

Fahrzeug: Ford17M, Ford Granada, LF408g, SenatorA

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5

Mittwoch, 12. November 2014, 08:16

Vielen Dank für die nette Begrüßung. Das mit dem Getriebe hatte ich mir auch schon gedacht. Ich hatte mir überlegt das Getriebeöl mit Fett anzudicken in der Hoffnung das Getriebe dann leiser zu bekommen. Was meint Ihr dazu?
Signatur von »Bummi110« Was nicht passt wird passend gemacht :-)

Wohnort: Lilienthal bei Bremen

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6

Mittwoch, 12. November 2014, 08:26

Hallo und erstmal herzlich Willkommen hier im Forum!

Ich selber würde NICHT das Getriebeöl irgendwie ANDICKEN!
Was hälst Du von normalem Getriebeölwechsel mit dem vorgeschriebenen Öl?
Und das Differenzgetriebe könnte auch einen Wechsel sicherlich vertragen. Ganz abgesehen vom Motoröl.
Nach einer langen Standzeit sind diese Tätigkeiten einfach unerläßlich.

Beste Grüße nach Berlin vom

rumtreiber #winke3 #winke3 #winke3
Signatur von »rumtreiber« Bisherige Womos: Hanomag F20, VW T3, Opel Bedford Hymer, Ford Transit Diesel Hymercamp, Hymer 620 auf MB 207 Basis, MB 206 D Eigenbau mit SoliferWohnwagen, Mercedes 609 D Ex-Krankenwagen Grenzland L 900 auf Mercedes 711 D Zur Zeit mit einem Tabbert Wohnwagen Comtesse 545 unterwegs und auf der Suche nach einem neuen passenden Gefährt.

und noch etwas........
es ist später als Mann / Frau denkt.......drum tut es, macht es einfach.......

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Wohnort: Berlin

Beruf: Mechaniker

Fahrzeug: Ford17M, Ford Granada, LF408g, SenatorA

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7

Mittwoch, 12. November 2014, 14:02

Ich habe da noch eine Idee, wie wäre es denn wenn ich ein passendes zeitgenössisches Automatikgetriebe einbaue. Hat jemand schon mal sowas gemacht, oder davon gehört?
Signatur von »Bummi110« Was nicht passt wird passend gemacht :-)

8

Mittwoch, 12. November 2014, 15:45

Gruß Micha, bin Exil-Berliner.
Automatik hätte ich nicht genre, manchmal ist es wichtig zu wählen...

Die Story kommt mir bekannt vor, hab so auch schon einige Autos gekauft, wo andere die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, was solls. Weiter so und mach was draus.

  • »Bummi110« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Berlin

Beruf: Mechaniker

Fahrzeug: Ford17M, Ford Granada, LF408g, SenatorA

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9

Mittwoch, 12. November 2014, 18:08

Och nojo, früher im Osten war das mit der"Unterwegsschrauberei" eigentlich an der Tagesordnung. Ich hatte immer den halben Kofferraum mit Werkzeug und Schrauberklamotten voll. Bei der Feuerwehr war es nur das Handschuhfach voll. Mehr konnte ich mit dem Rucksack nicht mitnehmen. :-O Wichtig ist eben nur, daß man sich zu helfen weis. Und bei so einem alten Auto passiert das eben. Ich sehe das im Nachhinein relativ entspannt. Jetzt mache ich die Feuerwehr erstmal wieder richtig schick, dann H-Gutachten, Ablastung, TÜV und dann mal weitersehen.
Signatur von »Bummi110« Was nicht passt wird passend gemacht :-)