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neugiermausi

unregistriert

1

Donnerstag, 5. November 2009, 09:21

Das Artenschutzgesetz für Männer

Auszug aus dem Bundesgesetzblatt für
Deutschland
ausgegeben am 14. April 2002 Teil 1. III.
Verordnung

Artgerechte Haltung von Männern

Auf Grund des § 32 n Abs. 4 des
Artenschutzgesetzes BGBI Nr. 584/1973, in der
Fassung des Bundesgesetzes BGBI Nr. 430/1985,
wird im Einvernehmen mit der Bundesministerin
für Frauenangelegenheiten und
Verbraucherschutz verordnet:

Artikel 1

Allgemeine Bestimmungen
Sich einen Mann zu halten ist bei weitem
nicht mehr so problemlos wie zu Großmutters
Zeiten, und es erhebt sich die Frage ob sich
die Haltung eines Mannes überhaupt noch
lohnt. Ein brauchbares Exemplar sollte
mindestens zwei der nachfolgend genannten
Vorraussetzungen erfüllen.

§ 1 Grundlegende Eigenschaften
Abs 1 Er sollte nützlich sein (handwerkliche
Fähigkeiten, fleißig im Haushalt und im Bett
gut zu gebrauchen)
Abs 2 Er soll herzeigbar sein (d.h. sein
Aussehen sollte kein Mitleid erregen)
Abs 3 Obige Punkte können außer Acht gelassen
werden wenn § 2 zutrifft.

§ 2 Er ist reich !

§ 3 Anschaffung
Gehen Sie bei der Auswahl Ihres Männchens
sorgfältig vor und lassen Sie sich genügend
Zeit um sich von seinen tatsächlichen
Fähigkeiten zu überzeugen. Bedenken Sie, dass
das Männchen stets versucht, sich von seiner
besten Seite zu zeigen, danach aber häufig in
sein altes Rollen-verhalten zurückfällt. Oft
offenbaren sich versteckte und
offensichtliche Mängel erst später. In der
letzten Zeit steigt die Zahl der ausgesetzten
Männchen rapide an. Viele Exemplare streunen
orientierungslos herum oder suchen Zuflucht
bei anderen Frauen. Das Vorliegen der
Vorraussetzungen gem. § 3 sollte daher
sorgfältig geprüft werden. Empfehlenswert ist
die Anschaffung eines bereits ausgebildeten
Mannes (siehe auch § 5). So sind zum Beispiel
auf dem Second-Hand-Markt oftmals brauchbare
Exemplare zu finden. Sie zeichnen sich meist
durch eine ausgezeichnete Ausbildung und eine
genügsame Lebensweise aus. Aber Vorsicht vor
mehrfach gebrauchten Exemplaren. Aufgrund der
vielen Pflegestellen neigen sie zu
zeitweiligem Gedächtnisverlust und können
sich dann weder an Ihr Heim noch an ihr
Frauchen erinnern.

§ 4 Ernährung
Der Mann ist ein Allesfresser. Um
Mangelerscheinungen vorzubeugen sollte man
Ihm neben dem Dosenfutter ab und zu frisches
Gemüse oder Salat vorsetzen. Alkohol sollte
nicht grundsätzlich verboten werden, da er
ihn sich sonst zusammen mit anderen
Artgenossen anderweitig beschafft. Für
Süßigkeiten gilt im wesentlichen das Gleiche.
Vorsicht vor Überfütterung. Bedenken Sie, daß
ein fetter Mann schnell unbeweglich wird und
damit im Bett und im Haushalt nicht mehr so
leistungsfähig ist.

§ 5 Artgerechte Haltung
Was die Unterbringung angeht so ist der Mann
relativ anspruchslos.
Im allgemeinen genügen ein Bett und ein
Fernseher.

Bei Vorhandensein eines Computers kann
eventuell auf den Fernseher verzichtet
werden. Man sollte Ihn nicht den ganzen Tag
einsperren, da er sonst depressiv wird, das
Essen verweigert und bald eingeht.

Für die allgemeine Beweglichkeit und eine
regelmäßige Sauerstoffzufuhr hat sich
Gartenarbeit bestens bewährt. Außerdem sollte
man ihn möglichst einmal täglich ins Freie
führen, damit er etwas Auslauf hat. Denken
Sie daran, ihn immer an der langen Leine zu
lassen.

§ 6 Pflege
Sorgen Sie dafür, daß er sich einmal am Tag
wäscht. Um Verletzungen vorzubeugen sollten
die Nägel regelmäßig nachgeschnitten werden.
Ein gelegentlicher Haarschnitt ist ebenfalls
zu empfehlen. Tauschen Sie getragene Kleidung
regelmäßig gegen neue aus.

§ 7 Männerkrankheiten
Der Mann im allgemeinen neigt zu
Übertreibungen. Eine Veranlagung zum
Hypochonder ist quasi angeboren. Bei
Erkältung ist leichte Bettruhe vollkommen
ausreichend. Aufrichtiges Bedauern des
Erkrankten kann den Heilungsverlauf positiv
beeinflussen. Sollte tatsächlich eine ernste
Erkrankung vorliegen, empfiehlt es sich einen
Arzt hinzuzuziehen. Manche Männchen neigen zu
übermäßigem Haarausfall. Dies beeinträchtigt
ihre Leistungsfähigkeit meist nicht und ist
daher unbedenklich.

§ 8 Ausbildung
Männer werden schnell handzahm, wenn man sie
richtig behandelt. Das Befolgen der
wichtigsten Regeln wie "Fuß, Platz,
kusch und hol's" beherrschen die
meisten bei regelmäßigem Training und einer
Belohnung durch Leckerli oder ein paar
Streicheleinheiten bereits nach wenigen
Tagen.
Bei der Ausbildung ist es unerlässlich die
Schwiegermutter miteinzubeziehen und klare
Regeln für die Erziehung aufzustellen.

§ 9 Fortpflanzung
Männer sind das ganze Jahr über läufig und
verhalten sich auch dementsprechend. Ein in
diesem Zusammenhang geäußerter Kinderwunsch
ist mit Vorsicht zu genießen da er oft nur
als Mittel zum Zweck dient. Leihen sie sich
bei Verwandten oder Bekannten ein paar Kinder
aus. So können Sie seine Fähigkeiten als
Vater in Ruhe testen.