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  • »Josch« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hamburg

Fahrzeug: LT 45 '83, XL 350 R '87

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1

Dienstag, 11. Februar 2003, 12:31

Moin zusammen,

das wollte ich Euch auf gar keinen Fall vorenthalten:

Hoden im Schloß

Eine Sammlung der kuriosesten Mißgeschicke des Jahres 1996 beweist: Das größte aller Narrentheater ist das Leben.


Es gibt Dinge, die muß man sehen, um sie zu glauben, und andere, die man glauben muß, um sie zu sehen. Manches aber glaubt man selbst dann nicht, wenn man es in der Zeitung sieht - wie etwa die Geschichten von dem New Yorker Friseur, den eine erboste Kundin mit gezückter Pistole zum Entkleiden zwang, sie am Hintern mit Sekundenkleber bestrich und so am Schaufenster seines Salons fixierte;

[tab]den spanischen Kirchgängern, die während der Sonntagspredigt Feuer fingen, als ihr Pfarrer zu Abschreckungszwecken eine mit Propangas gefüllte Aufblaspuppe aus dem Sexshop explodieren ließ;

[tab]den betagten Eheleuten in Calais, die gegenüber der Polizei darauf beharrten, mitsamt ihrem dort geparkten Renault sei auch die ganze Tiefgarage verschwunden - was insofern zutraf, als das Fährschiff, auf dem sie ihr Auto irrtümlicherweise abgestellt hatten, schon längst in England war.

Alles nur irre Storys, inspiriert vom Heiligen Phantasius, dem Schutzpatron der Journalisten?
Nur kranke Hirne wären in der Lage, die abstrusen, schier unglaublichen Berichte zu erfinden, die der Engländer Paul Sussman aus den Spalten der Weltpresse zusammengetragen hat - eine Blütenlese der bizarrsten Mißgeschicke des letzten Jahres, die wieder einmal beweist: Das größte aller Narrentheater ist das Leben.

Doch Blödheit allein genügt meist nicht, so lehrt die Morialogie, die Wissenschaft von der Dummheit, um das stets auf neue Bosheit sinnende Schicksal zu solch grandiosen Leistungen zu befähigen. Seinen wahren Makaberwitz entfaltet es vielmehr erst, wenn seine Opfer zusätzlich unter dem Einfluß von Pech oder Alkohol stehen, am besten von beidem zusammen - nüchtern jedenfalls wäre es dem mexikanischen Koch Juan Ruiz wohl kaum gelungen, sich von Teigwaren perforieren zu lassen.

„Der Hurrikan ließ die Nudeln schwirren wie Pfeile\", berichtete ein Kellner, der sich vor den durch die Restaurantküche prasselnden Viktualien unter den Tisch geflüchtet hatte. Der Koch dagegen, voll bis an die Zungenwurzel, bestand darauf, dem Sturm aufrecht zu begegnen: „lch, Juan Ruiz\", schrie er in den Wind, \"fürchte mich nicht vor Pasta.\"

Angst ist bekanntlich in Alkohol löslich, ein auf aber 100 km/h beschleunigter ungekochter Spaghetti aber hart wie ein Granatsplitter: Fünf Nudelpartikel, die ihm in Auge, Herz und Lunge eingedrungen waren, brachten Ruiz den „Tod durch Spaghetti\" - so der Titel von Sussmans morialogischer Fallsammlung, die das gesamte Repertoire an Torheit umfaßt, zu der die linkshemisphärisch Minderbemittelten dieser Welt anno 1996 fähig waren*.

Da war zum Beispiel der Busfahrer Kwigezi, der sich vornahm, fünf Jahre lang die Unterhose nicht zu wechseln. Doch des wackeren Kenianers Hoffnung, auf diese Weise ins Guinness Buch der Rekorde zu kommen, zerstob schon nach drei Jahren durch die, wie es ein Nasenzeuge gegenüber der Presse nannte, „mutige Intervention\" seitens der Fahrgäste: Am Ende ihrer Leidensfähigkeit angelangt, rissen sie dem Rekordstinker die Kleider vom Leib, zerrten ihn aus seiner Unterbüx und überantworteten das krustenartig verhärtete Textil einem spontan auf der Straße entzündeten Freudenfeuer.

Besonders roh, so die Analyse der von Sussman zusammengetragenen Mißgeschicke, verfährt das Schicksal mit

• besessenen Erfindern, die bei der Ersterprobung ihrer Geistesblitze oft nicht nur körperlichen Schaden nehmen - wie etwa Mr. Slattery aus Dakota bei der Inbetriebnahme seiner mit flüssigem Stickstoff betriebenen Zeitmaschine: Den Ärzten im Hospital, die ihn nach der Explosion behandelten, versicherte er auf Latein, er komme in Frieden; es dauerte, bis ihnen dämmerte, daß ihr Patient davon überzeugt war, seine Zeitreise sei gelungen und er im alten Pompeji zum Zeitpunkt des Vesuv-Ausbruchs (79 n. Chr.) gelandet;

• Leichtgläubigen wie Harry Bole aus Toronto: Nach einer telefonischen Beschwerde über das Rauschen in der Leitung kam er der Aufforderung derTechnikerin am anderen Ende nach, sich nackig auszuziehen - nur so, beschied sie ihn, könne er „statische Aufladungen\" verhindern; brav befolgte Bole auch den nächsten Befehl, „zur Empfangsverbesserung\" die geöffneten Fenster mit Margarine einzuschmieren und dann, „um die Sendeeinheit zu testen\", briillend vor ihnen auf und ab zu hüpfen;

• noch Dooferen wie dem Ufo-Hysteriker Linus Roote aus Texas: Er schoß sich in die Brust, nachdem er einen „enormen Lachs-Mutanten\" in einem von einer Forelle gesteuerten Auto gesehen hatte, gefolgt von einem „Thunfisch auf einem Fahrrad\"; obwohl ihm nach erfolgreicher Notoperation erklärt wurde, es habe sich um Teilnehmer eines Maskenballs gehandelt, bestand er weiter darauf: „Die Fisch-Aliens kriegen mich nie\";

• Weicheiern wie den Journalisten jenes japanischen Provinzblatts, die sich von ihrem Chefredakteur prügeln lassen: Achtmal läßt Herr Ituso Sakawa sein Metall-Lineal auf die entblößten Hintern jener Autoren niedersausen, deren Artikel ihn langweilen - gemäß seiner in der gesamten Redaktion plakatierten Devise: „Öde Geschichten bedeuten wunde Gesäße\";

• den vielen Männern, die ihre Genitalien an Orten deponieren, die hierfür von der Natur nicht vorgesehen sind - schier unendlich ist ihre diesbezügliche Phantasie, die nur durch den Einfallsreichtum übertroffen wird, mit dem sie ihre peinliche Lage erklärten.
„Ich wollte nur mal sehen, wie es ist, von den Russen gefoltert zu werden\", erklärte Albert Popplethwaite den Ärzten im englischen Krankenhaus, als die ihn fragten, weshalb er seinen Hodensack ausgerechnet in den Bügel eines Sicherheitsschlosses gesperrt hatte.
Noch mehr zu lachen hatte das ErsteHilfe-Team in Chicago, das AlbertTimmins befreite. Dessen Mannesteil steckte in einer Konstruktion, die einer riesenhaften Mausefalle glich - alles ganz normal, beschwichtigte der Rentner seine Retter. Er habe lediglich „Experimente zu Fragen der Raumfahrt mit Lichtgeschwindigkeit\" durchgeführt.

• Paul Sussman (Hrsg.): „Death by Spaghetti\". Fourth Estate, London; 154 Seiten; 4,99 Pl md.
Signatur von »Josch« "Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile." Rudolf Steiner

Victoruno

unregistriert

2

Dienstag, 11. Februar 2003, 12:53

Das Leben schreibt doch die schönsten Geschichten.

3

Dienstag, 11. Februar 2003, 17:09

:D:D:D...man soll\'s nich glauben, wat es allet gibt:=(:-O

4

Mittwoch, 12. Februar 2003, 09:46

:D :-O schon super wenn der Tägliche Wahnsinn zurückschlegt ,
aber es gibt nicht`s was es nich gibt .
Josch danke für den lese tip ,:O